17.09.2026
Die heutige Tierarztvisite hatte es wieder in sich. Nicht, weil so viele Patienten auf dem Programm standen, sondern wegen die überraschenden Ergebnissen. Wie gewohnt starteten wir mit den Katzen. Insgesamt fünf Katzen wurden geimpft. Erwähnenswert waren die Befunde von Fundkatze Baghira, die so gar keine Lust auf die Untersuchung hatte. Ein paar unglücklich abgebrochene Zähne erfordern künftig erfordern in Zukunft ein weiteres einwirken der Tierärztin. Ähnliches fand die Ärztin bei dem Perser Fritzi im Mäulchen vor. Außerdem wunderte sie sich über die ausgeprägten Katerbäckchen von Fritzi und fand tatsächlich zwei intakte Hoden vor, obwohl er gar nicht nach Kater gerochen hat. Entgegen des Vorberichts konnte die Tierärztin bei ihm aber kein Herzgeräusch feststellen. Den geplanten Termin zur kardiologischen Untersuchung konnten wir also in einen Kastrationstermin umwandeln. Bei unseren Neuankömmlingen aus dem polnischen Tierheim ergab die Eingangsuntersuchung bei Merci und Doris keinen besonderen Befunden. Bei Luska gab es ein paar olle Zähne zu bemängeln und bei Berlinek im Mäulchen sah es ganz schlimm aus. Da er aber ein so ausgeprägtes Herzgeräusch hat, wollen wir dies in Kürze erst einmal abklären lassen und ihn gegebenenfalls medikamentös neu einstellen, bevor wir ihm eine Narkose zumuten. Der kleine Opi hat zudem eine Umfangsvermehrung, die bei der Herzuntersuchung noch genauer betrachtet wird. Bei Tina wurde der Tierärztin beim Blick ins Maul ganz anders, neben ein paar harmloseren Zahnfleischwucherungen war der linke Unterkieferast total aufgetrieben und die Zahnreihe verschoben. Die Empfehlung der Tierärztin ging in Richtung Computertomografie in einer größeren Tierklinik. Im schlimmsten Fall könnte es sich um Knochenkrebs handeln, was natürlich keiner von uns hofft. Zu guterletzt schaute sich die Tierärztin noch den kürzlich abgegebenen Labradoropi Vinn an. Seine Zähne waren wirklich in einem desaströsen Zustand und das Gebiss tat ihm weh, er hat eine Ohrenentzündung und wir haben mehrere krustige Umfangsvermehrungen an seinem Körper gefunden. Sein ganzes Gangbild war, vermutlich Arthorsebedingt, sehr unrund, weshalb er in beiden Vorderpfoten vereinfacht gesagt einen Spreizfuß bekommen hat. Diese Fehlstellung führt dazu, dass der Hund auf dem behaarten Bereich der Pfote läuft, weshalb sich die Haarfolikel entzünden und schlimme eitrige Fisteln bilden. Und als wäre das nicht alles schlimm genug, fand die Tierärztin auch noch einen Hodentumor. Als Erste Hilfe Maßnahme bekommt Vinn nun erstmal Ohrentropfen gegen die Entzündung und wir haben ihm Blut abgenommen, um zu überprüfen ob seine Organe noch in Ordnung sind. Der arme Hundeopi tut uns wirklich Leid. Wir hoffen, dass wir ihm ein bisschen Würde und Lebensqualität zurückgeben können. Wir würden uns ehrlich freuen, wenn Sie uns dabei mit einer Spende unterstützen könnten. Außerdem wollten wir allen, die sich nach dem traurigen Verlust von Percy nach Gizi erkundigt haben, eine Nachricht in Form eines Fotos zukommen lassen. „Ein Hund wird Dir nie das Herz brechen, außer an dem Tag, an dem er gehen muss!“
16.09.2026
Katzendame Frau Friedel und die hübsche Hündin Bailey hatten heute einen Termin zur Zahnsanierung. Bedauerlicherweiße stellte sich bei beiden der Eingriff umfangreicher dar, als ursprünglich vermutet. Bei der liebe Frau Friedel mussten insgesamt 14 Zähne gezogen werden. Ein Zahn war so instabil und hat ein wirklich großes Loch hinterlassen, dass sogar genäht werden musste. Sie bekommt in den nächsten Tag noch Schmerzmittel und Antibiotika. Das es bei Bailey arg im Mäulchen aussieht, konnte man an ihrem starken Maulgeruch schon erahnen. Das am Ende 23 Zähne nicht mehr zu retten waren, hatte die Tierärztin auch nicht vermutet. Auch sie bekommt noch ein paar Tage Antibiotika, damit alles gut verheilt. Nach ein paar Stunden konnten wir die beiden wieder in unsere Obhut übernehmen. Kaum war Frau Friedel wieder im Tierheim beschwerte sie sich über ihr leeres Bäuchlein, was uns sagte, dass es ihr gut geht. Seit dem 15.09. wird unser kleines Team durch unsere neuen Bundesfreiwilligendienstleistenden Tom und Auszubildende Melody verstärkt. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und darüber, dass sich auch junge Menschen für die Arbeit für die Tiere interessieren.
