30./31.05.2026
Der schwarze Kater Mephisto war einst als herrenloser Streuner aufgegriffen worden, nachdem er krank, erschöpft und auf sich allein gestellt Zuflucht bei tierlieben Menschen gesucht hatte. Niemand schien ihn zu vermissen. Aus diesem traurigen Start entwickelte sich bei uns nach und nach die Geschichte eines sensiblen Katers, der erst lernen musste, wieder Vertrauen zu fassen.Dieses Wochenende durfte unser schwarzes Sensibelchen nun in sein neues Zuhause nach Wachau umziehen.Schon beim Einladen zeigte er sehr deutlich, was er von diesem Vorhaben hielt. Die Transportbox wurde mit Nachdruck und einer gehörigen Portion schlechter Laune kommentiert. Mephisto war alles andere als begeistert und machte unmissverständlich klar, dass er den Ablauf nicht gutheißt. Entsprechend unerquicklich verlief dann auch die Fahrt für ihn.Im neuen Zuhause angekommen, wurde die Transportbox geöffnet – und Mephisto tat genau das, was man von einem vorsichtigen, sensiblen Kater erwarten konnte: Er suchte sofort das Weite. Sein Ziel war schnell gefunden. Unter dem Bett richtete er sich erst einmal einen sicheren Beobachtungsposten ein und beschloss, dass dort vorerst der beste Platz der Welt sei.Während des Vermittlungsgesprächs präsentierte sich die bereits dort lebende Katze deutlich aufgeschlossener. Sie saß die ganze Zeit neugierig mit dabei, beobachtete aufmerksam das Geschehen und schien interessiert jedem Wort zu lauschen. Ob sie wohl schon ahnte, dass der schwarze Neuzugang bald bei ihr einziehen würde?Als wir uns schließlich verabschiedeten, saß Mephisto noch immer unter seinem Bett. Ganz still war es dort allerdings nicht. Als seine neue Besitzerin vorsichtig nach ihm schaute, wurde sie mit einem maunzenden Kommentar bedacht. Die Unterhaltung zwischen beiden hat also bereits begonnen.Nun braucht es etwas Zeit, Geduld und viele ruhige Momente, damit Mephisto wirklich ankommen kann. Aber wir sind zuversichtlich, dass aus dem skeptischen Bettbewohner schon bald ein entspannter Mitbewohner wird.29.05.2026
Heute standen gleich zwei große Operationen an. Fundkatze Ruby, die bedauerlicherweiße einen Autounfall hatte, konnte operiert werden. Ihre drei Katzenkinder waren mittlerweile groß genug, um auch ohne Mama zurecht zu kommen und so wurde es Zeit für diesen wichtigen Eingriff. Ein Teil ihres Oberschenkelkopf wurde entfernt, um das Bein in seine ursprüngliche Position zu bringen und halten zu können. Um ihr auch in Zukunft ein schmerzfreies Leben zu ermöglichen war die Operation also absolut notwendig. Um ihr in Zukunft eine weitere Narkose zu ersparen, wurde Ruby im selben Atemzug auch gleich kastriert. Außerdem hatte Eila heute ihre Zahnsanierung. Die vorab gestartete Behandlung mit Antibiotika hatte schon gut angeschlagen. Trotzdem hat Eila insgesamt 27 Zähne eingebüßt. Obwohl Eilas Gebiss in solch desolatem Zustand war, konnte die Tierärztin positiv anmerken, dass der Kiefer noch stabil war und es keine Durchbrüche gabe. Eine größere Zahnfleischwucherung, die aus dem vereiterten Zahnfleisch wusch, konnte die Tierärztin mit entfernen. Bis alles verheilt ist, wird es zwar noch eine Weile dauern aber zumindest geht es jetzt langsam wieder aufwärts für die Hundeseniorin.
