
Einblicke
Unser Tierheim im Wandel der Zeit…
Aktuelle Neuigkeiten aus dem Tierheim
01.02.2024
Am Nachmittag kam wie gewohnt Katze Helga sofort angerannt, als wir das Katzenhaus betraten. Doch statt Futter hatten wir eine Transportbox in der Hand. Irgendwas war hier komisch, schien sie kurz zu überlegen. Doch dann versuchte sie uns, mit intensivem Beschmusen zu überreden, doch noch das Fressi hervorzuzaubern. Nein, nichts zu machen. Wir hoben Helga auf den Arm und setzten sie in die Transportbox. Keine Gegenwehr, keine Widerworte, nur ein fragender Blick kam von ihr. Erst als wir mit ihr zum Auto gingen, maunzte sie ungläubig und steckte ihr Näslein durch die Streben der Box. Nach einer Stunde Fahrt kamen wir im ländlichen Raum von Döbeln an. Die genaue Adresse mussten wir erst erforschen, denn diese war im Navi noch gar nicht hinterlegt. Es wurden neue Häuser gebaut, schön auf einem Hügel mit Blick auf Wald und ein paar Häusern. Die Dunkelheit ließ die Schönheit der Gegend leider nur erahnen. Nachdem Helga endlich aus ihrer Box durfte, stiefelte sie los. Sie blickte sich kurz im ersten Raum um und hatte erst danach einen Blick für die Zweibeiner. Vom zaghaften Schmieren bis zum intensiven Schmusen benötigte Helga nur einen kurzen Moment. Nachdem der erste Stress über die fremde Umgebung überwunden war, erkundete sie die Wohnung recht selbstbewusst und holte sich zwischendurch immer wieder ihre Streicheleinheiten ab. Besonders zu gefallen schien ihr nicht nur das große Platzangebot der Wohnung, sondern auch, dass sie "Runden" laufen konnte, also vom Flur direkt in die Stube oder die Ausweichroute über das Arbeitszimmer. Sie schien beeindruckt und staunte erst recht über die schönen megagroßen Fenster, die bis zum Fußboden reichten. Obwohl es schon dunkel war, setzte sie sich davor und genoß den Ausblick. Auch von einem der Kratzbäume aus hatte sie einen guten Rundumblick. Etwas schreckhaft zeigte sie sich noch bei Geräuschen, aber das wird sie sicher bald verarbeitet haben. Man merkt ihr eben manchmal noch an, dass sie aus schlechten Verhältnissen stammte. Doch nun wird sie für alles entschädigt und darf ihr Einzelprinzessinnen- Status voll und ganz ausleben.
Verhütungspille für Katzen
31.01.2024
Der Monat Januar neigte sich mit der gewohnt regelmäßig stattfindenden Tierarztvisite dem Ende. Impfungen standen heute ausnahmsweise einmal überhaupt nicht auf der Tagesordnung. Die Visite war wirklich überschaubar. Es kann ja nicht immer nur ein vollgestopfter Zeitplan anliegen, es darf auch einmal entspannter zugehen. Tomis bekam die zweite Monatsspritze ihrer neuen Schmerztherapie. Dann war sie auch schon wieder in ihr Körbchen entlassen. Kater Karlchen brauchte sich gar nicht persönlich vorstellen und konnte sein Mittagsschläfchen fortsetzen. Von ihm gaben wir nur eine Kotprobe zur Untersuchung mit. Katze Netti verhielt sich wieder nett und ließ die Veterinärin brav in ihre Ohren schauen. Da sah alles gut aus, die Ohrentropfen konnten wir also wieder absetzen. Auch die Entzündung in ihrem Mäulchen heilte langsam ab. Somit konnten wir aufatmen, dass sich nichts Schlimmeres dahinter verbarg. Allerdings bereitete uns bei Rüde Arthur die aus Rumänien mitgebrachte Bissverletzung an seinem Ohr Sorgen. Trotz Antibiose war die Stelle ungewöhnlich dick und Arthur kratzte sich öfter. Die Tierärztin musste feststellen, dass sich unter der Haut Eiter gebildet hatte. Dieser wurde fachmännisch entfernt und nun von uns weiterhin versorgt und antibiotisch behandelt.
30.01.2024
Unser Tierheimauto ist nun wahrlich keiner unserer Schützlinge, aber dennoch ein wichtiger und treuer Begleiter auf allen Wegen. Aus diesem Grund war der Wagen in den vergangenen Tagen beim "Autodoktor" in der Werkstatt. Neben der Hauptuntersuchung bekam das Tierheimauto noch einen kleinen Service und einen Zahnriemenwechsel. Am Nachmittag durften wir unser Gefährt wieder aus der Werkstatt abholen. Könnte der Wagen reden, würde er sicher etwas von Wellnessurlaub erzählen. ;-) Auch ohne unser Tierheimauto mussten wir natürlich weiter wirtschaften. Heute hatten die beiden zuletzt abgegeben Katzen Mami und Susi sowie Glückskatze Tante Brösel ihren Kastrationstermin. Die Verwandten der ehemaligen Besitzer von Mami und Susi teilten uns mit, dass die Katzen bisher immer die Verhütungspille bekommen haben. Über die Konsequenzen für die Katzen wurden sie gewiss nie aufgeklärt. Susis Eierstöcke waren voller Zysten, das Gewebe von Mami mega brüchig. Trotz der Erfahrung unserer Tierärztin zwei herausforderndere Eingriffe. Die Operation von Glückskatze Tante Brösel, die niemals so ein Verhütungspräperat bekommen hatte, verlief einwandfrei und absolut ereignislos. Während Tante Brösel am späten Nachmittag schon wieder wild umher turnend die Welt einreißen wollte, waren Mami und Susi noch eine ganze Weile neben Spur.






















