10./11.02.2024
Der Sonntag war sowohl für Dulphy als auch unsere Kollegin eine Herausforderung, für Dulphy allerdings noch viel mehr. Die Hündin hätte sich am liebsten unsichtbar gemacht. Aber der Reihe nach. Am Morgen schien die Welt für Dulphy noch in gewohnten Bahnen abzulaufen: Leine dran und raus auf den Hof. Essen gab es keins, stattdessen lockten wir sie wieder hinein, wo schon die große Transportbox stand. Ihr Zimmergenosse Edel inspizierte die Box und so traute sich auch die scheue Hündin heran. Und schwupps, mit etwas Schieben war sie auch schon drin. Ehrfurchtsvoll und resigniert verhielt sie sich ab diesem Zeitpunkt still und machte sich platt wie eine Flunder. Wir trugen sie in unser Tierheimauto, nebenan in der zweiten Box wartete schon der Hund unserer Kollegin (auch aus der Smeura). Wir dachten, als seelische Unterstützung täte ihr Gesellschaft gut. Auf den Autobahnen kamen wir dank Sonntagsfahrverbot für LKW flüssig voran. Der Weg bis nach Südhessen dauerte etwa 5,5 Stunden. Als wir dann das Eigenheim mit dem großen Grundstück erreichten, trugen wir die Box ins Haus. Dort konnten wir endlich risikolos die Tür vor Dulphys Nase öffnen. Wie zu erwarten traute sich Dulphy absolut nichts: kein Ton, keine Regung. Vergraben in ihre Decke schaute sie uns mit großen Augen an. Der Hund der Kollegin machte es vor und testete schon einmal alle Hundebetten. Es schienen alle sehr bequem zu sein. Doch Dulphy war daran herzlich wenig interessiert, nichts konnte die arme Maus überzeugen. Wir nahmen also den Deckel der Transportbox ab und gingen ins Nebenzimmer. Irgendwann lag sie schließich ganz verschüchtert unter der Sitzbank im Körbchen. Die vorige Hündin war ebenfalls eine Angsthündin, damals aus Kreta und jetzt eben eine Rumänin. Bei den Besuchen hier vor Ort hatte das Paar seine Geduld und die ruhige Herangehensweise bereits bewiesen. Es wird zwar noch ein langer Weg, aber wir hatten nach den Besuchen schon eine Veränderung in Dulphys Verhalten gesehen. Das stimmte uns optimistisch. Das lange Warten (seit August 2023 war sie in unserer Obhut) und der weite Weg haben sich definitv gelohnt.
09.02.2024
Heute war Hercules der Glückspilz, der sein Köfferchen packte und mit uns nach Wilthen in seine neue Heimat fuhr. Hätte man ihn gefragt, hätte er seine Antwort wohl im ersten Moment nicht so positiv formuliert. Oh je, wie war er nachtragend, dass wir ihn einfach in die Box setzten. Während der Fahrt war er jedoch mucksmäuschenstill. Als wir im neuen Zuhause, einem großen gemütlichen Eigenheim, ankamen, wollte das Dreibein erst gar nicht aus der Transportbox. Nach einer Weile schließlich huschte er in die Katzentoilette und war der Meinung, dort erst einmal über alles nachsdnken zu müssen. Wir regelten also das Vertragliche und hofften, der Kater würde sich besinnen. Nein, er fand alles noch zu befremdlich. Er leiß sich von uns streicheln und immerhin dazu bringen, dass er einen Blick hinaus tat, allerdings mit einem ganz langen Giraffenhals. Nicht einmal ein Leckerlie konnte ihn dazu bewegen, sich hinaus zu trauen. Also enfernten wir nach einer Weile ganz vorsichtig die Haube der Toilette und redeten ihm gut zu. Er kam tatsächlich heraus, schnupperte kurz, aber dann war er in der Schlafstube hinter dem Nachtschrank verschwunden. Dort darf er auch bleiben, bis er der Überzeugung sein wird, dass er keine Angst zu haben braucht. Sein mitgebrachtes Lieblingsfutter wird ihn hoffentlich überreden können.
08.02.2024
Wieder hat uns eine Hündin "Tschüss" sagen dürfen. Nori mussten wir ins Auto heben, denn so richtig wusste sie nicht, was wir vorhatten. Das ließ sie sich brav und problemlos gefallen. Nori ist bereits die zweite Hündin, welche die Familie von uns adoptierte. Nach ungefähr einer halben Stunde Autofahrt war Nori auch schon angekommen und erkundete fröhlich und offen ihr neues Reich. Besonders einer von zwei Katern, die mit Hunden aufgewachsen waren, war froh, endlich wieder einen großen Vierbeiner als Freund zu haben und wich Nori kaum von der Seite. Einfach niedlich. Völlig unkompliziert meisterte Nori die neue Situation und es schien fast, als wäre sie schon immer dort Zuhause. Einen gemütlichen Schlafplatz hatte sie sich auch schon ausgesucht: eine kuschelige Decke im Schlafzimmer. Nach über 9 Monaten Zwischenaufenthalt bei uns bezog Nori ihr eigenes Zuhause. Nun ist die Familie mit der tollen Hündin endlich wieder komplett. Wir sagen ganz herzlich Danke für die Adoption!
07.02.2024
Trotz Sturm war es ein schöner Tag für unsere Hündin Ella. Die lackschwarze Schönheit konnte mit ihrer angenehm lieben und ruhigen Art punkten und gewann die Herzen einer Familie, die früher bereits einen Hund von uns hatte. Auf der Fahrt war sie ganz ruhig. Leider hatte ihr die Aufregung etwas auf den Magen geschlagen. Solche Malheure passieren eben manchmal, aber was solls. Es ist ja kein Beinbruch. Nach der kurzen Fahrt durfte Ella schon wieder aussteigen. Die Hündin ging problemlos die Treppen zur Haustür. Ganz mutig erkundete sie Küche und Wohnzimmer, was wir ihr gar nicht so zugemutet hätten. Die nächsten Tage werden gewiss noch sehr aufregend. Wir freuen uns auf jeden Fall für Ella.
06.02.2024
Eine im Umkreis agierende Tierschützerin wandte sich mit einem Hilferuf an uns. Da ein Tierbesitzer verstorben war und die Hinterbliebenen alle Wohnungskatzen auf die Straße setzten, war dringender Handlungsbedarf. Alle Katzen waren weder tierärztlich versorgt noch kastriert, so dass keiner die genaue Anzahl nennen konnte. Ersten Sichtungen zufolge soll es sich um 19 Katzen handeln. Soviel Kapazitäten haben wir natürlich auch nicht. Da jedoch Frau Gloer vermittlungsbereit war und in unser großes Katzenhaus umziehen konnte, sagten wir der Aufnahme von maximal 3 Katzen zu. Nachdem drei Katzen in die Falle tappten, wurden sie von den tierlieben Menschen zum Tierarzt gebracht, entfloht, kastriert und dann in unsere Obhut übergeben. es sind eine schwarze und zwei schwarz-weiße, noch verschüchterte Katzen. Außerdem war der Schornsteinfeger da und hat die jährliche Messung vorgenommen. Alles ist in Ordnung. Das hören wir doch gerne. Wir freuen uns über jede finanzielle Unterstützung bei den Tierarztkosten. Jetzt spenden!

