Briefe von Zuhause
Letzter Brief eines Haustieres
Wir sind glücklich und haben ein neues Zuhause! An dieser Stelle teilen wir Briefe und Grüße aus dem neuen Zuhause. Sendet uns eure Geschichten und Fotos, wir freuen uns darauf, von unseren tierischen Schützlingen zu hören. Kontaktiert uns per E-Mail unter: info(@)tierhoffnung.de
Diese Tiere haben uns verlassen
27.02.2026
Wieder dürfen wir von einer ganz besonderen Vermittlung berichten, unser lieber Mumin hat sein Zuhause gefunden. Die Fahrt ins neue Zuhause verlief erstaunlich entspannt. Keine zehn Minuten nachdem wir gestartet waren, hatte es sich Mumin bereits in seiner Box gemütlich gemacht. Ganze zwei Stunden Fahrt und kein Laut von ihm. Kein Jammern, kein Unruhe, einfach nur ruhiges Dösen. Am Ziel angekommen, wurden wir schon freudig erwartet. Und dann passierte etwas Wunderschönes. Mumin war völlig überwältigt von dem großen Grundstück, das nun sein neues Reich sein darf. Eine ganze Stunde lang lief er kreuz und quer durch den Garten, fast schon im kleinen Dauerlauf. Jeder Winkel musste inspiziert, jeder Geruch aufgenommen werden. Es war, als wolle er sicherstellen, dass auch wirklich alles zu ihm gehört. Um ihm seine neuen Sachen anzuziehen, musste er sich dann erst einmal ein wenig sammeln. Nach einer Weile bei uns am Tisch in der Stube fand er zur Ruhe, legte sich entspannt hin und beobachtete zufrieden das Geschehen. Nachdem der Papierkram erledigt war, hieß es für uns Abschied nehmen und die Heimreise antreten. Beim Einladen der Spenden ins Auto beobachtete Mumin das Ganze etwas skeptisch, nicht, dass er womöglich doch wieder mit einsteigen müsste. Die Erleichterung war ihm deutlich anzusehen, als klar wurde, er darf bleiben. Einen Abschiedsblick bekam ich nicht mehr, schließlich hatte Mumin jetzt Wichtigeres zu tun. Alles in allem hat Mumin einen wundervollen Platz für seinen Lebensabend gefunden. Ende November 2025 hatten wir Mumin aus einem polnischen Tierheim übernommen. Viele Jahre hatte er dort im Dunkeln eines Zwingers gelebt, meist versteckt, zurückgezogen, unscheinbar. Und nun, nur drei Monate später, war aus diesem ängstlichen, vorsichtigen Hund ein fröhlicher, offener Senior geworden, neugierig auf die Welt und bereit für sein eigenes Glück. Mit seinen 13 Lebensjahren beginnt für Mumin jetzt endlich ein richtig schönes Leben. Und genau dafür machen wir das alles.
26.02.2026
Heute stand wieder einmal ein wichtiger Termin in unserem Kalender, die Tierärztin kam zur Visite vorbei. Den Anfang machten Minnie und Luna, die ihre jährliche Impfung erhalten sollten. Beide Damen waren sichtlich aufgeregt. Man merkte ihnen an, dass sie genau wussten, dass heute etwas „anders“ ist. Dennoch waren sie ganz tapfer und ließen alles brav über sich ergehen. Unsere Tierärztin war sehr zufrieden mit dem Allgemeinzustand der beiden, sodass sie ohne Bedenken geimpft werden konnten. Auch unsere Kaninchen kamen heute an die Reihe. Sie erhielten ihre notwendige Wiederholungsimpfung, damit sie weiterhin vor den gefährlichen und oftmals tödlich verlaufenden Kaninchenseuchen geschützt sind. Gerade hier ist Vorsorge so unglaublich wichtig, bevor die Mücken- und Fliegensaison wieder beginnt. Zum Abschluss baten wir die Tierärztin noch um einen Blick auf unseren großen Hundesenior Kupidon. Vor Kurzem war uns eine Veränderung an seinem Augenlid aufgefallen. Dort wächst etwas, das eindeutig nicht dorthin gehört. Leider bestätigte sich unser Verdacht. Es handelt sich sehr wahrscheinlich um einen Lidrandtumor. Die Empfehlung ist eindeutig, dieser sollte zeitnah entfernt werden, bevor er auf dem Auge reibt, Entzündungen verursacht oder weitere Probleme entstehen. Zudem wächst die Veränderung recht schnell, was ein weiteres Zuwarten nicht ratsam macht. Für unseren armen Kupidon werden wir also in den nächsten Tagen einen OP-Termin vereinbaren müssen. Wir hoffen sehr, dass er alles gut übersteht.
25.02.2026
Und wieder dürfen wir von einem schönen Vermittlungserfolg berichten. Unser süßer, blauer Kater Bali hat sein Köfferchen gepackt und ist in sein neues Zuhause gezogen und das sogar hier bei uns in Sachsen. Ein großes Haus, liebe Menschen und ganz viel Platz warten nun auf unseren charmanten Kuschelkater. Schon bei der Ankunft zeigte Bali einmal mehr, was für ein selbstbewusster kleiner Herzensbrecher er ist. Von Schüchternheit keine Spur. Während wir gemeinsam den Vertrag fertig machten, war für Bali völlig klar, wenn die Menschen am Tisch sitzen, dann gehört er selbstverständlich dazu. Kurzerhand gesellte er sich mit dazu und nahm ganz selbstverständlich auf dem Tisch Platz. An dieser Stelle wird seine neue Familie wohl noch ein kleines bisschen Überzeugungsarbeit leisten müssen. Bali hat da nämlich seine ganz eigenen Vorstellungen von Tischmanieren. Wir freuen uns riesig, dass unser liebster Schmusekater nun seine Familie gefunden hat und wünschen ihm und seinen Menschen von Herzen viele glückliche Jahre miteinander.
