• 23.06.2026

    Seit nunmehr fünf Jahren lebt der große Rüde Kupidon in unserer Obhut und wartet Tagein-Tagaus. Er ist so ein feiner Kerl, fährt im Auto mit, geht gern spazieren und döst die meiste Zeit des Tages vor sich hin. Sein einziger Makel ist, dass er nicht gern drinnen sein möchte. Diese Eigenschaft stellte er heute wieder unter Beweis. Vor ein paar Tagen entdeckten wir eine ziemlich große Veränderung an seinem Zahnfleisch und vereinbarten einen Termin beim Tierarzt. Das vorangegangene Blutbild war vollkommen in Ordnung. Bei dem Tierarztbesuch war rasch klar, dass Kupi in Narkose muss. Bevor das geschah, wollte sie die Tierärztin noch kurz stärken und ließ Kupidon allein zurück. In nicht einmal fünf Minuten hatte er sich aus der Box befreit, zwei Türen geöffnet und räumte gerade die Fensterbank im Wartezimmer ab, um zu versuchen durch das geschlossene Fenster zu entkommen, bevor die Mitarbeiter ihn ertappten. Weder Hund noch Inventar haben bei dieser Ausbruchsaktion Schaden genommen, doch die Pause für das Personal fiel deutlich verkürzt aus. Bei der Veränderung an dem Zahnfleisch handelte es sich um eine Art Tasche in der sich allerlei Haare, Gras, Futter ect. gesammelt hat und so den Zahn total in Mitleidenschaft gezogen hatte. Die Tierärztin konnte das Problem beheben und verabreichte ihm, aufgrund der Größe des zurückgebliebenen Lochs starke Schmerzmittel. So fiel Kupidon das aufwachen in der Box emotional deutlich leichter. Er freute sich sogar ein bisschen über uns und wedelte müde mit der Rute, als wir ihn geweckt haben, um ihn abzuholen. Den restlichen Tag verdöste er im Schatten und schlief seinen Rausch aus.

  • Julian

    22.06.2026

    Den besten Tag von allen hatte heute definitiv unser lieber Julian. Nach seiner schlimmen Diagnose, waren wir unendlich traurig und haben nicht zu träumen gewagt, dass der liebe Rüde doch noch einmal ein Zuhause findet. Doch genau das ist heute geschehen! Und Julian ist nicht in irgendein Zuhause gezogen: sein neuer Lebensmittelpunkt befindet sich unweit der niederländischen Grenze. Gerade bei alten Hunden überlegen wir gut, ob sie so eine lange Fahrt körperlich und emotional gut überstehen. Aber von den vielen vorangegangenen Tierarztfahrten wussten wir, dass Julian die Fahrerei überhaupt nicht stört. So war es auch, die ganze Fahrt war er relaxt, gab keine Ton von sich und freute sich über die anberaumten Pipi-Pausen. Seine neue Familie hatte Julians Geschichte im Internet gelesen und war so gerührt, dass sie nicht lang fackelten und sich auf den Weg zu uns machten, um ihn persönlich kennenzulernen. Obwohl er so ein schlimmes Herzleiden hat und unheilbaren Krebs wollte sie Julian unbedingt im Kreis ihrer Familie aufnehmen. Als wir endlich angekommen waren, hat sich Julian erstmal ausgiebig die Beine im heimischen Garten vertreten und alles beschnüffelt. Obwohl die dort lebende Labradorhündin Julian schon im Tierheim kennengelernt hat, war sie dann doch etwas mit der Situation überfordert das wir mit dem Rüden plötzlich bei ihr standen. Mit etwas gut zureden konnte sie sich dann doch etwas fangen. Nach einer Weile kam auch Julian in der kühlen Stube etwas zur Ruhe, sodass wir uns mit einem guten Gefühl von ihm verabschiedeten. Es ist so unfassbar schön, dass es da draußen Menschen gibt, die auf ihr Herz hören und allen Umständen zum Trotz so ein gutes Werk, an so einer armen Hundeseele tun - obwohl es nur für einen sehr begrenzten Zeitraum ist. Wir bedanken uns aus tiefster Seele dafür!

  • Polizeihunde

    20./21.06.2026

    Einen Besuch der besonderen Art gab es heute im Tierheim. Die Diensthundeschule der Polizei Sachsen war heute mit 4 Hundeführern im Tierheim. Zweck dieses Besuchs war die Ausbildung der Suchhunde unter erschwerten Bedingungen. Nach dem das Tierheim mit verschiedensten Geruchsstoffen präpariert war, konnte es auch schon losgehen. Ein Hund nach dem anderen sollte die verschiedenen Spuren erschnüffeln. Dabei wurden sie von den Bewohnern des Tierheims und den verschiedensten unterschiedlichen Gerüchen tatkräftig abgelenkt. Nicht nur im Außengelände befanden sich Geruchsfährten, sondern auch in unserer Scheune, in den Katzenhäusern und auf unserem Wäscheboden. Am Ende schafften es alle Hunde, trotz enormer Ablenkung, die Spuren zu finden und anzuzeigen. Dabei lernten auch die Hundeführer ihre Hunde etwas besser kennen und können nun noch bessere Teams werden. Was für ein gelungener Tag für alle Beteiligten.

  • 19.06.2026

    Für die beiden Brüderchen Ingo und Fridolin war heute ein ganz besonderer Tag. Die beiden starteten ihren neuen Lebensabschnitt in ihrem ersten eigenen Zuhause. Der rote Kater Ingo maunzte die ganz Fahrt über in das schöne Pirna ganz herzzerreißend. Doch als wir endlich angekommen waren und sich die Tür der Transportbox öffnete, zeigte er sich total neugierig und aufgeschlossen. Sofort musste er alle Räume erkunden und genaustens untersuchen. Sein Bruder Fridolin war da doch etwas beeindruckter und beschäftigte sich erst einmal nur mit all den neuen eindrücken in einem Raum. Wir freuen uns ehrlich darüber, dass die beiden Katerchen so rasch ein wundervolles Zuhause gefunden haben und nun gemeinsam erwachsen werden dürfen.

  • 18.06.2026

    Erneut waren wir beim Tierarzt zu Gast. Diesmal war der kleine Kaziu mit dabei. Sein Blutbild war unauffällig und sein Allgemeinbefinden war viel besser, sodass die notwendige Zahnsanierung durchgeführt werden konnte. Leider war der Eingriff schwieriger als gedacht, da zwei tief verwurzelte Backenzähne kaputt waren und unter Eiter standen. Insgesamt sechs Zähne mussten dem kleinen Opi gezogen werden. Er hat alles problemlos überstanden und muss in den kommenden Tag noch Tabletten gegen die Infektion nehmen.