Was gestern geschah

 

30.09.2022

Nachdem sich der Zustand von Kaninchen Sam beim Tierarzt rasch besserte (Laborwerte wurden genommen und die Zahnspitzen abgeschliffen), er inzwischen auch gut fraß und etwas zunahm, durfte er wieder zurück ins Tierheim. Wir nutzten die Gelegenheit und richteten ein komplett neues Gehege für die Langohren ein und vergesellschafteten ihn mit den beiden Kaninchendamen, von denen er im vorigen Zuhause nur noch abgetrennt leben durfte. Als wir abends bei den Nagern noch einmal Grünes auffüllten, staunten wir nicht schlecht. Denn Sam saß plötzlich nebenan bei Anubis im Gehege und ließ sich das Heu schmecken, als wäre es sein Revier. Ob er über die Heuraufe kletterte oder einen großen Satz von einem der Häuschen aus machte, hat er uns jedoch nicht verraten. Wir änderten also die Anordnung im Gehege ein bißchen, um die Fluchtmöglichkeiten zukünftig auszuschließen. Anubis traute sich erst gar nicht heraus, aus Sorge, der große Unbekannte könnte noch da sein. Was muss er wohl einen kurzen Moment lang für einen Schrecken bekommen haben. Mit Möhrchen konnten wir Anubis  schließlich locken und ablenken.

 

29.09.2022

Es stand mal wieder eine Vermittlung ins Haus. Diesmal waren es die beiden im Tierheim geborenen Meerschweinchenbrüder Amun und Hapi. Als wir sie zum Transport einfangen wollten, kuschelten sich beide in einer Plüschhöhle aneinander, sodass wir kurzerhand die Kuschelhöhle samt Schweinchen in die Transportbox setzten. Dort verharrten sie auch Mucksmäuschen still bis wir in Dresden in ihrem neuen Reich angekommen waren. Beide wurden dann, immernoch in der Plüschhöhle, wieder umgesetzt. Offenbar waren sie so überwältigt von den Eindrücken, dass sie sich erstmal gar nicht rührten. Bereits im Vorfeld hatte sich die Familie schlau gemacht, welche neusten Erkenntnisse es über Meerschweinhaltung gibt und nahmen dankbar Tipps von uns an. Weder das angebotene Grünfutter, noch der frisch gepflückte Löwenzahn konnte die Brüder hervorlocken. Wir ließen sie also erst einmal in Ruhe und widmeten uns dem schriftlichen Teil. Gleich danach lunzten wir, was Hapi und Amun machen, doch es hatte sich nichts verändert. Noch immer waren beide in der Höhle, nur das am hinteren Ende nun vier Füßen herausschauten. Wie süß! Sie hatten es sich bequem gemacht und fläzten nebeneinander. Wir deuteten dies als gutes Zeichen. Allein im Tierheim blieb das Böckchen Anubis zurück. Trotz seiner tollen Rex-ähnlichen Fellstruktur hatte er bis heute leider kein Interessenten. Hoffentlich findet sich bald ein passendes Zuhause für das einsame Männlein.

 

28.09.2022

Da sich so rasch liebe Impfpaten gefunden haben, konnten die drei schüchternen Miezen, welche in keiner Gartensparte gefunden und zu uns gebracht wurden, auch gleich zur Tierarztrunde geimpft werden. Besonders gefallen hat den Katzen die Aufmerksamkeit nicht, aber immerhin konnten wir einige Erkenntnisse gewinnen. Zum Beispiel das der schwarze Kater an Kryptorchismus leidet. Das bedeutet, dass ein Hoden nicht abgestiegen ist und vermutlich noch im Bauchraum liegt. Seine Kastration wird also etwas umfangreicher als eine normale Kater-Kastration. Außerdem hat sich die Tierärtzin das kleine weiß-schwarzen Fundkätzchen angeschaut. Der Kater entwickelt sich ganz toll. Da er aber ein bisschen Schnupfen hat und deswegen eine Augenentzündung entwickelt hat, soll er Augentropfen bekommen. Mutterkatze Nala konnte ihre zweite Impfung empfangen. Sie bekommt nun sieben Tage Ohrentropfen damit der Dreck aus ihren Ohren bald nicht mehr sichtbar ist. Außerdem wurde die große Hündin Daria geimpft. Da der Tierarzt gar nicht Darias Freund ist, bekam sie sicherheitshalber einen Maulkorb auf.

 

27.09.2022

Kaninchenmännlein Sam schien es nicht gut zu gehen. Er wollte nicht so wirklich fressen, hockte ziemlich anteilnahmslos im Käfig. Wir ergriffen die Initiative und fuhren den Mümmelmann in die Tierklinik. Hoffentlich kann dort die Ursache für sein Unwohlsein gefunden werden. 

Außerdem können wir berichten, dass wir eine Pflegestelle für Frau Doktor gefunden haben. Nach einem gemeinsamen Nachmittag im Tierheim fiel die schwere Wahl auf die zarte Hündin. Natürlich gibt es noch Unsicherheiten, ob dieses oder jenes klappt. Aber der Wunsch und der Wille, die kleine Madame glücklich zu machen, war deutlich spürbar. Drücken wir die Daumen, dass alles klappt und Frau Doktor diese Chance dankbar annimmt.

 

26.09.2022

Heute hatten wir die liebe Katja von Snoots zu Besuch. Wie bereits einmal zuvor hat sie ganz wundervolle Fotos von unsere Hunde geknipst. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen und wird in den kommenden Tagen auch auf unserer Homepage veröffentlicht. Hoffentlich klappt es mit den wunderschönen Fotos das unsere Hündchen auch bald ein liebevolles Zuhause finden werden. Wir bedanken uns von ganzem Herzen für dieses ehrenamtliche Engagement.

 

24./25.09.2022

Schon lange residieren im Tierheim abgesehen von Haustieren auch allerlei verschiedene Vögel. Seit einigen Jahren zählen zu den täglichen Besuchern auch ein Elstern-Pärchen. Man kennt sich, man Grüßt sich. Nun am Wochenende "grüßte" Frau Elster gar nicht mehr zurück. Aufgeplustert stand sie auf der Dachkante. Uns fiel gleich die optische Veränderung auf. Es fehlte ein beträchtlicher Teil des Oberschnabel. Nun ist guter Rat teuer, denn so ein Elster hat wenig Lust eingefangen zu werden. Um ein elendes verhungern des Rabenvogels abzuwenden haben wir ein buntes Potpourri an diversen Vogelfuttermischungen sowohl trocken als auch befeuchtet bereit gestellt. Obendrauf gab es gekochtes Ei und Reis. Bleibt zu hoffen, dass es Frau Elster irgendwie schafft das Futter in das Bäuchlein zu bekommen und wir sie auf diese Art über Wasser halten können, bis die Hornsubstanz des Schnabels nachgewachsen ist.

 

23.09.2022

Heute haben wir uns von den beiden wundervollen Kater Oli und Ama verabschieden dürfen. Die beiden konnten, genau wie es ihr Wunsch war, gemeinsam in ihr neues Zuhause umziehen. Beim Besuch der jungen Familie im Tierheim hatten sie sich alle unsere Wohnungskatzen angesehen. Normalerweise werden ältere Katzen immer gleich abgewunken, wenn es auch jüngere Katzen zur Auswahl gibt. Nicht dieses mal! Es war die Tochter, die darauf Bestand, die älteren Kater Oli und Ama zu adoptieren, da diese geringere Vermittlungschancen haben. Wow! Von so viel Weitsicht in so jungen Jahren sind wir absolut beeindruckt. Es war also nicht verwunderlich das Oli und Ama nach ihrer Ankunft erst einmal in den beiden Zimmern der Tochter in Ruhe ankommen sollten, ehe sie den Rest der Immobilie in Beschlag nehmen dürfen. Unter unablässigem miauen erkunderte Oli neugierig das neue Terrain. Ama war noch etwas verunsichert, hangelte sich recht unelegant den Kratzbaum hinauf nur um sich im Anschluss unter dem Bett zu verstecken. Doch wir sind uns ganz sicher, dass er sich so bald richtig wohl fühlt. Wir danken der ganzen Familie für die Aufnahme der beiden Herzenskater.

