Was gestern geschah

 

01.07.2022

Der neue Monat sollte der wunderbaren Hündin Juma Glück bescheren. Extra für sie war heute eine ganz liebe Familie im Tierheim und führte Juma aus. Nach dem der dreibeinige Figaro, der aus unserem Tierheim stammte, leider für immer über die Regenbogenbrücke gegangen war, war ein Platz inmitten der Familie frei. Balthasar, der ebenfalls den Weg über unser Tierheim in die Familie fand, mochte Juma gleich auf Anhieb und war schon fast aufdringlich. Doch Juma blieb cool und ließ ihn wissen, dass sie es schätzen würde wenn er sich mehr wie ein Gentlemen benehmen könnte. Auch das Kennenlernen mit den Kindern verlief prima, lediglich der Familievater wurde von Juma erst einmal skeptisch beäugt. Nach dem Spaziergang wollte die ganze Familie Juma am liebsten sofort mitnehmen. Wir sind begeistert von so viel positiver Energie. Bestimmt darf Juma ganz bald in ihr neues Zuhause umziehen.

 

30.06.2022

Bereits vergangenen Monat wurden wir vom Veterinäramt um Mithilfe gebeten. Es ging um die Unterbringung von fünf älteren kranken Katzen die ihrem Besitzer weggenommen wurden. Nach langem und zähem hin und her dürfen die Tiere nun in unserer Obhut bleiben bzw. haben wir die Erlaubnis die Katzen an tierliebe Menschen weiter zu vermitteln. Leider war einer der fünf Kater bereits bei seiner Ankunft so schwer erkrankt, dass er trotz intensiver Pflege bei uns und in der Tierklinik letztlich verstarb. Die verbleibenden vier Kater befinden sich jedoch auf dem Weg der Besserung. Die heutige Kontrolle der Blutwerte in der Klinik ergaben zufriedenstellende Ergebnisse. Die beiden Siam-Mixe Oli und Ama hatten erhöhte Nierenwerte, sollten Nierendiät bekommen und Oli zusätzlich noch ein flüssiges Mittel ins Mäulchen um die Niere zu unterstützen. Bei beiden hat sich der Nierenwert gebessert. Die anderen beiden Kater Lucky und Hatari hatten besorgniserregende Leberwerte. Bei beiden ist davon nichts mehr im Blut zu sehen. Hatari soll aufgrund seines immernoch imensen Übergewichts Diät halten und ganz langsam abnehmen. Er lässt sich zum Glück mit der Spielzeugangel zu einem kleinen Spiel verleiten, sodass er auch ein wenig Muskeln aufbaut.

 

29.06.2022

Wieder war der Tierarzt Thema des Tages. Tiago hatte seine Nachkontrolle beim Chefarzt persönlich. Wir gingen also zunächst ins Wartezimmer, der Rüde setzte sich artig auf die Waage und war dann der Meinung, Pflicht erfüllt, nun können wir wieder fahren. Nicht, dass er was gegen Tierarztbesuche hätte, ganz im Gegenteil. Er war nun schon mehrmals zu "Gast" und ist wirklich vorbildlich. Tiago legt sich ab, ist entspannt, wenn jemand neues hereinkommt und wartet ruhig. Na gut, manchmal möchte er sein Bäuchlein gekrault bekommen, um die Wartezeit zu überbrücken. Zusammenfassend gesagt, Tiago ist einfach absolut freundlich und charmant. Auch sein Gangbild war schon erfreulicher, er lief deutlich besser und war munterer drauf, aber seine linke Vorderpfote zeigte immer noch ein leichtes Humpeln. Die Zehengelenke waren dieses Mal nicht mehr schmerzhaft. Die Suche nach der Ursache ist einfach nicht zufriedenstellend. Tiago gibt dem Tierarzt aber auch ein Rätsel auf. Die einzige Möglichkeit momentan ist, dass wir die Therapie mit Schmerz- und Entzündungshemmer fortsetzen, in der Hoffnung, dass sich das Wehwehchen somit "ausschleicht". Dieses war definitiv noch nicht die letzte Tierarztfahrt für Tiago. Ihn stört es jedenfalls nicht, er freut sich schon aufs nächste Mal ;)

 

28.06.2022

Endlich gab es eine erste Rückmeldung aus der Tierklinik wie es dem ausgemergelten Fundkater (siehe Was-gestern-geschah 24.06.) ergangen war. Damit wir ihn nicht immer Fundkater nennen müssen, haben wir ihn Borsti getauft. Um Borsti steht es leider nicht gut. Er leiden unter akuter Blutarmut, die Ursache dafür ist entweder eine Infektion oder tatsächlich der massive Flohbefall. Selbst die Tierärzte waren negativ beeindruckt wie viele Flohkot sich auf diesem unkastrierten alten Kater befand. Dazu hat Borsti chronischen Katzenschnupfen und leider auch eine Niereninsuffizienz. Da wo früher einst Zähne waren sind bei Borsti nur gammelige Stummel zu finden. Der Tierarzt denkt, wenn Borsti nicht so schlapp wäre, würde er sich mehr gegen die Untersuchungen und Behandlungen wehren. An eine Zahnsanierung bzw. die Kastration ist aktuell nicht zu denken. Dazu geht es ihm einfach zu schlecht. Eine Chance durchzukommen hat Borsti trotzdem verdient, denn er frisst sehr gut. Bitte drücken Sie alle die Daumen, dass Borsti diese Chance warnehmen kann.

 

27.06.2022

Tiba, die Hündin, die nicht vollständig kastriert war und deshalb noch einmal "unters Messer" musste, hatte alles gut überstanden. Die Naht ist inzwischen sauber verheilt und heute konnten die Fäden gezogen werden. Bei Tiba keine leichte Aufgabe, da sie meinte, stillhalten sei was für Langweiler. Viel Ablenkung durch massives Kraulen bewirkte Wunder und schon war sie von allen Fäden befreit. In den nächsten Tagen kann sie endlich wieder mit ihrer alten Truppe zusammen herum rennen, ohne dass sie sich jedem anbiedert.

 

25./26.06.2022

Wie bereits gestern angekündigt, fuhren wir am Vormittag mit der Fundkatze (es ist übrigens ein Kater) in die Tierklinik. Zu allem Übel hatte er auch noch massiven Durchfall und war dadurch noch schwächer geworden und drohte zu dehydrieren. Der Kater wurde gleich stationär aufgenommen und an die Infusion gelegt. Wir wünschen uns ganz dolle, dass der tapfere Kerl schnell wieder auf die Beine, Verzeihung "Pfoten", kommt. 

 

24.06.2022

Vor dem Tor stand ein Ehepaar aus dem Nachbarort mit einer dringenden Bitte: auf ihrem Grundstück fand sich eine total ausgezehrte Katze ein. Beim ersten Einfangversuch machte sich die getigerte Katze aber leider irgendwie plötzlich unsichtbar. Wir boten an, eine Falle auszuborgen. Am frühen Abend erschien die Katze wieder auf dem Grundstück und die Finder konnten sie endlich zu uns bringen. Der Zustand des Tieres war wirklich miserabel. Aufgrund der Tatsache, dass es schon so spät war, beschlossen wir, die Samtpfote über Nacht bei uns zu beherbergen und uns am nächsten Tag um die tierärztliche Versorgung zu kümmern. Für heute bekam die Katze von uns Aufbautonikum und natürlich Futter, was sie gierig verspachtelte. Die Fellnase war sichtlich ausgehungert, doch zuviel Futter auf einmal wäre ebenso ungesund. Wir gaben ein paar kleinere Portionen. Uns fiel auf, dass die Miez völlig mit Flöhen übersät war. Das Tier hatte also scheinbar kein aktuelles Zuhause in der Nähe und musste wohl schon länger ums Überleben kämpfen. Bloß gut, dass es noch aufmerksame und tierliebe Menschen gibt.

 

23.06.2022

Unser Hausmeister hatte sich den ganzen Vormittag auf den Schafweiden betätigt. Eine ist nun komplett abgemäht und die andere angefangen. Die Familie mit dem Balkenmäher hat extra wieder den Weg auf sich genommen, um uns helfend zur Hand zu gehen. Da das gemähte Gras jedoch durch die brütende Hitze schon fast trocken war, verwarfen sie den Plan des Rasenmähens und harkten alles Gemähte zusammen. Wir hätten einfach nicht die Kapazitäten dazu gehabt und es wäre wieder alles einfach liegen geblieben. Traurig aber wahr. Leider hätten wir personell und zeitlich das einfach nicht schaffen können. Doch nun, dank der tatkräftigen fleißigen Bienchen, fanden mehrere Säcke Heu den Weg auf unseren Scheunenboden. So viel gutes Heu und das noch für umsonst, wir sagen wirklich von ganzem Herzen Danke für dieses solidarische Engagement. 

 

22.06.2022

Heute war es wieder an der Zeit: die Tierarztvisite stand auf der Tagesordnung. Wir begannen mit den Katzen in unserer Quarantäne. Die drei schwarzen Kitten von "black mama" wollten endlich ihren ersten Pieks erhalten. Kater Sabu, dessen Hornhaut auf dem Auge verletzt war (siehe "was gestern geschah" vom 09.06.), zeigte deutliche Besserung, so dass eine Weiterbehandlung nicht mehr nötig war. Laya, das "Hieverchen" hatte sich inzwischen gut entwickelt. (Übrigens der ultimative Geheimtipp, damit sie das Fressen von alleine annahm, war einfach Kittennassfutter mit Wasser vermischen. Ganz simpel und doch so entscheidend.) Schwesterchen Niya war rundum gesund und so konnten alle geimpft werden. Einen Käfig weiter brachte die gestrige Fundkatze unsere Tierärztin zum Schmelzen. So aufgeweckt, umgänglich und lieb ließ sie sich in die Öhrchen schauen, Abtasten und fein Abhorchen. Alles bestens. Nur im Fell entdeckte unsere Tierärztin Untermieter, aber dem ist beizeiten abgeholfen. Für eine Entwurmung allerdings muss das kleine Katerchen noch ein bißchen wachsen. Letzte der Runde bei den Katzen war Flecki. Trotz Augentropfen war ihr tränendes Auge nicht besser geworden. Da nichts rot, entzündet oder gar schleimig war, wird es vermutlich seine Ursache in einem gestörten Tränen- Nasen- Kanal haben. Die Veterinärin riet uns zu einer Spülung, die in Narkose stattfinden würde. Aber darüber werden wir uns erst in den nächsten Tagen beraten. Derweil ging unsere Visite bei den Hunden weiter. Merry wurde allgemein untersucht und erhielt daraufhin ihre Auffrischungsimpfung inklusive Tollwut. Ganz nach Merrys Art musste sie natürlich den "bösen" Angriff der Spritze ein bißchen dramatisieren und winselte noch, als die Tierärztin schon längst fertig war. Denn Tiba wartete schon mit der Nachuntersuchung der Kastration. Das Pflaster durfte ab und darunter kam am Nahtende eine leichte Rötung zum Vorschein. Tiba erhielt vorsorglich noch Antibiotika. Bis Anfang nächster Woche zum Fädenziehen sollte dann alles schön verheilt sein. Tiago war das Schlusslicht der Patientenliste. Ihn juckten wieder öfter die Ohren und ehrlich gesagt, sah es drinnen etwas dreckig aus. Zu seinem eh schon vorhandenen (und bisher ungeklärten) Leiden mit dem Humpeln kam also noch eine leichte Ohrenentzündung hinzu. Mensch, Tiago, nun ist aber bald mal genug mit Krankheiten einsammeln. Du sollst doch endlich gesund werden!

 

21.06.2022

Bereits am Morgen erhielten wir einen Anruf, dass ein Mann, der gerade auf dem Weg zur Arbeit war, auf seinem Grundstück eine kleine Katze gefunden hatte. Wie der Ablauf bei jeglichen Fundtieren ist, informierte er das Ordnungsamt. Keiner hatte eine Miez vermisst und er bekam das OK, die Katze in unsere Obhut zu übergeben. Aus Sorge vor dem Jagdhund des Nachbarn handelte er schnell und brachte uns das Würmchen in einer Pappkiste. Das schwarz- weiße Katzenkind wog erst zarte 450 g, war demnach etwa 4,5 Wochen alt. Erst wollte das Kitten gar nichts fressen, wir rührten also Aufzuchtsmilch an und hielten die Nuckelflasche hin. Nein, das Katzenkind katschte nur darauf herum. Das war nicht zielführend. Dann gaben wir Babynassnahrung mit Aufzuchtsmilch vermischt auf einen Löffel und das wurde zum Glück gierig angenommen. Perfekt, wir hatten die Lösung gefunden und waren erleichtert, dass es schon relativ selbständig war und keine Rund-um-Betreuung mehr benötigte. 

Bereits in der Vergangenheit hatten wir bemerkt, dass Hündin Ramona eine Art Mutterinstinkt bei kleinen Katzen und jungen Hunden entwickelte. So auch heute. Das Kitten miaute und Ramona war total unruhig und tänzelte umher. Gut, sie durfte ausnahmsweise Tuchfühlung mit dem Katzenkind aufnehmen. Das Kitten war entspannt und zeigte kein Furcht, also durfte Ramona näher heran. Und dann war es einfach nur zuckersüß: Ramona leckte und putzte das Kleine fein sauber. Wie niedlich. Vielleicht lebte Ramona früher einmal auf einem Bauerngehöft und kümmerte sich dort liebevoll um den Nachwuchs? Wer weiß.

20.06.2022

Da sich zu der Fundschildkröte kein Besitzer finden ließ, holten wir am späten Mittag das Tier (eine männliche griechische Landschildkröte) von der Tierarztpraxis ab. Diese hatte ein Provisorium zur Unterbringung in Form eines Drahtkäfigs gefunden, aber wir konnten mit einem z.T. gepflasterten und gut gesicherten Auslauf an unserem Büro dienen, welchen wir sonst für unsere Bürokatzen nutzten. Flugs noch ein paar Blätter Löwenzahn sowie Kleestängel und Spitzwegerich gepflückt, Wasser hingestellt und die Schildi war gut umsorgt. Kaum 3 Stunden später rief ein Herr an, der durch Nachbarn vom Fund der Schildkröte erfuhr. Sein ca. 77-jähriger Schildkrötenmann "Gretel" war seit ca. 3 Wochen flüchtig und er hatte die Hoffnung eigentlich schon aufgegeben. Nun ward sie in etwa 4 Kilometern Entfernung doch noch aufgetaucht. Sichtlich erfreut und erleichtert konnten wir Besitzer und Tierchen wieder zusammenführen.

 

18./19.06.2022

Von unserer Tierärztin wurde eine Fundschildkröte gemeldet. Doch weder telefonisch noch per Mail hatte uns eine Suchmeldung erreicht. Wir schrieben verschiedene Kontakte an, aber keiner konnte etwas zu einer vermissten Schildkröte sagen. Übers Wochenende durfte das kleine Reptil erst einmal bei der Tierärztin bleiben. Gurke und Löwenzahn waren besonders beliebt und standen ganz oben auf dem Speiseplan. Während die Schildi durch die Sonne beflügelt war und richtig Tempo gab, litten die meisten unserer Tiere unter der Hitze. Die Hunde legten sich größtenteils auf die gefliesten Böden unserer Häuser und waren selbst zum Bellen zu k.o. Nur als ein paar liebe Spender Heu und Futter vorbeibrachten, begrüßten sie diese mit einem kurzen Wuff. Tja, selbst Bellen strengte eben an und machte durstig. Logisch, das wir an diesen Tagen mehrmals täglich frisches Wasser nachschenkten. 

