• 11./12.04.2026

    Den jungen Kater Channing und seine Katzendame Carlypso übernahmen wir diesen Februar von einem anderen Tierschutzverein. Dort waren sie bereits als Katzenkinder und verliebten sich quasi ineinander. Endlich hat das Glück zugeschlagen und eine nette Katzenfamilie interessierte sich für das verspielte Paar. Die Vorbereitung für ihren Auszug fanden beide nicht so toll, aber an der Transportbox führte kein Weg vorbei. Behutsam setzten wir sie jeweils rein und fuhren los – auch daran hatte Channing keinen Gefallen finden können, denn mit jeder Kurve setzte er gekonnt eine Beschwerde ein. Im neuen Zuhause wartete man schon erwartungsvoll aber ließ beiden den Raum und die Zeit aus den Boxen zu steigen. Channing ( der nun Findus heißt ) tapste vorsichtig los und nahm alles genau ins Visier, v.a. den großen Kratzbaum nahm er besonders unter die Lupe. Es wirkte fast so, als ob er für seine Carlypso die Lage abklären wollte, denn die war ganz von ihrer Angst eingenommen und hat die Transportbox als ihren Schutzbunker erkoren. Nachdem wir Carlypso doch noch zum Raus gehen, bewegen konnten, verabschiedeten wir uns auch. Ein kurzer Blick aber beide waren verschwunden. Nun dürft ihr beide, wie wir es uns für euch gewünscht haben, eure Welt zusammen entdecken – in einem fürsorglichen, sicheren Rahmen.

  • Minnie Zuhause

    04./05.04.2026

    Minnies großer Tag 🐾

    Diesmal stand für uns eine ganz besondere Reise an: Um 06:10 Uhr starteten wir in Richtung Rheinland-Pfalz, nahe der luxemburgischen Grenze – mit unserer lieben Hunde-Omi Minnie im Gepäck und einem Herzen voller Hoffnung.

    Auf das Frühstück musste Minnie verzichten, da ihr empfindlicher Magen uns bereits bekannt ist ( tatsächlich bestätigte sich das auch nach der Ankunft, als sie sich kurz übergeben musste.. ).

    Während der gesamten Fahrt achteten wir deshalb darauf, sie so wenig wie möglich zu belasten: Keine langen Pausen, nur kurze Pippi-Stopps, um ihr die Reise so angenehm wie möglich zu machen.

    Und was sollen wir sagen? Minnie war einfach großartig! Die ganze Fahrt über lag sie entspannt da, beobachtete ruhig ihre Umgebung. Nur wenn der Verkehr ins Stocken geriet, hob sie verwundert den Kopf – als würde sie sich fragen, warum wir plötzlich nicht mehr weiterfahren.

    Mit jedem Kilometer, den wir unserem Ziel näherkamen, zeigte sich mehr und mehr die Sonne – fast so, als wollte sie uns den Weg weisen und Minnies neuen Lebensabschnitt willkommen heißen.

    Am Ziel angekommen, wurden wir bereits freudig erwartet: Ihr neues Frauchen und ein vierbeiniger Hundekumpel konnten es kaum erwarten, Minnie endlich kennenzulernen. Minnie selbst war zunächst etwas irritiert von so viel Aufregung und entschied kurzerhand, lieber erstmal draußen zu bleiben und die Situation in Ruhe zu beobachten.

    Doch dann kam der Moment, in dem sie ihr neues Zuhause betreten durfte und einen besonderen Platz entdeckte: Ein wunderschöner Wintergarten, ganz auf ihre Bedürfnisse abgestimmt, mit einem traumhaften Blick Richtung Mosel und bis hinüber zur luxemburgischen Grenze. Es war, als hätte sie sofort verstanden – hier gehöre ich hin.

    Und tatsächlich: Kaum hatten wir begonnen, die Verträge zu unterzeichnen, war Minnie schon ganz in ihrem neuen „Beobachtungsposten“ aufgegangen. Hochkonzentriert beobachtete sie die Hühner des Nachbarn und schien alles um sich herum für einen Moment zu vergessen.