 

22.09.2022

Wie bereits vor einigen Tagen berichtet, schien in unserem großen Katzenhaus noch immer ein Magen-Darm-Problem zu bestehen, obwohl die Kätzchen seit einer Woche magenschonendes Futter bekommen. Um als Ursache einen Parasitenbefall auszuschließen, gab es heute die sechs Samtpfoten zum Frühstück kleine "gefüllte" Leberwurstkügelchen. Optional boten wir dem verwöhnten Katzen-Gaumen auch noch Lachscreme an. So verschwand im handumdrehen eine Tablette in jedem Kätzchen. Hoffen wir das es der Miezenbande danach nicht mehr so übel sein wird.

Nachdem unsere drei neuen Hundedamen in ein größeres Gehege umziehen durften, holten wir den Hochdruckreiniger heraus um in unserem Quarantänegehege einmal picobello sauber zu machen. In etwa zur gleichen Zeit hatte unser Hausmeister den Rasenmäher angeworfen um dem hochgewachsenen Gras zuleibe zu rücken. Trotz der Geräuschkulisse blieben die Hunde ziemlich entspannt. 

 

21.09.2022

Uns erreichte ein Anruf einer Tierfreundin. Unweit einer LPG entdeckte sie ein kläglich miauendes kleines Kätzchen. Auch die Mutterkatze des Würmchens war schnell ausgemacht, doch diese ging einfach nicht mehr zu dem Jungtier hin. Besorgt bat die Frau uns um Rat. Ohne Hilfe würde der Zwerg dort bald unter die Räder kommen oder verhungern. Kurz entschlossen sagten wir die Aufnahme zu. Quäkend und zitternd übernahmen wir das weiß-schwarze Jungtier in unsere Obhut und boten ihm eine Portion Nassfutter an. Offenbar hatte es bereits großen Hunger und spachtelte das Babykatzenfutter hinein. Eine Mitarbeiterin wird das Kleine nun mit nachhause nehmen und dort weiter aufpäppeln.

 

20.09.2022

Wie nah im Tierheim Freud und Leid zusammenliegen, mussten wir heute wieder schmerzlich erfahren. Nachdem wir gestern von der durchweg positiven Vermittlung berichteten, trug es sich zu das wir vor Feierabend noch einmal nach dem rechten sehen wollten. Kater Josef schien einen Schwächeanfall oder etwas ähnliches zu haben. Wir brauchten ihn rasch in die Tierklinik, doch man machte uns nicht viel Hoffnung. Leider besserte sich die Situation über Nacht am Tropf nicht und wir haben Josef, schweren Herzens, für immer gehen lassen. Mit ungefähr 15 Jahren hat der Charakterkater uns für immer verlassen. Und obwohl er von seinen 15 Jahren "nur" 1,5 Jahre bei uns verbracht hat, hat er eine Spur in unserem Herz hinterlassen. Es war nicht immer leicht mit dem eigensinnigen Kater. In letzter Zeit schien er sich immer öfter für Besucher zu begeistern, da diese immer eine Leckerlie für ihn parat hatten. Er miaute, um schmeichtelte ihre Beine und ließ sich sogar kraulen. Doch keiner wollte oder konnte dem alten Kater noch einmal eine Heimat geben. Wir trösten uns damit, dass Josef sich hier wohl gefühlt hat, immer als erster an der Tür stand wenn es Fütterungszeit war und täglich seine wohlverdienten Leckerlies bekommen hat. Ruhe in Frieden, Josef.

 

19.09.2022

Wieder konnten wir einen unserer Schützlinge vermitteln. Auserkoren war diesmal die kleine schwarze Laya. Nachdem ihre beiden Geschwister das Tierheim bereits verlassen durften, musste das Nesthäkchen bis genau heute warten. 

Laya war in der Box ganz aufgeregt, sie hat versucht so viel wie möglich zu sehen und uns alles kommentiert. Nach kurzer Fahrt waren wir angekommen. Es regnete in diesem Moment in strömen. Das hat Layas gute Stimmung kein bisschen getrübt. Im EG des Einfamilienhauses angekommen ging für sie endlich die Transportbox auf. Nichts wie raus aus der Kiste und jede Ecke inspirieren hieß es für die schwarze Mietz. Erstmal sollte sie diese zwei Räume in Ruhe erkunden können, ehe sie dann am Abend die weiteren Räume und später dann auch die 2. Etage zur Verfügung hat. Auf dem großen Esstisch stand eine hübsche Vase mit Ästen aus dem heimischen Garten und bunt bemalten Baumscheiben als Schmuck. Das war für Laya eine wahre Freude, rauf auf den Tisch und rund herum mit der Vase im Kreis. Für das neue Frauchen gar kein Problem. Sie legte die Äste extra für Laya zum spielen und kauen hin. Was für ein harmonisches Bild. Die Katzenaugen leuchteten, die Menschaugen auch. Familie mit Samtpfötchen vereint. Wundervoll. Laya war so beschäftigt mit all den neuen Eindrücken, dass sie gar nicht merkte, als wir uns verabschiedeten.

 

17./18.09.2022

Nachdem wir erst vor kurzem einige Bananenkisten voll gesammelter Spenden aus der Spendenbox in Bischofswerda freudig in Empfang nehmen durften, wurde uns am Wochenende ein Anhänger voll Futter und Zubehör von der Spendenbox aus Radeberg angeliefert. Unter den wachsamen Augen der Scheunenkatzen sortierten wir alles fein und räumten es an seinen geordneten Platz. Selbstverständlich öffnete sich "rein zufällig" eine Tüten Katzenleckerlis. Denn wer so brav aufpasst, dass nichts herunterfällt oder vergessen wird, hat sich ein extra Leckerbissen wahrlich verdient. 

 

16.09.2022

Die getigerte Schönheit Cinderella darf ab heute Prinzessin in ihrer neuen Heimat Moritzburg sein. Bei dem vorangegangenen Besuch begeisterte Cinderella durch ihr offenes, verschmustes und verspieltes auftreten und so durfte sie nun endlich umziehen. Cinderellas neue Familie sind keine Unbekannten für uns. Nicht nur durch finanzielle Unterstüzung ist uns die Familie schon lange verbunden, sondern auch mehrfache Einsätze im Tierheim konnten mit Hilfe der Familie einige Projekte verwirklicht werden. Cinderella findet also, sie haben sich mehr als verdient gemacht. ;-) Natürlich hoffen wir, dass die schöne Cinderella und ihre Menschen rasch ein eingespieltes Team werden und noch lange Freude aneinander haben.

 

15.09.2022

Gut gelaunt gingen wir mit der Tierärztin frisch ans Werk zur Visite im Tierheim. Samtpfötchen Tino, Anja und Mimo wurden noch einmal gründlich untersucht, ehe alle drei ihre zweite Impfung empfangen durften. Als nächstes widmeten wir uns Kaninchenmännlein Sam, dem wir die Fäden der Kastration gezogen haben. Die meisten Nager befreien sich früher oder später selbst von den OP-Fäden. Doch Sam war ganz vorbildlich und ließ alles an Ort und Stelle. Ein paar Wochen muss sich der Rammler noch gedulden, ehe er in das Gehege zu "Frau und Kind" ziehen darf. Die meisten Nager sind nämlich noch bis zu sechs Wochen nach der Kastration zeugungsfähig. Im Anschluss gingen wir zu unsere drei neune Hündchen aus der Smeura. Wir begannen mit der zurückhaltenden Roxy. Natürlich hatte sie erstmal gar keine Lust unsere Tierärztin kennenzulernen, blieb aber ganz ruhig und friedlich bei uns sitzen und konnte so untersucht werden. Ganz geheuer war ihr das aber nicht. Vor Schreck entwich ihr ein unüberhörbarer Darmwind, über den wir ein wenig schmunzeln konnten. Ansonsten konnte die Tierärztin nichts ungewöhnliches feststellen. Irina zeigte sich von ihrer besten Seite und bekam auch beste Gesundheit attestiert. Beim ersten Anblick von Lola wurde die Tierärztin ganz betrübt. Man muss sich unwillkürlich fragen, was diesem armen Geschöpf passiert sein möge. Der Kopf und die Beine voller Narben, ein Ohr fehlt, das andere ist auch nicht vollständig vorhanden. Und dennoch ist Lola den Menschen so zugewand, lässt sich überall berühren, kraulen und verteilt Küsschen. Bis auf einen abgebochenen Eckzahn konnte die Veterinärin auch hier nichts medizinisch beunruhigendes feststellen.

