05.11.2026
Ende September wurde uns ein ganz armer roter blinder Fundkater übergeben, den wir Sveni getauft haben. Da er auf Toxoplasmose positiv getestet wurden, musste er im vergangenen Monat eine langwierige Tabletten-Behandlung durchstehen. Heute haben wir nun das Ergebnis bekommen: er hat die Toxoplasmose überstanden und ist negativ. Glücklicherweiße sind im laufe der Behandlung auch die neurologischen Ausfälle bis auf ein minimum zurückgegangen. Wir durften Sveni also aus der Quarantäne entlassen und haben ihm vorerst ein kleines Gehege mit etwas mehr Platz zur Verfügung gestellt. Leider bewegt sich Sveni nicht, solang wir anwesend sind, sodass wir uns dazu entschlossen eine Kamera aufzustellen, um sein Verhalten und seine Bewegungen beurteilen zu können. Und siehe da, nur wenige Minuten nachdem die Tierpfleger zugeschlossen haben, zeigt Sveni seine erste größere Aktivitätsphase, läuft herum, besucht die Toilette, nimmt einen Häppchen und putzt sich ausgiebig in seinem Körbchen. Obwohl es so schlecht um ihn Stand hat Sveni sich ins Leben zurückgekämpft. Wir sind so stolz auf ihn.
04.11.2026
In der Tierklinik wurde heute Hündin Tina erwartet. Aufgrund der Zubildungen an ihrem Kiefer war sie im Vorfeld schon einmal da, um im CT eine genauere Diagnose stellen zu können. Die entnommenen Biopsien wurden von einem Pathologen untersucht. Glücklicherweiße war das Blutbild in Ordnung und auch die Prognose war gut. Obwohl der Kiefer sehr aufgeschwemmt und sehr fest war, und sowohl am Zahnfleisch und der Zunge Zubildungen waren, konnte Krebs ausgeschlossen werden. Tinas Körper schien sich dennoch massiv gegen die eigenen Zähne zu wehren. Heute wurden ihr also eine ganze Reihe Zähne gezogen und so viel es ging entarteter Knochen abgetragen. Noch etwas taumelig durften wir sie am frühen Abend wieder abholen. Die verabreichten Schmerzmittel taten ihre Arbeit und so durfte sie wieder zurück ins Tierheim, um sich zu erholen.
03.11.2026
Obwohl die bildeschöne Camelia erst 8 Jahre alt sein soll, musste sie trotzdem zur Zahnsanierung. In ihrem Mäulchen sah es katastrophal aus und es roch ganz erbärmlich. Erst während der Narkose konnte die Tierärztin das ganz Ausmaß überblicken. Insgesamt 29 Zähne musste Camelia dort lassen. Den Eingriff hat sie zum Glück gut überstand und war flott wieder auf den Beinen. Außerdem mitgefahren ist Katze Winnie. Sie wurde heute kastriert und hat auch alles gut überstanden. Nur auf diese humane Weiße kann sichergestellt werden, dass es in Zukunft nicht noch mehr ungewollte Vermehrung und damit Katzenleid gibt.
02.11.2026
Über ein Jahr hat die liebe Hundeomi Babuszka in unserem Tierheim auf ihr Glück warten müssen. Nun war es endlich soweit: sie wurde von einer ganz tollen Familie auserkoren. Wir kennen diese tolle Familie schon seit Jahren und immer wieder bekamen alte große Hunde, die kaum eine Chance auf Vermittlung haben, dort eine tolles Zuhause, um ihren Lebensabend zu verbringen. Babuszka verdöste die Zeit ganz brav im Auto und war ebenso erfreut, wieder aussteigen zu dürfen. Zu erst drehten wir mit Babu und Peter(der ebenfalls aus unserem Tierheim stammt) eine Runde um den Block. Das Geh-Tempo der beiden war ähnlich gemütlich, was uns zum schmunzeln brachte. Wieder am Haus angekommen, durfte Babu den Hof das erste mal selbstständig erkunden. Schon nach kurzer Zeit erblickte sie die anderen Familiemitglieder und holte sich Streicheleinheiten und Leckerlies ab. Im Anschluss schlenderte sie durch den Garten und erschnüffelte ihre neues Reich. Doch beim Anblick der dort lebenden Miez, legte Babu noch einen Gang zu. Doch bevor die Omi in die Gänge kam, war die Katze schon wieder verschwunden. Selbstzufrieden setzte sie sich in den Garten und benahm sich, als würde sie schon immer dort wohnen. Wir freuen uns darüber, dass Babuszka nun doch endlich ihr Glück im Kreise einer Familie gefunden hat.