 

17.06.2022

Zufällig hatte unsere Tierärztin gleich heute einen Termin frei und so konnten wir mit Tiba die Nach- Kastration wahrnehmen. Es ist super, dass dies so schnell geklappt hatte, denn Tiba litt sowohl unter ihrem Zustand als auch der damit einhergehenden Getrennthaltung. Verständlich, bevor sich die Hunde noch um die "heiße Dame" stritten, ließen wir sie lieber extra laufen. Unsere Veterinärin endeckte in der Tat noch Uterusreste und der verbliebene linke Eierstock war mit Flüssigkeit gefüllt. Viel länger hätten wir die OP wirklich nicht aufschieben dürfen. Die Tierärztin enfernte nun restlos alles und nach 2 Stunden durfte die große Wuschelhündin bereits wieder abgeholt werden. Ein riesen Pflaster bedeckt nun ihren Unterbauch und zur Sicherheit trägt sie einen Halskragen. Viel war mit ihr verständlicherweise heut noch nicht anzufangen, kurz die Blase entleeren und wieder weiter schlafen. Hoffen wir, dass Tiba mit ihrem Halskragen die angekündigten hitzigen Temperaturen am Wochenende gut verkraftet.

 

16.06.2022

Schon seit einigen Tagen fiel uns auf das Tiba merklich aktiver wurde und sich immer wieder in die Spiele der anderen Hund einklinkte. Was normalerweise ein Grund zur Freude wäre, hatte jedoch einen ernsteren Hintergrund. Uns fiel nämlich ebenso auf, dass Tibas Vulva sichtbar angeschwollen war und das sich die Hündin immer wieder angeboten hat. Offenbar wurde bei ihrer Kastration nicht alles entfernt, was nun zu diesem Erscheinungsbild führt. Wir werden uns bemühen zeitnah einen Termin für Tiba zu vereinbaren, um sie vollständig kastrieren zu lassen.

 

15.06.2022

Das Besondere an diesem Tag, was wir erwähnen möchten, hat mit Hundepflege zu tun. Es ist bestimmt einleuchtend, dass wir mit Bürsten gar nicht hinterherkommen. Bei dieser Aktion stolperten wir jedoch über Celentanos heimliche "Mitbewohner": insgesamt 6 Holzböcke sammelten wir von ihm ab. Bei seinem schwarzen Wuschelfell fallen die Biester ja auch überhaupt nicht gleich auf. Unsere beiden Schützlinge mit einer hochgradigen Sehbehinderung, Frau Doktor und Emmelie, erhielten von uns eine Pediküre. Dadurch, dass sie sich die Krallen nicht so dolle ablaufen, mussten wir mit der Krallenschere nachhelfen. Alle beiden Hunde ließen sich die Nagelpflege problemlos gefallen. Die kleine Frau Doktor war am unkompliziertesten. Mario legte sich Frau Doktor einfach auf den Schoß und sie hielt, wie sie bereits beim Tierarzt bewies, (siehe "was gestern geschah" vom 19.5.) tadellos still. 

 

14.06.2022

Kurzfristig konnten wir einen Termin in der Tierarztpraxis wahrnehmen, um Rüde Tiago zur Nachkontrolle vorzustellen. Seine plötzliche Lahmheit (siehe "was gestern geschah" vom 09.06.) war nur gering besser geworden, was vermutlich an den Schmerzmitteln lag. Leider konnte der Tierarzt immer noch nicht eindeutig herausfinden, wo denn nun letztendlich seine Schmerzen herkommen. Scheinbare Ursache beim Abtasten könnte ein Zehengelenk sein, obwohl auf den Röntgenbildern nichts ersichtlich war. Tiago erhält nun noch weitere Tage Entzündungshemmer und die Röntgenbilder werden noch einmal bis ins kleinste Detail ausgewertet. In 2 Wochen ist Nachkontrolle, falls sich bis dahin nichts anderes ergibt. Der Rüde hielt sich tapfer und wollte sogar von ganz allein in die Transportbox springen. Als wir zurück vorm Tierheimtor waren, trafen wir auf Freunde unseres Tierschutzvereins. Diese hatten einen Balkenmäher organisiert und waren extra aus Dresden angereist, um der fleißig wuchernden Graslandschaft auf den Schafweiden Herr zu werden. Doch weit kamen sie leider nicht. Ob es nun an der Wuchshöhe oder den harten Stängeln lag, oder an beidem, der Balkenmäher versagte jedenfalls schnell den Dienst. Sie mussten also abbrechen und die Messer zum Schärfen wieder einladen. Tiago seinerseits war froh über die Menschen, die nun alle Hände frei hatten, um ihn zu begrüßen.Da er so ein Braver war, lobten ihn unsere Helfer und der kuschelige Rüde bekam ganz viele extra Streicheleinheiten von ihnen. So, dachte er sich wohl, kann ein Ausflug gerne enden.

 

13.06.2022

In unsere Landeshauptstadt Dresden durfte ein weiterer Bewohner unseres Tierheims ziehen. Rüde Smiley bekam nämlich sein Für- Immer- Körbchen bei einer jungen Familie. In der Neustadt, doch abseits des ganzen Trubels und ohne Straßenbahn in unmittelbarer Nähe, passierten wir eine holprige Pflasterstraße. Smiley blieb davon relativ unbeeindruckt und verhielt sich, wie schon die ganze Fahrt über, tapfer und ruhig. Die Anwohner freut die Straßenbeschaffung, denn durch die "Huckelpiste" wie in tiefsten DDR- Zeiten fahren die Autos wenigstens schön langsam. Bis zur Haustür liefen wir noch ein paar Schritte, die Smiley mit Schnuppern und einem ersten Setzen seiner Markierung nutzte. Vorbeifahrende Autos und entgegenkommende Fußgänger waren ihm hingegen einfach egal. Wir wurden an der Tür schon empfangen und bewältigten gemeinsam die erste kleine Hürde. Denn Treppensteigen fand Smiley irgendwie befremdlich. Die Familie hatte sich jedoch schon Strategien überlegt, wie sie Smiley langsam an die Stufen gewöhnen werden. Nun war der Rüde doch ein wenig aufgeregt. Im großen Wohnzimmer auf der anderen Seite der Glastür beäugte schon die Katze den Eindringling. Nachdem sie sich kurz erschrocken versteckte, kam sie doch wieder neugierig an und beobachtete alles sehr genau. Durch die Glastür hindurch konnten sich Hund und Katze schon einmal Hallo sagen. Dann probierte Smiley erst einmal sein eigenes Bett aus. Er schien es gut anzunehmen, hatte jedoch noch zu viel vor, um sich "auf die faule Haut" zu legen. Während wir alles Weitere mit den neuen Leinenführern klärten, spielte und kuschelte Smiley schon mit einem der Kinder. Wir freuen uns für den sanften Rüden, dass er nicht so lange auf sein Glück warten musste.

 

11./12.06.2022

Kurz nach ihrer Schwester Anna durfte auch Katze Kimba in ihr neues Zuhause einziehen. Die dreifarbige Schönheit zeigte sich bei uns verschmust, doch wie wir aus der Anfangszeit in unserer Quarantäne wussten, benötigt sie erst eine geraume Zeit, um sich den Menschen zu öffnen. Deshalb waren sowohl wir als auch die neuen Dosenöffner auch darauf eingestellt, dass sich Kimba erst einmal verkriechen könnte. Und genauso war es dann. Kaum in Dresden in der Wohnung angekommen, öffnete sich die Tür der Transportbox, und Kimba verkroch sich, ganz nah an den Boden gedrückt, zuerst ins nächstgelegene Zimmer und dann Richtung Arbeitszimmer. Die bereits vorhandene Katze (ebenfalls vor Jahren aus unserer Obhut übernommen) schaute, was hier vor sich ging, und machte eine riesige Flaschenbürste. Im Flur begegneten sich die beiden kurz und nahmen einander Reißaus. Immer wieder schlich die "alteingesessene" Miez um die mittlerweile leere Transportbox und entschied dann, sich erst einmal ins Schlafzimmer zurückzuziehen. Kimba witterte ihre Chance, da wir abgelenkt schienen, und erkundete die restliche geräumige Wohnung. So ganz geheuer war es ihr nicht und als wir hinterher schlichen, fanden wir sie halb hinter dem Kühlschrank wieder. Dort war zum Verstecken allerdings nicht wirklich Platz und so war die Stube der nächste Anlaufpunkt. Unter dem Sofa - wo auch die vorige Katze ihren Rückzugsort hatte - machte es sich Kimba gemütlich. Wir sind sicher, dass sie sich beizeiten eingewöhnt und wir schon bald die ersten Fotos erhalten.

 

10.06.2022

Nachdem die Katze Black Mama bei einer Kastrationsaktion hochträchtig aufgegriffen wurde und bei uns Anfang April drei gesunde Kätzchen zur Welt gebracht und aufgezogen hat, wurde sie vor kurzem erfolgreich kastriert. Heute durfte sie in ihr angestammtes Revier auf einem Bauernhof zurückkehren. Der Grundstückseigentümer war dankenswerterweise auch weiterhin bereit sich um die verwilderten und scheuen Katzen auf seinem Grundstück zu kümmern und sie zu versorgen. Nun, da Black Mama kastriert wurde, kann er sich sicher sein, dass es nicht jedes Jahr mehr werden. Wir unterstützen regelmäßig Menschen, die durch Kastration von verwilderten Katzen aktiv Tierleid verhindern. Die scheue Black Mama kann nun wieder frei entscheiden wieviel Menschennähe für sie okay ist, ohne dabei mehrmals im Jahr Jungtiere aufzuziehen und Hunger leiden zu müssen. Für uns ist das eine tolle Erfolgsgeschichte.

 

09.06.2022

Den meisten unserer Lesern wird nicht ganz entgangen sein, dass es aktuell finanziell nicht so gut um das Tierheim und sein fortbestehen bestellt ist. Nichtsdestotrotz müssen unsere Schützlinge einfach optimal medizinisch versorgt werden. Aus diesem Grund war heute wieder die Tierärztin auf Visite. Genau wie das Wetter strahlte in der Katzenquarantäne die kleine Fundkatze Mii der Tierärztin mit ihrer guten Laune entgegen. Sie erhielt ihre erste Impfung. Ebenfalls geimpft wurde die Abgabekatze Flecki, die gegen ihren Augenausfluss drei mal täglich Tropfen verschrieben bekam. Wir baten die Tierärztin die drei schwarzen Kätzchen von Black Mama anzuschauen. Ebenso wie wir stellt sie fest, dass ein Kitten dünn ist, aber noch nicht im kritischen Maße. Abgesehen davon schien das kleine Mädchen aber tipitopi gesund. Wir werden die Lütte einfach noch ein bisschen weiter aufpäppeln und verhätscheln. Ihr Bruder hatte ein Loch auf der Hornhaut, welches zum erstaunen der Tierärztin, total reaktionslos ist. Das bedeutet, er kneift nicht mit dem Auge und es tränt nicht. Vermutlich haben die Kids zu übermütig gerauft und so kam es zu dem Löchlein. Er bekommt nun auch fünf mal täglich Augensalbe, was er uns zum Glück bisher nicht übel nimmt. Da wir bei den Kätzchen fertig waren, ging es mit den Hunden weiter. Uns waren bei Juma ein paar Knubbel aufgefallen, die sich mehr als seltsam anfühlen. Die Tierärztin empfahl uns die Entfernung. Im Anschluss ging es zu Tomis. Die alte Hündin wartet nun schon fast 2 Jahre im Tierheim und wir wollten wissen, ob bei ihr organisch noch alles in Ordnung ist. Also nahm die Tierärztin ihr Blut ab. Nun warten wir gespannt auf das Ergebnis.

Leider war dies nicht der letzte Kontakt mit einem Tierarzt an diesem Tag. Der sonst so freundliche und liebe Tiago schlich ganz wehleidig durch das Gehege und humpelte. Es half nichts, wir sind mit ihm in die Klinik gefahren. Nach der Lahmheitsuntersuchung wurde ein Röntgenbild und ein CT veranlasst. Auf den ersten Blick konnte keine Ursache gefunden werden. Nun warten wir auf das Urteil des Radiologen, der sich das CT morgen anschauen möchte. 

 

08.06.2022

Vier "Mann", vier Ecken- hieß das heutige Tagesmotto. Ein Auto fuhr vor, mit Anhänger. Was es geladen hatte? Haben wir Sie schon neugierig gemacht? Hier des Rätsels Lösung: eine selbstgebaute Hundehütte. Die Familie, welche Hündin Kim aus unserer Obhut aufnahm, baute für eben diese Hündin ein schönes Hundehäusl. Mit dem Ergebnis, dass sie es leider rein gar nicht annehmen wollte. Bevor es nun also ewig ungenutzt herumsteht und der Witterung ausgesetzt wird, kamen sie auf die Idee, uns zu fragen. Wir scherzten schon, dass Kim extra für ihre ehemaligen Tierheimkumpels darauf verzichtet hatte. Da es von der Breite nicht durch die Türen eines der Gehege passte und die schöne Widmung auf dem Hof sowieso am besten zur Geltung kommt, wurde die Hundehütte nun ganz ansehnlich vor der Scheune in einer Linie mit den anderen Häuschen eingereiht. So etwas ist ja schlecht im Beisein der Hundeschar zu händeln, daher stieg die Spannung, wer wann das neue Objekt begutachtet und wie unser Hofrudel es annehmen würde. Von Nele haben wir einen brauchbaren Schnappschuss erhaschen können, was nun gleich zu unserem Foto der Woche avancierte.   

 

07.06.2022

Besorgt stellten wir bei der morgendlichen Fütterung fest, dass eins der Kinder von "black Mama" zwar mit den anderen an den Napf ging, aber nicht fraß. Was war da los? Die kleine Schwarze ist sowieso schon die kleinste und dünnste von allen. Sie ist es auch, die immer laut rufend an der Gittertür steht und heraus möchte. Vermisste sie nach einer Woche etwa auf einmal ihre Mama so dolle? Hatte sie schlecht geschlafen/ geträumt? Wir konnten es uns nicht erklären. Was wir aber machen konnten, war, sie ausgiebiger als sonst zu huscheln. Das Kleine ließ sich von uns in den Arm nehmen, verhielt sich gewohnt neugierig und zutraulich. Auch beim Kotabsatz stellten wir keine Probleme fest. Schien also erstmal kein körperliches Leiden zu sein. Hatte sie über Nacht einfach vergessen, wie man frißt? Sehr ungewöhnlich. Klar machten wir uns viele -teils auch im Nachhinein unsinnig klingende- Gedanken, aber so ist das nun mal, wenn man ratlos und verzweifelt drein schaut. Wir kraulten die Babymiez und stellten ihr verschiedenes Futter für Katzenkinder vor die Nase. Wir mischten es sogar mit Aufzuchtsmilch. Nichts. Sie schnupperte kurz, aber mehr war nicht drin. Zum Glück hatten wir im Schrank noch Aufbautonikum. Also Spritze raus (ohne Kanüle versteht sich) und sie vorsichtig animiert, daran zu lecken. Viel mussten wir nicht dazu tun, das klappte von ganz alleine. Gierig katschte sie auf der Spritze herum und schlang den Saft hinunter. Lecker. Und immer mehr wollte sie. Das weckte wohl wieder ihren Appetit und sie fraß endlich aus dem Napf das Kittenfutter mit etwas Wasser vermischt. Na, geht doch. Wir werden die Kleine in den nächsten Tagen auf alle Fälle weiterhin besonders beobachten und ihr freilich noch von dem leckeren Päppelsaft geben. Keine Frage, wir berichten garantiert von unseren weiteren Beobachtungen.