Aktuelle Neuigkeiten aus dem Tierheim
12.03.2026
Zwei Kater wurden in unsere Obhut übergeben. Der Besitzer war erkrankt und eine weitere Versorgung der Tiere war nicht mehr möglich. Rudi und Erwin wurden uns als lieb und zutraulich beschrieben. Leider hat der plötzliche Umzug offenbar tiefe Spuren hinterlassen, da die beiden äußerst ablehnend auf uns reagieren. Wir geben ihnen nun erstmal Zeit aus dem Zustand des tiefen Schocks herauszukommen, um sich mit der neuen Sitation zurecht zu finden. Außerdem wurden wir dringend um die Aufnahme eines Fundkaters gebeten. Laut der Beschreibung schien es ihm sehr schlecht zu gehen und schnelles handeln war erforderlich. In handumdrehen war der unkastrierte Kater in der Tierklinik und wurde untersucht. Tatsächlich war sein Zustand nicht so dramatisch, wie es sich darstellte. Er hatte wirklich massiven Floh- und Haarlingsbefall und richtig schlechte Zähne. Er wurde also gegen die Parasiten behandelt und wurde wieder in unsere Obhut übergeben. Wir vermuten das Dagobert, wie wir ihn nannten, irgendwo gefüttert und auch gestreichelt wurde, weil er so nett und umgänglich ist.
11.03.2026
Wieder einmal war die Tierärztin bei uns, um unsere Schützlinge in Augenschein zu nehmen. Fundkater Fränky, mit den verletzten Öhrchen, hatte sich gut von dem Eingriff erholt und konnte heute geimpft werden. Im Anschluss stellten wir die Abgabehündin Bonnie vor. Obwohl sie in ihrem Kurzzeit-Zuhause stark territorial reagierte, durfte unsere Tierärztin sie von Kopf bis Fuß berühren und untersuchen. Bonnie gab keine Ton von sich und war sehr brav. Auch die Tierärztin hatte nichts zu beanstanden. Dann waren die fünf Neuankömmling aus der Smeura an der Reihe. Bei Tilly, Henriette und Clara gab es nichts zu beanstanden. Ulla und Dean jedoch sind durch ein verändertes Gangbild "negativ" aufgefallen. Deans Hüfte schien links etwas schmerzhaft zu sein. Aufklärung kann da nur ein Röntgenbild geben. Auch Ullas Hüfte schien ihr Probleme zu machen. Bei der genaueren Beurteilung des Bewegungsapparats war Ulla auf beiden Seiten der Hüfte eingeschränkt. Und zu unserer Verwunderung hatte sie links eine Patellaluxation. Das bedeutet, dass die Kniescheibe aus der Führung springt. Das würde natürlich den insgesamt instabilen Gang erklären. Genaueres werden wir auch bei ihr erst nach einer Röntgenaufnahme wissen.
10.03.2026
Vor einigen Wochen tauchte auf dem Grundstück einer tierlieben Familie eine schwarze Katze auf. Sichtbar abgekämpft und krank fand sie dort bei Minusgraden etwas Ruhe und blieb Tag und Nacht. Fragen in der Nachbarschaft, wem das kranke Tier gehört blieben unbeatworte. So brachten die tierlieben Leute in Absprache mit dem Ordnungsamt die schwarze Katze zum Tierarzt. Es stellte sich heraus, dass es sich um einen unkastrierten Kater handelt. Eine Verletzung am Ohr und der Schnupfen wurde behandelt. Im Anschluss kam der schwarze Kater in unsere Obhut. Noch hat er ziemlich große Angst vor uns, aber wir hoffen, dass er sich bald etwas eingelebt hat und erkennt, dass wir es nur gut mit ihm meinen.
09.03.2026
Seit über einem Jahr lebte die schwarze unscheinbare Hündin Luna in unserem Tierheim. Nun war endlich der Tag gekommen, der hoffentlich ihr letzter Tag im Tierheim sein sollte. Luna war schon den ganzen Tag etwas unruhiger als gewöhnlich. Fast so, als würde sie ahnen, dass etwas anders ist als sonst. Da sollte sie rechtbehalten. Ins Auto gehoben werden, fand Luna etwas gruselig und auch die Fahrt über zeigte sie sich gestresst. Zum Glück dauerte es gar nicht lang, bis sie wieder aussteigen durfte. Nach einer kurzen Begrüßung schaffte es Luna sich zu lösen und folgte uns brav ins Haus. Die fremde Umgebung mit all den fremden Gerüchen setzten ihr sichtlich zu und sie hechelte viel. Nachdem sich Luna etwas umgeschaut hatte gelang es ihr in einem bereitgestellten Körbchen doch etwas Ruhe zu finden und langsam schlummerte sie ein. Dabei verpasste sie auch, dass wir uns so langsam wieder verabschieden mussten und den Rückweg ins Tierheim antraten. Wir freuen uns, dass es so nette Menschen gibt, die der alten Hündin noch einmal ein richtiges Zuhause geben wollen und hoffen, dass Luna dort noch lange glücklich und zufrieden leben darf.