31.10./01.11.2026
Manchmal braucht das Glück einfach ein wenig länger, aber offenbar hat es unsere beiden Hundeomis Kaja und Martha nicht vergessen. Gleich zwei unserer älteren Schützlinge durften ihre Köfferchen packen und in ein neues Leben starten.
Für Kaja wurde ein ganz besonderer Wunsch wahr. Eine liebe Frau hatte sich so sehr von der Geschichte unserer gesundheitlich angeschlagenen Hundeomi berühren lassen, dass sie ihr kurzerhand ein Zuhause schenken wollte. Auch die ausführlichen Gespräche über Kajas Krankengeschichte konnten sie nicht davon abbringen. Im Gegenteil, Sie wusste genau, worauf sie sich einließ.
In ihrem neuen Zuhause in Coswig angekommen, war Kaja zunächst noch etwas unsicher. Die vielen neuen Eindrücke wollten schließlich erst einmal verarbeitet werden und so drehte sie einige Erkundungsrunden durch die Wohnung. Auch der dort lebende Katzenherr wurde bereits gesichtet, der hielt allerdings lieber etwas Abstand. Dafür entdeckte Kaja eine andere spannende Angelegenheit, die Katzenfutternäpfe! Die kleine Spürnase fand sogar noch ein paar Krümel und hatte damit offenbar gleich ihre erste Beschäftigung gefunden.
Auch Martha durfte noch einmal ganz neu durchstarten. Seit Sommer hatte die stets gut gelaunte Hundeomi und Chefin unseres Hofrudels bei uns auf ihre Chance gewartet, bis sie schließlich einer lieben Familie mitten ins Herz spazierte. Selbst ihr gemütliches Körbchen konnte sie dafür ohne großes Zögern hinter sich lassen. Nach einigen gemeinsamen Kennenlernspaziergängen stand fest - das passt.
Ihr neues Zuhause fand Martha in Dresden. Die Autofahrt meisterte sie zwar, aber angespannt war sie dennoch, dafür war die Ankunft umso schöner. Kaum waren ihre neuen Menschen in Sichtweite, gab es für Martha kein Halten mehr. Aus der sonst eher ruhigen Hundeomi wurde plötzlich ein kleines Freudenbündel, das seine Familie überschwänglich begrüßte, Streicheleinheiten einforderte und vor lauter Glück sogar quietschte. Ein Anblick, der auch uns sehr berührte. Und wer sich fragte, ob die Treppen im neuen Zuhause wohl zum Hindernis werden könnten, bekam direkt die Antwort, Martha erklomm sie ganz mutig und nahm anschließend die weiteren Räume unter die Pfoten.
Zwei ältere Hundedamen, zwei ganz unterschiedliche Geschichten und doch ein gemeinsames Glück: Beide haben Menschen gefunden, die ihnen Sicherheit, Fürsorge und Geborgenheit schenken möchten. Gerade für unsere älteren und gesundheitlich angeschlagenen Schützlinge ist das ein ganz besonderes Geschenk.
Wir wünschen Kaja und Martha von Herzen einen wundervollen Lebensabend, mit ganz vielen Kuschelstunden, kleinen Abenteuern und dem schönen Gefühl, endlich angekommen zu sein!

