Briefe von Zuhause

Letzter Brief eines Haustieres

Wir sind glücklich und haben ein neues Zuhause! An dieser Stelle teilen wir Briefe und Grüße aus dem neuen Zuhause. Sendet uns eure Geschichten und Fotos, wir freuen uns darauf, von unseren tierischen Schützlingen zu hören. Kontaktiert uns per E-Mail unter: info(@)tierhoffnung.de

Diese Tiere haben uns verlassen

  • 31.12.2025

    Der 31.12. - Silvester. Da war er nun: der letzte Tag des Jahres. Für uns ein Tag wie kein anderer im Tierheim. Während der Morgen in seiner gewohnten Routine startete, wurden wir am Vormittag von unglaublichen Schneemassen überrascht. Selbst als alle Mitarbeiter an diesem Tag mit einem Schneeschieber bewaffnet waren, kamen wir kaum voran, um wenigstens die Laufwege von der weisen Pracht zu befreien. Eine kleine Freude bereitete uns die Hundeomi Minnie. Der Schneefall schien sie an Zeiten zu erinnern, als sie noch jung war und sie tollte - für ihre Verhältnisse - total ausgelassen durch den Neuschnee. Man konnte sich nur darüber freuen. Doch unsere Freude wurde jäh getrübt, da es ungeduldige Menschen nicht aushalten konnten und mit der Knallerei anfingen. In immer kürzeren Abstände zischte, pfiff und knallte es. Wir erhielten einen ersten Eindruck, welcher Hund in diesem Jahr ein echtes Problem mit Silvester hat. Am frühen Nachmittag gab es deswegen die erste Tablette Adaptil, um die erhitzten Gemüter zu beruhigen. Kaum wurde es dunkel waren wir froh über unsere gute Vorbereitung. Hier und da haben wir zusätzlich noch Fenster abgehangen, um den Stress um Null Uhr zu minimieren. Den restlichen Abend verbrachten wir mit streicheln, beruhigen und gut zureden. Die Angst und Panik, die diese "Tradition" verbreitet ist für uns in dieser Situation sehr greifbar. Unsere Schützlinge, ja unsere Freunde so leiden zu sehen - zitternd, hechelnd, mit dem Kopf in irgendeiner Ecke vergraben, macht uns traurig und wütend zu gleich. Nichtsdestotrotz wünschen wir allen unseren Freunden, Gönnern und stillen Homepagelesern einen guten Start ins Neue Jahr!

  • 30.12.2025

    Während andere Leute sich mit festlichem Essen und Knallerei für den Jahreswechsel eindecken, begannen wir heute mit den Vorbereitungen auf diesen laute Nacht. Faltboxen wurden als Rückzugsort aufgebaut und aufgestellt, Beruhigungshalsbänder und Beruhigungsspray verteilt und Adaptil bereitgestellt. Wir versuchen unser möglichstes unseren Schützlingen diese Nacht erträglicher zu machen. Außerdem konnten wir heute von ganz lieben Nachbarn eine Anhängerladung voll Heu entgegen nehmen. Dieser hatte seine Kaninchenhaltung aufgegeben und hatte die selbstgeerntete Wiese noch übrig. Wir sind - gerade im Winter - sehr dankbar über diesen Segen, um unsere Schafe mehrmals täglich mit Heu versorgen zu können. Das war aber noch nicht alles: Wir durften außerdem noch einiges an Weihnachtsspenden aus dem Fressnapf XXL in Dresden Gompitz abholen, ausladen und im Anschluss auspacken. Wir sind immer wieder überwältigt, wie viele tolle Dinge die Tierfreunde da draußen für unsere Schützlinge zu geben bereit sind. Ehrlicherweise sind wir so langsam auch an unserer Lagerkapazität. Einfach unfassbar schön.

  • Fressnapf Bautzen und Mario Domsch

    29.12.2025

    In diesem Jahr durften wir das erste mal auch im Fressnapf in Bautzen die Wünsche unserer Tierheimbewohner an einen Weihnachtsbaum hängen. Die Resonanz war gigantisch! Da es uns zeitlich schlicht und ergreifend nicht möglich war die vielen Spenden selbst zu holen, fragten wir einen alten Bekannten um Hilfe: unsere ehemaligen Tierpfleger Mario. Dieser sagte spontan zu, die Spenden in unserem Namen entgegen zu nehmen und bis zum Tierheim zu liefern. Der kleine Ausflug ins Tierheim gab ihm nicht nur die Möglichkeit uns, unseren Schützlingen und dem Tierheim wieder mal einen Besuch abzustatten, sondern er konnte uns mit all den schönen Spenden auch wirklich etwas Gutes tun. Wir sagen Danke, an den Fressnapf Bautzen, an all die großzügigen Spender und natürlich auch an Mario!