 

14.09.2022

In unserem großen Katzenhaus fanden wir beunruhigendes vor. Eine, oder mehrere, Katzen leiden unter einem Magen-Darm-Problem. Rasch gab es saubere Toiletten und wir verordenten Gastro-Intestinal-Futter, welches unsere gierigen Stubentiger gleich angenommen haben. Dennoch haben wir Musja zur genaueren Beobachtung in unsere Quaratäne umgesiedelt. Sie scheint sich in letzter Zeit noch mehr als sonst an der Anwesenheit ihrer Artgenossen zu stören. Vielleicht versursacht dieser Stress die körperlichen Symptome. Wir beobachten dies weiter.

 

13.09.2022

Heute haben wir uns ganz besonders über den angekündigten Besuch gefreut. Es kamen tatsächlich Interessenten für Paul! Trotz der reichlichen zwei Stunden Fahrzeit, ließ sich die Familie nicht beirren. Im Tierheim angekommen meldete Paul natürlich, dass Besucher da sind. Offensichtlich ging er aber nicht davon aus, dass sie ausgerechnet ihn kennenlernen wollten und so legte er sich wieder in sein Körbchen. Ein paar Leckerlies später war Paul rasch begeistert von den Besuchern. Auch auf einem ersten Spaziergang lief es sehr gut. Das erste Kennenlernen war also geglückt! Nun heißt es Daumen-drücken, dass Paul bald in sein Zuhause umziehen darf. Fast ein Jahr lang wartet er schon bei uns auf diesen Tag.

 

12.09.2022

Dieser Montag verlief absolut friedlich im Tierheim. Bis auf den Paketboten verirrte sich niemand zu uns und so entspannten die Hunde. Auch mal schön, nicht immer aufpassen zu müssen, dachten sie sich. Auf den umliegenden Wiesen sammelten wir frischen Löwenzahn für unsere Kleintiere. Rammler Sam wird immer zutraulicher, streckt sich zur Fütterungszeit schon dem saftigen Grün entgegen und lässt sich beim mümmeln kraulen. Für unsere Hühner gab es köstliche Zucchini, die ratzeputzekahl gepickt wurde. Mit der Schale sahen wir dann die Krähe davonziehen. Im Tierheim wird eben nichts schlecht. 

 

10./11.09.2022

Katze Anja machte große Kulleraugen, als wir sie von den Kastrationsfäden befreien konnten. So ganz geheuer war ihr die Angelegenheit nicht, aber sie hielt brav durch und fügte sich  dem, was da vor sich ging. Alles war bis dahin gut verheilt und so durfte sich Anja auch schnell wieder in ihrem Körbchen verkriechen.

Viel mehr Sorgen bereitete uns Hündin Glory. Trotz der guten Befunde (siehe "was gestern geschah" vom 02.09.) und der damit verbundenen Hoffnung ging es ihr traurigerweise schlechter. Sie konnte kaum aufstehen. Daher haben wir nun begonnen, ihr Schmerzmittel zu geben. Sie hatte bisher so stark dem Krebs getrotzt, darum liegen all unsere Wünsche und Hoffnungen darin, dass ihr noch eine schöne, möglichst längere Zeit hier vergönnt ist. 

09.09.2022

Hund Paul durfte heute zur Zahnsanierung. Weil er mit seinen alten Frakturen und Spondylosen schlecht von selber ins Auto kam, haben wir den großen gutmütigen Brummbär eben hineingehoben und dann gings los. Nach kurzer Zeit war er auch schon wieder abholbereit. Alles gut überstanden, lediglich von 8 Zähnen hatte er sich verabschieden müssen. Paul nahm es gelassen und war "ganz der Alte". Hauptsache, er konnte wieder hier auf dem Hof seinen geliebten Heckenplatz aufsuchen und Besucher anmelden. Streicheleinheiten kamen freilich auch nicht zu kurz. Die hatte er sich nach dem anstrengenden Tag auch besonders verdient.

 

08.09.2022

Seit April diesen Jahres haben wir keine Hunde mehr aus der Smeura übernehmen können, weil aufgrund der wenigen Vermittlungen einfach kein Platz frei war. Das dort über 6000 liebenswerte Wuffis warten, zerreißt uns fast das Herz. Daher wurde der Entschluss gefasst, wenigstens Drei dieser vielen Vierbeiner die Reise zu ermöglichen. Wir baten um jüngere und vorallem menschenbezogene Hündinnen, die wir bestimmt rasch vermitteln können. Roxy, Lola und Irina wurden uns per Video vorgestellt, wir sagten zu. Es war uns ein Herzensbedürfnis. Alles ging fix, heute kamen die Mädels an. Gut gelaunt und voller Neugier. Jetzt beginnt ihr neues Leben. Für die Erstuntersuchung beim Tierarzt und alle anderen Startmaßnahmen fallen natürlich Kosten an. Wir freuen uns außerordentlich, dass sich in Windeseile liebe Aufnahmepaten für Roxy, Lola und Irina gefunden haben. Unseren herzlichsten Dank.

 

07.09.2022

Wie vor einiger Zeit mit dem Filialdirektor vereinbart, erschienen heute 10 Uhr acht motivierte Mitarbeiter der Deutschen Bank Filiale Prager Straße, Dresden zu einem Social Day in unserem Tierheim. Anliegen ist, sich mit praktischer Arbeit im sozialen Bereich einzubringen. Herr Lehmann, der Filialdirektor, hat Hündin Ulla aus unserer Einrichtung adoptiert, daher kam ihm der Gedanken, in diesem Jahr mit seinem Team bei uns anzupacken.

Im Vorfeld war abgeklärt worden, welche Arbeiten anliegen und welches Equipment dafür benötigt wird. Mit großem Engagement wurde zunächst die Schafweide 2 mit dem Rasenmäher von altem, unbrauchbaren Gras befreit und dieses gleich mit Schubkarren auf unseren Kompost gebracht. Eine ganz schön anstrengende Arbeit, wie sich herausstellte :) Zeitgleich betätigte sich eine 3er Gruppe handwerklich an der Reparatur eines Outdoor-Hundebettes. Holzlatten, Sägen, Akkuschrauber, alles war an Bord, so dass die Fertigstellung reibungslos verlief. Ein Anstrich mit Holzlasur machte das Werk komplett. Nach der verdienten Mittagspause war das gesamte Team damit beschäftigt, unseren Sperrmüll, welcher sich in einem Jahr angesammelt hatte, nach vorn an die Weggablung zu bringen. Das war ein Berg! Aber viele Hände machen bekanntlich ein schnelles Ende und so war auch diese Aufgabe nach einer Stunde erledigt.

Es folgte ein weiterer äußerst erfreulicher Punkt: Herr Lehmann übergab uns einen Scheck mit einer Spende von 600 Euro. Unsere Freude war natürlich riesig. Wir sagen auf diesem Wege nochmals vielen ,vielen Dank für die tolle praktische und finanzielle Hilfe. Es waren interessante, äußerst nette gemeinsame Stunden. Solch eine Initiative könnte gern auch bei anderen Firmen Schule machen.

