25./26.04.2026
An diesem sonnigen Frühlingswochenende hatten wir, wie jeden Tag, viel zu tun - füttern, säubern, wischen aber auch streichen, bohren, werkeln. Dennoch bleibt, neben den vielen Pflichtaufgaben auch Zeit für liebe Worte, Trösten, Streicheln. Und Momente, die uns abermals zeigen, was für tolle Unterstützer wir haben: wir durften während unserer Öffnungszeit wieder einige hilfreiche Sachspenden entgegen nehmen, sowie eine Geldspende aus dem Spendenerlös vom Tattoostudio "Heart of Art" aus Großröhrsdorf. Jede Unterstützung ist uns eine enorme Hilfe, wofür wir unglaublich dankbar sind. Vielen Dank an alle lieben Menschen, die damit unseren Schützlingen gedenken. Unsere Hunde genossen die Sonnenstrahlen ausgiebig und versuchten jeweils den besten Sonnenplatz für ein Nickerchen zu ergattern. Besonders herzlich waren wiedermal Gizi und Persy, die sich aneinander kuschelten wie ein altes Ehepaar. Zwischen Henriette und Mailo knatschte es des öfteren im Gehege, ist ja Mailo doch etwas unbeholfen was der Umgang mit einer störrischen Dame angeht. Zudem gab es wieder ausreichend Gesprächsstoff zwischen den Katern Fränky und Dagobert, die eine freundliche Nachbarschaft pflegen und sich rege die neusten Infos austauschten. Bandzior schaute auch immer mal bei den Katern vorbei, aber zu berichten hatte er nix. Mephisto beginnt langsam sich an seiner neuen Räumlichkeit zu gewöhnen und schaut gerne mal aus dem Fenster nach dem Rechten. Sobald man das Zimmer betritt, huscht er weg, aber kommt nach paar Sekunden schnurrend aus seinem Versteck. Jeder Tag beinhaltet kleine Momente, die unsere Herzen aufleuchten lassen und auch wenn mal eine Regenwolke mit einer traurigen Angelegenheit herbei zieht, die unsere Stimmung trübt, so wissen wir, es ist nicht von Dauer - es folgt ein neuer Tag mit neuer Hoffnung.
18./19.04.2026
Auch an diesem Wochenende gab es wieder einiges zu berichten. Den Anfang machten die zwei Kaninchendamen Ada und Ava. Nach dem Vormittagsnickerchen waren sie etwas irritiert, was Pflegerin Jenny denn mit der Transportbox vorhatte. Als sie ihnen dann den Grund nannte, schauten sie neugierig. „Ja, ein richtiges Zuhause wartet auf euch (…)“ – das kannten sie in ihrem bisherigen Leben noch gar nicht. Angekommen waren beide noch etwas verhalten, aber als sie dann ihr liebevoll eingerichtetes und geräumiges Gehege entdeckten, erkundeten sie jeden Winkel voller Neugier. Nachdem das Eis gebrochen war, ließen sie sich sogar von den Kindern mit leckerem Schmaus füttern.