 

06.06.2022

Da am heutigen Pfingstmontag alles ruhiger anging und keine Öffnungszeit war, dachten wir, wir nutzen die Gunst der Stunde, um Anna in ihr neues Reich zu chauffieren. Am Feiertag kann sich die kleine Familie schließlich auch etwas mehr Zeit einplanen für das Ankommen der sanften Katze. Die Fahrt dauerte auch gar nicht lange, in nur 6 Minuten erreichten wir schon das Ziel. Nur einmal entfleuchte der Miez ein Maunzer, ansonsten war sie wohl noch etwas von unserem Vorhaben überrumpelt und ihr verschlug es die Sprache. Einzig im Treppenhaus ließ Anna noch einen Laut von sich hören, damit die Familie auch wirklich mitbekommt, dass wir nun da sind. Ansonsten blieb sie still, aber nicht panisch. Katze Anna darf sich zunächst im Schlafzimmer zurückziehen. Unter dem Bett hatte ihre neue Familie extra Kisten mit Decken hergerichtet, die Anna jedoch ignorierte. Sie ging langsam und bedacht, ohne ängstlich zu wirken, wie erwartet unter das Bett und setzte sich neben eine der Kisten. Mit ihren großen Augen schaute sie uns fragend an. Ein wenig gutes Zureden und dann gingen wir anstandshalber nebenan ins Wohnzimmer für die Vertragsangelegenheiten. So konnte sich Anna in Ruhe mit ihren neuen Gegebenheiten vertraut machen. Die Kinder waren sichtlich aufgeregt, schon so lange reifte der Wunsch nach einem Stubentiger. Bis der Plan konkretisiert und bis ins Detail durchdacht war, vergingen unzählige Monate. Nun wurde von ihnen weiterhin Geduld abverlangt, die sie jedoch eindeutig bewiesen. Sie schlichen sogar in der Stube, obwohl sie lieber getobt hätten und lugten vorsichtig durch einen Spalt in das Schlafzimmer. Die Katze saß natürlich noch unter dem Bett. So schnell erwartete selbstredend auch keiner, dass sie die Umstellung verarbeiten würde. Anna bekommt alle Zeit, die sie benötigt und hat dann die gesamte Wohnfläche einschließlich Kinderzimmer als Revier, wenn sie möchte.

 

04./05.06.2022

Für unsere Meerschweinböckchen Hapi und Amun war heute der Tag gekommen, dass wir ihre Kastrationsfäden ziehen durften. Es ist schon erstaunlich, wie groß die beiden doch mittlerweile geworden sind. Vor gar nicht allzu langer Zeit haben sie noch locker in die Hand gepasst, nun brauchen wir schon beide Hände zum Hochheben. Das Fädenziehen ging fix und danach konnten wir sie endlich wieder mit Anubis vergesellschaften. Dieser hatte sich bestimmt schon gewundert, dass plötzlich alle anderen verschwunden waren. Nach der einen Hokuspokus- Nacht alleine hat er endlich wieder jemanden zum unterhalten neben sich.

 

03.06.2022

Eine Familie, deren Herz für Tiere schlägt, adoptierte im Herbst 2020 einen Hund aus unserer Einrichtung. Seit dieser Zeit hielten sie Kontakt mit uns und wir erfuhren, dass sie auch schon viele Fundtiere und Notfallpäppler betreuten. Ihr großer Garten bot genug Platz und so entschlossen sie sich dazu, trotz einiger Schwierigkeiten mit Lieferung, Baumaßnahmen vor dem Haus und Wildtierbesuchen im Garten ihr Grundstück meerli- gerecht umzubauen. Mittlerweile besaßen sie noch ein Meerschweinpaar, für welches sie nun Gesellschaft suchten. Ihr neu hergerichtetes Außengelände gestalteten sie so, dass nun maximal 6 Meerschweinchen dort genug Wuselfläche fanden. Das hieß für unsere Meerschweinpopulation, dass 4 von ihnen in ein schönes Zuhause umziehen durften. Die Auserwählten waren die Schwestern Maggie und Meggie, Nachwuchsmädel Isis sowie Fundböckchen Horus. Als wir sie ins Gehege setzten, flitzten sie erst einmal ins hohe Grün unter eine Hecke. Die beiden "alten" Meerlis durften ebenfalls mit dazu. Es gab ein kurzes Gewusel und Geflitze, als sie merkten, dass da noch andere Artgenossen waren. Aber alles verlief gut: schnuppern, zwischendurch Gras fressen, kaum ein Geräusch war von ihnen zu hören und alles blieb friedlich. Es gibt ja auch genügend Raum, dass sie sich sich, wenn gewollt, aus dem Weg gehen können. Abends geht es zum Schlafen in den Innenbereich. Dazu schrieb uns die Familie schon " Unsere beiden waren zuerst drin, Maggie und Meggie unter großen Protest hinterher, Horus ganz verschüchtert und Isis wollte gar nicht ins Bett. Aber ich denke wenn sie den Weg kennen wirds auch Routine." Genau das denken wir auch. Nun warten noch drei Böckchen bei uns auf ihre Chance.

 

02.06.2022

Heute durften wir uns von der schüchternen Katze Sieglinde verabschieden. Nachdem die Miez bei uns ihre Jungtiere erfolgreich großgezogen hat und diese das Tierheim bereits vor geraumer Zeit verlassen konnten, wartete Sieglinde bei uns auf diesen Tag. Und heute war es soweit. Nicht ganz freiwillig verfrachteten wir Sieglinde in die Transportbox. Ihre neue Familie hatten vorher bereits schon einmal eine scheue Katze von uns übernommen. Witzigerweiße versteckte sich Sieglinde im neuen Revier genau an der selbe Stelle, wie einst die vorherige Katze. Viel mehr als dieses kurze wegflitzen haben wir dann auch nicht mehr von ihr gesehen. Sicher wird es dauern, bis Sieglinde alles erkundet hat und sich dann auch entspannt überall bewegen kann. Und wenn es soweit ist warten draußen reichlich Felder und Wiesen zum auskundschaften. Wir freuen uns wirklich sehr für die zurückhaltende wunderschön getigerte Sieglinde!

 

01.06.2022

Pünktlich am Kindertag lernt der Nachwuchs von "black Mama", gänzlich auf eigenen Füßen zu stehen. Immerhin sind sie schon alt genug, fressen seit einer geraumen Zeit selbstständig und erkunden spielerisch die Welt. Mal kommt ein Ball angerollert, mal erklimmen sie forsch den Kratzbaum oder untersuchen genaustens einen leeren Pappkarton. Mutti suchten sie meist nur zum Trösten auf, wenn sie irgendetwas erschreckt oder verunsichert hatte. Daher beschlossen wir, dass es an der Zeit war, ihre Mutti kastrieren zu lassen. Heute nun war der Termin in der Tierarztpraxis. Über Nacht schlief sie bereits extra und nutzte dazu die bereitgestellte Transportbox. Früh hieß es für uns nur, vorsichtig das Türchen zuzumachen und sie ins Auto zu tragen. Sowohl bei der Hinfahrt als auch bei der Abholung war black Mama mucksmäuschenstill. Kurz vor 18 Uhr kam der Anuf, dass die Katze den Eingriff gut überstanden hatte und wieder abgeholt werden durfte.

 

31.05.2022

Ein Mitarbeiter des Hagebaumarkts rief an, dass wir einiges an Futter abholen könnten, was nicht verkauft wurde und sonst leider entsorgt werden würde. Selbstverständlich fuhren wir gleich am Mittag hin. Besonders freute uns, dass auch kleine Tüten Kittenfutter mit dabei waren. 

 

Durch einen Aufruf befreundeter Tierschützer in Polen erfuhren wir von deren Not an Futter, besonders für die vielen Streunerkatzen. Da wir gerade mit Futter recht gut versorgt sind und manche Sorten nicht füttern (da sie leider Zucker enthalten oder es unsere Katzen nicht vertragen), halfen wir selbstverständlich gern aus. Zusätzlich leiteten wir ein paar nicht mehr benötigte Transportboxen weiter. Mit jeder Abgabekatze werden uns meist auch die Transportboxen übergeben, die wir natürlich nicht alle behalten können. Andere, wie eben die Auslandstierschützer, brauchen diese dringender und freuen sich über jedes einzelne Stück. Mit Futternäpfen aus Plaste verhält es sich ähnlich - diese erhalten wir meist ebenfalls mit und benutzen sie kaum. Denn gerade unsere jungen Katzen schieben diese mit viel Freude und einer Leichtigkeit in der Gegend herum und haben schon für so manches Wasserbad gesorgt ;)  Desweiteren gaben wir eine Vielzahl an Ungezieferhalsbändern weiter, die aus einer Sortimentsbereinigung eines Fressnapfmarktes stammten. Die Menge war selbst für uns zuviel und wir gaben diese ebenfalls nach Polen mit. Dort erfüllen sie einen zeitnahen Zweck, Futter und Halsbänder werden an obdachlose Hunde weitergegeben. Da wir wissen, wie es ist, händeringend auf Hilfe angewiesen zu sein, war es für uns keine Frage, dieses soziale Engagement nach unseren Möglichkeiten von Herzen zu unterstützen! (siehe dazu auch unter "Neues")

 

30.05.2022

Von unserer Spendenbox in Bischofswerda brachten uns die lieben Menschen, die sich freiwillig bereit erklärt hatten, sich um die Leerung zu kümmern, wieder verschiedene Dinge von netten Spendern vorbei: Futtersäcke und -dosen sowie Snacks und nicht zu vergessen Futternäpfe und Spielzeug konnten wir für unsere Tiere in Empfang nehmen. Wir sagen herzlich Danke!

 

28./29.05.2022

Am Wochenende verlief alles relativ ruhig und wir gingen den typischen Arbeiten nach, wie Grundstückspflege, Wäsche waschen oder Hunde bürsten. 

Bei der kleinen Hündin "Frau Doktor" besserte sich ihr Kotabsatz wunderbar schnell, dank dem Allergiefutter, so dass sie ab sofort endlich wieder mit Smiley in einem Raum nächtigen durfte.

 

27.05.2022

Am frühen Nachmittag wurde eine Katze in unsere Obhut übergeben. Die Besitzerin der weiß-schwarzen Mieze Flecki war nach längerer Krankheit verstorben. Verwandte kümmerten sich während der vorangegangenen Krankenhausaufenthalte um die Freigängerkatze. Nun verlor Flecki aber gänzlich ihre Heimat. Keine leichte Situation für die gerade einmal drei Jahre alte Katze. Uns wurde berichtet, dass Flecki in ihrem jungen Leben bereits einmal Babys hatte, weil man dachte es sei ein Kater. Weiterhin erfuhren wir, dass Flecki wohl erst einmal schüchtern gegenüber Fremden ist, aber sobald sie mit jemandem warm geworden ist wäre sie sehr verschmust. Wir werden uns die größte Mühe geben, dass sie ihre Angst bald hinter sich lassen kann und ein neues liebevolles Zuhause findet.

 

26.05.2022

An Christi Himmelfahrt begingen die Herren der Schöpfung auch dieses Jahr wieder gemeinsam in großen Gruppen diesen Feiertag. Von allen Seiten drang Musik, Gelächter und Gesang zum Tierheim, und absolut jedem sei dieser Spaß gegönnt. Nicht so gnädig waren die Männergruppen jedoch mit unseren Schützlingen, als in aller Regelmäßigkeit Böller um Böller gezündet wurde. Immer wieder mussten wir die Hunde beruhigen, ihnen vermitteln das alles in Ordnung sei und es kein Grund zur Panik gäbe. So schafften wir leider wieder weniger als wir uns an diesem Feiertag vorgenommen hatten.

 

25.05.2022

Da für die reguläre Tierarztvisite keine dringenden Fälle anlagen, verlegten wir die Sprechstunde kurzerhand in die Praxis. Wir hatten nur drei Patienten. Es fuhren mit uns die beiden Meerschweinböckchen Amun und Hapi zum Tierarzt. Sie waren nun groß genug, um kastriert zu werden. Dritte im Bunde war Katze Kimba. Seit ihrer Kastration hatte sie abgenommen, fraß jedoch gut, so dass wir erst einmal keinen triftigen gesundheitlichen Notfall sahen. Es war nicht die erste Katze, die nach der Kastration an Gewicht verlor. Da sie nun Interessenten für sich gewinnen konnte, wollten wir dennoch auf Nummer sicher gehen, dass alles in Ordnung ist bei der hübschen lieben Kimba. Deshalb durfte sie mitfahren, um bei der Tierärztin etwas Blut zu geben. Während der Fahrt maunzte sie. Eigentlich geben die Samtpfötchen etwas Ruhe, wenn man sie anschaut und mit ihnen redet. Nicht so Kimba. Ihr Maunzen wurde umso lauter, je mehr wir uns ihr zuwandten. Für die Heimfahrt platzierten wir sie daher auf der Rückbank, wo sie etwas ungestörter sein konnte. Und tatsächlich half das. In den nächsten Tagen erwarten wir dann voller Spannung die Blutergebnisse. 

 

24.05.2022

Mit einer traurigen Nachricht melden wir uns heute: Hündin Daria wurde wieder abgegeben. Die Besitzer, welche die Hündin im Juli 2021 von uns adoptierten, riefen an, dass Daria fremde Personen zu fassen sucht, erst wurde "nur" ein Mantel in Mitleidenschaft gezogen, nun schnappte sie schon nach einem der Hausbewohner. Auf unseren Rat bezüglich eines empfehlenswerten Hundetrainers antwortete der Mann, dass er schon 3 Versuche bei verschiedenen Hundetrainern unternommen hätte, leider ohne Erfolg. Besonders die Frau könne Daria in schwierigen Situationen schlecht halten und sie hätten Angst, dass eventuell noch Schlimmeres passieren könnte. Da Daria inzwischen auch wehrhaft reagiert, wenn sie ins Auto steigen soll, sagten wir selbstverständlich zu und holten das Hundemädel persönlich ab. Es gehört eben zu unserem Grundprinzip, dass wir weder Tierhalter noch Tiere im Stich lassen. Selbst in so einer verzweifelten Situation halten wir zu unseren Schützlingen und nehmen sie auf alle Fälle wieder in unsere Obhut. Nach einem kurzen Zögern, das Fragezeichen stand Daria regelrecht ins Gesicht geschrieben, erkannte sie unseren Tierpfleger und war vor Freude ganz aus dem Häuschen. Nur beim Einsteigen ins Auto war sie, wie angekündigt, etwas zickig und musste bisschen überredet werden. Zurück im Tierheim erinnerte sie sich auch an unsere anderen Mitarbeiter und war zu allen freundlich. Die vorigen Besitzer meinten, Zuhause gab es nie Probleme, dort ohne fremde Eindrücke war sie stets zum Schmusen aufgelegt. Nur draußen waren ihr manche Menschen und Situationen suspekt. Als wir losfuhren, kamen einige Nachbarn herbei oder schauten aus den Fenstern und trauerten mit, denn die meisten hatten Daria als liebe Hündin kennengelernt. Das war schon eine komische bedrückende Stimmung.

 

23.05.2022

Hündin Finna durfte uns heute "Adieu" sagen. Fast von allein sprang die junge Rumänin ins Auto, aber eben nur fast. Im Eifer verfehlte sie tatsächlich knapp den Einstieg, doch wir konnten sie noch rechtzeitig abstützen. Während der Fahrt blieb sie ruhig, auch der Stau auf der Autobahn bzw. der daraus resultierende Umweg machte ihr nichts aus. Vom Parkplatz bis zum Wohnhaus war es nur ein kleines Stück, welches die Wuscheline aber aufgeweckt schnuppernd mitlief. Der Weg ins Haus und die Treppen hoch waren absolut kein Problem für Finna, im Nu war sie (schneller noch als wir) oben. Die Fenster im Treppenhaus zum Hof hin betrachte sie voller Spannung und Spaß, sie schien regelrecht Gefallen daran zu finden, aus jeder Etage von weiter oben hinunterzusehen. An der Wohnungstür erkannte sie Herrchen sofort wieder und freute sich. Drinnen sprang sie erst einmal auf den Tisch, als ob es das normalste der Welt wäre ;) Sie wollte eben ihre Energie zeigen, verstand aber schnell anhand Herrchens Mimik und Gestik, dass es nicht erwünscht war. Sie ist eben schlau und gelehrig. Obgleich Finna bei den vielen neuen Geräuschen zwischendurch ein wenig irritiert aufhorchte, kam sie schließlich- es war ja Mittagszeit - zur Ruhe. Nur als wir uns verabschiedeten, sprang sie auch auf und dachte wohl, sie muss wieder mit. Herrchen passt gut auf sie auf, hat sich im Vorfeld schon viele Gedanken gemacht und wird die erste Zeit bei Schlummerlicht mit ihr im Wohnzimmer übernachten. Später werden sie gemeinsam eine Hundeschule besuchen. Aber erst einmal darf Finna selbstverständlich in aller Ruhe ankommen.

 

21./22.05.2022

Am Wochenende nahmen wir erneut eine Rudelzusammenführung vor. Der Abgaberüde Jarvis durfte zu Juma und Tiago ins Gehege ziehen. Er zeigte sich nicht nur hoch erfreut und in Spiellaune, sondern glänzte auch mit einem tadellosen Sozialverhalten.