 

06.09.2022

Eine Frau aus der Umgebung stand in der Öffnungszeit mit 3 jungen Katzen vorm Tor und war in Tränen aufgelöst. Die scheue Mutter der ca. 8 Wochen alten Kätzchen muss ihr Leben auf einem Bauernhof in deren Nachbarschaft fristen und hat ihre Jungen statt beim Bauern (wo sie vermutlich erschlagen worden wären) in ihrem Garten bekommen. Dort wähnte sie sich sicher. Die Kleinen wuchsen heran, die Mutter verschwand eines Tages. Nun waren noch die 4 Kitten da, welche die Tierfreundin auch regelmäßig fütterte. Sie fingen an, die Umgebung zu erkunden. Der Garten befindet sich an einer stark befahreren Straße und an diesem Tag wurde das erste Geschwisterchen von einem Auto erfasst, war sofort tot. Aus Angst davor, dass die drei Kleinen das gleiche Schicksal ereilt, packte die Frau sie ein und brachte sie zu uns. Das wir nicht alle Katzen vor dem Überfahren werden retten können, zählte als Argument nicht. Unter der Bedingung (und mit Infomaterial ausgestattet), dass sie den Bauern aufsucht und ihn zur Kastration seiner Katzen überredet, haben wir die drei Kätzchen trotz Platzmangel aufgenommen. 

Es ist ein nicht enden wollendes Elend.

 

05.09.2022

Bereits vor einigen Wochen fanden aufmerksame Bürger eine verletzte Katze am Straßenrand zwischen Ohorn und Hauswalde. Das arme Tier war offensichtlich angefahren wurden, zeigte sich auf den Hinterbeinen bewegungungsunfähig. Ein Besitzer konnte dort nicht ausfindig gemacht werden, also brachten die Tierfreunde die schwarze Katze in die Tierklinik. Dr. Dziwok diagnostizierte einen Bruch der Hüfte. Er operierte diesen, die Chancen auf Heilung schienen gut. Carola, wie die Miez getauft wurde, war sehr tapfer. Jetzt, nach 8 Wochen und mit gutem Gangbild übernahmen wir die zierliche Katze und werden sie in unserem Büro weiterhin gut pflegen. Vermittelt wird sie nur noch als Wohnungskatze. 

 

03./04.09.2022

Die Apfelbäume in den Gehegen sind dieses Jahr überraschend ertragreich. Wir sammelten die besten Früchte, die die Hunde noch nicht "erwischt" hatten, nach und nach ein. Diese Köstlichkeiten servieren wir unseren Schafen und Nagern. Eigene Ernte ist was feines. Inzwischen sind natürlich auch die Hunde auf den Geschmack gekommen und gönnen sich den ein oder anderen Leckerbissen. 

Eine, die sich lieber Gras schmecken lässt, ist Frau Doktor. Wann immer es unsere Zeit erlaubt, üben wir mit ihr das An- der -Leine- Gehen außerhalb des Geländes. Die Kleine macht das wirklich prima. Wir sind so stolz auf unsere Heldin, für die Aufgeben einfach keine Option ist. Ganz tapfer, mit einem großen Urvertrauen in sich selbst und in uns Menschen, bewältigt sie beinahe jedes Hindernis. Deshalb sind wir umso betrübter und ratlos, dass Frau Doktor immer noch bei uns wartet. Dabei integriert sie sich bestens in den Alltag, sie gibt sich so viel Mühe. Die Hündin kann sich beispielhaft vorurteilsfrei auf den Menschen einlassen, sprüht vor Energie und Lebenskraft und ist gelehrig. Sie würden es keine Sekunde bereuen, sie ist wirklich das Beste, was einem an seiner Seite passieren kann. Worauf warten Sie also noch? Neue Bilder sehen Sie direkt auf ihrer Profilseite.

 

02.09.2022

Es hatte durch die Dürre und Hitze lange gedauert, doch nun war das Grün endlich wieder gewachsen. Für unsere Schafe öffnete sich deshalb das Tür zur Weide 4 und sie durften sich das frische Gras schmecken lassen. Der mechanische Rasenmäher hatte ebenso wieder eine Aufgabe. Unser lieber Hausmeister mähte gestern und heute emsig das Grundstück mit allen Gehegen. Sogar im Auslauf unseres großen Katzenhauses mähte er - unter strenger Aufsicht von Kater Josef, der auf dem Podest vorm Fenster saß - den Rasen. Die anderen Bewohner des Katzenhauses flüchteten lieber in die Innenräume, wo sie ihre Ruhe hatten. Ein Chef genügte schließlich ;)

Außerdem erhielten wir von unserer Tierärztin heute Rückmeldung über die Befunde der Blutproben: Bei allen drei Hunden (Glory, Paul und Celentano) war alles in Ordnung! Das sind fantastische Nachrichten, über die wir uns dolle freuten.

 

01.09.2022

In letzter Zeit hatten wir Labbidame Nele öfter beobachtet, wie sie sich juckt. Damit sie zu ihrer schon vorhandenen Allergie nicht noch sämtliche Umweltzreize plagen, haben wir sie heute gebadet. Draußen waren über 20 Grad, die Sonne konnte sich durch die Wolken schieben, es herrschten also gute Bedingungen, dass Nele nach dem Abrubbeln mit dem Handtuch an der Luft komplett trocknet. Pustekuchen, sagte sie, das habt ihr euch so gedacht, und wälzte sich wieder schön im Gras. Typisch Nele eben. Beim Blick auf Pauls Fell blieb auch niemandem verborgen, dass er so gerne unter der Hecke buddelte und es sich dort gemütlich machte. Hier und da war er grün geschmückt, was er sich prima heraus bürsten ließ. Wie viel Fell da gleich noch mit umherflog. Tomis kam schauen, was hier vor sich ging und zack, war sie als nächstes an der Reihe. Danach fühlte sich ihr Fell gleich viel wuscheliger an. Doch nicht nur ihr konnten wir damit eine Freude machen: Als im späteren Tagesverlauf Frau Doktor über den Hof stiefelte, hatte sie gleich noch einge Reste frischer Hundewolle zu erschnüffeln. Eine gelungene Abwechslung, würden wir sagen.

 

31.08.2022

Der letzte Tag des Monats stand wieder ganz im Zeichen der Tierarztvisite. Im Köfferchen hatte die Veterinärin dieses Mal vor allem jede Menge Impfstoff. Als erstes widmeten wir uns den Samtpfötchen. Nach ihrer Rückgabe aufgrund Disharmonie im neuen Zuhause konnte Cinderella bereits passende Interessenten finden. Damit dem Glück, das fast wie ein Märchen anmutet, auch nichts im Wege steht, wurde sie noch einmal untersucht und erhielt ihre Jahresimpfung. Cinderella fand es eher einer Prinzessin unwürdig und ließ danach ihren Ärger am Kratzbrett aus, nahm jedoch Leckerlis von uns an und konnte somit besänftigt werden. Die Tierärztin war zufrieden, alles ist tiptop und die Katzendame ist bereit für ihre Vermittlung. Anschließend gingen wir in die Quarantäne. Die Tierärztin schaffte es, sich nicht von den süßen Katzenbabies ablenken zu lassen und widmete sich der Katzenmama Nala. Ihr Gesundheitszustand war gut und so durfte auch sie ihren Pieks erhalten. Die Ohren von Nala sehen zwar nicht ganz zufriedenstellend aus, aber mit Ohrentropfen warten wir besser, bis die Kitten etwas größer sind. Nun gingen wir in die Scheune. Katze Evi bereitete uns etwas Sorge. In ihrem linken Ohr stellte die Tierärztin eine Umfangsvermehrung fest, die leider auch noch entzündet ist. Sie erhielt ein Langzeitantibiotikum und Kortison. In 2 Wochen schauen wir uns an, wie es geholfen hat. Nun waren die Hunde an der Reihe. Nacheinander erhielten Malu, Kupidon, Nada, Akim, Rufus und Glory ihre Auffrischungsimpfung. Glory wurde von der Tierärztin gelobt, dass sie trotz ihrer schwerwiegenden Tumordiagnose wirklich gut drauf ist. Der Kontrolle halber haben wir noch eine Blutprobe von ihr genommen. Auch Paul und Celentano ließen wir für eine Blutprobe antreten, einfach prophylaktisch für ein geriatrisches Profil. Bei Paul müssten außerdem bald die Beißerchen saniert werden. Aber da warten wir das Ergebnis vom Labor ab. Erleichterung brachte zum Schluß die Nachkontrolle von Neles Ohren. Die Labbidame braucht keine Ohrentropfen mehr, es sieht alles schick aus. Prima, da freuen wir uns. Alle Patienten waren tapfer, auch wenn der Größte, Kupidon, am meisten vor Angst schlotterte. Nun hat er ja erst einmal wieder ein Jahr Ruhe bis zur nächsten Jahresimpfung.

