Wie Henriette im rumänischen Riesentierheim Smeura gelandet ist, werden wir wohl nie erfahren. Aus ihren Begleitpapieren geht nur hervor, dass sie bereits als Welpe dort aufgenommen wurde. Unter den 6000 anderen Hunden dort, ging die pechschwarze Hündin einfach unter. Seit Ende Februar 2026 lebt Henriette nun bei uns im Tierheim. Und war sie anfangs noch sehr ängstlich, hat sie sich inzwischen zu einer selbstbewussten, agilen und ihren Bezugpersonen gegenüber sehr zugewandten Hündin entwickelt.
Als Chow Chow-Mischling bringt Henriette einige rassetypische Eigenschaften mit. Sie ist eigenständig und sucht sich ihre Menschen ganz bewusst aus. Bei manchen taut sie erstaunlich schnell auf, zeigt sich dann unglaublich zärtlich, verschmust, genießt jede Streicheleinheit, gibt gerne Küsschen oder leckt die Hände ab. Bei anderen bleibt sie zunächst lieber auf Abstand, beobachtet ruhig aus der Entfernung und begegnet Neuem mit einer gesunden Portion Skepsis. Dabei ist sie jedoch jederzeit freundlich, eher ängstlich. Sie war noch nie aggressiv.
Was wir schon sagen können, ist das Henriette (auch typisch Chow Chow) manchmal stur sein kann (an der Leine gehen, müssen wir weiter üben) und vielleicht nicht ganz so leicht zu erziehen, wie manch anderen Hund. Man sagt ja nicht umsonst, Chow Chows sind halbe Katzen. Reinlich ist Henriette, noch nie hat sie das Hundehaus verschmutzt und brav liegt sie jeden Abend als erste in ihrem Körbchen.
Hier in ihrem gewohnten Rudel zeigt sie sich sehr sozial, fremden Artgenossen tritt sie anfangs manchmal skeptisch gegen und braucht eine „Aufwärmphase“.
Für Henriette wünschen wir uns Menschen, die ihre besondere Art zu schätzen wissen, ruhig und geduldig sind und Verständnis für einen eigenständigen Hund haben. Für Liebhaber dieser Rasse oder rassetypischer Charaktere ist sie ein absoluter Schatz, loyal, sensibel und ihrer Familie tief verbunden.