Da auch Akim wieder gesundheitlich genesen war, jedoch die Spannung zwischen ihm und Kupidon seit dem Beißvorfall weiterhin am Knistern war, siedelten wir Kupidon ebenfalls ins obere Rudel zu Tiago und seinen Mitbewohnern um. Kupidon motzte erst einmal ein bißchen, reagierte jedoch auf unsere Ansprache und sah ein, dass es besser wäre fürs zukünftige Zusammenleben, sich zu benehmen. Nachdem sich alle kennengelernt hatten und die erste Aufregung verflogen war, nahmen die 5 Hunde alle irgendwo einen Platz ein und dösten friedlich vor sich hin.   

 

20.05.2022

Die "rumänische Roulade" Nada darf nun mit in unserem Besucherrudel auf dem Hof laufen. Temperament, Alter und ihr tadelloses Sozialverhalten sprachen für diese Entscheidung. Nur Nada war erstmal nicht begeistert und wollte nicht "mit den Nachbarskindern spielen". Ein bisschen taute sie dann doch auf, als Paul freundlich zu ihr ging und sich vorstellte. Uns erschien dieses Duo so passend, dass sich die beiden nun auch erstmal den Schlafplatz teilen. Den anderen neugierigen Wuffels gegenüber war sie freundlich aber distanziert. Na sie wird sich wohl schon noch gut eingewöhnen und die Vorzüge genießen lernen.

 

19.05.2022

Am heutigen Nachmittag hatte die kleine Hündin Frau Doktor einen Termin in der Tierklinik. Da sich bei ihrem Darmproblem mit all unseren Mitteln bisher keine Besserung einstellte, wollten wir mit genauerer Diagnostik herausbekommen wie wir der kleinen lieben Hündin helfen können. Wir bemerkten schnell, dass der kleinen Hündin das laufen an der Leine fremd war. Vorallem auf unbekanntem Terrain wollte sie keinen Fuß vor den anderen setzten. Praktischerweiße hat sie eine handliche Größe und ließ sich einfach von A nach B tragen. Im Wartezimmer wurde die kleinen Hündin für ihre Seelenruhe bestaunt und auch der Tierarzt stellte beim abhören fest, dass Frau Doktor einen tiefenentspannten Puls und Herzschlag hat. Das Gute zuerst: im Verdauungstrakt sieht sowohl im Röntgen und im Ultraschall alles vollkommen normal aus. In Absprache mit dem Tierarzt soll die kleine Lady ab jetzt ein hypoallergenes Futter anstelle des gastrointestinalem Futter bekommen und wir warten die Ergebnisse des speziellen Blutbild von Frau Doktor ab.

In Zuge dessen haben wir auch über die Befunde von Glorys CT gesprochen. Der Radiologe konnte sicher zwei Metastasen finden, zwei weitere Auffälligkeiten die entweder auch Metastasen oder gutartige Tumore sind. Außerdem war eine Läsion der Leber zu sehen und die Nebenniere ist vergrößert. Sehr ernüchternd, aber wenigstens haben wir nun Klarheit.

 

18.05.2022

Nachdem der ehemalige Schweineauslauf für unsere Hühner ausbruchsicher auf Vordermann gebracht wurde, dürfen diese nun jene saftige Grünfläche für sich mitnutzen. Voller Neugier und Freude marschierten die Hühner hintereinander auf die Wiesen. Mit unserem aktuellen Foto der Woche wollen wir Sie liebend gern daran teilhaben lassen.

 

17.05.2022

Das Glück bei der Meerschweinchen-Vermittlung hält weiter an. Heute fand Muggie den Weg nach Dresden, um eine kleine Meerli- Truppe zu komplettieren. Da die Autobahn wieder einmal verstopft war, musste unser treues Wägelchen einen Umweg über die Landstraße nehmen. Von alledem bekam Meerschweindame Muggie jedoch nichts mit. Sie hatte sich in ihrer Transportbox ganz tief ins Heu eingehüllt. Die Vermittlung vor Ort verlief angenehm ruhig und friedlich. Das dominante Böckchen nahm gleich Witterung auf und kam das Rosettenmädchen beschnuppern. Beide verstanden sich sofort. Die anderen beiden Meerschweinchen hielten sich lieber versteckt und beobachteten das Ganze aus der Ferne. "Der Chef macht das schon", schienen sie zu denken, "wenn er sein OK gibt, ist alles gut". Muggie schaute sich nun ihr neues Revier an. Tagsüber darf sie draußen umherflitzen und abends geht es dann -vor Wildtieren gesichert - ins Haus. Während wir vor Ort waren, zeigte sie sich interessiert und legte sich entspannt in den Schatten eines Baumes. Sie wollte uns wohl damit überzeugen, sie dort zu lassen. Perfekt! Deinem Wunsch kommen wir gerne nach, liebe Muggie, und wir freuen uns, dass du nun deine kleine Familien"bande" gefunden hast.

 

16.05.2022

Und wieder hat sich eines unserer Meerlis auf den Weg in Richtung neue Heimat gemacht. Diesmal war Osiris der Auserwählte. In seinem neuen Gehege leistet er einer einsam gewordenen Meerlidame nun Gesellschaft. Schon beim Besuch im Tierheim stellte Osiris neue Familie fest, dass der kastrierte Bock noch schöner ist, als auf den Fotos. Das wollte er bei der Vermittlung aber noch etwas geheimhalten und versteckte sich erstmal. Es dauerte eine Weile ehe er das Gehege erkundet hat und dann den Weg durch eine lange Röhre auf die saftige Wiese fand. Der junge Mann ist eben doch klüger als gedacht. Seine neue Freundin blieb derweile vollkommen entspannt, was sich sicher auf positiv auf Osiris auswirkte. Wirklich eine gelungene Vermittlung.

 

14./15.05.2022

Gleich fünf unserer Quarantänekatzen konnten in unser großes Katzenhaus umziehen. Die beiden LPG-Katzen Arla und Milka, sowie die Abgabekatzen Anna und Kimba haben sich erstmal verdünnisiert. Lediglich Musja schritt wie eine Königin über ihre neuen Länderein unter anhaltendem miauen und reichlich Streicheleinheiten. Und dann erblickte sie Josef, der völlig in sich ruhend im Außenbereich vor der Scheibe sahs. Oh wie bitterböse Musja da geknurrt hat und schwupp war sie auch weg. Von Engelszungen verführt traute sich Kimba dann doch aus ihrem Versteck und schlich auf leisen Sohlen durch die unbekannte Umgebung. Jeder Schritt von Kimba war mit einem knurren von Musja untermalt, die derweile bockig hinter dem Sessel lag. Kimba ließ sich schon streicheln aber begann bei jedem Geräusch am ganzen Körper zu schlottern. Wir hoffen, dass sich die Lage in ein paar Tagen etwas entspannt hat.

 

13.05.2022

Gleich drei Termine hatten wir heute in der Klinik: Smileys Hüfte sollte geröntgt werden, Glory musste ins CT und Ileana sollte die Augenhöhle ausgeschabt und die Lider vernäht werden. Im handumdrehen waren die Tiere verladen und das Auto auf dem Weg. Bei der Voruntersuchung konnte sich der Tierarzt und die Schwestern von der Friedfertigkeit von Glory und Smiley überzeugen. Ileana kannten sie ja bereits von einem vorangegangenen Besuch. Wir vereinbarten, dass sich die Praxis meldet, wenn die Drei abholbereit sind. Der Anruf kam, doch mit einer niederschmetternden Nachricht. Die Operation von Ileana war gut verlaufen, die Wunde hatte nicht viel geblutet und es gab keine Komplikationen. Kurz nach Beendigung der chirurgischen Arbeit erlitt Ileana einen Herzstillstand. Reanimationsversuche schlugen fehl. Ileana war über die Regenbogenbrücke gegangen. Wir waren wie gelähmt als wir diese Nachricht hörten, sodass wir gar nicht richtig erfassen konnten was bei Glory und Smiley rauskam. Erst als wir uns gesammelt hatten konnten wir losfahren, um unsere beiden Seniorenhunde abzuholen. Es tut so unfassbar weh das Ileana nicht mehr bei uns ist. Kaum waren wir wieder im Tierheim angekommen meldete sich telefonisch eine Firma aus dem nahegelegenen Gewerbegebiet. Dort sei eine kleine Katze aufgetaucht die unsere Hilfe benötigt. Ein paar Telefonate mit unterschiedlichen Personen und widersprüchlichen Informationen später brachte man uns einen Pappkarton in dem die kleine Miez hungrig krähte. Rasch nahmen wir sie in unsere Obhut. Obwohl sie noch so jung und klein ist, hat sie zum überleben schon alles wichtige lernen müssen. Zum Beispiel waren wir ihr nicht schnell genug mit der Zubereitung des Nassfutters, da hat sie vor lauter Hunger schonmal am angebotenen Baby-Trockenfutter genascht. Kittenaufzuchtsmilch verweigerte sie, genau wie Nassfutter gemischt mit Aufzuchtsmilch. Außerdem geht sie bereits selbstständig auf die Katzentoilette. Im Käfig nebenan lassen sich die drei Kids von Black-Mama immernoch von vorn bis hinten bedienen, obwohl sie bestimmt 2 Wochen älter sind. Die kleine Miez ist wirklich unglaublich tapfer.

 

12.05.2022

Unter dem süßen Duft des blühenden Flieders fand die dieswöchige Tierarztvisite statt. Freundlich miauend Empfing Musja die Tierärztin. Bei der Untersuchung fremdelte sie dann doch ein bisschen, blieb aber gelassen. Rasch durfte sie nach ihrer zweite Impfung wieder in die gewohnte Box, wo sie sich erst einmal ausgiebig putzen musste. Weiter ging es mit der Untersuchung und Impfung der beiden ehemaligen LPG-Katzen Arla und Milka. Die jungen Katzen stecken voller Energie und haben der Tierärztin gleich gezeigt wie schön sie ihr Inventar nach ihren eigenen Vorstellungen umsortieren können. Geimpft wurden sie trotzdem und auch die Kastrationsnaht war schön abgeheilt. Dasselbe galt auch für Kimba und Anna. Bei ihnen war das ziehen der Fäden mit einigen schwierigkeiten verbunden, aber mittlerweile war alles prima verheilt. Super! Wenn alle die Impfung gut vertragen dürfen sie in den nächsten Tagen in unsere Katzenvermittlungshäuser umziehen. Auch die Nahtfistel bei Nele und ihre Ohrenentzündung gehören dank der intensiven Pflege der Vergangenheit an. Rüde Javis fiel uns auf, dass er kein rundes Gangbild hat. Bei der Lahmheitsuntersuchung knackte die linke Hüfte laut und er hielt sehr dagegen. Die Tierärztin erklärte, dass könne manchmal passieren wenn der Hund eine vegrößerte Prostata hat und diese ungünstig irgendwo drückt. Da die Kastration erst ein paar Wochen her ist, kann es durchaus sein, dass sich die Prostata noch nicht ausreichend zurückgebildet hat. Wir warten also noch ein paar Wochen ab, ob sich etwas an seinem Gangbild verbessert.

 

11.05.2022

Für heute war ein etwas anderer Besuch angekündigt. Aus der evangelischen Grundschule Frankenthal waren die Mitglieder der "AG Gelddektive" auf der Spur des Geldes. Sie hatten in Handarbeit selbst Schokocrossies hergestellt und diese bei einem Basar verkauft. Ganze 55€ sind zusammengekommen! Und dieser Erlös sollte einem guten Zweck zugeführt werden. Dass diese Spende im Tierheim gut angelegt ist, davon konnten sich die sieben Kinder aka Gelddetektive und ihre Begleitpersonen live überzeugen. Strahlende Augen funkelten uns bei den Meerschweinchen entgegen, der ein oder andere durfte bei unseren Katzen auf Tuchfühlung gehen und die liebe Labbi-Hündin Emmelie ließ sich gern streicheln und mit Leckerlie verwöhnen. Was für ein erfolgreicher und spannender Nachmittag für alle beteiligten.

 

10.05.2022

Das Wetter war perfekt, die Reste vom Maifeuer beräumt und genügend helfende Hände vor Ort. Heute war der Tag an dem unsere fünf Schäfchen auf ihre Sommerweide durften. Nachdem sie bereits von ihrer prächtigen Wolle befreit, und die Klauen in Form gebracht wurden, lugten die Wolltiere schon ganz sehnsüchtig der Sonne entgegen. Mit ein wenig Vorbereitung verbarrikadierten wir die Schlupflöcher auf dem Weg zur Weide, doch die kleine Herde lief wie aufgefädelt nach draußen auf die Wiese. Rasch waren noch Stroh und Wasser herbei geschafft, was die Schafe schon gar nicht mehr mitbekamen, da sie sich im leckersten Gras wiederfanden und mit leuchtenden Augen weideten.

 

09.05.2022

Nachdem sich die Verdauungsprobleme von den beiden Hunden Frau Doktor und Smiley nicht besserten, haben wir in den vergangen Tagen eine Sammelkotprobe zusammengetragen und heute beim Tierarzt abgegeben. Nun sind wir gespannt was die genauere Untersuchung ergibt und wie wir den beiden Hündchen helfen können. Vom Verhalten her merkt man den ehemaligen Rumänen nichts an, sie verspachteln artig ihr Diätfutter, sind fröhlich und munter. Aber irgendeine Ursache muss es ja geben und wir möchten ja nur, dass die beiden rasch gesund werden und dann ein liebevolles Zuhause finden können.

 

07./08.05.2022

Die Wunden von Akims Bissverletzung pflegen wir täglich und mittlerweile hat sich der agile Rüde an die Prozedur gewöhnt und hält brav still. Leider sieht es noch nicht zufriedenstellend aus, so dass er weiterhin einen Schonplatz bekommt und seinen Halskragen auch noch auf behalten muss.

Pünktlich zum Muttertag haben wir Mutterkatze "black Mama", die übrigens manchmal ganz zaghaft Leckerlies aus unseren Fingern nimmt, auf "Mother & Babycat"- Trockenfutter umgestellt. Noch recht unbeholfen tapsen die 3 kleinen schwarzen Babys im Käfig umher und scharren schon mal im Katzenklo. Lange wird es also nicht mehr dauern, bis sie mitfressen und schließlich selbständig werden. Mann-o-mann, wie doch die Zeit vergeht.

 

06.05.2022

Nachdem Tiago sich von der Entfernung des Lidrandtumors und der Zahnreinigung gut erholt hatte, durfte er heute wieder zu seinen Kumpelinen ins Rudel ziehen. Alle freuten sich sehr ihn wieder zusehen und er freute sich ebenso zurück. Es war wirklich possierlich wie Juma und Finna den Rüden umschwärmten und immer wieder Spielaufforderungen zeigten, wie Hera schüchtern aber interessiert ihre Aufwartung machte und Nada erstmal gar nicht verstanden hat das Tiago wieder da ist. Als sie es dann realisierte machte sie sich zügig auf den Weg um Hallo zu sagen. Bellend lief sie in ihrem langsamen Tempo hinter ihm her als wollte sie sagen "Heee, warte, nicht so schnell, gleich bin ich da". Bereits nach 10 Minuten war die größte Aufregung dann verflogen und gemeinsames Dösen in der Sonne war angesagt. 

