• 01.03.2024

    Nach mehrmaligen Besuchen stand fest: Wuschel Hilohi hat bald sein eigenes Zuhause. Nun war der Tag seines zweiten Lebens angebrochen. Der junge Rüde war während der Fahrt nach Dresden ruhig. Als wir ankamen und sich das Auto wieder öffnete, wirkte Hilohi etwas irritiert. Wo waren wir? Trotzdem lief er brav mit uns mit. Nur einige Momente gab es, die ihn kurz stocken ließen: ein Hund bellte in der Ferne, dann tauchten vor ihm 3 Stufen auf, die er bewältigen musste und als Krönung schloss sich in der Wohnung die Tür hinter ihm. Nun in Sicherheit leinten wir ihn ab und ließen ihn im eigenen Tempo erkunden. Derweil schlossen wir in die Küche den Vertrag ab. Nach einer Weile gesellte sich Hilohi zu uns, immerhin schon mit erhobener Rute. Als sich von einem separaten Zimmer wie von Zauberhand die Klinke bewegte, schaute er aufmerksam, konnte aber keinen Verursacher entdecken. Was nur wir Menschen wussten: In dem Raum war die bereits dort lebende Katze, die auf die Klinke sprang, um herauszukommen. Aber es war natürlich noch zugeschlossen. Hund und Katze dürfen sich erst kennenlernen, wenn Hilohi sich etwas akklimatisiert hat. Bei uns zeigte er jedenfalls kein großes Interesse an Samtpfoten, deshalb haben wir da keine Bedenken. Wir freuen uns, dass Hilohi so schnell ein Zuhause finden durfte.

  • 29.02.2024

    Fast mit einer Selbstverständlichkeit, als wäre es das normalste der Welt, folgte uns Sorgenfellchen Pepe an der Leine und ließ sich ins Auto heben. So ein zutraulicher und gutmütiger Hund. Er glaubt einfach an das Gute im Menschen, dafür müssen wir ihn einfach gern haben und ihm auch jeden Tag aufs Neue beweisen, dass er damit bei uns auf jeden Fall Recht hat. Danke Pepe für dein Vertrauen. Auch Rüde Benek musste mit, obwohl er schon das Geschirranziehen mehr als unheimlich fand. So viel Aufmerksamkeit, so viel menschliche Nähe, er ergab sich einfach. Zwischendurch zog er kurz an der Leine und wollte weg, dann legte er sich auf den Boden und wollte sich unsichtbar machen. Erst als er Pepe im Auto erkannte, hopste er von allein ins Auto. Super, wie das klappte, ach, was hätten wir nur ohne Pepe gemacht. Und wieder Danke, Pepe, du bist unser Held! Ganze 4 Kilogramm hatte Pepe durch unsere Aufpäppelung zugenommen, nun war er bereit für die megadringende Zahnsanierung. Nur dass mit Sanierung nicht mehr viel war, wie die Tierärztin feststellen musste: sämtliche noch vorhandenen Zähne - oder was mal Zähne waren -(insgesamt 36!) mussten entfernt werden. Alles war entzündet und verkeimt, der Kieferknochen war davon schon bröselig geworden. Armer Opi. Kein Wunder, dass all die Keime bei ihm wohl auch die Verdauungsstörungen verursachten. Denn er litt in der Praxis leider auch schon wieder unter Durchfall. Wir ziehen den Hut vor der Tierärztin unseres Vertrauens und ihrem helfenden Praxisengel, was sie alles leisteten und quasi unter Schwerstbedingungen eine exzellente Arbeit vollbrachten. Pepe bekam hochdosierte Schmerzmittel und war am Nachmittag immer noch völlig benebelt. Da die Behandlung der Zähne enorm viel abverlangte, konnte der Lidrandtumor nicht mehr entfernt werden. Das werden wir später in Angriff nehmen müssen. In dem Atemzug werden dann auch Pepes Gelenke geröntgt. Für heute hatte er erst einmal genug zu verkraften. Sein Zimmergenosse Benek hatte es da einfacher. Dessen Gesamtzustand war von vornherein viel besser und er musste sich nur von 6 Zähnen trennen. Da Beneks Kiefer durch ein früheres Trauma schief war, hatte er seine Schneidezähne im Unterkiefer, die auch schief standen, lange Zeit fehlbelastet und somit kaputt gemacht. Ansonsten brauchte die Tierärztin in Beneks restlichem Mäulchen nur noch etwas Zahnstein entfernen. Benek war nach kurzer Zeit schon wieder relativ fit. Während Pepe im Tierheim dann ein extra Abteil bekam, um sich auszuschlafen, war Benek froh, wieder im Tierheim zu sein und nicht mehr diese auferzwungene Nähe dulden zu müssen. Er suchte erst einmal das Weite. Dass er nicht nachtragend war, zeigte er uns später, denn da ward sein Abstand zu uns schon wieder viel kleiner. Das stimmt uns zuversichtlich. Für Spenden für die Behandlungskosten sind wir sehr dankbar

