18./19.07.2026
Manche Wochenenden schreiben keine großen Schlagzeilen. An diesem Wochenende gab es keine Vermittlungen oder andere große Erfolgsmeldungen, über die wir uns gemeinsam freuen konnten. Dafür hat uns der Alltag einmal mehr gezeigt, was Tierschutz wirklich bedeutet: Was von außen oft gar nicht sichtbar ist, füllt unsere Tage von früh bis spät: Gehege reinigen, Wäsche waschen, Futter für hungige Mäuler und Schnäbel vorbereiten und verteilen, Medikamente verabreichen, große und kleine Tiere versorgen, trösten, beobachten, dokumentieren und organisieren. Besonders unsere Katzenquarantäne fordert derzeit viel Zeit und Aufmerksamkeit. Zahlreiche kleine Kitten müssen versorgt werden, die noch viel Pflege, Fürsorge und Zeit brauchen, bevor sie all ihre Impfungen erhalten und irgendwann bereit für den Start in ein neues Zuhause sind. Mehrmals täglich werden sie versorgt, genau beobachtet und liebevoll betreut. Gerade die Kleinsten brauchen nicht nur regelmäßige Mahlzeiten und eine saubere Umgebung, sondern auch Geborgenheit, damit sie gesund und unbeschwert heranwachsen können. Die Urlaubszeit und krankheitsbedingte Ausfälle haben unsere ohnehin schmale Personaldecke zusätzlich belastet. Umso mehr war Teamgeist gefragt, damit einfach keiner unserer Schützlinge zu kurz kommt. Und doch sind es genau diese kleinen Momente, die uns Kraft schenken: Unsere Schafe genießen seit dem Einzug in ihren neuen Stall jeden Tag ihre große Wiese in vollen Zügen. Sie zufrieden grasen und entspannt dösen zu sehen, macht einfach Freude. Und dann ist da noch unsere liebe Buna, die mit ihrer fröhlichen und freundlichen Art jede Sorge für einen Moment vergessen lässt und uns immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Gerade an Wochenenden wie diesem wird deutlich, dass Erfolg im Tierschutz nicht ausschließlich an Vermittlungszahlen gemessen wird. Manchmal besteht ein gelungenes Wochenende einfach darin, dass alle Tiere gut versorgt wurden und sich trotz personeller Engpässe sicher und geborgen fühlen konnten. Darauf sind wir stolz. Und wir sind unglaublich dankbar für alle, die uns dabei unterstützen – unsere ehrenamtliche Helfer, unsere Spender und all die Menschen, die unsere Arbeit verfolgen und mittragen. Ohne diese Unterstützung wäre vieles nicht möglich. Wir blicken nun auf eine neue Woche – und hoffen, dass sie vielleicht die eine oder andere schöne Geschichte schreibt.
17.07.2026
Ohne Frühstück ging es heute für die agile Hündin Frotka und die hübsche Fundkatze Monika zum Tierarzt. Beide Tiere sollten "nüchtern" beim Tierarzt erscheinen, da die Zahnsanierung anstand. Frotka war während der Autofahrt ganz schön aufgeregt und freute sich, als sie endlich wieder aussteigen durfte. Frohen Mutes und mit dem Stummelschwänzchen wedelnd folgt sie artig in die Praxisräume. Doch in dem Moment, als nur noch Fließenboden vor ihr lag, legte sie sich auf den Bauch und wollte nicht weiter. Mit ein bisschen locken und gut-zureden konnte sie diese kurze Unsicherheit doch überwinden und holte sich für diese Mut gleich ganz viele Streicheleinheiten vom Praxisteam ab. Bei dem Standardeingriff mussten Frotka insgesamt 4 Zähne gezogen werden. Bei Monika waren 5 Zähnchen nicht mehr zu retten. Schon nach ein paar Stunden, waren beide wieder munter und vergnügt in unserer Obhut.
16.07.2026
Wir mussten ein wenig herum telefonieren, bevor es uns gelang einen orthopädisch und chirurgische spezialisierten Tierarzt in unserer Nähe zu finden, der sich dem leider verunfallten Kater Rondo annimmt. Heute durften wir mit Rondo vorstellig werden. Nach genauerer Diagnostik und sorgfältiger Abwägung, entschied sich der Tierarzt dafür Rondos Tarsalgelenk zu operieren und ihm so die Chance zu geben, wieder schmerzfrei Leben zu können. Es wurden Drähte eingesetzt, um das Gelenk in Position zu halten und er bekam einen versteiften Verband. Nun hat Rondo die nächsten Wochen strenge "Bettruhe" verordnet bekommen. Kein klettern, kein rennen und kein springen. Die Zeit wird zeigen, ob Rondo den Verband akzeptiert, ob er sein Gelenk schont und die OP-Wunde in Ruhe lässt. Und erst wenn in ein paar Wochen die Drähte in einer zweite Operation entfernt wurde, wird sich zeigen ob die Operation ein Erfolg war. Allein die bisherige Diagnostik und die Operation kostet uns ungefähr 700€ - viel mehr als eine Amputation. Doch der schwarze Kater hat diese Chance auf ein schmerzfreies Leben absolut verdient. Wenn Sie Rondo auf seinem Weg unterstützen möchten, wären wir für eine Spende sehr dankbar.
15.07.2026
"Das passt!" haben wir uns gedacht, als sich alte Bekannte im Tierheim eingefunden haben und ihr Interesse an der neu bei uns angekommenen Hündin Dilma bekundet haben. In der Vergangenheit hatte die Familie nicht nur Hunde, sondern auch Katzen aus unserem kleinen Tierheim. Nachdem zuletzt Hündin Irene über die Regenbogenbrücke gegangen war, fiel die Wahl nun auf Dilma. Die kleine dreifarbige Hündin war erst vorsichtig und etwas unsicher. Beim zweiten Besuch hatte sie jedoch schon etwas mehr Selbstbewusstsein getankt. Da der Jahresurlaub der Familie just bevor stand, machten wir Nägel mit Köpfen und vermittelten die niedliche Hündin. So gab es reichlich Zeit zur Eingewöhnung und Dilma musste tatsächlich nur wenige Tage bei uns auf ihr Glück warten. Wenn das mal nicht nach Schicksal klingt.
14.07.2026
Bei einer Kastrationsaktion in einem ganz kleinen Dörfchen nahe Thiendorf tauchten eines Tages plötzlich 3 ganz kleine Kätzchen auf. Gerade einmal 400g brachten sie auf die Waage. Nun war schnelle Hilfe gefragt. Das Schicksal spielte uns in die Hände, da eine Katzenmama kurz zuvor unverhofft "frei" geworden war und Hilfe angeboten hatte. Die drei Kätzchen werden nun rund um die Uhr liebevoll betreut und versorgt. Sobald die Würmchen aus dem gröbsten raus sind, werden sie in unsere Obhut übergeben und auf die Vermittlung vorbereitet.