 

05.05.2022

Sage und schreibe 3 Minuten dauerte die heutige Vermittlungsfahrt. Wäre es ein Hund gewesen, hätte man das Stückchen auch laufen können. Aber mit einem Meerschwein? Wohl kaum.
Als wir die Wohnung betraten, konnten wir im Vorbeigehen schon das schöne Gehege bewundern, wo unser Böckchen "Re" zukünftig rumwuseln darf. Flugs ging es aber weiter ins Nebenzimmer, wo Re's neue Besitzer schon ein extra neutrales Terrain vorbereitet hatten. Re durfte sich als erster umschauen, was er aber so gut wie gar nicht tat. Nacheinander wurden die beiden bereits vorhandenen Meerschweinmädels dazu gesetzt. Frisches Gras in die Mitte und nun macht Mal.. Von wegen. Jeder verschwand in einem der Häuschen und es rührte sich eine Weile überhaupt nichts. Das ältere Meerschweinchen war die einzige, die dann gemütlich Gras verputzte. Lili saß im Haus gegenüber von Re und starrte ihn an. Sie, die eigentlich die scheuere war, nahm dann doch zuerst Kontakt auf. Dann rannte sie aber wieder weg und überließ das Feld der älteren Dame. Es sah ihr absolut ähnlich, sagten die Besitzer, erst anstacheln und dann einem Rückzieher machen. Da der ehemalige Meerschweinbock leider unerwartet starb, entwickelte sich zwischen den Mädels hin und wieder Zickenkrieg. Diesen sollte nun Re wieder schlichten und als Oberhaupt seines Harems seine Damen zu Harmonie untereinander erziehen. Dazu müsste er sie nur erst einmal kennenlernen. Ein wenig jagen, schnuppern und muiken war alles, was sie uns boten. Daher beschlossen wir, sie ein wenig ungestörter fühlen zu lassen und kümmerten uns nebenan um den Schutzvertrag mit allem drum und dran. Ein kurzes Quieken später und der darauf folgenden Stille, kam die Entwarnung: der Sohn hatte alles weiter beobachtet und fieberte voller Spannung mit. Kaum zu glauben, aber nach fast einer Stunde kam die ältere der beiden Meerli- Damen, Lina, auf Kuschelkurs zu Re ins Häusl. Nun muss nur noch die zweite Dame ihrem neuen männlichen Mitbewohner ihr Vertrauen schenken. 

 

04.05.2022

 Die Babys von black Mama entwickeln sich wirklich gut und fangen langsam an mit Krabbeln. Eines der drei hat jedoch morgens immer ein verklebtes Auge, welches wir vorsichtig abtupfen müssen. Wirklich hilfreich dabei ist, dass Mama uns das Versorgen ihrer Kleinen so tadellos gewähren lässt, obwohl wir ja in ihre "Privatsphäre" eindringen, was ihr eigentlich Unbehagen bereitet. 

Außerdem, wie jedes Jahr, sammelten wir wieder frisches Gras von unseren umliegenden Wiesen ein, um unsere Schafe und Nager langsam daran zu gewöhnen. Die Meerlies freuten sich dolle und quiekten, das saftige Stück Natur schmeckt ihnen sehr. Wir freuten uns ebenfalls, denn es entlastet natürlich auch unseren Geldbeutel. Wir sind nun nicht mehr nur auf das Grünfutter der Einkaufsmärkte angewiesen.

 

03.05.2022

 Heute waren die Katzenmädels Anna und Kimba an der Reihe mit Kastrationsfäden ziehen. Unser gestriges Bestreben blieb leider nur ein Versuch, da sich Kimba sträubte und wir in der Hälfte abbrechen mussten. Die Katzen haben wir danach mit Engelszungen bezirzt und ganz doll mit Leckerlis bestochen und für den restlichen Tag in Ruhe gelassen. Wir dachten uns, sollen sie ruhig noch einmal eine Nacht darüber schlafen. Neuer Tag, neues Glück. Und siehe da, heute waren die Miezen umgänglicher und alle Fäden konnten im Nu gezogen werden. Es ist eben besser, nicht stur alles nach Plan durchzuziehen, sondern besonnen und geduldig zu handeln. Insbesondere im Umgang mit Tieren ist, wie jeder wissen sollte, Feinfühligkeit gefragt. Anna und Kimba haben danach für ihre prima Kooperation selbstverständlich noch einen kleinen Snack von uns erhalten.

 

02.05.2022

 Wer unsere Homepage verfolgt, konnte bei Gina schon seit einer Weile "hat Interessenten" lesen. Wann kommt denn endlich das I-Tüpfelchen, wann ist ihr ersehnter Umzug? Na genau heute. Etwa zwei Stunden Fahrt waren angesagt, doch Gina blieb ruhig. Sie ist so ein braves Mädchen. In ihrem neuen Zuhause im Leipziger Umland angekommen, war Gina dann tatsächlich tapferer als wir es von ihr erwartet hätten. Sie stieg geruhsam aus der Box aus, folgte gut an der Leine. Nur bei den Treppen zur Haustür war es mit ihrem Mut vorbei. Das wird also eine schrittweise Übungsaufgabe für die nächsten Tage oder Wochen werden. Für heute nahmen wir den entspannten Umweg über den Garten zur Terassentür. Gina reagierte trotz allem Neuen weder schreckhaft noch verängstigt. Nacheinander begrüßten erst die Kinder und dann die Katzen den Neuankömmling. Mario sagte aus, dass er ernsthaft noch nie bei einer Vermittlung dermaßen entspannte Katzen erlebt hat. Gina wurde beschnuppert und friedlich in ihrem Kreis aufgenommen. Dieses gelassene Verhalten der Katzen war Gina eine sehr gute Hilfe in dieser neuen Situation. Während wir den schriftlichen Teil klärten, nutzte die junge Hündin die Zeit schon für einen ersten Rundumblick in der Wohnung. Sie traute sich noch nicht allzu weit weg von Mario, doch Neugier war definitiv vorhanden. Zwischendurch fielen die Äuglein schon kurz zu und Gina döste - wenn auch nur kurz - neben uns. Fragen hatte die Familie so gut wie keine mehr, denn alles war sehr gut durchdacht und gedanklich vorbereitet. Auch ein Rückzuzgsort, wo die Kinder nicht hin können, hatten sie extra für Gina eingerichtet. Vermutlich wird die Hündin die nächste Zeit erst einmal in der unteren Etage bleiben. Das ist allen bewusst. Sie haben jedenfalls die nötige Geduld, Verständnis und Feinfühligkeit, um sich auf Gina einzustellen und mit ihr die Welt in kleinen Schritten zu erkunden.

 

30.04./01.05.2022

 Durch die Stürme im vergangenen Herbst/ Winter haben wir unzähliges Geäst angesammelt, das nun pünktlich zum Hexenfeuer verbrannt werden konnte. Wir wissen, dass sich unter den Holzhaufen Tiere einnisten könnten und geben daher bei jeder Vermittlung auch unseren Feuerflyer mit. Hoffen wir von Herzen, dass mittlerweile jeder Bescheid weiß und gewissenhaft dafür Sorge trägt, dass kein Tier wegen menschlichem Brauchtum und Freude leiden muss! 

Außerdem konnten heute die Kastrationsfäden bei Arla und Milka sowie bei Rüde Jarvis gezogen werden. Dieser war froh, dass er endlich seinen Halskragen abstreifen durfte. Nun kann er auch wieder richtig mit dem Tau spielen.

 

29.04.2022

 Irgendwie war heute der Wurm drin. Bei der Kontrolle von Neles Nahtfistel stellten wir fest, dass diese leicht geöffnet war und nässte. Gerade in der Bauchfalte eine unangenehme Sache. Die hübsche Hündin, die mittlerweile schon wie ein Profi mit dem Halskragen umgeht, ließ sich diesen anstandslos überstreifen und artig den Bauch waschen. Das Zimmer, in dem sie und Emmelie schlafen, wurde mit Bettlaken ausgelegt, damit nicht so viele Fusseln an die Wunde kommen.

Später an diesem Tag hatte Akim Kupidon offenbar einmal zu viel geärgert und dieser bot ihm Paroli. Zum Leidwesen von Akim, der eine klaffende Wunde am Vorderbein hatte. Zum Glück musste die Wunde nicht genäht werden, dennoch waren wir froh, so kurzfristig einen Termin beim Tierarzt bekommen zu haben. Akim bekam Antibiose und tägliches Reinigen der Wunde verschrieben. Und leider auch einen Halskragen als Leckschutz. Letzteres war wohl die größte Strafe für Akim, der beinahe in Selbstmitleid zerflossen wäre. Hoffentlich lernt er seine Lektion für die Zukunft.

Am Abend folgte dann der nächste Schreck. Überall im Gehege von Omega, Rufus und Glory war Blut. Eine Rauferei war aber nicht zu hören gewesen. Quelle der Blutung war Omegas Ohr. Irgendwie muss der Rüde ganz blöd mit dem Loch der alten Ohrmarke hängen geblieben sein und dies war nun eingerissen. Zum Glück ließ uns Omega alles artig abtupfen und hielt für seine Verhältnisse auch prima still. Im Grunde genommen sah alles schlimmer aus als es war, aber dennoch waren wir erst einmal total erschrocken.

 

28.04.2022

 Es zeichnete sich bereits seit einiger Zeit ab, dass die Schafomi Leonie nicht mehr so fit wie gewöhnlich war. Immer öfter haben wir ihr beim aufstehen helfen müssen, haben ihr Futter und Wasser direkt vor die Nase gestellt. Als wir am heutigen morgen das Tierheim betraten war Leonie für immer eingeschlafen. Im Kreise ihrer Artgenossen, in gewohnter Umgebung ist sie friedlich von uns gegangen. Wir sind dankbar, dass wir sie die letzten Jahre begleiten durften. Nun nehmen wir Abschied von Leonie und werden noch oft an sie denken. Ruhe in Frieden.

 

27.04.2022

Die Sonne schien so herrlich, als die Tierärztin zur Visite ins Tierheim kam. Als erstes wurde die rumänische Mieze Ileana unter die Lupe genommen. Ob angeboren oder durch eine Krankheit verusachte, die Katze hat keine Augäpfel mehr. Aus diesem Grund haben sich beidseitig Ober- und Unterlid eingerollt und die Tränenflüssigkeit verklebt das Fell um das Auge. Außerdem hat sie einen kleinen Nabelbruch an der Kastrationsnarbe und eine Zahnfleischentzündung.  Weiter ging es mit den beiden neuen Hündchen. Die Tierärztin freute sich mit Frau Doktor eine Kollegin kennenzulernen. ;-) Beim "Sehtest" wies die kleine Hündin keine nennenswerte Reaktion der Pupillen auf. Auch die Reaktion auf Lichteinfall war nur minimal. Da die Augen aber äußerlich vollkommen intakt sind vermuten wir(aufgrund der Narben), dass die Hündin in Rumänien in den Kopf gebissen wurde und dabei der Sehnerv beschädigt wurde. Wegen ihrer anhaltenden Verdauungsprobleme bekommt sie jetzt Diätfutter und Antibiotika, genau wie ihr Zimmergenosse Smiley. Der Rüde hat eine schmerzhafte Hüfte und ein steifes linkes Bein. Um die Ursache zu ergründen, wird ein Röntgenbild unerlässlich sein. Die "rumänische Roulade" Nada bekam ebenso Antibiotika verordnet. Seit ihrer Zahnsanierung litt sie an Husten. Auch pflanzlicher Schleimlöser verschaffte nur minimale Linderung, daher werden wir ihr nun schulmedizinisch helfen müssen. Die hübsche Merry musste der Tierärztin einmal ihr strahlendes Lächeln zeigen. Sie hatte sich einen Zahn abgebrochen, aber da sie keine Schmerzen zeigte und der Zahn auch sonst keine Probleme zu verursachen schien, belassen wir es dabei. Auch Labbidame Nele musste sich der Tierärztin präsentieren. Nach ihrer Kastration entwickelte sie eine Fistel an der Naht. Außerdem war ihren Ohrenentzündung zurückgekehrt, weshalb sie nun wieder Ohrentropfen bekommen muss. Wir werden ihr Futter auf ein anderes hypoallergenes Futter umstellen. Bei all den Baustellen müsste man denken, dass Nele nur vor sich hinleidet aber sie ist so voller positiver Lebensenergie, dass man als Mensch nur den Hut ziehen kann.

 

26.04.2022

Teil eins unserer heutigen Aktivitäten bestand darin, mit dem Rüden Tiago in der Autotransportbox zum Tierarzt zu fahren. Er war heute zur Zahnsanierung vorstellig und seine Umfangsvermehrung am linken Augenlid wurde entfernt. 

Danach fuhren wir erneut auf Vermittlungstour. Das heutige Ziel war zwar nur 5 Minuten von uns entfernt, aber dafür waren wir gleich bei der Vergesellschaftung mit anwesend. Schließlich wollten wir sicher gehen, dass der Neuankömmling akzeptiert werden würde. Die Neue, die integriert wurde, war Meerli- Dame Hathor. Die Interessenten mussten sich etwas in Geduld üben, da Hathor ja ersteinmal ihre plötzliche Mutterrolle übernehmen musste. Nachdem sie ihre Babys erfolgreich großgezogen hatte und diese zu ebenso selbstbewussten, offenen kleinen Wusels heranwuchsen, stand Hathors Umzug nichts mehr im Wege. Es wurde extra eine kleine, neutrale Ecke in der Stube eingerichtet, wo Hathor ihre neuen WG-Mitglieder, bestehend aus 2 Mädels und einem Bock, kennenlernen durfte. Und es passierte...nichts. Hathor war die einzige, die umherstreifte, gluckernd die Gegend erkundete und kurz die anderen wahrnahm. Diese versteckten sich lieber und warteten ab. Selbst frischer Salat lockte zunächst nur die quiekend bettelnde Hathor an. Als sie genüsslich vor sich hin schmatzte, kam endlich Rosi heraus, anscheinend der Boss der Truppe, um nachzusehen, wer da diese Geräusche von sich gab. Sie beschnupperte Hathor allerdings nur, es folgte ein kurzes hin- und her Rennen, doch Hathor zeigte sich recht unbeeindruckt. Nach und nach kamen die anderen auch mal kurz geschaut, aber sie fanden es nicht annähernd spektakulär. Die Zeit war also reif fürs gemeinsame Gehege. Die "Petersiliengeber" hatten es selbstgebaut und für alle neu vorgerichtet. Auch hier blieb alles friedlich. Wir freuen uns, dass Hathor so unkompliziert integriert wurde und -im Winter so herzlos entsorgt- nun, wie Sachmet, auf der Sonnenseite des Lebens angelangt ist. 

Auf dem Rückweg war auch Tiago in der Tierarztpraxis bereit zur Abholung. Zwei Zähne mussten ihm gezogen werden und wegen des Lidrandtumors musste er einen Trichter tragen. Anfangs reagierte er etwas missmutig, aber als er das Tierheimauto mit der Box sah, sprang er von selbst hinein. Bloß schnell wieder zurück in sein Körbchen und den Rausch ausschlafen. Das tat er dann auch.

 

25.04.2022

Heute war ein ganz besonderer Tag für unsere Bürokatze Kirby, denn sie ging auf große Fahrt bis fast nach Karlsruhe. In vielen Mails, Telefonaten und dem vorangegangen Besuch im Tierheim kristallisierte sich Kirby als passende Katze für die Familie heraus. Schon Tage zuvor begannen wir mit den Vorbereitungen für Kirbys Umsiedlung. In der Vergangenheit schlug Kirby das Autofahren auf den Magen, also gewöhnten wir sie vorab schon an die Transportbox. Naja... eigentlich war es ein Transportpalast, denn Kirby reiste in einer unserer größten Hundetransportboxen mit Toilette, weichem Bett und "Getränken". Quasi First Class. Unser Plan ging voll auf. Kirby konnte in ihrer gewohnten Umgebung schon einige Zeit in der offenen Transportbox schlummern und ertrug auch die weite Fahrt entsprechend entspannt und ohne Malheur. Im neuen Zuhause angekommen, stapfte sie erst ungläubig durch die neuen Räumlichkeiten, ehe sie sofort den Sitzsack als optimale Liegemöglichkeit erkannte, hochkraxelte und sich heimelig einkringelte. Der bereits dort ansässige Seniorenkater schritt ganz vornehm in den Raum, besah die Situation, schnupperte kurz an der dösenden Kirby und widmete sich dann er Untersuchung von Kirbys Transportbox. Kirby warf dann ebenfalls einen Blick auf den ihr fremden aber charmanten älteren Kater, löste aber kurz darauf die entstandene innere Anspannung, als sie merkte, dass er ihr nichts böses tun möchte. Es macht uns so glücklich, dass eine ältere, nicht ganz gesunde Katze die Chance bekommt, ihren letzten Lebensabschnitt umsorgt und gebliebt im Kreis einer Familie verbringen zu dürfen. Für dieses gute Gefühl nehmen wir auch weite Strecken in Kauf.