28.05.2026
Heute waren wir mit dem lieben Rüden Julian beim Tierarzt. Noch immer ist unklar, was die Ursache für die Umfangsvermehrung auf dem Rücken ist. Bei der Ultraschalluntersuchung kam heraus, dass es sich um eine ungleichmäßige stark durchblutete Masse mit vereinzelten Hohlräumen handelt. Es ist also kein Abszess. Im weiteren Verlauf wurde ein Röntgenbild angefertigt. Die Umfangsvermehrung liegt oberhalb der Wirbelsäule. Im Brustkorb und im Bauchraum fanden sich keine weiteren Zubildungen. So wie es sich aktuell darstellt spricht alles dafür, dass Julian unheilbar an Krebs erkrankt ist. Wir besprachen alle möglichen Maßnahmen, doch kamen immer wieder an dem Punkt, dass wir Julian nicht weiter helfen können. Hier ist die Medizin an ihrem Limit, was unfassbar unbefriedigend ist. Julian ist so ein netter und lieber Hund. Er hat dieses Los wirklich nicht verdient. Wir sind einfach nur traurig. Und Julian, der nichts von seinem Schicksal ahnt, tröstet uns dabei noch.
27.05.2026
Die dieswöchige Tierarztvisite startete mit der kürzlich abgegeben Fundkatze. Die zutrauliche Katze, die wir Vitani getauf haben, verhielt sich ganz artig und ließ sich untersuchen. Da sie so mollig war äußerten wir den Verdacht einer Trächtigkeit. Das konnte die Tierärztin aber widerlegen. Abgesehen von dem fehlenden Fell, was von einer zurückliegenden Flohstichallergie herrühren könnte, konnte die Tierärztin nichts auffälliges feststellen. Im Anschluss wollte die Veterinärin noch einmal Katze Mali abhören, um zu überprüfen ob die Antibiotikagabe gegen die Lungenentzündung geholfen hat. Und tatsächlich war die Lunge frei und auch das Herz klang gut, dank der Blutdrucksenkenden Tabletten. Dann wurde Julians Umfangsvermehrung auf dem Rücken noch einmal begutachtet. Leider hat sie sich nicht merklich verändert. Wir werde mit ihm also in Kürze einen Termin zum Röntgen der Lunge und einer Ultraschalluntersuchung der Beule wahrnehmen. Außerdem erhielt Julian noch eine jährliche Impfung. Aber den kleinen Pieks merkte er gar nicht. Im Anschluss schaute sich die Tierärztin noch die vier Hundesenioren an, die kürzlich aus der Smeura zu uns kamen. Auch Sie kam zu dem selben Schluss, dass Hündin Eila - die 9 lange Jahre in der Smeura warten musste - zeitnah eine Zahnsanierung benötigt. Um die Keimbelastung für den Körper zu reduzieren, bekam Eila auch gleich noch Antibiotika verordnet. Bei Brenda konnten keine Auffälligkeiten festgestellt werden. Und auch bei Buna sah alles gut aus. Lediglich im linken Ohr hat sie eine Entzündung und soll in der nächsten Woche Ohrentropfen bekommen. Zum Schluss war Opi Quentin an der Reihe. Er hatte große Angst und wollte sich nicht wirklich untersuchen lassen. Doch mit viel Ruhe und Geduld gelang es doch. Die Umfangsvermehrung an seinem Rücken schien Flüssigkeitsgefüllt, machte aber den Eindruck, das sie sich zurückbildet. Da er so viele gerötete Stellen und kleine Wunden am Körper hatte, stand kurz der Verdacht auf eine Allergie im Raum. Jedoch waren seine Ohren vollkommen in Ordnung, sodass die Tierärztin vermutet, dass es sich bei den Wunden um einen zurückliegenden Parasitenbefall handelt. Leider hat Quentin auch ein sehr deutliches Herzgeräusch und muss demnächst zum Herzultraschall.
26.05.2026
Da unsere Katzenvermittlungshäuser derzeit ziemlich verwaist erschienen, fragten wir bei einem befreundeten Tierschutzverein nach, ob wir vielleicht ein paar Katzen zur Vermittlung übernehmen könnten. Heute konnten wir also vier bezaubernde Katzenseelen in unsere Obhut übernehmen. Es handelt sich um zwei Katzen und zwei Kater, die bereits vollständig kastriert, geimpft und gechippt sind. Natürlich waren am Tag der Ankunft bei uns noch alle ganz schön aufgeregt. Aber man merkte, dass sie den Umgang mit Menschen schon kannten. Wirklich ganz bezaubernde Wesen. Nun fehlt zum Glück der vier Wohnungskatzen nur noch ein passendes Zuhause.