    Unser Abschied war daher kurz und schmerzlos – genau so, wie man es sich wünscht. Minnie war angekommen. Wirklich angekommen.

    Liebe Minnie, mach es gut! Du hast nun ein liebevolles Zuhause gefunden, das dein Herz füllen soll. Wir wünschen dir nur das Beste für deinen neuen Lebensweg 💛

    Um 21:30 Uhr waren wir schließlich zurück im Tierheim. Ein langer Tag liegt hinter uns – voller Freude, ein kleines bisschen Wehmut und dem wunderbaren Gefühl im Herzen.
  • Purzel in der Kiste

    28./29.03.2026

    Dieses Wochenende durfte die schwarze Katzenschönheit Polaris endlich Ihre Tierheimkarriere an den Nagel hängen. Für sie ging die Reise nach Dresden zu einer ruhigen, gesetzten Familie, welche für das ängstliche Katzenmädchen eine perfekte Grundlage bietet. Die Fahrt war sie sehr ruhig, vermutlich ahnte sie schon, dass sie den netten Mann wieder sehen darf, der extra sie besuchte. Nach dem Ankommen siegte die Neugierde und sie begann ihr neues Reich zu erkunden. Als Josi sich dann verabschiedete, entdeckte sie noch 2 schwarze Pfötchen – Polaris hat sich ein kuscheliges Plätzchen im Ärmel einer Jacke verschafft.

    Auch die Vorbereitungen für die beiden Riesenkaninchen konnten rasch abgeschlossen werden ( siehe Beitrag vom 27.03.2026 ) und sie zogen bei uns ein. Da zuvor die Vergesellschaftung beim anderen Tierheim so problemlos lief, waren wir guter Dinge, dass beide Mümmelmädchen sich in unserem Zuhause auch verstehen werden.

    Nach der Ankunft hatten sie unglaublichen Hunger, was sie anfangs nicht so recht zugeben wollten. Aber das viele Salatblatt lockte beide erfolgreich aus ihrem Versteck und sie füllten erstmal ihre Bäuche. Da jedes schutzbefohlene Tier einen Namen verdient, überlegten wir ausgiebig und so heißen wir nun Ava und Ada bei uns willkommen. Katzen-Opi Purzel hat nun wieder 2 Mitbewohner in seinem großen Raum und ist über die Anwesenheit von den beiden erfreut, auch wenn sie separiert sind. So setzte er sich in einem unbeobachteten Moment in die Kiste und schnurrte im alten Heu wie ein Weltmeister. Theoretisch nicht schlimm, hingegen befand sich in der Kiste nicht nur altes Heu sondern v.a. Unrat der Kaninchen. Was sollen wir sagen? Mehr als 2x trugen wir ihn besonnen aus der Kiste und mehr als 2x tapselte er wieder hinein. Wir ließen ihn den Moment der Glückseligkeit ( vermutlich weckte das Erinnerungen in ihm denn das Schnurren wurde immer intensiver ) - bis dann später der Raum gereinigt und die Kiste geleert werden musste. Aber er nahm es locker und wählte einen anderen Schlafplatz.