 

23./24.04.2022

Am Vormittag, noch vor der Öffnungszeit, klingelte unser Telefon. Das Herrchen von Lucas meldete sich gesundet zurück und wollte wissen, wann er den Rüden wieder bei uns abholen könne. Seine Vorfreude und Ungeduld klang aus seiner Stimme heraus. Als Lucas sein Geschirr anziehen durfte, freute er sich, aber wusste anscheinend noch nicht so recht, was wir mit ihm vorhatten. OK, es geht nach draußen, und nun? Vor dem Tor zweifelte er einen Mini- Augenblick. "Ist das nicht,... doch, ...das ist.. er... MEIN Herrchen!!!" Er konnte es ab dem Moment gar nicht erwarten, zu ihm zu kommen und schmiegte sich ganz eng an ihn. Lucas' wedelnde Rute ergänzete das glückliche Bild. Und so wie die beiden waren natürlich auch wir unendlich froh über die Wiederzusammenführung.

 

22.04.2022

Die beiden Schwestern Anna und Kimba hatten heute ihren Kastrationstermin in der Tierklinik. Da Kimba mindestens drei Vorbesitzer hatte, konnte uns der Herr, der sie letztlich zu uns brachte, nicht genau sagen, ob sie kastriert ist oder nicht. Anna verriet bereits durch ihr Rufen nach einem Kater, dass sie nicht kastriert sein kann. Mit diesen Infos im Gepäck fuhren die Miezenmädels zu ihrem Termin. Am späten Nachmittag durften wir die beiden wieder abholen. Beide Katzen hatten beunruhigende Veränderungen an der Gebärmutter, sodass der sonst eher kleine Kastrationsschnitt bei Anna und Kimba etwas größer ausfiel. Da waren wir wohl gerade noch rechtzeitig, bevor den Miezen schlimmeres passiert wäre. Beide waren noch recht benebelt und somit auch eher entspannt. Eine nette Abwechslung, da sie sonst eher misstrauisch drein blicken.

 

21.04.2022

Wie so oft klingelte das Telefon. Der Mann am anderen Ende gab sich als unser Nachbar zu erkennen, der mit einem Anliegen an uns herantrat. Vor einiger Zeit hat er seine Schafhaltung beendet und nun wollte er den Platz in seiner Scheune anderwaltig nutzen. Dabei waren ihm die Heuballen, die er für seine Schafe gepresst hat im Weg und er fragte, ob wir diese brauchen können. Na sicher doch! Unser lieber Nachbar war sogar so gut, die kleinen Ballen in mehreren Fuhren mit dem Traktor zu uns zu bringen. Rasch haben wir Platz auf unserem Heuboden geschaffen und die erste Fuhre abgeladen, hoch gehievt und einsortiert. Wir sagen Danke an Elektro Nitsche aus Ohorn für diesen warmen Regen. Wirklich klasse!

 

20.04.2022

Gleich zu Beginn des Tages hatten wir ursprünglich einen Termin für Nada zur Zahnsanierung plus Hüfte Röntgen sowie für Tiago, ebenfalls mit Zahnsanierung sowie der genaueren Untersuchung seiner Umfangsvermehrung am Auge. Doch es kam alles anders. Am Dienstag ordneten wir in Absprache mit der Tierarztpraxis die Patientenliste neu. 

Bei Rüde Jarvis beobachteten wir nämlich in den letzten Tagen immer wieder ungewöhnliche Blutstropfen und vermuteten, dass es etwas mit der Prostata zu tun haben könnte. Deshalb wurde seine Kastration dringend notwendig. Auch die beiden "LPG"-Katzen wurden langsam rollig und wurden daher spontan zur Kastration bestellt. Nur Nadas Termin blieb wie ausgemacht.

 Also starteten wir damit, nacheinander die beiden Katzen Arla und Milka, sowie Hündin Nada und Rüde Jarvis in unser Auto zu laden. Bei Arla, der Scheueren der beiden "LPG"-Katzen, hatten wir über Nacht bereits die Box in ihr Abteil gestellt. Und tatsächlich war die Katze am Morgen schon brav drinnen. Mit Rüde Jarvis, der einem Körperkontakt eher abgeneigt ist, haben wir am Vortag begonnen mit Auto- sowie Maulkorbtraining. Das ging leichter als gedacht, nur hatten wir etwas Bedenken, ob das heut auch ohne Leckerlies so unkompliziert klappen würde. Autofahren ist er von seinem ehemaligen Zuhause bestens gewöhnt (er war immer mit im Camper unterwegs). Und jawohl, er spielte auch heute gut mit. Dann erfolgte in der Tierartztpraxis wieder die gestaffelte Ausladung. Bis auf ein wenig Gegrummel beim Blutabnehmen hat sich Jarvis viel besser benommen als befürchtet. Am Nachmittag waren alle Patienten wieder aus der Narkose erwacht und baten um Abholung. Nada durfte zum Glück alle Zähne behalten, es war nur der Zahnstein entfernt worden. Das Röntgenbild ihrer Hüfte ergab, dass die "rumänische Roulade", wie der Tierarzt sie liebevoll nannte, für ihr Gewicht und Alter gut aussah, der Verschleiß war hier nur geringgradig. Jedoch zeigte sich Arthrose an den Nervensträngen am Ende des Rückenmarks und an der Lendenwirbelsäule. Der Tierarzt hofft, dass ein möglicher Druck auf die Bandscheibe reduziert wird, wenn Nada ein paar Speckröllchen weniger hat. Laufen und Bewegen kann sie sich ja und wir setzen sie auf Diät. Nur ist der Erfolg nicht so schnell sichtbar, aber immerhin, seit ihrer Ankunft im März hat sie schon hinter der Kommastelle (ca 500 g) abgenommen. Bei den Katzen gab es keine Besonderheiten, sie waren artige Patienten und alles verlief nach Plan. Auch Jarvis war kooperativ. Seine Prostata war deutlich vergrößert und es hatten sich einige Zysten gebildet. Durch die Kastration sollte die Prostata mit der Zeit gut abschwellen und die unüblichen Blutstropfen damit der Vergangenheit angehören.

 

19.04.2022

Zu unserer großen Freude hat unsere Katzenseniorin Maggie ein Zuhause gefunden. Schon beim ersten Besuch ihrer neuen Familie stand fest, dass Maggie bei ihnen einziehen darf. Gemeinsam mit ihrem Lieblingskörbchen trat Maggie die Reise nach Dresden an. Als hätte sie es gewusst, ging sie selbstständig in die Transportbox und nahm eine gemütliche Liegeposition ein. Etwas ungehaltener wurde Maggie erst, als sich der Verkehr auf der Autobahn staute. Ihr Missfallen über diesen Umstand teilte sie Tierpfleger Mario deutlich hörbar mit. In der gemütlichen Wohnung angekommen, verließ Maggie selbstbewusst die Box und war erst einmal einen prüfenden Blick über ihr neues Reich. Sie schien zufrieden zu sein, vorallem, als sie sogleich das kleine Schälchen Trockenfutter erblickte und es sich schmecken ließ. Wir mussten wirklich lachen, als Maggie auf beiden Katzentoiletten mit unterschiedlichem Einstreu erst einmal Probe-gescharrt hat. Maggies neue Familie haben der Katzenoma sogar eine kleine Treppe aufs Fensterbrett gebaut. Der Ausblick war grandios und bestimmt wird Maggie dort noch einige Zeit verbringen. Wir freuen uns, dass Maggie gerade einmal zwei Monate im Tierheim warten musste und nun so richtig verwöhnt wird.

 

18.04.2022

Der heutige Feiertag war auch für Hündin Nele ein kleiner Grund zum Feiern. Ihre Kastrationsnaht sah gut aus und wir konnten ihr die Fäden ziehen. Nun durfte Nele endlich auch ihren Trichter abstreifen. Diese Freude währte jedoch nicht lange. Da Nele der Meinung war, immer herumschlecken zu müssen, bekam sie den Lampenschirm kurzerhand wieder aufgesetzt. Wir werden das die nächsten Tage weiter beobachten.

Der große Jubel war allerdings die geglückte Vermittlung eines unserer Meerlis. Dame Sachmet mit ihrer bescheidenen Zurückhaltung zog in eine größere Truppe. 5 weitere Muckelnasen freuten sich auf den Neuzugang. Das Kennenlernen lief sehr friedlich ab und Plüschpopo Sachmet wurde nach einem Heuschmaus von den anderen gleich ins neue Gehege mit seinen kleinen Versteckmöglichkeiten eingeweiht. 

 

16./17.04.2022

Am Osterwochenende dienten wir kurzzeitig als Hühner- Umschlageplatz. Aufmerksame Leser haben bestimmt unseren Hilferuf auf unserer Hauptseite gelesen. Ein Bauer in unserer Nähe gab gesundheitlich seine Hühnerhaltung auf. Es fanden sich mehrere Haus- und Hofbesitzer, die jeder ein paar Hühner aufnehmen konnten. Der Abgeber wollte jedoch anonym bleiben. Aus diesem Grund brachte er seine Hühnerschar in einer großen Hundetransportbox zu uns und wir schafften sie als Zwischenunterkunft in unsere Scheune. Von dort aus betteten wir sie in den mitgebrachten Kisten und Boxen der neuen Abnehmer um. Alles ging zügig und problemlos von der Hand. Der weiteste Weg führte einige der Ostereierproduzenten sogar ca 40 km bis an die tschechische Grenze. Wir danken im Namen des Abgebes sehr herzlich für die schnelle und reibungslose Realisierung einer neuen Bleibe der Hühner.

 

15.04.2022

Zum Feiertag ging es ruhig im Tierheim zu. Unsere Neuankömmlinge wurden gewogen, vermessen und wir lernten sie ein bisschen besser kennen.

Es war auch wieder Zeit für ein Großreinemachen bei unseren Meerlis. Ansonsten rückten heute Dinge in den Vordergrund, die sonst eher hinten anstehen. Zum Beispiel das Sortieren der Decken, Kissen und Körbchen auf unserem Wäscheboden oder Grundstückspflege. Auch das Altpapier wurde zerkleinert und entsorgt. Gern nutzen wir solche Ruhetage auch, um reichlich Organisatorisches abzuarbeiten, wie zum Beispiel Flyer auf den neusten Stand bringen und ausdrucken oder Listen aktualisieren. Das sind zwar keine besonderen Vorkommnisse im Tierheim, aber dennoch genau so wichtig für einen reibungslosen Arbeitsablauf.

Übrigens hat es sich bestätigt, dass die scheue Draußenkatze "Black Mama" drei kleine Kitten zur Welt gebracht hat. In einem günstigen Moment konnten wir die Würmchen sichten und zählen. Die kleine Familie scheint wohlauf zu sein und Black Mama erfüllt ihre Pflichten ganz hervorragend.

 

14.04.2022

Und dann ging es schneller als gedacht. Bereits am frühen Nachmittag fuhr der Transporter aus der Smeura vor. Der Fahrer drückte uns die Transportbox mit der zarten Katze in die Hand, welche wir gleich in die vorbereitete Katzenquarantänebox brachten. Das die Katze Augenprobleme hat war nicht ganz korrekt ausgedrückt, sie hat gar keine Augäpfel mehr. Abgesehen davon war die junge Katze aber total zutraulich, verschmust und offen. Einfach zum lieb haben. Wir gaben ihr den Namen Ileana, nach der rumänischen Prinzessin. Derweil wurden auch unsere zwei neuen Hunde ausgeladen. Beide teilten sich ganz friedlich eine Transportbox. Nach der langen Zeit in Rumänien fand Smiley die neue Umgebung und die neuen Menschen erst einmal doof und suchte sein Heil in der Flucht vor uns. Mit ganz viel Geduld durften wir ihm dann den Wassernapf und etwas fressen anbieten. Da war sein Misstrauen uns gegenüber schon gar nicht mehr halb so groß. Prima! Ganz anders verhielt es sich mit der kleinen Notfallhündin. Sie hatte kaum zwei Schritte aus der Box getan, da war uns klar, dass sie sogut wie gar nichts mehr sieht. Dafür reagiert sie umso besser auf Geräusche und Gerüche. Sobald sie ein Bein gefunden hat, stellt sie sich daran hoch. Mit ihren beachtlichen 25cm Schulterhöhe könnte man einfach dahin schmelzen, so niedlich ist dieser Hund. Wir gaben der kleinen Dame den Namen Frau Doktor. Dankbar hat sie auch unsere Unterstützung angenommen als wir ihr den Weg in das Schlafhäuschen zeigten und wo sie den Wassernapf finden kann. Gegen letztere ist sie beim eigenständigen Versuch sich zu orientieren dagegen gelaufen. Vielleicht war die mangelnde Sehkraft auch ein Auslöser für die Beißerei in Rumänien. Ein humpeln ist nicht mehr zu erkennen, dafür scheint sie Probleme mit der Verdauung zu haben. Wir beobachten dies genau.

 

13.04.2022

Die tierärztliche Visite stand wieder einmal auf dem Programm. Da alle fünf Katzen liebe Impfpaten gefunden haben, konnten auch alle ihren notwendigen Pieks bekommen. Begonnen haben wir mit Musja, die sich genüßlich streckend gern einer "Leibesvisitation" unterzog. Die Tierärztin teilte unsere Meinung, dass Musja durch die Verletzung am Kopf vielleicht einen Nervenschaden davon getragen hat. Eine Gesichtshälfte von Musja bleibt beim miauen nämlich still, was sich interessanterweise auch auf die Hälfte der Zunge auswirkt. Sie scheint jedoch beim fressen und trinken keine Einschränkung zu haben und die Tierärztin schloss auch nicht aus, dass die Funktion wieder zurückkehrt. Weiter ging es zu den nächsten Patienten. Die beiden LPG-Katzen entpuppten sich als Mädchen, die beide von Ohrmilben geplagt werden. Dagegen haben sie natürlich sofort etwas bekommen. Nun steht für die Mädels zügig die Kastration an, gleich nachdem wir passende Namen gefunden haben. Die Schwestern Kimba und Anna waren nicht besonders glücklich über die Untersuchung, ließen es aber friedlich über sich ergehen. Es folgte die Untersuchung einer Fistel an der Zehe von Labbihündin Emmelie, die uns kurz zuvor aufgefallen war. Ein Fremdkörper als Verursacher konnte nicht gefunden werden. Ganz bestimmt wollte Emmelie ihre Tochter Nele nicht so allein mit Halskragen "leiden" lassen, denn nun tragen beide Labbis eine "Tüte" auf dem Kopf. Die Nachkontrolle der OP von Neles Lidrandtumoren und der Kastrationsnaht war sehr zufriedenstellend. Ebenso glücklich war die Veterinärin mit Tiagos Ohren. Er war wegen einer beidseitigen Ohrenentzündung in Behandlung. Die beiden hübschen Hundedamen Finna und Gina wurden untersucht und ohne besonderen Befund gleich wieder entlassen. Prima! Um ja keinen Fehler zu machen, baten wir die Tierärztin noch einmal gemeinsam mit uns die Geschlechter unserer ganz kleinen Meerlis zu überprüfen. Nun, da wir uns sicher sind, können auch die kleinen Nager göttliche Namen bekommen.

 

12.04.2022

Gleich in der Früh bekam Bürokatze Kirby wie gewohnt ihre Medizin. Doch danach war heute nicht Frühstücken angesagt, sondern ein Ausflug in der Transportbox. Die Fahrt über war sie leise und auch beim Tierarzt benahm sie sich erstaunlich lieb und vorbildlich. Blutentnahme war ja früher bei Kirby nicht so einfach. Was es eben ausmacht, wenn die Schilddrüsenwerte gut eingestellt sind: keine Stimmungsschwankungen, kein Gezeter mehr, Kirbys Dosis ist also optimal angepasst. Was auch der Blutwert bestätigt. Das freut nicht nur die Tierärztin. Nur das Autofahren verträgt die Katzenomi leider immer noch nicht so gut. Zurück im Tierheim gabs erst einmal Streicheleinheiten und ein bißchen Hähnchenfleisch. Danach war Kirby so gut gelaunt, dass sie immer wieder unsere Nähe suchte, über die Tastatur tippelte und sich auf unseren Schoß legte. Anschließend erholte sie sich von ihrem Abenteuer mit einem leisen Schnarchen.

