27./28.06.2026
Wieder ein kleines Wesen, was unsere Hilfe benötigt. In Oberlichtenau wurde ein winziges schwarz-weißes Katzenkind gefunden. Eine aufmerksame Tierfreundin entdeckte das einsame, kleine Kätzchen. Trotz intensiver Suche ließ sich die Mutterkatze leider nicht finden. Bei ihrer Ankunft zeigte sich schnell, dass der kleine Findling dringend Hilfe braucht. Mit gerade einmal 400 Gramm Körpergewicht ist das Kittenmädchen ohnehin noch sehr jung. Hinzu kamen Erbrechen und Durchfall, sodass eine so intensive Versorgung im Tierheim derzeit kaum infrage kommt. Deshalb wird das kleine Würmchen nun von einer unserer Pflegerinnen liebevoll zu Hause betreut. Dort bekommt es die nötige Betreuung, regelmäßige Mahlzeiten und natürlich die medizinische Versorgung, die es jetzt so dringend braucht. Wir drücken unserem kleinen Schützling fest die Daumen, dass sie sich in den kommenden Tagen stabilisiert und Schritt für Schritt zu Kräften kommt.
06./07.06.2026
Jeder Tag beinhaltet kleine und große Momente. Zum einen meldeten uns Tierfreunde, dass auf einem Grundstück viele herrenlose und scheue Kitten gefunden wurden. Sogleich wurden diese kleinen Seelen eingesammelt und in Sicherheit gebracht. Ihre Mutter konnten wir zum Glück auch einfangen und kastrieren lassen, damit der unkontrollierten Vermehrung Einhalt geboten werden kann. Da die Zwerge in keiner Weise handzahm sind und viel Zuwendung benötigen, waren wir dankbar, eine Pflegestelle gefunden zu haben, in der sie nun versorgt werden können. Und dann wagten wir einen Spaziergang mit den Hündinnen Mia und Exa. Seit Exa in das Hofrudel integriert wurde, hat sie ihre Unsicherheit uns gegenüber immer mehr abgelegt. Dadurch war sie sehr entspannt, als sie das Sicherheitsgeschirr angelegt bekam, und zeigte Mia, dass sie keine Angst haben muss. Mia zeigte in letzter Zeit bereits vorsichtige Neugier und wedelte fröhlich mit dem Schwanz, was ein schöner Fortschritt ist. Gleichzeitig verunsicherte sie die Welt da draußen noch sehr – jeder Zentimeter wurde von ihrer feinen Nase erkundet. So hochkonzentriert konnte (oder wollte?) sie uns zunächst nicht folgen. Doch wir ließen ihr die Zeit, die Welt mit ihren Augen zu entdecken. Schmunzeln mussten wir, als auch Exa interessante Dinge erschnüffelte – und dabei so laut schnaufte, dass Mia bei ihrer konzentrierten Erkundungstour immer wieder erschrak. "Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt" (Laotse). Wir begleiten euch dabei – ganz gleich, ob ihr auf kleinen Pfoten oder großen Pfoten unterwegs seid.
30./31.05.2026
Der schwarze Kater Mephisto war einst als herrenloser Streuner aufgegriffen worden, nachdem er krank, erschöpft und auf sich allein gestellt Zuflucht bei tierlieben Menschen gesucht hatte. Niemand schien ihn zu vermissen. Aus diesem traurigen Start entwickelte sich bei uns nach und nach die Geschichte eines sensiblen Katers, der erst lernen musste, wieder Vertrauen zu fassen.Dieses Wochenende durfte unser schwarzes Sensibelchen nun in sein neues Zuhause nach Wachau umziehen.Schon beim Einladen zeigte er sehr deutlich, was er von diesem Vorhaben hielt. Die Transportbox wurde mit Nachdruck und einer gehörigen Portion schlechter Laune kommentiert. Mephisto war alles andere als begeistert und machte unmissverständlich klar, dass er den Ablauf nicht gutheißt. Entsprechend unerquicklich verlief dann auch die Fahrt für ihn.Im neuen Zuhause angekommen, wurde die Transportbox geöffnet – und Mephisto tat genau das, was man von einem vorsichtigen, sensiblen Kater erwarten konnte: Er suchte sofort das Weite. Sein Ziel war schnell gefunden. Unter dem Bett richtete er sich erst einmal einen sicheren Beobachtungsposten ein und beschloss, dass dort vorerst der beste Platz der Welt sei.Während des Vermittlungsgesprächs präsentierte sich die bereits dort lebende Katze deutlich aufgeschlossener. Sie saß die ganze Zeit neugierig mit dabei, beobachtete aufmerksam das Geschehen und schien interessiert jedem Wort zu lauschen. Ob sie wohl schon ahnte, dass der schwarze Neuzugang bald bei ihr einziehen würde?Als wir uns schließlich verabschiedeten, saß Mephisto noch immer unter seinem Bett. Ganz still war es dort allerdings nicht. Als seine neue Besitzerin vorsichtig nach ihm schaute, wurde sie mit einem maunzenden Kommentar bedacht. Die Unterhaltung zwischen beiden hat also bereits begonnen.Nun braucht es etwas Zeit, Geduld und viele ruhige Momente, damit Mephisto wirklich ankommen kann. Aber wir sind zuversichtlich, dass aus dem skeptischen Bettbewohner schon bald ein entspannter Mitbewohner wird.