  • 28.02.2024

    Unser eigentlicher Plan lautete heute, die fünf polnischen Senioren zu fotografieren , damit sie endlich auf der Homepage erscheinen können. Frieda war sowieso schon auf dem Hof unterwegs und so dachten wir, warum nicht gleich alle Hunde unseres Hofrudels mit den "Oldies" bekannt machen?! Früher oder später hatten wir dies sowieso vorgehabt. Also nutzten wir die Gunst der Stunde und integrierten problemlos die Polen zu unseren alteingesessenen Hofhunden. Alles verlief friedlich. Edel schaute anfangs noch etwas skeptisch auf den Trubel, Benek wollte sich zu aller erst am liebsten wieder schutzsuchend in sein Körbchen zurückziehen und Iris suchte Ablenkung, indem sie sich kraulen ließ. Das waren der alten Dame wohl zu viele auf einmal. Am meisten Spaß zu haben schienen Dziadudek und Pepe. Immer bei den Menschen sein zu können, fanden sie toll. Dziadudek schleuste sich gleich durch unsere Beine durch in die Küche. Da wird er wohl noch lernen müssen, dass dies leider für ihn eine Tabuzone ist. Er sieht es bestimmt anders: überall etwas Essbares ist für ihn wie Schlaraffenland. Dabei sollte Dziadudek doch langsam mal an seine Sommerfigur denken ;) Bei der Visite war auch die Tierärztin zuversichtlich hinsichtlich seiner Schwellung im Gesicht, die schon gut abgeklungen ist. Dziadudek benötigt, sehr zu unserer Freude, keine Nachbehandlung.  Auch bei den Zwergen Bibi und Mats war alles in Ordnung. Die Tierärztin war begeistert, welche Fortschritte Kira innerhalb der letzten 2 Wochen erreicht hatte: Sie hatte schon etwas mehr Gestalt angenommen und soll zum weiteren Aufbau weiterhin Gastro- Diät bekommen. Ihre Haut sah ebenfalls schon viel besser aus. Voraussichtlich in einer Woche könnten wir also die Kastration und die OP einer ihrer Milchleisten in Betracht ziehen. Dann gingen wir zu den Katzen: die gesundheitlichen Zwischenfälle hatten fast alle überwunden und so konnten Karli und Sheyla ihre zweite Impfung erhalten. Die 3 Katzen vom 06.02. bekamen endlich ihren ersten Pieks. Nur der Zustand von Katze Mami hatte sich verschlechtert. Sie bekommt nun 3x täglich eine Augensalbe und dazu noch verschiedene Medizin. Das muss doch endlich bei ihr anschlagen. Bitte alle für Mami mithoffen! Dankeschön.

  • 27.02.2024

    Hündin Delia darf sich nun Einwohnerin unserer schönen Landeshauptstadt nennen. Obwohl sie noch verunsichert war über die Fahrt und all die neuen Gerüche, so dass sich ihre Freude darüber noch in Grenzen hielt. Verschüchtert mit eingeklemmter Rute meisterte sie mit unserer Hilfe, ein Pfötchen nach dem anderen aufsetzend, in Zeitlupe Stufe für Stufe des Treppenhauses. Dieses Schauspiel ging so lange, bis es ihr anscheinend selber zu peinlich wurde und sie erkannte, dass nichts komisches geschah, wenn sie hinauf lief. Und so schaffte sie die letzten Stufen in normalem Tempo von ganz alleine. In der Wohnung schaute sie sich ebenso sehr vorsichtig und in aller Ruhe alles an. Wir gingen ins Wohnzimmer, dem Haupt- Aufenthaltsraum, der für den Anfang erst einmal ihr einziger Bezugspunkt in der Wohnung sein sollte, bis sie sich sicherer fühlte. Anfangs lief sie planlos umher, suchte immer mal Schutz bei uns, und setzte sich dann in die hinterste Ecke des Tisches. Die Fenster weckten ihre Neugier und als sie gegenüber auf dem Fußweg einen Hund sah, hatte sie ihr kleines Kino. Das schien sie etwas herunterfahren zu lassen, denn dann reagierte sie nicht mehr so nervös, ging sogar etwas trinken und holte sich ein paar Streicheleinheiten ab. Für Delia scheint das Leben in einer Wohnung wohl noch fremd zu sein, aber sie wird sich langsam mit Hilfe ihrer neuen, einfühlsamen Familie daran gewöhnen dürfen.

  • 26.02.2024

    Vor geraumer Zeit haben wir den braunen Labrador Rüden Juno in unsere Obhut übernommen. Durch einige witzige Zufälle kamen wenige nach seiner Abgabe eine nette Familie zu uns, die sich genau so einen Hund gewünscht haben. Mehrere Besuche verliefen positiv für alle Beteiligten und so vereinbarten wir einen Vermittlungstermin. Dieser Tag war heute gekommen. Aufgeregt wie eh und je hopste Juno von allein ins Auto. Die Fahrt dauerte auch gar nicht lang, ehe der große Rüde aussteigen durfte und freudestrahlend seine Menschen begrüßte. Im Grundstück angekommen erweckte eine große Wanne mit Erde darin seine Aufmerksamkeit. Kurz entschlossen sprang er hinein und begann energisch zu buddeln. Wir konnten herrlich lachen. Also wir den vertraglichen Teil bearbeiteten setzte sich der Rüde artig neben uns und wir bemerkten, wie seine Äuglein immer schwerer wurden, aber er sich gegen das drohende Nickerchen wehrte. Erst als unter dem Küchentisch etwas Platz wurde fand er dort etwas Ruhe und schloß die Äuglein. Wir freuen uns, dass Juno so schnell liebe Menschen gefunden hat, die ihm so ein tolles Zuhause bieten.