05.02.2024
Meerschweinböckchen Pugsley, der 3 Jahre ohne Artgenossen gewohnt hatte und uns völlig verfilzt und namenlos abgegeben wurde, konnte sich wirklich glücklich schätzen, im Tierheim aufgenommen worden zu sein. Wir behandelten ihn erst einmal gründlich gegen seine mitgebrachten Parasiten. Da er nach der anschließenden Kastration noch weitere 6 Wochen zeugungsfähig sein kann, sahen wir von einer Vermittlung bis zu diesem Zeitrahmen ab. Nun endlich waren die vielen Wochen vorbei und Pugsley durfte seinen neuen Harem beziehen. Eins der Meerschweinchen dürfte den Lesern vielleicht noch bekannt sein: Meerli- Dame Flipsi. Sie wurde von uns Mitte Dezember vermittelt und als die Familie den Aufruf des einsamen Böckchens las, reifte der Gedanke, dass er doch gut zu ihren beiden Mädels passen könnte. Und so war es auch. Die beiden Meerschweindamen haben Pugsley gut aufgenommen. Nun muss der schmale Bock noch ein wenig aufgepäppelt werden (in Gesellschaft frisst es sich hoffentlich besser) und darf sein neues, endlich artgerechtes Leben in vollen Zügen genießen.
03./04.02.2024
Kaum war Ekkehard ins große Katzenhaus umgesiedelt, durfte er dem Tierheim auch schon wieder Adieu sagen. In freudiger Erwartung seines Napfes mit Frühstück kam er freudig an und schmuste. Als er stattdessen mit der Transportbox vorlieb nehmen musste und auch noch ca 45 Minuten Fahrt ins Ungewisse hinter sich hatte, blickte er uns mit großen Augen an. Er schien enttäuscht von uns. Dabei sollte er nun ein großes Reich und einen lieben Spielkameraden bekommen. Herrchen und Frauchen warteten schon gespannt auf den Neuankömmling. Kater Ekkehard zeigte charakterliche Ähnlichkeiten mit ihrem Kater Jurek, der ebenfalls aus unserem Tierschutzverein stammte. Deshalb waren wir optimistisch, dass die zwei gut zueinander passen würden. Ekkehard wusste von alledem noch nichts. In der Wohnung aus der Transportbox entlassen, verkrümelte er sich in die Katzentoilette und schmollte. Als Jurek schnuppern kam und ihn da entdeckte, fauchte Jurek verlegen und ging wieder. Das war alles an Aufregung und Aktion, die uns dieser Vormittag bot. Sicher brauchen beide einige Zeit, um alles zu verstehen und sich mit der neuen Situation anzufreunden. Nun warten wir mit Interesse auf baldige Berichterstattung, wie sich die zwei Stubentiger entfalten.
02.02.2024
Am Vormittag machten wir uns auf dem Weg nach Dresden wo Katerchen Palermo nun seine neue Heimat und hoffentlich sein Für-Immer-Zuhause gefunden hat. Auf dem Weg aus dem Tierheim ließ er 2-3 verabschieden miauzer heraus, blieb aber den Rest der 20-Minütigen Fahrt stumm. Erst als das Auto geparkt war folgte er seinem Muster und miaute ein paar Mal, um allen seine Ankunft zu verkünden. Nach der freundlichen Begrüßung ging es für Palermo in einen extra eingerichteten Raum, wo er erstmal in Ruhe ankommen und sich an alles gewöhnen kann. Mit diesem vorgehen nicht einverstanden war die bereits vorhandene Katze, die neugierig an der geschlossenen Tür schnupperte und auch kurz durch kratzen um Einlass bat. Palermo schnupperte kurz in der Katzentoilette und verkrümelte sich dann lieber unter das Sofa. Örtliche Veränderungen bereiten den meisten Katzen in den ersten Tagen nach einem Umzug Stress. Palermo bildet da keine Ausnahme. Sicher wird es noch eine Weile dauern, ehe Palermo dasselbe verschmuste Verhalten an den Tag legt, wie er es im Tierheim getan hat. Bleibt nur zu hoffen, dass die bereits dort lebende Katzendame, auch zufrieden mit ihrem neuen Kumpel ist. Von der Fellfarbe passen die beiden schwarzen Katzen schonmal ganz prächtig zusammen.