  • 27./28.12.2025

    Eine große Überraschung bereitete uns heute eine langjährige Tierfreundin. Familie Karsch organisierte und plante eine umfangreiche Spendenaktion in Zusammenarbeit mit der Filiale Fressnapf Weixdorf. Und nun war der Tag, an dem sie all die gespendeten Sachen uns übergeben durfte. Jeder Winkel des Fahrzeugs war gefüllt mit Schätzen für all unsere Schützlinge: Nassfutter für unsere Katzen und Hunde, Weidenbällchen mit Heu und Kräutern gefüllt für unsere Kaninchen, Spielsachen, Hundekörbchen, Katzenstreu, Vogelfutter für die Nymphis und und und... Kurzum: es ist für jeden was dabei. Bei allem, was entladen wurde, waren wir kurzzeitig sogar sprachlos. Wir sind unglaublich dankbar für dieses Engagement von Familie Karsch und der Zusammenarbeit mit dem Fressnapf Weixdorf.

  • 26.12.2025

    Der liebe Hamstaff konnte endlich in seine neue Familie umziehen. Natürlich war er sehr aufgeregt. All die neuen Dinge, die fremde Umgebung und die fremden Leute. Er wollte man liebsten überall gleichzeitig sein. Zum Glück hatten seine neuen Besitzer schon alles ganz liebevoll für ihn eingerichtet. Beim durchschnuppern der ganzen Wohnung stockte Hamstaff plötzlich in der Küche. Im der Scheibe vom Backofen konnte Hamstaff einen Artgenossen erkennen. Unsicher bellte er "den Fremden" an, ohne zu realisieren, dass es sich um sein Spiegelbild handelte. Wir mussten herzlich lachen. Bei der Vertragsunterzeichung wurde er die ganze Zeit gekrault und das hat ihm wirklich gut gefallen. Wir freuen uns, dass er nun ein so tolles Zuhause gefunden hat.

  • Babuszka Weihnachten

    25.12.2025

    Die Bescherung im Tierheim erfolgte über den Tag verteilt. So viele tolle Geschenke erhielten wir für unsere Schützlinge, sodass wir uns mit jedem hingesetzt und etwas ausgepackt haben. Für Hundeomi Luna gab es ein tolles neues Geschirr mit einer dazu passenden Leine, für Hündin Exa haben wir eine großes erhöhtes Hundebett ausgepackt und zusammengebaut, Mutlich bekam eine Spielangel die sofort bejagd wurde und die Katzenkinder Lea und Bella bekamen schicke neue Futternäpfe. Nur um ein paar Beispiele zu nennen. Natürlich gab es für alle auch ein paar zusätzliche Köstlichkeiten zur Fütterungszeit.

  • 24.12.2025

    Tiere sind keine Geschenke. Auch diese Ansicht teilen wir. Dennoch haben wir heute die kleine Psotka in ihr neues Zuhause vermittelt. Die dort lebenden ältere Dame war mehrfach im Tierheim und brachte auch auch alle Personen mit, die Psotka im Notfall betreuen würden. Damit Psotka und die liebe Frau das Weihnachtsfest nicht getrennt verbringen müssen, haben wir uns dazu entschlossen zusammen zu bringen, was zusammen gehört. Psotka war wirklich entspannt und lief die paar Treppenstufen hoch, als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Als wir uns für den "Papierkram" niederließen, krabbelte Psotka auf den Schoß ihres neuen Frauchens und gab ihr ganz viele Küsschen, als wollte sie sich bedanken. Das Strahlen in den Augen von beiden, wärmte uns das Herz. Wie schön, dass die beiden nun das Fest der Liebe zusammen verbringen können.