 

30.08.2022

Heute war die ehemalige LPG-Katze, die uns am 05.07.2022 gebracht wurde und von uns den Namen Anja erhielt, zur Kastration beim Tierarzt bestellt. Anja fand dies nicht ganz so prickelnd, wie sie uns mit ihrem Singsang mitteilte. Nicht nur während der Fahrt, nein, auch bei der Tierärztin maunzte sie, als würde ihr Leben auf dem Spiel stehen. Woher sollte sie es auch besser wissen? Ein paar Stunden später konnten wir Anja, die inzwischen alles gut überstanden hatte und aus der Narkose erwacht war, wieder wohlbehalten abholen. Sie durfte, sehr zu ihrer Freude, endlich wieder bei ihrem Bruder Tino Geborgenheit und Schutz suchen. Sie kuschelte sich im Körbchen an ihn und schlief erst einmal ihren Rausch aus.

 

29.08.2022

Nächster Tierarzttermin für Kaninchen Sam. 

Der Rammler wurde in Narkose gelegt, der Tränen-Nasen-Kanal untersucht und die vorallem seine Zähne in Augenschein genommen. Die mussten gekürzt werden, sind aber keinesfalls von der Entfernung bedroht. Sams Tränen-Nasen-Kanal wurde gespült und siehe da, der Ausfluss aus dem Auge lässt nach. Wir holten den tapferen Patienten am Abend ab. Er machte einen munteren Eindruck und fraß auch gleich frisches Gemüse mit Genuss. Welch eine Freunde für uns. Ein Weilchen muss Sam noch separat wohnen, da er noch nicht kastriert ist. Diesen Eingriff konnte der Tierarzt nicht zeitgleich durchführen, die Narkose wäre zu lang gewesen. Sam wird sich erstmal bissl erholen, dann nehmen wir den nächsten Schritt in Angriff. Wir sind so froh, dass es ihm gut geht.

 

27./28.08.2022

Juhu, dank zweier Fleißbienchen konnte nun das Projekt "Kompost umsetzen" erfolgreich beendet werden. Vielen Dank an Herrn D. und Herrn K. für den mühsamen und bestimmt nicht ganz wohlriechenden freiwilligen Einsatz! 

Katerchen Mimo gab auch alles, was er konnte. Wir quartierten ihn nämlich in einen größeren Quarantänekäfig ein, Doch das muntere Kerlchen wollte nicht mehr Platz, sondern viel lieber einen Spielkameraden. Also versuchte er angestrengt, sich durch die Gitterstäbe einen Ausweg zu bahnen. Zum Glück bemerkten wir dies, bevor vielleicht noch ein Missgeschick passiert und setzten ihn wieder zurück in sein bekanntes Abteil. Tja, kleiner Fratz, ein paar Wochen musst du dich leider noch gedulden, bevor du deine zweite Impfung erhalten und die Quarantäne verlassen darfst. Bis dahin versuchen wir, so gut es geht, dir die Zeit zu versüßen mit Spiel, Knuddelspaß, leckerem Futter und jeglicher notwendigen Versorgung.

 

26.08.2022

Unser treues Tierheimauto fuhr auch heute wieder an das gewünschte Ziel. Diesmal ging es Richtung Chemnitz mit Hündin Merry im Gepäck. Doch weit kamen wir nicht, da auf der Autobahn eine Vollsperrung war. Zum Glück haben wir für diese Fälle immer Wasser für die Tiere mit dabei. Man kann ja nie wissen, wie lange man steht. Nach ungefähr einer Stunde konnten wir die Fahrt vorsetzen. Merry konnte es nach der Ankunft kaum erwarten wieder aus dem Auto zu kommen und sich endlich die Beine zu vertreten. Die Treppen ins Haus scheute Merry erst, doch bereits beim zweiten Anlauf erinnerte sie sich an das Prinzip des Treppensteigens und stolzierte hinauf als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Der reine Frauenhaushalt freute sich darüber, eine weitere Dame in ihrem Kreis begrüßen zu dürfen. Fröhlich und freundlich wie man sie kennt, begrüßte Merry alle Zweibeiner. Gemeinsam unternahmen wir einen kleinen Rundgang durch den Innenhof. Neugierig schnüffelte Merry zwischen zwei Tonnen, ehe sich eine davon ein wenig bewegte und Merry vor Schreck ihre Stimme erklingen ließ. Nun wussten defintiv auch alle Nachbar das Merry da ist. Also doch wieder rasch die Treppen ins Haus genommen und drinnen auf dem Kuschelkörbchen erstmal vom Schreck erholen. Mit einem guten Bauchgefühl machten wir uns wieder auf die Rückfahrt. 

 

25.08.2022

Bürokater Hatari war heute der Auserwählte. Gerade einmal eine Woche, nachdem seine Zimmergenosse Lucky das Tierheim verlassen durfte, war es auch für Hatari an der Zeit in die Transportbox zu steigen. Seine neue Familie ist ein älteres Ehepaar, die sich nach dem Verlust der letzten Samtpfote unglaublich einsam in der großen Wohnung vorkamen. Im Büro ließ Hatari öfter einmal sein Stimmchen erklingen, was er auf der halbstündigen Fahrt fortsetzte. Und auch in der offenen Wohnung angekommen "krähte" er vor sich hin. Diesmal jedoch mit einem unsicheren Unterton. In der niedrigsten Gangart inspizierte er Zimmer für Zimmer. Ganz geheuer schien ihm das alle noch nicht zu sein. Doch auch in seinem Fall, war es die bekannte Pflegerin, die sein Schwänzchen und seine Stimmung druch sanfte Ansprache heben konnte. Der ältere Kater wird bestimmt noch eine Weile brauchen, ehe er sich vollkommen eingelebt hat und seine neuen Menschen nicht mit zarten Stupsern sondern mit Liebes-Kopfnüssen überzieht. ;-)

 