01.02.2024
Am Nachmittag kam wie gewohnt Katze Helga sofort angerannt, als wir das Katzenhaus betraten. Doch statt Futter hatten wir eine Transportbox in der Hand. Irgendwas war hier komisch, schien sie kurz zu überlegen. Doch dann versuchte sie uns, mit intensivem Beschmusen zu überreden, doch noch das Fressi hervorzuzaubern. Nein, nichts zu machen. Wir hoben Helga auf den Arm und setzten sie in die Transportbox. Keine Gegenwehr, keine Widerworte, nur ein fragender Blick kam von ihr. Erst als wir mit ihr zum Auto gingen, maunzte sie ungläubig und steckte ihr Näslein durch die Streben der Box. Nach einer Stunde Fahrt kamen wir im ländlichen Raum von Döbeln an. Die genaue Adresse mussten wir erst erforschen, denn diese war im Navi noch gar nicht hinterlegt. Es wurden neue Häuser gebaut, schön auf einem Hügel mit Blick auf Wald und ein paar Häusern. Die Dunkelheit ließ die Schönheit der Gegend leider nur erahnen. Nachdem Helga endlich aus ihrer Box durfte, stiefelte sie los. Sie blickte sich kurz im ersten Raum um und hatte erst danach einen Blick für die Zweibeiner. Vom zaghaften Schmieren bis zum intensiven Schmusen benötigte Helga nur einen kurzen Moment. Nachdem der erste Stress über die fremde Umgebung überwunden war, erkundete sie die Wohnung recht selbstbewusst und holte sich zwischendurch immer wieder ihre Streicheleinheiten ab. Besonders zu gefallen schien ihr nicht nur das große Platzangebot der Wohnung, sondern auch, dass sie "Runden" laufen konnte, also vom Flur direkt in die Stube oder die Ausweichroute über das Arbeitszimmer. Sie schien beeindruckt und staunte erst recht über die schönen megagroßen Fenster, die bis zum Fußboden reichten. Obwohl es schon dunkel war, setzte sie sich davor und genoß den Ausblick. Auch von einem der Kratzbäume aus hatte sie einen guten Rundumblick. Etwas schreckhaft zeigte sie sich noch bei Geräuschen, aber das wird sie sicher bald verarbeitet haben. Man merkt ihr eben manchmal noch an, dass sie aus schlechten Verhältnissen stammte. Doch nun wird sie für alles entschädigt und darf ihr Einzelprinzessinnen- Status voll und ganz ausleben.
31.01.2024
Der Monat Januar neigte sich mit der gewohnt regelmäßig stattfindenden Tierarztvisite dem Ende. Impfungen standen heute ausnahmsweise einmal überhaupt nicht auf der Tagesordnung. Die Visite war wirklich überschaubar. Es kann ja nicht immer nur ein vollgestopfter Zeitplan anliegen, es darf auch einmal entspannter zugehen. Tomis bekam die zweite Monatsspritze ihrer neuen Schmerztherapie. Dann war sie auch schon wieder in ihr Körbchen entlassen. Kater Karlchen brauchte sich gar nicht persönlich vorstellen und konnte sein Mittagsschläfchen fortsetzen. Von ihm gaben wir nur eine Kotprobe zur Untersuchung mit. Katze Netti verhielt sich wieder nett und ließ die Veterinärin brav in ihre Ohren schauen. Da sah alles gut aus, die Ohrentropfen konnten wir also wieder absetzen. Auch die Entzündung in ihrem Mäulchen heilte langsam ab. Somit konnten wir aufatmen, dass sich nichts Schlimmeres dahinter verbarg. Allerdings bereitete uns bei Rüde Arthur die aus Rumänien mitgebrachte Bissverletzung an seinem Ohr Sorgen. Trotz Antibiose war die Stelle ungewöhnlich dick und Arthur kratzte sich öfter. Die Tierärztin musste feststellen, dass sich unter der Haut Eiter gebildet hatte. Dieser wurde fachmännisch entfernt und nun von uns weiterhin versorgt und antibiotisch behandelt.