  • Öltank schon wieder leer

    Öltank schon wieder leer

    Der Winter ist lang und hart – und wir haben Unmengen an Öl verbraucht, um unsere Schützlinge warm zu halten. ❄️🐾 Jetzt ist der Tank fast leer, und wir müssen dringend nachfüllen, damit die Heizung nicht stillsteht.

Aktuelle Neuigkeiten aus dem Tierheim

  • 10.02.2026

    Die große Fundhündin Isolde hatte ihren Kastrationstermin in der Tierarztpraxis. Leider hatte sie so gar keine Lust von allein ins Auto einzusteigen, also haben wir die 40kg schwere Hündin gemeinsam ins Auto gehoben. Während der Fahrt blieb sie dann aber doch ruhig liegen. Das war gut so, denn die Fahrt verzögerte sich eine ganze Weile, da plötzlich die Hauptverkehrsstraße wegen eines Schwerlasttransports gesperrt wurde. Ein kleiner Schleichweg war uns noch bekannt, doch auch dort kamen wir nicht vorwärts, da dort gerade Heizöl angeliefert wurde. Nach einer Wartezeit hatten wir es dann doch geschafft. Isolde folgte uns ganz brav an der Leine und begrüßte die Mitarbeiter beim Tierarzt. Nach einigen Stunden, konnten wir die große Hündin wieder in unsere Obhut übernehmen. Mit einem großen kleidsamen Body und einem Halskragen, hat sie den restlichen Nachmittag im beheizten Einzelzimmer verdöst.

  • Öltank schon wieder leer – Müssen die Tiere frieren?

    Die Kälte der letzten Wochen hat unsere Heizölvorräte massiv schrumpfen lassen – und ja … ein kleines bisschen ist auch Rolfi schuld 😄
    Dem war es einfach immer zu kalt.

  • 09.02.2026

    Der alte Abgabekater Purzel hatte einen Termin in der Tierarztpraxis. Dort sollte er einmal durchgecheckt werden. Die Tierärztin konnte gleich feststellen, dass er einen schlimmen Zahnstatus hat, entzündetes Zahnfleisch und ganz schlimmen Zahnstein. Außerdem hat er ein Herzgeräusch. Weil er außerdem zu dünn ist, entschieden wir uns ein klärendes Blutbild anfertigen zulassen. Der Verdacht liegt nahe, dass er ein Schilddrüsen oder Nierenproblem hat. Wie es medizisch mit Purzel weitergeht, entscheiden wir, wenn das Blutbild vorliegt. Die Tierärztim hat rasch auch noch alle Krallen gekürzt. Diese waren zu lang, aber nicht eingewachsen. Purzel war ganz tapfer und lieb. Zwei mal hat er kurz gefaucht, aber er hat auch einen wirklich anstrengenden Tag hinter sich gehabt. Er war froh, als er sich endlich wieder im Tierheim ausruhen durfte und eine weitere Protion Futter gereicht bekam.

  • 07.02./08.02.2026

    Auch dieses Wochenende war im Tierheim wieder einiges los – und das ganz abseits von Vermittlungen. Der Elektriker war vor Ort, um sich einem kniffligen Schaltkreisproblem in unseren Räumen anzunehmen. Die Ursachenforschung dauert an, aber er ist zuversichtlich die Situation bald besser zu verstehen und dann geht’s hoffentlich an die Problemlösung. Nicht weniger wichtig war ein anderer Termin: Annett war bei unserer Tierärztin, um die Stuhlproben von unseren Hunden Carmen, Quinn , Bandzior und Bax abzugeben. Diese werden nun von einem Labor untersucht, um herauszufinden, ob weiterhin ein Giardienbefall vorliegt oder ob unsere Schützlinge inzwischen frei davon sind. Diese Kontrolle ist unverzichtbar und wir hoffen sehr, dass bald positive Nachrichten von ihr kommen. Leider spüren wir immer noch die Auswirkungen der aktuellen Grippewelle mehr als deutlich: Ein großer Teil unseres Teams liegt krank zu Hause, und so sind wir personell weiterhin stark eingeschränkt. Mehrere Kollegen fallen gleichzeitig aus, was den ohnehin fordernden Tierheimalltag zusätzlich enorm belastet. Unsere Bewohner müssen versorgt werden, da versuchen wir mit letzter Kraft, durch Schichttausch und Doppeldiensten, die Versorgung aller Bewohner am Laufen zu halten, aber all dies bringt uns an die Grenzen.