Und dann war Tasha dran – unser kleiner, schwarzer Wirbelwind. Mit ihrer feinfühligen Art und ihrer unglücklichen Flucht letztes Jahr suchten wir lange nach souveränen Menschen, die bereit sind, zu dieser Überlebenskünstlerin das nötige Vertrauen aufzubauen und ihr die Ruhe zu bieten, die sie braucht – und wir fanden sie. Ihre neuen Eltern punkteten durch jahrelange Hundeerfahrung und nahmen die vielen Besuche in Kauf, um Tasha kennenzulernen. Nach und nach begann ein kleines Pflänzchen zu wachsen. Nun war der Tag gekommen, an dem wir Tasha in ihre neue Heimat brachten. Die Transportbox fand sie mehr als blöd und war während der Fahrt auch unruhig. Erleichterung kam bei ihr auf, als die Fahrerei endete – Stress mochte Tasha noch nie. Sie blieb dennoch erst einmal in der Box sitzen und beobachtete die Situation vorsichtig. Den Rückzug ließen wir ihr auch und kümmerten uns um die Formalitäten. Als etwas Zeit verstrichen war, begann ihr Frauchen, Tasha mit Leberwurst zu umgarnen, und hatte Erfolg. Tasha startete zunächst mit einer kleinen Erkundungstour Richtung Sofa, ihr Näschen blieb nicht still. Doch dann entdeckte sie den flauschigen Teppich und begann sofort, sich daran zu schubbern und zu wälzen. Just in dem Moment, als Tasha etwas zur Ruhe kommen wollte, wurde sie von einer Fliege gestört. „… nicht mit mir …“, dachte sie sich – und die Jagd begann. Die Fliege hatte keine Chance. Wir mussten herzlich lachen. Anschließend wurde das neue Terrain bei einem schönen Spaziergang erkundet – ganz entspannt und auf Tasha abgestimmt. Wir wünschen Tasha und ihren neuen Eltern alles Gute und hoffen sehr, dass ihr feinfühliges Herz endlich zur Ruhe kommen darf.
11./12.04.2026
Den jungen Kater Channing und seine Katzendame Carlypso übernahmen wir diesen Februar von einem anderen Tierschutzverein. Dort waren sie bereits als Katzenkinder und verliebten sich quasi ineinander. Endlich hat das Glück zugeschlagen und eine nette Katzenfamilie interessierte sich für das verspielte Paar. Die Vorbereitung für ihren Auszug fanden beide nicht so toll, aber an der Transportbox führte kein Weg vorbei. Behutsam setzten wir sie jeweils rein und fuhren los – auch daran hatte Channing keinen Gefallen finden können, denn mit jeder Kurve setzte er gekonnt eine Beschwerde ein. Im neuen Zuhause wartete man schon erwartungsvoll aber ließ beiden den Raum und die Zeit aus den Boxen zu steigen. Channing ( der nun Findus heißt ) tapste vorsichtig los und nahm alles genau ins Visier, v.a. den großen Kratzbaum nahm er besonders unter die Lupe. Es wirkte fast so, als ob er für seine Carlypso die Lage abklären wollte, denn die war ganz von ihrer Angst eingenommen und hat die Transportbox als ihren Schutzbunker erkoren. Nachdem wir Carlypso doch noch zum Raus gehen, bewegen konnten, verabschiedeten wir uns auch. Ein kurzer Blick aber beide waren verschwunden. Nun dürft ihr beide, wie wir es uns für euch gewünscht haben, eure Welt zusammen entdecken – in einem fürsorglichen, sicheren Rahmen.
04./05.04.2026
Minnies großer Tag 🐾
Diesmal stand für uns eine ganz besondere Reise an: Um 06:10 Uhr starteten wir in Richtung Rheinland-Pfalz, nahe der luxemburgischen Grenze – mit unserer lieben Hunde-Omi Minnie im Gepäck und einem Herzen voller Hoffnung.
Auf das Frühstück musste Minnie verzichten, da ihr empfindlicher Magen uns bereits bekannt ist ( tatsächlich bestätigte sich das auch nach der Ankunft, als sie sich kurz übergeben musste.. ).
Während der gesamten Fahrt achteten wir deshalb darauf, sie so wenig wie möglich zu belasten: Keine langen Pausen, nur kurze Pippi-Stopps, um ihr die Reise so angenehm wie möglich zu machen.
Und was sollen wir sagen? Minnie war einfach großartig! Die ganze Fahrt über lag sie entspannt da, beobachtete ruhig ihre Umgebung. Nur wenn der Verkehr ins Stocken geriet, hob sie verwundert den Kopf – als würde sie sich fragen, warum wir plötzlich nicht mehr weiterfahren.
Mit jedem Kilometer, den wir unserem Ziel näherkamen, zeigte sich mehr und mehr die Sonne – fast so, als wollte sie uns den Weg weisen und Minnies neuen Lebensabschnitt willkommen heißen.