15.09.2026
Am Nachmittag fuhr der Transporter mit unseren neuen polnischen Hunden die Anfahrt hoch. Etwas Verspätung hatte der Fahrer, da er in eine Polizeikontrolle geriet. Da wir aber ale notwendigen Unterlagen vorweisen konnte, durfte er nach kurzer Zeit die Fahrt fortsetzen. Das Ausladen verlief ohne Probleme. Alle fünf Hunde waren nett und freundlich. Logischerweiße waren sie nach der langen Fahrt doch ganz schön aufgeregt und mussten sich erstmal die Beine vertreten. Obwohl die fünfe Seelchen uns nicht kannten, ließen sich alle anfassen und streicheln. Nur Merci merkte man an, dass ihr die ganze Situation noch etwas unbehagen bereitet. Aber sie wird bestimmt auch bald erkennen, dass wir ganz nett sind und nur die besten Absichten haben. Eine weitere Katze haben wir heute in unsere Obhut genommen. Sie lebte mit einigen andere Katzen auf einen Wertstoff, wo ihre Anwesenheit weder gewünscht noch geduldet war. Tierfreunde vor Ort berichteten uns, dass diese Antipathie sogar soweit ging das auf die Katzen geschossen wurde. Bedauerlicherweiße gab es dafür keine Beweise, sodass niemand belangt werden kann. Die Katzenfreunde vor Ort boten immer wieder an, die Katzen zu sichern, aber ihnen wurde schlichtweg der Zutritt verwehrt und jede Zusammenarbeit verweigert. So zog sich der Fall schon seit ein paar Monaten hin, immerhin musste die Katzen erst irgendwie vom Grundstück gelockt und gefangen werden. Heute durften wir die erste Katze aus der Gruppe in unsere Obhut nehmen. Sie ist natürlich noch ziemlich verängstigt. Kein Wunder bei ihren Erfahrungen mit Zweibeinern. Bei uns ist sie jedenfalls erstmal in Sicherheit.
14.09.2026
Die hübsche Katze, die in Arnsdorf am Kreisverkehr gefunden wurde, konnte heute von ihren Besitzern abgeholt werden. Seit über einem Jahr war die Miez spurlos verschwunden. Da Kira schon immer sehr zutraulich und neugierig war, konnten wir nur vermuten, dass sie in ein Auto eingestiegen ist und irgendwo anders wieder herausgelassen wurde. Der Fundort war fast 30km von ihrem Zuhause entfernt. Wir sind jedenfalls froh, dazu beitragen zu können, die Katze und ihre Besitzer wieder zu vereinen. Glücklich machen konnten wir auch die junge Katze Emmi, die herrenlos an einer Tankstelle gefunden wurde. Wir wurden von den Besitzer von Ruby kontaktiert, der schüchternen roten Mutterkatze die wir im Sommer vermittelt haben. Die liebe Menschen hatten den Eindruck, dass Ruby einsam war und waren nun auf der Suche nach einem Freund für Ruby. Emmi schien der passende Kandidat und so durfte die junge Katze dort mit einziehen. Typisch Jungkatze hat Emmi natürlich noch ganz viele bunte Murmeln im Kopf und brachte gleich mächtig Trubel in den Alltag. Wir hoffen, dass sich die beiden Mädels noch gut miteinander anfreunden werden.