24.08.2022

Bereits im Juni diesen Jahres erhielten wir eine herzergreifende Mail. Eine Unterstützerin unseres Tierheims teilte voller Vorfreude mit, dass sie im Juli Urlaub hätte und dann endlich Ramona besuchen würde. Sie verfolgte unsere Homepage täglich und seit letztem Jahr reifte der Wunsch, dieser zurückhaltenden Hündin ein schönes Zuhause zu schenken. Es wurde alles genau durchdacht. Ramona sollte genug Sicherheit und eine möglichst reizarme Umgebung geboten bekommen, um ihr die Eingewöhnung zu erleichtern. Die Frau zog daher mit ihrer Mutter extra in eine Wohnung ins Erdgeschoß um, an welche ein kleines Gartengrundstück grenzte. Selbstverständlich zäunten sie es ein, denn schließlich soll Ramona ja nicht auf eigene Faust erkunden gehen. Sie richteten unter dem Tisch eine Art Höhle als Versteck ein und im entlegensten Zimmer stand auch noch eine große Transportbox als Rückzugsmöglichkeit. Endlich war der Urlaub da und mit öffentlichen Verkehrsmitteln (plus eine Stunde Fußmarsch ab Pulsnitz!) machten sie sich mehrmals pro Woche auf den Weg, um Ramona zu besuchen. Anfangs war es eher nur ein "Zusammen im Raum - Ausharren", wobei sich Ramona in die äußerste Ecke zurückzog und sich kaum bewegen wollte. Nach und nach wurde die Fellpfote neugieriger, was denn die Menschen von ihr wollten und was sie Leckeres für sie mitgebracht hatten. Nach etwa drei Wochen konnten sie schon zusammen das Gelände außerhalb des Tierheims erkunden. Die Geduld und Ausdauer hatte sich bewährt und wir konnten nach ca 5 Wochen der Annäherung guten Gewissens Ramona vermitteln fahren. Hinter Bautzen in einer sehr ruhigen ländlichen Gegend mit viel Feld, ähnlich der Tierheimumgebung, kamen wir am Ziel an. Mitgefahren ist Ramona tadellos, aber die Box verlassen, nein, das traute sich die Hündin gar nicht. Also mussten wir sie samt Box aus dem Auto heben. Sie sah ein, dass sie wohl keine andere Wahl hätte und kam heraus, um dann gleich im Hausflur Schutz zu suchen. Die wenigen Stufen bis zur Wohnungstür folgte sie mit unsicheren Schritten, ehe sie in der Wohnung ihre Kreise drehte. Sie bekam als erstes eine lange Leine um und dann ließen wir sie einfach machen. Sie durfte sich in Ruhe mit den Räumlichkeiten vertraut machen und sich einen für sie geeigneten Liegeplatz aussuchen. Ramona schaute sich fast jedes Zimmer an, wobei sie immer nach uns Ausschau hielt. Als wir uns ins Wohnzimmer auf die Couch setzten, entschied Ramona, dass es auf dem Sofa hinter dem Rücken ihrer bekannten Pflegerin wohl am sichersten wäre. Sie überraschte uns damit positiv, da wir alle erwartet hätten, dass sie sich irgendwo abseits zurückziehen würde. Während wir uns unterhielten und das Schriftliche erledigten, fielen der Hündin immer wieder die Äuglein zu. Den Zeitpunkt unseres Abschieds bemerkte Ramona kaum, da sie inzwischen mit Frauchen den Garten erkunden ging. Vor allen liegt eine spannende Zukunft, in der Ramona genügend Zeit bekommt, um aufzublühen. Wir sind optimistisch und freuen uns, dass Ramona nach sagenhaften 7 Jahren Tierheimkarriere endlich das Glück eines eigenen Zuhause erleben darf.  

 

23.08.2022

Auch unsere schöne Landeshauptstadt Dresden zählt nun einen Vierbeiner mehr. Die Wuschelhündin Tiba durfte nach viel zu langer Zeit im Tierheim umziehen. Nun, wir wussten schon, dass ins-Auto-einsteigen nicht zu ihren Hobbys gehörte. Dabei benahm sie sich die Fahrt über tadellos. Austeigen lief auch ruhig und gesittet ab, aber dann stieg der Großstadtgeruch in ihre Nase und sie musste jeden Zentimeter des Bürgersteigs genauestens erschnüffeln. Dabei hinterließ sie natürlich auch gleich ihre "Visitenkarte". Damit die Hunde in der Nachbarschaftschonmal Bescheid wissen. In das Wohnhaus hinein trabte sie entspannt neben uns her, auch als es in den Fahrtstuhl hinein ging war sie relaxt. Aber als sich plötzlich der Boden begann unter ihren Füßen zu bewegen, hielt Tiba sichtbar den Atem an. Da die Tür des Fahrtstuhls aus Glas war, beobachtet sie die vorbeifliegenden Etagen mit etwas Verwirrung aber auch Neugierde. In die Wohnung hinein tippelte sie schwanzwedelnd, begrüßte ihre neuen Hundeeltern und wollte sich dann erstmal umschauen. Besonderes Interesse hatte sie an der Treppe nach oben in den Schlafbereich. Doch sie wusste nicht so recht, wie sie da hoch kommt. Mit ein paar Leckerlies wurde Tiba von ihrem Frauchen für jeden Schritt auf der Treppe für ihren Mut belohnt. Am späten Nachmittag erhielten wir dann Nachricht, dass Tiba die Treppe vollständig erobert hat und schonmal im Bett zur Probe geschlafen hat. Wirklich toll.

 

22.08.2022

Am Rande der Grenzstadt Görlitz hat nun der liebe Rüde Casper sein neues Zuhause. Das heute etwas anders war, merkte Casper gleich und quietschte aufgeregt während der Fahrt. Auch in Görlitz angekommen konnte er es kaum erwarten seine neue Familie wiederzusehen, rannt beinahe in die Wohnung und begrüßte alle Familienmitglieder überschwänglich. Als wir uns dem vertraglichen Teil widmeten, zeigte Casper gleich seine geheime Superkraft, die er im Tierheim verfeinert hat und legte sich neben sein Hundebett. Von den Samtpfötchen nahm Casper keinerlei Notiz, dazu ist er auch einfach viel zu cool. Nachdem wir alles geregtelt hatten, passten wir noch gemeinsam das Geschirr und Halsband an. So konnte die Familie gleich zu seiner Gassi-Runde aufbrechen und wir verkrümmelten uns unbemerkt wieder Richtung Tierheim.

 

20./21.08.2022

Am Wochenende quartierten wir einige Katzen um. Da bei der Tierarztvisite bei Cinderella nichts zu beanstanden gab, durfte sie wieder in unser großes Katzenhaus umziehen. Sie kannte sich mit den Räumlichkeiten noch sehr gut aus und fand flugs den Weg in den geräumigen Auslauf. Gut so, denn auf diese Weise kann sie schließlich besser gesehen werden und möglichen Besuchern ins Auge fallen. 

Kater Hatari war nach der Vermittlung seines ehemaligen Mitbewohners Lucky Anwärter auf den freien Platz als Bürokatze. Und tatsächlich, die menschliche Nähe gefiel ihm bestens und auch der gesicherte Büroauslauf sorgte für Begeisterung. 

Auch der endlich einsetzende Regen und die damit verbundene Abkühlung sorgte für Wohlbefinden und Erleichterung. Unsere Schafe waren voller Bewegungsdrang auf den Weiden unterwegs und unterhielten sich abwechselnd mit den Schafen der Nachbarschaft als auch mit den Kühen auf der angrenzenden Weide, die sehr zu unserem Amüsement antworteten. 

 

19.08.2022

Am 10.04. haben Niya und Sabu in unserem kleinen Tierheim das Licht der Welt erblickt. Heute begann für die beiden ein neuer Lebensabschnitt, denn sie durften in der Landeshauptstadt Dresden ihr erstes eigenes Zuhause beziehen. Sehnsüchtig wurden sie bereits erwartet. Nach einer geräuschvollen Fahrt, wo Kater Sabu jede Kurve kommentiert hat, öffnete sich für die beiden vor der Katzentoilette die Box. Neugierig lugte erst Sabu und dann Niya heraus, ehe sich beide auf leisen Pfoten jede Ecke und jeden Winkel anschauten. Kisten voller Spielzeug, ein schöner Kratzbaum, liebevoll eingerichtete Liegemöglichkeiten erwarten die zwei Schwarzen. Nach ein paar Minuten entdeckten sie das Katzengras, kosteten davon und spielten dann kurz mit den lustig wedelnden Halmen. Nach dem Tod des letzten Katers fehlte der Familie einfach etwas. Fündig wurden sie bei uns. Niya und Sabu haben so ein Glück, dass sie nun zusammen im Kreis einer Familie aufwachsen können.

