
Einblicke
Unser Tierheim im Wandel der Zeit…
Aktuelle Neuigkeiten aus dem Tierheim
03.01.2024
Ganz siegessicher ging Rudzik mit uns durchs Tor, aber als es dann hieß, ins Auto einzusteigen, schwand sein Mut. So hatte er sich seinen Ausflug nicht vorgestellt. Mit etwas Nachhelfen sprang er in der Box, die ganze Fahrt über bis nach Cossebaude blieb er ruhig. Im neuen Zuhause angekommen, konnte es Rudzik kaum erwarten, auszusteigen und war gleich ganz galant neben der Hunderampe heruntergesprungen. Wir begrüßten Frauchen und Herrchen sowie den bereits vorhandenen Hund Gustav, auch ein Pole. Dieser erkannte Rudzik wieder und wir sind noch ein kleines Stückchen zusammen draußen spazieren gegangen. Die Treppen im Haus waren für Rudzik noch eine Herausforderung, die er aber tapfer meisterte. In der Wohnung schaute er sich, noch etwas unsicher, alles an, und wirkte sehr nervös. Nach einer Weile konnten wir beobachten, wie er immer entspannter wurde, auch Leckerlis annahm und etwas Trockenfutter kostete. Als wir den Vertrag unterzeichneten, bekam Rudzik sein persönliches Körbchen neben das Sofa gestellt. Er fand es angenehm und so langsam fielen ihm die Äuglein zu. Dies war für uns der Moment des Abschieds. Gustav lag derweil auf dem Sofa, für Rudzik war das leider noch zu hoch. Er bekommt demnächst eine kleine Treppe hingebaut, damit er auch problemlos mit auf dem Sofa kuscheln kann. Am späten Nachmittag fuhren wir dann mit Tomis in die Tierarztpraxis. Nachdem die Hündin einige Tage lang Schmerzmittel erhielt, wollte sich der Tierarzt vom Gangbild und Wohlbefinden der Hundeomi überzeugen. Die Therapie zeigte Fortschritte, so dass wir für heute übereinkamen, von einer umfangreichen Diagnostik Abstand zu nehmen. Tomis erhielt die neue Schmerztherapie in Form einer Spritze, welche 4 Wochen anhält, namens Librela. Bis die 4 Wochen vorbei sind, beobachten und vergleichen wir weiter. Da Tomis ja mehrere "Baustellen" hat, kann es auch sein, das der gewünschte Effekt nicht eintrifft, aber dann haben wir es wenigstens versucht. Librela ist zwar teuer, der Vorteil aber ist, dass es sehr nebenwirkungsarm ist. Also gerade für den Langzeitgebrauch mit unserem Gewissen bestens zu vereinbaren.
02.01.2024
Kaum war das neue Jahr gestartet erhielten wir Nachricht aus dem Fressnapf XXL, dass wir wieder Spenden abholen dürfen und so machten wir uns auf den Weg. Leider gerieten wir in einen Stau, was unsere Zeitplanung durcheinander gebracht hat, aber es war ja nicht zu ändern. Ein zuvor erstelltes Plakat, welches auch unser neues Logo beinhaltet, nahmen uns die lieben Mitarbeiter aus dem Fressnapf gern ab und platzierten es werbewirksam. Im handumdrehen hatten wir das Auto beladen, kauft rasch noch etwas Grünfutter für unsere Kleintiere und waren wieder auf dem Rückweg. Im strömenden Regen luden wir das Auto aus und verbrachten den Nachmittag mit sortieren und aufräumen. Nochmals Danke, an alle lieben Spender!
01.01.2024
Willkommen neues Jahr 2024! Wir waren gespannt, was uns nach der Nacht erwartete. Aber alles war gut soweit. Nichts war defekt oder durch Stress zernagt, erstaunlicherweise waren die meisten Schlafhäuser sauber und die Tiere nicht (mehr) so durcheinander. Den Feiertag konnten wir uns daher voll und ganz dem Neujahrsputz widmen: wir sortieren alles, was wir auf dem Dachboden lagerten, entsorgten die inzwischen "verlebten", kaputten Hundedecken und fegten den Staub vom alten Jahr weg. Auf dem Grundstück hatte sich so viel Laub angesammelt, das wir zusammenharkten (na gut, alles haben wir nicht schaffen können, wir sind damit noch längst nicht fertig). Aber immerhin ist die Hundequarantäne samt Auslauf wieder wie neu und bereit, demnächst erneut einige Notfellchen beherbergen zu können. Der einsetzende Regen am Nachmittag bremste unsere Draußenaktivitäten, aber dafür mussten wir auf ein Neues die Tiere beruhigen. Denn es wurde wieder geknallt. Das macht uns echt wütend. Dulphy rannte wie gestern ihre Kreise und Iris verkroch sich ganz in die Ecke und wollte am liebsten in ihre Hundematte hineinkriechen. In der Quarantäne die jungen Katzenkinder hatten noch keine Erfahrungen von diesem sinnlosen "Menschenbrauch" und wussten überhaupt nicht, was los war: Gerade hatten sie den Stress verdaut, ging es scheinbar von vorne los mit dem undefinierbaren Lärm. Lilo suchte Schutz in ihrer Toilette und Frau Gloer brachte ihr Mittagessen wieder heraus. Nur Kater Karlchen versuchte, seine Ruhe im ganzen Raum ausstrahlen zu lassen.
30./31.12.2023
Silvester war für die meisten unserer Tiere wieder der Horror schlechthin. Ob Dauerbeller, in- die- Hütten- Verkriecher oder Kreise- Renner, trotz Beruhigungsmittelchen (z.B. adaptil) konnten wir den armen Seelchen den Stress nicht nehmen. Wir verhängten die Fenster mit Decken, ließen Musik laufen, lenkten die Schützlinge mit unserer Anwesenheit und Streicheleinheiten ab und wünschten uns einfach viel mehr Arme dafür... Tomis bekam eine wohltuende Massage mit Bürsten, Nori und Iris gesellten sich hilfesuchend dazu. Wir fühlten uns machtlos und traurig berührt, dass die sonst so große Iris hechelnd und schlotternd ganz klein wurde und Schutz in unseren Armen suchte. Die scheue Dulphy tat uns am meisten leid, es dauerte eine halbe Ewigkeit, sie in ihr Schlafhäuschen dirigieren zu können. Sie rannte panisch flüchtend durchs Gehege, bis sie davon ziemlich erschöpft war. Umso mehr waren wir in Gedanken bei all den anderen Tieren, die keinen Menschen, kein abgesichertes Gehege, kein Körbchen in einem schutzbietenden Haus hatten. Mögen sie alle die Nacht unbeschadet überstehen!