  • 21./22.03.2026

    Mit den herrlichen Sonnenstrahlen trat die lange Reise für 5 Hundeseelen aus dem weit entfernten Polen an. Vor einigen Wochen erhielten wir den Hilferuf vom polnischen Tierheim, ob wir Milton, Milka, Miki, Fifi und Julian bei uns aufnehmen können. Dank wunderbarer Aufnahmepaten konnte dieser Hilferuf in die Tat umgesetzt werden. Hoffnung für die 5 Kämpfer, die sich schon so lange nach Sicherheit, Wärme und Zuversicht sehnen. Angekommen bei uns, war die Not natürlich groß und allesamt gingen sofort austreten als die Boxen geöffnet wurden. Die Vorfreude war enorm. Aber wir gaben allen erstmal Raum zum Ankommen. Und schon nach kurzer Zeit zeigte jeder Hundecharakter diese Strapazen auf seine eigene Weise: - Milton wollte sich als erstes wieder verstecken, zu viel war die Umstellung für ihn - Milka war zu Beginn vorsichtig, sie schaute sich alles aus ihrer sicheren Ecke heraus an, aber so ganz blöd fand sie uns schonmal nicht - Miki, der in Polen von anderen gemoppt wurde, konnte sich kaum halten vor Freude, von der Nase bis zur Rute sprudelte er vor Glückseligkeit, was man auch unschwer am Helikopterwedeln erkennen konnte :-) - Fifi war hin- und hergerissen, wen sie alles zuerst mit ihrer Liebe überschütten darf - und Julian, der mutig vorneweg alles abschnuffelte, schnell feststellend, dass der neue Ort alle in Sicherheit wiegen wird und sich auch sofort kraulen ließ. Nun dürfen sie erstmal die Welt bei uns entdecken und sich von der Aufregung erholen - Willkommen, wir freuen uns, euch kennen zu lernen. Wir sind unglaublich dankbar, dass wir diesen 5 Hunde eine neue Heimat bieten können, mit dem Ziel vor Augen, ein geliebtes Zuhause zu finden. Und das alleine dank toller Aufnahmepaten - vielen Dank, ohne Euch wäre das nicht möglich gewesen.

  • 14./15.03.2026

    Dieses Wochenende war bei uns im Tierheim besonders ereignisreich – und es zeigte einmal mehr, wie viel man gemeinsam bewegen kann. Als erstes dürfen wir von der Vermittlung von Hündin Quinn berichten: Das Einsteigen ins Auto klappte problemlos – sie ließ sich hineinheben und blieb während der Fahrt ruhig. Am Ziel angekommen war Quinn jedoch zunächst völlig überwältigt von den vielen neuen Eindrücken und wollte erst einmal nicht aussteigen. Nach etwas gutem Zureden ging es dann doch weiter. Als sie den Mann der Familie sah, blieb sie kurz stehen und fand alles ziemlich unheimlich, folgte schließlich aber zögerlich. Die Treppe meisterte sie gut und oben angekommen wurde sie vorsichtig ins Haus geführt. Dort lebt auch Pepper, ein Hund aus unserem Tierheim, der Quinn gegenüber zunächst mit enormer Unsicherheit begegnete. Während wir den Papierkram erledigten, überraschte uns Quinn dann: Sie kam näher, ließ sich streicheln und suchte sogar ein wenig Nähe – etwas, das sie bei uns zuvor nie gezeigt hatte. Trotzdem war sie insgesamt noch sehr vorsichtig und stand oft wie angewurzelt da, als müsste sie erst begreifen, was gerade alles passiert. Ähnlich ging es damals auch Pepper, von daher sind wir zuversichtlich, dass beide sich zukünftig nähern werden, um von ihren Erlebnissen zu berichten. Quinn lebt nun in einem liebevollen Mehrgenerationenhaus mit großem Hof und viel Natur drum herum. Die erste Rückmeldung am nächsten Tag war bereits sehr positiv – wir freuen uns sehr für sie, denn wir wissen, sie ist in liebevollen Händen. Während Quinn also ihren großen Schritt in ein neues Leben machte, war im Tierheim selbst ebenfalls einiges los – denn an diesem Wochenende fand unser Helfertag statt. Viele engagierte Menschen kamen zusammen, um tatkräftig mit anzupacken. Wege und Gehege wurden gesäubert, gefegt und wieder ordentlich hergerichtet. Die Grünanlagen wurden aufgehübscht, die Schafställe gründlich ausgemistet und im Haupthaus bekamen alle Fenster eine intensive Reinigung, sodass sie nun wieder blitzblank sind und die Sonne herein lachen darf. Auch in den letzten Ecken wurde gearbeitet: Staub, Dreck und Spinnenweben hatten keine Chance mehr. Wir sind begeistert was alles geschafft wurde und, dass so viele Menschen Ihre Unterstützung realisierten. Am Ende eines arbeitsreichen Tages saßen alle noch gemütlich zusammen – bei Kaffee und Kuchen, mit vielen Gesprächen und dem guten Gefühl, gemeinsam viel geschafft zu haben. Solche Tage zeigen uns immer wieder, wie wertvoll Gemeinschaft ist. Danke an alle, die mitgeholfen haben.