 

18.08.2022

Ein ereignissreicher Tag liegt hinter uns. Es war nämlich wieder Zeit für die Tierarztvisite im Tierheim. Wie gewohnt begannen wir in unserer Katzenquarantäne. Neuankömmling Mimo wurde gründlich untersucht und durfte seine erste Impfung bekommen. Auch die beiden Schnupfenkätzchen Anja und Tino waren soweit und empfingen den notwendigen Pieks. Kater Aaron kannte die Tierärztin ja schon und freute sich, wie prima er gewachsen war. Er bekam nun seine zweite Impfung und darf bald in eines unserer Vermittlungshäuschen umziehen. Auch Rückgabekatze Cinderella musste sich dem prüfenden Blick der Veterinärin aussetzen, doch diese war nur voll des Lobes für die getigerte Prinzessin. Besorgt waren wir erst, als wir zur frischgebackenen Mama Nala kamen. Diese hatte ein wenig blutigen Ausfluss und leider auch dezent Übertemperatur. Wir waren alarmiert und baten die Tierärztin um Rat. Sie konnte uns beruhigen und verabreichte Nala ein fiebersenkendes Mittel. Wir hoffen dies hilft ihr dauerhaft, wachen aber mit Argusaugen über die kleine Familie. Nun kamen wir zu den Hunden. Ganz artig empfing auch Tiba ihre jährliche Impfung, nachdem sie gründlich untersucht wurde. Labbihündin Nele plagt leider wieder eine Ohrenentzündung, weswegen sie nun wieder Ohrentropfen bekommen muss. Keine angenehme Maßnahme für die liebe Hündin, aber leider notwendig. Auch bei Merry hatten wir den Verdacht sie hat ein Ohrenproblem. Unter dramatischem Gequietsche und Gejammer, stellte sich diese Vermutung aber zum Glück als falsch heraus. Lieber so als andersherum, befinden wir.

 

17.08.2022

Obwohl er noch gar nicht auf unserer Homepage war, haben wir für den kräftigen schwarz-weißen Kater Lucky ein ganz tolles Zuhause gefunden. Die nette Dame hatte bereits mehrere Katzen aus unserer kleinen Einrichtung, weswegen sich große Freude im Team ausbreitete, als sie uns anschrieb und ihr Interesse an Lucky bekundete. Am Vormittag ging es für den Kater in einer großen komfortable Transportbox auf die Reise nach Thüringen. Im neuen Zuhause ankommen fremdelte Lucky nicht lange mit der neuen Umgebung, unternahm erste Erkundungsstreifzüge durch die Wohnung. Oh was war er glücklich, als er das erste gefüllte Näpfchen endeckt hat. Da war der Schreck auch vergessen, als Lucky merkte, dass er sein neues Revier mit einem Artgenossen teilen muss. Die beiden Samtpfoten müssen sich ja auch erst einmal kennenlernen, bevor eine Freundschaft entstehen kann. Doch Luckys neues Frauchen steht dem ganzen positiv gegenüber. Es ist wirklich schön, dass der Erste, der insgesamt vier beschlagnahmten Kater, nun ein neues Zuhause hat.

 

16.08.2022

Es war fast wie Weihnachten, nur im Hochsommer. Abgabekatze Nala, die vor rund zwei Wochen aus unwürdigen Bedingungen gerettet und zu uns gebracht wurde, hat vier kleine Kitten zur Welt gebracht.
Jedes sieht anders aus. Wir richteten es Nala behaglich ein, bauten eine "Bude", damit sie in Ruhe ihre kleinen Würmchen versorgen kann. Das Wunder des Lebens. Wir hoffen und wünschen uns für diese vier kleinen Seelen, dass ihnen nie so ein Unrecht wie ihrer Mama wiederfahren wird.

 

15.08.2022

Der wunderschöne langhaarige Kater Flauschi hat ab heute ein neues Zuhause. Doch bevor er dieses beziehen konnte, musste er irgendwie in die Transportbox kommen. Mit vereinten Kräften und nur unter zuhilfenahme eines Keschers, war es uns möglich dem 6kg schweren Kater habhaft zu werden. Einmal in der Box unterschielt er uns die ganze Fahrt über mit reichlich Katzenjammer. Dieser verstummte auch im neuen Zuhause nicht, wiech höchstens einem missmutigen fauchen und einem ängstlichen knurren. Wir ließen Flauschi selbst entscheiden, wann und in welchem Tempo er seine neue Umgebung erkundet. Die Familie hatte Verständnis für den eher ängstlichen Kater. Sobald sich Flauschi etwas eingewohnt hat, kann er über die Felder ringsum stromern. Auch vom Straßenverkehr droht dem Freigänger keine Gefahr den Flauschis neues Domizil liegt am Ende einer Sackgasse. Wir hoffen, dass Flauschi so lange glücklich sein wird und auch bald versteht, dass er keine Angst mehr haben muss.

 

13./14.08.2022

Das Wochenende verabschiedete sich mit einer unfassbaren Tragödie. Noch über den Mittag war Omega mit seinem Patenonkel Gassi und die Welt war in Ordnung. Im späteren Tagesverlauf ging es Omega irgendwann deutlich schlecht und unsere Alarmglocken läuteten auf. Schnell hechteten wir ans Telefon, aber Sonntag Abend nach 18 Uhr standen die Chancen mega ungünstig. Kein Tierarzt in der Nähe war mehr erreichbar. Also trugen wir den Rüden ins Auto und fuhren einfach auf gut Glück Richtung Landeshauptstadt. Unter einer der Notfallnummern wurden wir dann wir endlich mit jemanden von einer Tierklinik in Dresden verbunden. Das alles organisierten wir, um ja keine Zeit zu verlieren, während wir Auto fuhren. Wir haben wirklich alles gegeben. In der Klinik angekommen, war der Röntgenraum schon vorbereitet und der schlimmste Verdacht bestätigte sich: Magendrehung! Leider war Omegas Kreislauf inzwischen instabil, die Folgen der Magendrehung zu weit fortgeschritten und er hat es nicht mehr geschafft. Ein letztes Mal strichen wir über sein Fell und nahmen Abschied von dem einst lebenslustigen Kerlchen mit den markanten Ohren. Es geschah alles so plötzlich und ist für uns immer noch unfassbar. Lebe wohl, Omega!

 

12.08.2022

Zu unserer großen Freude meldeten sich heute die Besitzer von Fundschildkröte Jakob bei uns. Jakob, der eigentlich Eddy hieß, war aus dem Freilauf geklettert und hatte sich dort unter dem Netz durchgezwängt und ging so auf die Reise. Die Besitzer waren heilfroh, dass sie Eddy wohlbehalten wieder abholen durften. Seine Schildkröten-Freundin litt seit seinem verschwinden unter der Einsamkeit, buddelte sich immerzu ein und wollte nicht so richtig fressen. Besonders für sie war es wohl eine Erleichterung, dass Eddy nun wieder heimkehrt. Übrigens fanden die Besitzer es so niedlich, dass wir ihm gleich einen Namen gegeben haben, dass Eddy fortan seinen Zweitnamen behalten darf. Wir hoffen, dass wir den elfjährigen Ausbruchskünstler Eddy-Jakob so schnell nicht wieder sehen werden.

 

11.08.2022

Und wieder ging die Fahrt zum Tierarzt. Diesmal mit dabei waren die vier Kater Ama, Oli, Hatari und Lucky, die ihre zweite Impfung bekommen sollten. Als alle im Auto sicher verstaut waren, ließ der Katzenjammer nicht lange auf sich warten. Doch die Fahrt war kurz und alle Kater zeigten sich sehr kooperativ bei der Untersuchung und dem anschließenden Pieks, obwohl man gerade Hatari und Lucky anmerkte, dass die Tierklinik nicht ihr Lieblingsort wird. Dafür waren die beiden heilfroh als sie endlich wieder im Tierheim, in ihrem gewohnten Umfeld waren. Zum Trost gab es auch gleich was zu futtern, und dann sah die Welt schon viel besser aus. Ama war nach seinem Ausflug zum Tierarzt regelrecht aufdringlich und verschmust, während Oli doch etwas nachtragender war. Doch auch er konnte ein leises schnurren nicht unterdrücken, während wir ihn zur Beruhigung ein wenig umher getragen haben.