Auch Leonie ging es schon wieder ein wenig besser, die alte Dame hatte über Nacht neue Kräfte gesammelt und wirkte heut schon teilnahmsvoller und bewegte sich mehr. Sie wird eben auch nicht jünger. Nichtsdestotrotz war es wieder an der Zeit für die Wurmkur, bevor sie in den nächsten Wochen hinaus auf die Weide dürfen. Ein Anruf bei unseren Tierärzten brachte jedoch Ernüchterung: das Mittel war nicht vorrätig. Was nun? Nach einiger Recherche landeten wir in einer Praxis in Kamenz einen Treffer. Wir fuhren also am Nachmittag dorthin, um die Wurmkur abzuholen. Für das Wohl der Tiere sind eben manchmal auch Umwege nötig. Dafür konnten wir die Rückfahrt noch mit einem Einkauf verbinden, denn Grünes für unsere Nager war schon wieder alle. Die Salatliebhaber zeigen einen gesunden Appetit und fressen uns bald noch die Haare vom Kopf ;) Scherz beiseite, die 3 Kleinen sollen schließlich auch prächtig wachsen. Sie wiegen immerhin schon das Doppelte als nach ihrer Geburt. 

 

11.04.2022

Eines unserer Schafe bereitete uns Sorge. Leonie lag die meiste Zeit nur herum. Wir brachten ihr eine Wasserschüssel, doch sie mochte nicht trinken. Heu vor der Nase war dann schon eher eine willkommene Geste. Als wir später Nachschub geben wollten, stand sie plötzlich auf, humpelte zu den anderen und löste sich. Leonie stand, bewegte sich, zwar mehr schlecht als recht, aber immerhin etwas beruhigend. Sie humpelte zum Heu, danach zum trinken, also konnten wir wenigstens betreffs Futteraufnahme und Verdauung Entwarnung geben. Zwischendurch nutzte Leonie sogar alle vier Beine, vielleicht war sie nur unglücklich gelaufen oder falsch gelegen? Zum Glück ist diese Woche wieder die Tierärztin vor Ort, da werden wir Leonie vorstellen. Denn zum Tierarzt fahren mit dem Schaf, wäre wohl eine kaum lösbare Tagesaufgabe, die zusätzlich viel Stress bringen würde. 

 

09./10.04.2022

In der Nacht vom Samstag zum Sonntag brachte "black Mama" ihren Nachwuchs zur Welt. Die Draußenkatze konnte augenscheinlich nichts mit unseren kuscheligen Bemühungen anfangen und hatte die Katzentoilette als Wurfkiste benutzt. Gleich in der früh stellten wir deshalb eine zweite Katzentoilette in ihr Abteil. Die Pappkiste und Decken ließen wir dennoch, vielleicht überlegte sie es sich ja noch einmal? So richtig in die Karten hat sie uns nicht gucken lassen, aber es sieht aus, als wären da 3 kleine schwarze Katzenbabys zu sehen. Auch wenn die Neugier natürlich groß ist, der Respekt und der Anstand stehen über unserem egoistischen Wissensdurst. Es wird sich schon noch zeitig genug eine Gelegenheit bieten, den Nachwuchs in Augenschein zu nehmen. Der erste Überblick ergab keine Auffälligkeiten oder einen Grund zur Besorgnis, deshalb ließen wir sie in Ruhe. Das Wochenende waren demnach reine Mutter-Kind-Tage, ganz im Zeichen der Erholung.

 

08.04.2022

Ordentlich durchgeschüttelt vom Wetter wurden unsere Hunde. Kaum hatten sich unsere Schützlinge auf den sonnengewärmten Decken niedergelassen zog der nächste Graupelschauer auf und sie mussten ins geschütze Haus flüchten. Und gerade als wir die letzte Decke vor dem nassen Wetter in Sicherheit gebracht hatten, begann draußen wieder die Sonne zu scheinen. Bei diesem Aprilwetter wird einem jedenfalls nicht langweilig. 

Unser Meerli-Nachwuchs wächst prächtig. Es ist eine wahre Freude den kleinen zuzusehen, wie sie sich gegenseitig mit Luftsprüngen anstecken und gemeinsam neue Dinge erkunden oder sich einfach bei den Erwachsenen abschauen. Nachwievor kann man einfach Ewigkeiten beim beobachten der posierlichen Nager verbringen.

Ebenso gespannt pilgern wir jeden morgen in unsere Quarantänestation und überprüfen, ob die trächtige schwarze Mieze schon entbunden hat. Bisher verschmäht sie noch jedes Angebot einer Wurfkiste. Aber wir geben nicht auf und haben ihr nun einen Pappkarton zur Verfügung gestellt.

 

07.04.2022

Die schokobraune Labradordame Nele hatte heute ihren großen Operations-Tag. Als wir die Leine rausholten freute sie sich sehr, rannte gleich zu Mama Emmelie und gab ihr noch schnell ein Küsschen, bevor sie schwanzwedelt mit uns das Tierheim verließ. In der Tierklinik wurde sie dann Kastriert und bekam im selben Atemzug auch die Lidrandtumore entfernt. Es dauerte gar nicht lang, ehe der Anruf aus der Klinik kam, dass Nele nun wach wäre und abgeholt werden möchte. Ganz duselig und ohne Mama war es Nele nämlich immer ganz komisch zumute, was sie auch kundtat. Die Rückfahrt klagte sie uns all ihr Leid. Ganz langsam und mit Unterstützung brachten wir Nele wieder ins Tierheim. Es dauerte nicht lange bis Emmelie den vertrauten Geruch von Nele wahrnahm und unablässig wedelnd ihre Nähe suchte. Wir brachten die beiden gemeinsam in ihr Bettchen, damit sie noch etwas zur Ruhe kommen und Nele sich entspannt ausschlafen kann.

 

06.04.2022

Gleich zwei Hunde nahmen wir heute in Empfang. Ein sechs Jahre alter Border Collie- Rüde erschien mit seinen Besitzern zum Rudeltest. Er hatte die Kinder gebissen und konnte nun nicht mehr in der Familie bleiben. Weil er soziale Verträglichkeit zeigte, konnten wir ihn in unseren Reihen aufnehmen. Allerdings bezog "Jarvis" zunächst einen Einzelplatz, denn ob seine unregelmäßigen Impfungen noch gelten oder aufgefrischt werden müssten, klärt unser Tierarzt bei der kommenden Visite.

Der zweite Hund ist ein alter Bekannter von uns, nämlich Rüde Lucas. Sein Besitzer fühlte sich plötzlich überhaupt nicht gut und so kam der beige Rüden zu uns. Bitte hoffen Sie von Herzen mit uns, dass es nur auf einen kurzen Pensionsbesuch hinausläuft und der Besitzer schnell wieder auf die Beine kommt. Lucas und Herrchen waren seit der Vermittlung im Januar ein prima Team geworden. Wir wünschen beiden, dass das gemeinsame Glück noch lange anhalten darf! 

 

05.04.2022

Die liebe Katzenomi Maggie hat die Quarantäne verlassen und ein Katzenhaus bezogen. Nun hat sie mehr Freiraum und Platz zum Bewegen und kann sich in Form bringen für ihr neues Zuhause, auf das sie hoffentlich nicht lange warten braucht. Sie würde Ihnen auf jeden Fall Ihr Leben bereichern und viel Zuneigung zurück geben. Mit 17 Jahren sollte Maggie statt im Tierheim besser in den eigenen vier Wänden ihren Lebensabend verbringen dürfen.

Unser Hausmeister war heute, als es nicht regnete, mit Reparaturen der Hundehütten beschäftigt. Das ein oder andere Dach war mit den Jahren und den Witterungseinflüssen bereits  morsch geworden. Dabei nutzen vor allem unsere Hofhunde gerne diese Rückzugsorte, fernab von Trubel, Sonne oder Regen. Ab sofort haben sie es also wieder ganz kuschelig, mit frischem Holzgeruch obendrauf.

 

04.04.2022

Gegen Mittag konnte die zweite, ebenfalls schwarz- weiße "LPG"-Katze bei uns einziehen. Sie wollte wohl ihr Geschwisterchen nicht alleine in der Fremde lassen und war schnell eingefangen. Noch etwas durcheinander verkroch sich die Katze dann erst einmal im Körbchen. 

Ebenfalls im Körbchen versteckt, fanden zwei sechsjährige Katzenschwestern ihre Zuflucht. Der Besitzer musste umziehen und der neue Vermieter duldete keine Haustiere. So blieb dem Herrn keine andere Wahl, als die beiden getigerten Mädchen in unsere Obhut zu übergeben. Eigentlich war die Abgabe bereits vorige Woche angekündigt, jedoch versteckte sich eine der zwei Fellnasen, als sie Wind davon bekam, hinter der Schrankwand. Somit wurde die Angelegenheit kurzfristig auf einen noch unbestimmten Zeitraum verschoben. Mit Tricks und Leckerli saßen heut völlig unerwartet alle beiden Katzenmädchen in der Transportbox und diese Chance musste genutzt werden: Ohne zu Zögern konnten die Schwestern zu uns gebracht und zusammen in ein Katzenabteil einquartiert werden. Da eine der beiden sehr scheu ist, kann die gemeinsame Unterbringung hoffentlich für Stressminimierung sorgen. Wir würden es uns für sie wünschen. Noch faucht sie uns aus ihrem Körbchen heraus an. Aber wir nehmen es ja nicht persönlich und werden sie keineswegs bedrängen.

 

02./03.04.2022

Auch das Wochenende bescherte uns einen Zuwachs in unserem Katzenbestand. Als erstes stieß eine Frau im Zuge einer durchgeführten Kastrationsaktion wilder Katzen auf eine hochträchtige schwarze Mamamiez. Diese fand nun einen Platz bei uns, damit sie ihre Kids sorgenfrei gebären und großziehen kann. Danach wird auch die Mama kastriert und darf wieder in die Freiheit an ihre gewohnte Futterstelle zurück. 

Kurz danach kam eine von zwei angekündigten "LPG"- Katzen zu uns. In einem Landwirtschaftsbetrieb, der verkauft wird, leben freilebende Katzen, die nun durch den Verkauf dort nicht mehr geduldet sind. Eins der schwarz- weißen Jungtiere konnte am Samstag eingefangen werden und erhielt ein warmes, sicheres Körbchen in unserer Quarantänestation. Das Geschwisterchen wird hoffentlich bald folgen können.

 

01.04.2022

Mehrere Neuzugänge können wir heute verzeichnen. Diesmal fuhr der große Transporter der Smeura schon am Vormittag unsere Einfahrt entlang. Die beiden Hundedamen waren im Nu ausgeladen. Die wunderschöne Finna präsentierte sich gleich ganz stolz, freute sich, gab Küsschen. Gina war noch zurückhaltend und so entschieden wir uns dazu, ihr so viel Freiraum zu geben, wie sie braucht. Ganz langsam und ohne Druck traute sie sich den ersten Schritt aus Transportbox, nur um dann erstmal ein sicheres Plätzchen zu suchen. Nachdem sich der Staub etwas gelegt hatte, konnten wir Gina auch ein sanftes Wedeln und einen neugierigen Blick abringen. Vielleicht kann sich Gina von Finna ja noch etwas abkucken und freut sich bald auch doll über uns.

Außerdem wurde eine 10-11 jährige Katzendame wegen Umzug bei uns abgegeben. Musja, so ihr Name, sollte eigentlich schon vergangene Woche bei uns einziehen, aber irgendwie geht bei Musja immer irgendetwas schief. Kurz vor dem vereinbarten Termin geriet Musja in einen bösen Streit. Vermutlich mit einem Artgenossen. Ihr Kopf wurde in Mitleidenschaft gezogen, musste rasiert werden, das Auge gespült, Medikamente gespritzt. Nun konnte der Umzug aber nicht mehr aufgeschoben werden und Musja kam zu uns. Mit tiefer Stimme forderte sie miauend Leckerlies. Offenbar sind auch ein paar nerven im Gesicht betroffen, denn es regte sich nur eine Gesichtshälfte beim miauen. Bis auf diese Besonderheit machte Musja erst einmal keinen leidenden Eindruck, was ja sehr wünschenswert wäre.

31.03.2022

Schon waren wieder zwei Wochen vorrüber und es war wieder Zeit für die tierärztliche Visite im Tierheim. Erste Patientin war Katzendame Oreo. Eine kahle Stelle auf ihrem Kopf brockte ihr die Aufmerksamkeit des Veterinärs ein. Eine ganz konkrete Ursache konnte nicht ausgemacht werden, lediglich die Spuren einer Ohrmilbeninfektion aus ihrem früheren Leben. Wir werden erst einmal weiter beobachten. Katzenomi Maggie wurde vom Tierarzt nun für gesund erklärt. Das Mäulchen ist prima verheilt, sodass Maggie ab jetzt auch wieder Trockenfutter essen darf, wenn sie es denn möchte. Die beiden Labbi's wurden nun auch vollständig geimpft. Weiterhin gibt uns Nele aber Rätsel auf. Trotz Hypoallergenem Futter scheint sie ein Ekzem in den Achseln zu entwickeln. Ist dies nun psychischer oder physischer Natur? Wir behandeln sie nun prophylaktisch noch einmal gegen Krabbeltierchen, um diese ganz sicher als Ursache ausschließen zu können. Als nächstens waren die vier zuletzt bei uns eingetroffenen Hunde an der Reihe. Juma war gar nicht so erfreut vom plötzlichen erscheinen der Tierärztin, doch glücklicherweise vertraut sie uns und so konnten wir gemeinsam die Untersuchung meistern. Bei Hera war, bis auf ein Aterom, nichts ungewöhnliches feststellbar. Wundervoll! Nichts so rosig sah es bei Tiago aus. Auf beiden Seite hat er eine Ohrenentzündung, die Beißerchen lassen auch zu wünschen übrig und er hat eine seltsame Umfangsvermehrung unter dem Oberlid. Diese Probleme werden wir jetzt nach und nach angehen. Auch zur Zahnsanierung muss Nada. Bei der Gelegenheit kann auch gleich ihre Hüfte geröntgt werden, die offenbar auch sehr schmerzhaft für die beleibte Hündin ist. Es wird wahrlich nicht langweilig im Tierheim.

 

30.03.2022

Am heutigen Tag ereilte uns eine absolute Überraschung. Als wir am morgen wie gewohnt im Tierheim ankamen und laut quieckend von den Meerschweinchen empfangen wurden, regte sich etwas in der Kuschelhöhle. Unglaubig schauten wir zwei mal hin und rieben uns die Augen. Fundmeerschweinchen Hathor hatte über Nacht drei Jungtiere geboren, die nun tapsig ihre neue Welt erkundeten. Wir hatten natürlich festgestellt das Hathor ordentlich an Umfang zugelegt hatte, aber wir führten das auf ihr großartiges Selbstbewusstsein und ihr (wirklich)sehr erfolgreiches Futterbetteln zurück. Dass es sich um Nachwuchs handeln könnte, hatten wir gar nicht auf dem Schirm. Hathor hat ihre neue Rolle als Mama prima angenommen, putze die kleinen ordentlich und säugt sie. Die anderen Meerlis schienen nicht besonders Notiz von den Neuankömmlingen zu nehmen. Zumindest nicht, solange noch Salat zum verputzen bereit lag. Wir werden die Situation weiter beobachten und kommen wohl demnächst nicht ohne enorme Zeitverzögerung durch den Raum mit den Meerlis. Einfach zuckersüß!

