• Majka und Teddy

    22./23.08.2026

    Manchmal gibt es diese Momente, bei denen man einfach weiß: Jetzt ist es soweit. Jetzt beginnt dein neues Leben.

    Für unsere 10-jährige Majka war genau dieser Moment nun endlich gekommen. Nach vielen Jahren hinter polnischen Tierheimgittern durfte die kleine Wirbelwindin ihre Reise in ein liebevolles Zuhause antreten.

    Und wenn es nach Majka gegangen wäre, hätte sie dort wohl schon viel früher ihre Koffer ausgepackt. Denn wann immer ihre zukünftige Familie zu Besuch kam, war die Freude riesig – so aufgeregt war die kleine Hündin jedes Mal. ❤️

    Nun war es endlich soweit. Kaum angekommen, konnte Majka ihr Glück kaum fassen. Als kleiner Flummi sauste sie durch ihr neues Zuhause und musste natürlich erst einmal jeden Winkel erkunden. Zur Begrüßung wartete sogar ein kleiner Teddybär auf sie. Den nahm sie sofort in Beschlag und trug ihn fortan überall mit sich herum – selbst dann, wenn sie im Überschwang ihrer Freude über Tische und Bänke hüpfte. 🧸

    Irgendwann wurde aus dem kleinen Wirbelwind dann doch ein wenig mehr Ruhe. Majka schien zu verstehen, dass sie jetzt bleiben darf. Dass sie nicht wieder zurück muss. Dass sie endlich angekommen ist.

    So viele Jahre musste diese lebensfrohe Hündin warten. Bei uns waren es gerade einmal drei Monate, bis ihr ganz persönliches Happy End begann.

    Liebe Majka, wir wünschen dir von Herzen, dass dein Teddybär noch ganz viele Abenteuer mit dir erleben darf.
  • 08./09.08.2026

    Dank lieber Aufnahmepaten durfte dieses Wochenende wieder eine arme Seele ihre Reise in unser kleines Tierheim antreten.

    Aus dem weit entfernten und überfüllten Tierheim Bełchatów in Polen erreichte uns für ihn der Hilferuf. Namenlos, geschwächt und nur noch Haut und Knochen – selbst seine Seele hatte schon aufgegeben. Und das mit gerade einmal 10 Jahren.

    Wir sagten natürlich zu und somit konnte seine Reise beginnen. Die Fahrt meisterte er unglaublich tapfer, keinen Ton gab er von sich. Ob er vielleicht ahnte, was auf ihn wartet?

    Angekommen bei uns, in seinem neuen Zwischenzuhause, entdeckten wir, dass er ein kleines Malheur in der Box hinterlassen hatte. Sogleich ließen wir ihn in sein Gehege und säuberten später die Box.

    Als er die ersten Pfoten auf den Boden setzte, begann seine kleine Schnüffelnase vorsichtig, aber neugierig, alles zu inspizieren. Es war ein wunderbarer Moment, ihn so zu erleben. Immer wieder schaute er zu uns herüber, um uns zu begutachten.

    Wir ermöglichten ihm und seiner kleinen Trüffelnase, genügend Raum zu lassen, damit er sich nicht gestört fühlte. So ganz konnte er das alles noch nicht greifen und doch merkte man, dass er sich sicher genug fühlte: vorsichtige Berührungen, kleine, sanfte Stupser, die uns wissen ließen, dass er gerne Nähe wünscht.

    Aber eine Sache fehlte noch – und zwar ein Name.