12./13.09.2026
Das Frühstück fiel für 2 Bewohner diesmal ganz aus, denn Kater Mochi und Hündin Kaja hatten einen wichtigen Termin bei unserer Tierärztin. Geplant war ursprünglich nur Mochi, da sich bei dem freundlichen Kater eine weitere Umfangsvermehrung anzeigte, die wir nun dringend entfernen lassen wollten. Da aber die kleine Kaja mit vielen entzündeten Zähnen kämpfen musste, aber ihr Körper erstmal warten musste, ehe er stabil genug waren, mussten wir warten. Nun schlug aber bei Kaja die Antibiose an, glücklicherweise konnte sie eingestellt werden, ihre schmerzhafte Blasenentzündung war ausgeheilt und so durfte sie kurzerhand mit. Kaja war routiniert, wenn es zur Ärztin ging - artig wie Kaja eben ist, hopste sie unbefangen ins Auto. Angekommen in der Praxis, wackelte sie unserer Annett, in gewohnter Manier, schnellen Trittes hinterher. Mochi war bis dahin auch entspannt, zumindest während der ganzen Fahrt. Beim Eintreffen in den Praxisräumen konnte man ihm dann aber doch eine leichte Nervosität anmerken. Tränen liefen dann bei Kaja, sie jammerte arg, als Annett sie erstmal beim Praxispersonal zurück ließ. Doch, wir wussten, es nützt nix, Kaja soll unter den körperlichen Schmerzen nicht leiden müssen. Mochi wurde zuerst operiert. Beim Ausrasieren entdeckte die Ärztin bei ihm, dann eine dritte Umfangsvermehrung an seinem Bauch. Alle konnten ohne Komplikationen entfernt werden. Die größte Geschwulst wurde in die Pathologie geschickt. Nun müssen wir erstmal abwarten und hoffen ganz fest, dass wir für Mochi keine bösen Ergebnisse haben. Nach Mochi wurde Kaja behandelt. Während der Operation wurde Kaja dann sogar von insgesamt 16 kranken Zähne befreit. Beide Patienten haben die Narkose zum Glück vertragen und beendeten ihren tiefen Schlaf alsbald. Als die Ärztin nach Kaja und Mochi schaute, war Kaja ganz aus dem Häuschen und freute sich sehr. Mochi hat sogar überraschenderweise seine Stimme wieder "gefunden" und ein paar Mauzer von sich ertönen lassen ( zuvor kam nämlich so gar kein Ton aus dem stämmigen Kater heraus ), denn das Pflaster an seiner OP-Wunde fand er richtig blöd. Der Anruf kam recht schnell und Anja durfte Mochi und Kaja ins Tierheim zurück bringen. Beide erhielten Medikamente, damit sie sich danach besser erholen können und im bestenfall den Nachmittag verschlafen können. Mochi nahm sich das Nachmittagsschläfchen an und schlummerte tief. Kaja? Fehlanzeige. Ihr Drang nach Bewegung war ungebrochen. Zielgerichtet und taumelnd versuchte sie sich beim Laufen wach zu halten, fast so, als wolle sie nix verpassen. Damit sich Kaja aber nicht verletzt, legten wir die agile Omi dann in ihr Hundebett. Es dauerte lange bis sich Kaja beruhigte, sie jammerte ganz kläglich, bis sie sich dann doch ein Schläfchen eingestand. Nun dürfen sich beide von ihren Strapazen erholen und wir hoffen demnächst gute Nachrichten für Mochi zu erhalten.