 

29.03.2022

Unser heutiges Ziel war erneut die Landeshauptstadt Sachsens, allerdings dieses Mal direkt die Innenstadt. Katerchen Ignatz hatte nun endlich auch sein großes Los gezogen und fand eine Familie, in die er sehr gut zu passen schien. Die neuen Körbchengeber hatten uns extra vorher noch einmal angerufen, damit wir auch genügend Kleingeld einstecken für den hungrigen Parkautomaten. Ignatz freute sich und stiefelte von selbst in die Box. "Endlich darf ich auch umziehen", dachte er sich wohl. Während der Fahrt war er entspannt, beobachtete alle Handgriffe und horchte, wie der Motor leise schnurrte. Unser Ziel erreichten wir in der sechsten Etage eines Wohnblocks. Dann hieß es für Ignatz: Guck mal. Doch Ignatz war erst einmal unsicher. Er drückte sich gegen den Fußboden und schaute sich vorsichtig um. Stück für Stück richtete er sich ein wenig mehr auf, bis er erkannte, dass kein Unheil drohte. Erhobenen Schwanzes erkundete er alle Räume. Der vorhandene etwa gleichaltrige Kater versteckte sich, wie er es immer bei Fremden tat. Er hatte während unseres gesamten Aufenthalts noch nicht den Mut gefasst, sich zu zeigen. Die Wohnung ist schön groß, so dass sich die beiden Katzen auch bequem aus dem Weg gehen können. Unter dem Bett haben die Dosenöffner für jeden Kater einen extra Bettkasten eingerichtet, so dass auch hier ein Rückzugsort möglich wäre. Kartons, Spieleteppich und Spielzeuge bieten jede Menge Spaß und Abwechslung. Ignatz war total mit Erkunden beschäftigt, dass er sich für unsere Abreise überhaupt nicht interessierte.

 

28.03.2022

Mutter und Sohn machten sich auf die Reise. Die Rede ist natürlich von den Katzen Hania und Domek. Während Hania zügig in die Transportbox stieg, sah sich Domek das Ganze lieber aus einiger Entfernung an. Dann erkannte er, dass ihm sowieso keine andere Wahl blieb und er ja nicht wieder ganz alleine zurückbleiben wollte und machte es seiner Mutter nach. Während der Fahrt maunzten beide ein wenig. Nachdem unser Auto gewohnt flink und sicher Dresden erreichte, durften die Katzen in der Wohnung aussteigen. Beide wurden auf der Suche nach einem geeigneten Versteck schnell fündig und mussten sich erst einmal sammeln. Ein aus Europaletten selbstgefertigtes Sofa bot gute, gesicherte Rückzugsmöglichkeiten, die sie dankbar annahmen. Hania blieb dort verkrochen, nur Domek packte die Neuiger und er spähte ab und zu um die Ecke. Die Klettermöglichkeiten im halbwegs Verborgenen fand er richtig sensationell, er huschte in und um das Sofa. Na dann wird er im neu entstehenden Katzenzimmer garantiert seine wahre Freude haben. Da das Zimmer nicht gebraucht wird, richtet der Mann dort nach und nach für die Beiden ein Spielezimmer ein, mit "Catwalk", also vielen Regalbrettern an der Wand. Selbstverständlich bleiben dennoch fast alle Türen der Wohnung offen. Sie sollen ja nicht nur alleine spielen, sondern den Alltag gemeinsam mit ihrem Menschen erleben und schmusen und sich einfach nur wohlfühlen. 

 

25.03.2022

Das frühlingshafte Wetter spornte uns zum "Frühjahrsputz" an. Die regnerische und kalte Jahreszeit hatte ihre Spuren hinterlassen und so schrubbten und wienerten wir die Hundehäuser bis sie in neuem Glanz erstrahlten. Natürlich nicht, ohne die ein oder andere Spiel- und Streicheleinlage für jeden der wollte. Akim beteiligte sich auf seine Weise und stibitze heimlich den Schrubber. Wir mussten herzlichen über den Kobold lachen. Diesen treuen Augen kann man auch einfach nicht böse sein.

Außerdem fanden ein paar wunderschöne Blümchen den Weg ins Tierheim und in die Erde. Das hebt die Laune doch gleich enorm und sieht dazu noch ganz fantastisch aus.

 

24.03.2022

Unsere Bürokatze Kirby mäkelte in letzter Zeit immer öfter mit ihrem Futter. Wir griffen also auf Trick 17 zurück, besorgten etwas Hackfleisch und boten ihr ein Schälchen an. Da wurden die Augen groß, die Schnurrbarthaare richteten sich nach vorn und Kirby wurde ganz energisch. Beinahe hätte sie beim "reinschaufeln" den Napf vom Tisch befördert. Das konnten wir gerade noch verhindern. Im Nu war die Schale leer, Kirby schleckte sich genüßlich über die Schnute und sonnte sich ein bisschen im Büroauslauf. Hoffentlich geht das Gewicht dann bald wieder in die Höhe.

Auch die Samtpfötchen in unserem großen Katzenhaus erhielten ein Upgrade. Das Freiluft-Sandklo wurde ordentlich entleert und anschließend mit frischem Sand neu befüllt. Natürlich alles unter den wachsamen Blicken von Kater Josef.

 

23.03.2022

Die einzigartige, kleine rote Katze Ekaterina konnte so schnell nicht aus der Bahn werfen. Tagtäglich wurde sie von ihrem Schonplatz bei ihrer verordneten Leberdiät ins Spielezimmer gebracht zu Kater Ignatz. Also, Transportbox war ihr nicht fremd. Als sie sich heute allerdings im Tierheimauto wiederfand, war ihr etwas komisch zumute. Nach einem kurzen Maunzen war sie ungewohnt still. Ekaterina verkroch sich in die Ecke der Box, nur beim Ampelstopp kam sie vor, fragte um Hilfe und schmierte am Türchen. Die Fahrt dauert auch gar nicht lange, nach nicht einmal 20 Minuten waren wir in Radeberg, wo sie zukünftig ein großes Territorium für sich alleine hat. Es war niedlich, wie sie aus der Box stiefelte. Der Geruch vom Katzenstreu war ihr schon einmal bekannt, aber alles andere war so ungewohnt. Und so groß. Sie maunzte, tapste umher, maunzte wieder, und erkundete nach und nach, teils im Eiltempo, die Zimmer. Plötzlich stoppte sie vor dem Spiegel und starrte ihr Gegenüber eine Weile an. Da allerdings keine Regung auf der anderen Seite war, ging sie wieder weiter. Unters Bett, in die Küche, auf leisen Sohlen tippelte sie über das Parkett. Zwischendurch legte sie eine Schmuserunde zum Ablenken und Wohlfühlen ein. Herrchen hatte sich sehr vom Tierheiminventar inspirieren lassen. Sogar eine Spielschiene fand Ekaterina vor. Noch war sie allerdings mit Erkunden beschäftigt und wir waren begeistert, wie sie ganz elegant vom Sofa hoppste. Zum Abschied schlich sie noch einmal dankend um unsere Beine, ehe sie sich ganz ihrem Dosenöffner widmete.  

 

22.03.2022

Heute war der große Wuschel Celentano zum Röntgen beim Tierarzt geladen. Auf der Fahrt war "Celo" zwar leise, aber man konnte hören das er zu unruhig war, um sich hinzulegen. Dafür verhielt er sich auf dem Röntgentisch vorbildlich und zappelte überhaupt nicht. Die dabei entstandenen Röntgenbilder bestätigten den Verdacht, dass Celentano eine beidseitige Ellenbogendysplasie hat. Außerdem zeigte sich auch, dass der Rüde eine alte, schief zusammengewachsene Fraktur im Bein hat. Aber all das hält Celentano nicht davon ab überall hochzuhüpfen und seine neugierige Nase in alle möglichen Dinge zu stecken. Celentano bekommt ab jetzt ein pflanzliches Mittel ins Futter und wenn er Schmerzen hat, auch eine Tablette dagegen.Außerdem nahmen wir auch gleich Meerlimännlein Anubis zur Nachkontrolle mit. Die Heilung des Auges nach der Entferung der Granne verläuft wunderbar, die Augentropfen entfalten ihre Wirkung. Gute Neuigkeiten für das Böckchen.

 

Wir wollten auch nicht unerwähnt lassen, dass mittlerweile 1380€ von verschiedenen Tierfreunden für unsere ernome Heizöl-Rechnung gespendet wurden. Was für eine beachtliche Summe. Für diese großartige Hilfe sagen wir vielmals DANKE.

 

21.03.2022

Weil Anubis sein trübes Auge durch die Augentropfen sehr gut heilte, wagten wir endlich auch die Vergesellschaftung der Meerschweinböckchen. Auf großem neutralen Terrain setzten wir die Jungs zusammen und überwachten das Schauspiel. Jeder wollte dem anderen seine (nicht mehr ganz vorhandene) Männlichkeit beweisen und so spielten die Kastraten "Ringelpiez". Es war ein buntes An- und Aufeinander und verlief erfreulicherweise in einem wirklich friedlichen Rahmen. Als wir Anubis später seine Augentropfen, die er natürlich noch weiterhin bekommt, verabreichen mussten, versteckten sich alle 4 Böckchen gemeinsam unter einer Brückenkonstellation. Innerhalb kurzer Zeit herrschte schon so ein enger Zusammenhalt. Vielleicht kannten sich die Böckchen ja noch bzw. waren vielleicht verwandt? Sie werden ewig ihr Geheimnis für sich behalten. Es macht uns jedenfalls glücklich, dass nun keiner mehr alleine sein muss und unsere Meerlis soziale Gruppen bilden.

 

19./20.03.2022

Nachdem unser lieber Wirbelwind Ignatz in letzter Zeit immer öfter das katertypische Odor aufgetragen hat, wurde es aller höchste Zeit für die Kastration. Gleich morgends sollten wir den Kater in der Klinik "abliefern". Am späten Nachmittag durften wir Ignatz dann wieder abholen. Weil er noch ein bisschen duselig war, schaute er richtig grimmig drein. Ganz untypisch für den Powerschmuser mit der Reibeisenzunge. Zurück in seiner gewohnten Umgebung setzte er sich auf das vorbereitete Kissen auf dem Boden und versuchte sich, mehr schlecht als recht, ein bisschen zu putzen. Doch schon ein paar Stunden später war Ignatz wieder Herr seiner Sinne und der mürrische Blick war gewichen.

 

18.03.2022

Wir durften heute die liebe Maggie aus der Klinik abholen. Sie hat alles gut überstanden, war aber dennoch ziemlich missmütig, dass sie die Nacht nicht in ihrem Körbchen verbringen durfte. In nächster Zeit darf sie nur Nassfutter fressen, damit die Nähte in ihrem Mäulchen nicht aufgehen und alles gut verheilt.

Nachdem die Meerschweinchenjungs ihr Ungezieferbad überstanden hatten und die Kastrationsfäden gezogen waren, war der Tag der Vergesellschaftung der Böckchen gekommen. Doch noch bevor wir die Nager zusammenbringen konnten, stellten wir fest, dass Anubis ein ganz trübes Auge hatten. Ohje... was war passiert!? Rasch waren wir mit dem kleinen Kerl beim Tierarzt. Anubis hatte sich eine Granne ganz fies im Auge eingefangen. Das Entfernen von Grannen sollte immer einem Profi überlassen werden, da Grannen Widerhaken haben, die die Hornschaut empfindlich beschädigen können. Wir bekamen für den kleinen Bock zwei verschiedene Augentropfen mit, die er nun fünf mal täglich bekommen muss. Und wenn das klappt, wird sich sein Auge wieder vollständig erholen. Was für gute Neuigkeiten!

 

17.03.2022

Ein ereignisreicher Tag neigte sich dem Ende zu. Am Vormittag durften wir Katze Maggie zur notwendigen Zahnsanierung in die Klinik bringen. Im Dentalröntgen sah man das ganz Ausmaß. Maggie leidet unter FORL, einer schmerzhaften Erkrankung der Zähne. Der Katzenomi mussten alle Zähne gezogen werden und die Wunden vernäht werden. Die Katzenomi bleibt über Nacht zur Überwachung dort und bekommt zur Entlastung der Nieren noch eine Infusion.

Außerdem haben wir heute unsere Meerlimädels vergesellschaftet. Was war das für ein geflitze, gebrumme und gefiepe. Meerschweinchendame Maggie stellte gleich wieder unter Beweis, dass sie der Chef im Ring ist und sich von niemandem den Salat aus dem Mäulchen ziehen lässt. Positiv überrascht waren wir von Hathor. Die hübsche Dreifarbige war ziemlich mutig und hatte sich bereits am Abend das laute gequiecke und gebettel nach Futter, der anderen Mädels abgeschaut. Wir freuen uns über diese friedliche Zusammenführung.

Am Nachmittag dann fuhr der Transporter der Smeura vor. Ziemlich unkompliziert ließen sich alle vier Hunde aus den Boxen in das Gehege führen. Dank geübter Handgriffe und äußerst kooperativen Hündchen konnten wir bereits nach 10 Minuten den Fahrer für die Weiterfahrt ins nächste Tierheim verabschieden. Tiago fiel gleich durch sein offenes und fröhliches Wesen auf. Er kam, gab Küsschen und erkundete dann erst einmal das neue Terrain. Hera macht einen äußerst zarten Eindruck. Ganz ehrfürchtig wedelte die Schwanzspitze als sie sich die ersten Streicheleinheiten von uns abholte. Juma war zwar körperlich die Größte von den vier Hunden aber dennoch war die Rute an den Bauch getackert. Es war toll zu sehen, wie Juma innerhalb kürzester Zeit Tierpfleger Mario in ihr Herz schloss und ihm nicht mehr von der Seite wich. Er war Juma pötzlich so wichtig, dass die Hündin sogar ein bisschen eifersüchtig wurde, als Mario Tiago streicheln wollte. Jumas freude über das wiedergefundene Selbstvertrauen war so groß, dass sie uns auch ein paar zaghafte Spielaufforderungen schenkte. Nada wollte uns noch nicht so viel Vertrauen entgegenbringen, hielt ihre Wohlfühldistanz ein und verschlief den restlichen Nachmittag. Kein Wunder nach der langen und anstrengenden Fahrt.

 

16.03.2022

Wieder einmal stand zuverlässig am frühen Nachmittag die Tierärztin vor dem Tor. Erster Patient heute: Josef. Trotz erfolgreicher Bestechung wehrte er sich sehr gegen die notwenige Untersuchung und die nachfolgende Impfung. Dabei ist es doch wirklich nur zu seinem Besten. Zum Glück hatte uns Josef am späten Nachmittag schon wieder vergeben und schleckte sein Näpfchen leer. Danach schauten wir uns Glory an. Sie hatte tränende Augen und eine Wunde an der Nase. Vorerst bekommt sie vier mal täglich Augentropfen. Nächster Patient war Celentano, der immer mal wieder Lahmheit gezeigt hat. Einige professionelle Handgriffe später stand der Verdacht im Raum, dass unser Großer Wuschel an beidseitiger ED leidet. Das erklärt auch, wieso er die meiste Zeit überhaupt keine Lahmheit zeigt. Gewissheit haben wir erst nach einem Röntgenbild. Die Nachkontrolle von Labbihündin Nele war zufriedenstellend. Die Tabletten gegen die Epilepsie scheinen keine offensichtlichen Nebenwirkungen auszulösen, die Ohrenentzündung war abgeklungen. Nele war wie immer lieb und fröhlich. Außerdem baten wir die Tierärztin noch einen Blick in Pauls Mäulchen zu werfen. Die dort verbliebenen Zähne sind Zeugen seines bewegten Lebens und eine tierärztliche Behandlung könnte die Optik aufwerten. Aufgrund von Pauls medizinischer Vorgeschichte und der Tatsache, das keiner der Zähne wackelt, eitert oder weh tut, belassen wir dabei. Seiner guten Laune tun die schiefen Zähnchen jedenfalls keinen Abbruch.

 

15.03.2022

Neben der aktuellen politischen Lage in Europa, sind vorallem die gestiegenen Spritpreise in aller Munde. Doch auch der Preis für Heizöl ist enorm gestiegen. Dies haben wir nun am eigenen Leib erfahren als der große Heizöl-Laster ins Tierheim kam und unsere Tanks befüllt hat. Unter dem Strich stand eine Zahl von über 3000€. Da wird einem ganz schwindelig beim Anblick dieser Horrorsumme. Nur zum Vergleich: im Vorjahr kostete die selbe Menge über 100€ weniger pro 100L. Liebe Tierfreunde, hier sind wir dringend auf Ihre Hilfe angewiesen. Könnten Sie uns bitte finanziell unter die Arme greifen, damit wir diese Summe berappen können? Die Tiere würden es Ihnen Danken!