    Als der Name „Dieter“ vorgeschlagen wurde, fanden wir, dass wir ihm noch eine kleine Note geben wollten. Und nun können wir dem namenlosen, schwarzen Rüden ein kleines Stück Seele mitgeben:

    Willkommen, Diddi! Auf dich wartet deine neue Chance. ❤️
  • Kaziu Garten

    01./02.08.2026

    Unser Rüde Senior Kaziu durfte dieses Wochenende in sein Für-immer-Zuhause ziehen. Wie alt er wirklich ist, wissen wir nicht. Geschätzt wird er auf etwa 11 Jahre, vermutlich ist er sogar noch älter. Viele Jahre verbrachte er hinter den Gittern eines polnischen Tierheims. Erst vor zwei Monaten kam er zu uns. Dass sich sein Leben so schnell noch einmal komplett verändern würde, hätten wir kaum zu hoffen gewagt.

    Die Fahrt verlief ruhig und entspannt. Am neuen Zuhause angekommen, im idyllischen Harz, wurden wir herzlich empfangen. Natürlich musste Kaziu erst einmal alles inspizieren: Ein ausgiebiger Rundgang durch den Garten, anschließend wurde das Haus sorgfältig erkundet. Mit geübter Spürnase fand er dabei auch sämtliche Futternäpfe der dort lebenden Katzen – die von seinem neuen Frauchen vorsorglich schnell in Sicherheit gebracht wurden.

    Der Kater des Hauses fühlte sich in seiner Ruhe eher gestört und beschloss kurzerhand, das Weite zu suchen. Die Katzen-Dame hingegen blieb ganz gelassen liegen und machte mit einem deutlichen Fauchen sofort klar, wer hier die Chefin ist. Kaziu verstand die Botschaft auf Anhieb, akzeptierte sie ohne Diskussion und setzte seine Erkundungstour in gewohnter Manier gelassen fort.

    Nachdem der Papierkram erledigt war und wir uns verabschiedet hatten, machten sich Kaziu und seine neuen Eltern direkt gemeinsam auf den ersten kleinen Spaziergang. Dabei konnte er nicht nur die neue Umgebung kennenlernen, sondern auch die ersten Schritte in sein neues Leben gehen. Lieber Kaziu, nach all den Jahren des Wartens hast du dein Zuhause endlich gefunden, genieße jedes Leckerli, die vielen weichen Schlafplätze und die Liebe deiner neuen Familie.
  • 25./26.07.2026

    Es gibt Tage, an denen man wieder einmal spürt, was Gemeinschaft bewirken kann. Unser diesjähriger Helfertag war genau so ein Tag – anstrengend, schweißtreibend und gleichzeitig unglaublich erfüllend. Schon am Morgen füllte sich unser kleines Tierheim mit fleißigen Helferinnen und Helfern. Zeitweise durften wir rund 25 Menschen unterschiedlichsten Alters begrüßen, die alle dasselbe Ziel hatten: unserem Tierheim etwas von ihrer Zeit, ihrer Kraft und ihrem Herzen zu schenken. Die Aufgabenliste war lang. Hundegehege wurden auf Vordermann gebracht, Rasen gemäht, Unkraut und Laub entfernt, Blumenkübel verschönert, Fenster geputzt und Wege gefegt. Es gab jede Menge zu tun – und doch wurde gemeinsam gearbeitet, gelacht und angepackt, bis schließlich tatsächlich alle geplanten Arbeiten erledigt waren. Besonders berührt hat uns, dass trotz der vielen Arbeit unsere Tiere nicht zu kurz kamen. Immer wieder blieben helfende Hände für eine Streicheleinheit stehen. Vor allem unsere Hündinnen Majka und Frotka genossen die Aufmerksamkeit der Kinder. Majka hatte zunächst noch großen Respekt vor dem Rasenmäher – für sie ist dieses laute Ungetüm nach wie vor ein rotes Tuch - tapfer hielt sie jedoch durch. Kaum war der Motor verstummt und ihr Gehege frisch gemäht, war die Freude nicht mehr zu übersehen: Mit sichtlichem Vergnügen wälzte sie sich rücklings über den frischen Rasen und schien den Duft förmlich zu inhalieren. Auch unsere Katzen Mali und Kiba freuten sich über den Besuch. Im Katzenhaus wurde gespielt, geschmust und geschnurrt – kleine Momente, die für unsere Samtpfoten genauso wertvoll sind wie ein voller Futternapf. Natürlich durfte bei so viel Einsatz auch die Stärkung nicht fehlen. Dank der mitgebrachten Kuchen und Getränke war für das leibliche Wohl bestens gesorgt und zwischendurch blieb immer wieder Zeit für ein paar nette Gespräche. Den krönenden Abschluss bildete die inzwischen fast schon traditionelle Fellpflege von Babuszka und Kupidon. Nach einer ausgiebigen Bürsten- und Wellnessbehandlung waren beide um einige stattliche Fellbüschel leichter – und fühlten sich sichtlich wohl. Von Herzen möchten wir uns bei allen bedanken, die an diesem Helfertag dabei waren. Ob groß oder klein, jung oder alt – jeder einzelne hat dazu beigetragen, dass unser Tierheim schöner aussieht und auch einige unserer Tiere einen Tag voller Aufmerksamkeit erleben durften. Danke, dass ihr mit uns gemeinsam gezeigt habt, was Zusammenhalt bewirken kann. ❤️