Am Ziel angekommen, wurden wir bereits freudig erwartet: Ihr neues Frauchen und ein vierbeiniger Hundekumpel konnten es kaum erwarten, Minnie endlich kennenzulernen. Minnie selbst war zunächst etwas irritiert von so viel Aufregung und entschied kurzerhand, lieber erstmal draußen zu bleiben und die Situation in Ruhe zu beobachten.
Doch dann kam der Moment, in dem sie ihr neues Zuhause betreten durfte und einen besonderen Platz entdeckte: Ein wunderschöner Wintergarten, ganz auf ihre Bedürfnisse abgestimmt, mit einem traumhaften Blick Richtung Mosel und bis hinüber zur luxemburgischen Grenze. Es war, als hätte sie sofort verstanden – hier gehöre ich hin.
Und tatsächlich: Kaum hatten wir begonnen, die Verträge zu unterzeichnen, war Minnie schon ganz in ihrem neuen „Beobachtungsposten“ aufgegangen. Hochkonzentriert beobachtete sie die Hühner des Nachbarn und schien alles um sich herum für einen Moment zu vergessen.
Unser Abschied war daher kurz und schmerzlos – genau so, wie man es sich wünscht. Minnie war angekommen. Wirklich angekommen.
Liebe Minnie, mach es gut! Du hast nun ein liebevolles Zuhause gefunden, das dein Herz füllen soll. Wir wünschen dir nur das Beste für deinen neuen Lebensweg 💛
Um 21:30 Uhr waren wir schließlich zurück im Tierheim. Ein langer Tag liegt hinter uns – voller Freude, ein kleines bisschen Wehmut und dem wunderbaren Gefühl im Herzen.28./29.03.2026
Dieses Wochenende durfte die schwarze Katzenschönheit Polaris endlich Ihre Tierheimkarriere an den Nagel hängen. Für sie ging die Reise nach Dresden zu einer ruhigen, gesetzten Familie, welche für das ängstliche Katzenmädchen eine perfekte Grundlage bietet. Die Fahrt war sie sehr ruhig, vermutlich ahnte sie schon, dass sie den netten Mann wieder sehen darf, der extra sie besuchte. Nach dem Ankommen siegte die Neugierde und sie begann ihr neues Reich zu erkunden. Als Josi sich dann verabschiedete, entdeckte sie noch 2 schwarze Pfötchen – Polaris hat sich ein kuscheliges Plätzchen im Ärmel einer Jacke verschafft.
Auch die Vorbereitungen für die beiden Riesenkaninchen konnten rasch abgeschlossen werden ( siehe Beitrag vom 27.03.2026 ) und sie zogen bei uns ein. Da zuvor die Vergesellschaftung beim anderen Tierheim so problemlos lief, waren wir guter Dinge, dass beide Mümmelmädchen sich in unserem Zuhause auch verstehen werden.
Nach der Ankunft hatten sie unglaublichen Hunger, was sie anfangs nicht so recht zugeben wollten. Aber das viele Salatblatt lockte beide erfolgreich aus ihrem Versteck und sie füllten erstmal ihre Bäuche. Da jedes schutzbefohlene Tier einen Namen verdient, überlegten wir ausgiebig und so heißen wir nun Ava und Ada bei uns willkommen. Katzen-Opi Purzel hat nun wieder 2 Mitbewohner in seinem großen Raum und ist über die Anwesenheit von den beiden erfreut, auch wenn sie separiert sind. So setzte er sich in einem unbeobachteten Moment in die Kiste und schnurrte im alten Heu wie ein Weltmeister. Theoretisch nicht schlimm, hingegen befand sich in der Kiste nicht nur altes Heu sondern v.a. Unrat der Kaninchen. Was sollen wir sagen? Mehr als 2x trugen wir ihn besonnen aus der Kiste und mehr als 2x tapselte er wieder hinein. Wir ließen ihn den Moment der Glückseligkeit ( vermutlich weckte das Erinnerungen in ihm denn das Schnurren wurde immer intensiver ) - bis dann später der Raum gereinigt und die Kiste geleert werden musste. Aber er nahm es locker und wählte einen anderen Schlafplatz.