  • 18./19.07.2026

    Manche Wochenenden schreiben keine großen Schlagzeilen. An diesem Wochenende gab es keine Vermittlungen oder andere große Erfolgsmeldungen, über die wir uns gemeinsam freuen konnten. Dafür hat uns der Alltag einmal mehr gezeigt, was Tierschutz wirklich bedeutet: Was von außen oft gar nicht sichtbar ist, füllt unsere Tage von früh bis spät: Gehege reinigen, Wäsche waschen, Futter für hungige Mäuler und Schnäbel vorbereiten und verteilen, Medikamente verabreichen, große und kleine Tiere versorgen, trösten, beobachten, dokumentieren und organisieren. Besonders unsere Katzenquarantäne fordert derzeit viel Zeit und Aufmerksamkeit. Zahlreiche kleine Kitten müssen versorgt werden, die noch viel Pflege, Fürsorge und Zeit brauchen, bevor sie all ihre Impfungen erhalten und irgendwann bereit für den Start in ein neues Zuhause sind. Mehrmals täglich werden sie versorgt, genau beobachtet und liebevoll betreut. Gerade die Kleinsten brauchen nicht nur regelmäßige Mahlzeiten und eine saubere Umgebung, sondern auch Geborgenheit, damit sie gesund und unbeschwert heranwachsen können. Die Urlaubszeit und krankheitsbedingte Ausfälle haben unsere ohnehin schmale Personaldecke zusätzlich belastet. Umso mehr war Teamgeist gefragt, damit einfach keiner unserer Schützlinge zu kurz kommt. Und doch sind es genau diese kleinen Momente, die uns Kraft schenken: Unsere Schafe genießen seit dem Einzug in ihren neuen Stall jeden Tag ihre große Wiese in vollen Zügen. Sie zufrieden grasen und entspannt dösen zu sehen, macht einfach Freude. Und dann ist da noch unsere liebe Buna, die mit ihrer fröhlichen und freundlichen Art jede Sorge für einen Moment vergessen lässt und uns immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Gerade an Wochenenden wie diesem wird deutlich, dass Erfolg im Tierschutz nicht ausschließlich an Vermittlungszahlen gemessen wird. Manchmal besteht ein gelungenes Wochenende einfach darin, dass alle Tiere gut versorgt wurden und sich trotz personeller Engpässe sicher und geborgen fühlen konnten. Darauf sind wir stolz. Und wir sind unglaublich dankbar für alle, die uns dabei unterstützen – unsere ehrenamtliche Helfer, unsere Spender und all die Menschen, die unsere Arbeit verfolgen und mittragen. Ohne diese Unterstützung wäre vieles nicht möglich. Wir blicken nun auf eine neue Woche – und hoffen, dass sie vielleicht die eine oder andere schöne Geschichte schreibt.