 

10.08.2022

Nachdem sich die Abgabekaninchen etwas eingelebt hatten, konnten wir ein erstes Check-Up machen. Bei der Gelegenheit haben wir bei den drei Nagern auch gleich die Krallen gekürzt. Die Mümmelnasen Sissi und Coco wiesen nichts auffälliges auf, aber der Rammler Sam umso mehr. Wir beobachteten ihn beim Kopfschütteln und Ohrenkratzen, deutlich sichtbar war auch das tränende Auge und die beiden Schneidezähne waren schief gewachsen. Zur genaueren Abklärung und Impfung, waren wir heute in der Tierklinik. Rasch war klar das dem Rammler eine Zahn-Operation bevorsteht. Auch die Backenzähne könnten von dieser Schiefstellung betroffen sein und bereits krumm in das Zahnfleisch wachsen. Sollte sich dies in der Operation bestätigen, mahnte der Tierarzt, müssten wir über eine Euthanasie nachdenken. Denn ein Leben mit Schmerzen soll er nicht führen müssen. Alternativ wäre die komplette Entnahme aller Zähne - kein Lebenswertes dasein für ein Nagetier. Wir bangen dem Tag der Operation von Sam entgegen. Vorerst konnten die drei jedoch wieder mit ins Tierheim und sich bei einer Hand voll frischem Gras von der Aufregung erholen.

 

09.08.2022

Manchmal muss man auch Glück haben. Und mit "man" meinen wir Nerra! Nicht einmal sechs Tage nach ihrer Rückgabe im Tierheim durfte die große gestromte Hündin in ihr neues Zuhause umziehen. Gerade einmal 10 Minuten musste sie mit dem Auto fahren, ehe das Ziel vor Augen war. Völlig entspannt und souverän erkundete Nerra den Garten. Als wäre sie nie wo anders gewesen fand sie rasch den Zugang zum Haus, erschnüffelte sich das Erdgeschoss, schwubs die Treppen hoch, kurz umgeschaut, den Katzen wohlwollend zugenickt, schnell wieder nach unten und dann Nickerchen unter dem Küchentisch im Kreise ihrer neuen Familie. Es fühlte sich wirklich an, als würde Nerra dort hingehören. Mit diesem guten Gefühl traten wir die kurze Heimreise an.

 

08.08.2022

Endlich konnten wir wieder einmal einem unserer Schützlinge "Adieu" sagen. Auserkoren war Hera, die ihre neuen Hundeeltern bei mehreren Besuchen davon überzeugte, dass sie wirklich eine freundliche, ruhige, aufgeschlossene und zarte Hündin ist. Eben alles, was sich das Paar gewünscht hatte. Die Fahrt in die neue Heimat verlief reibungslos. Doch am Ziel angelangt stand Hera vor der nächsten großen Herausforderung: Treppen. Mit etwas Überredungskunst bezwang Hera doch auch dieses "Monster" und freute sich, endlich im Kreise ihrer neuen Familie zu sein. Wir hoffen sehr, dass Hera ihrer neuen Familie täglich ein Lächeln ins Gesicht zaubert, wie sie das auch bei uns Tag für Tag geschafft hat.

 

06./07.08.2022

Das gestrige Fundkätzchen ist ein kleiner schwarzer Kater und hat nun von uns den wunderschön klingenden Namen "Mimo" erhalten. Wobei Mimo keineswegs die Abkürzung von Mimose sein soll, denn überempfindlich ist er keineswegs. Das Antibiotikum konnten wir ihm gut verabreichen und er verhielt sich zum Glück auch in keinster Weise nachtragend. Er ließ sich dabei streicheln, nur ein Nieserchen konnte er  nicht unterdrücken. Gesundheit, Mimo, und zwar ganz schnell!

 

05.08.2022

Eine Freundin des Tierheims rief uns ganz aufgelöst an. Eine Bekannte von ihr hatte gerade eine junge schwarze Katze vor dem Tod bewahrt. Das dünne Kätzchen lag auf einem hochfrequentierten Parkplatz unter einem Auto. Die Bekannte konnte die Fahrerin gerade noch vom Losfahren abhalten, mit dem Hinweis auf die Katze unter dem Pick-Up. "Da hat die Katze halt Pech" bekam sie als Antwort. Nun stand sie da mit dem Hieverchen auf dem Arm und wusste nicht wohin. Wir sagten die Aufnahme des Zwergs zu und eine halbe Stunde später fand sich das schwarze Kätzchen in unserer Quarantäne wieder. Dankbar schleckte das zutrauliche Kätzchen sein Schälchen Nassfutter leer. Sie scheint unter Schnupfen zu leiden und war mit Flöhen übersät. Doch diese Probleme werden wir in den Griff bekommen.
Außerdem war am Nachmittag eine ganz liebe Familie im Tierheim, die beim Anblick von der gerade erst abgegebenen Hündin Nerra ganz schockverliebt waren. Vielleicht muss sich die Hündin gar nicht erst an den Tierheim-Alltag gewöhnen. Das wäre ein Glück für Nerra.

 

04.08.2022

Und wieder gab es Zuwachs im Tierheimbestand. Hund Nerra wurde nach fast zwei Jahren im neuen Zuhause wieder zurückgegeben. Die Lebensumstände hatte sich geändert, die Eheleute getrennt und so blieb am Ende nicht mehr genug Zeit für Nerra. Dem Mann fiel die Abgabe seiner Nerra sichtlich schwer, denn das hatte er so nie gewollt. Dennoch hatte er verantwortungsbewusst gehandelt und in Nerras Sinne entschieden. Nerra versteht die Situation noch nicht ganz. Es hat den Anschein als würde sie denken, sie sei hier nur als Gast. Hoffen wir, dass sie mit diesem Gedanken recht hat.

 

03.08.2022

Wir wurden in einem heiklen Fall um Hilfe gebeten. In einer Einrichtung zum betreuten wohnen von Jugendlichen, hat ein drogenabhängiger Bewohner auf Ebay eine Katze erworben. Da die Einrichtung die Tierhaltung generell nicht gestattet, standen sie plötzlich vor dem Problem "wohin?". Nach Einschätzung der tierlieben Betreuer handelt es sich um eine unterernährte, verflohte und möglicherweiße tragende Katze. Ohje, wir können nur erahnen, was Katze Nala bereits durchmachen musste. In unserer Quarantäne angekommen, machte sie erst einmal einen aufgeweckten, mobilen und sehr freundlichen Eindruck. Das angebotene Futter wurde dankbar angenommen. Nala ist definitiv zu dünn und auch eine leichte Bauchwöblung ist zu erkennen. Wir sind gespannt, ob der Tierarzt unsere Einschätzung teilt. Zum Glück schwebt Nala erst einmal nicht in Lebensgefahr. Was für ein Glück!

 

02.08.2022

Das Ordnungsamt Großröhrsdorf meldete uns eine Fundschildkröte. Die Finderin hatte das Tier bereits über das Wochenende beherrbergt und erfolglos in der Nachbarschaft herumgefragt ob jemand den Besitzer der Landschildkröte kennt. Nun wurden wir beauftragt das Tier vorrübergehend unterzubringen. Es handelt sich um ein Männchen und wir nannten ihn spontan Jakob. Jakob war dankbar für den sogleich gereichten Salat und zog sich am Abend zum Schlafen in den großen Heuhaufen zurück. Kennen Sie jemanden in Großröhrsdorf der seine Landschildkröte vermisst?

 

01.08.2022

Bei der Hitze purzeln die Pfunde. Die Diät, die wir Nada verordneten, zeigt(e) nicht nur auf der Waage Wirkung. Als die liebe "rumänische Roulade" zu uns kam, wog sie noch über 41 kg. Nun konnten wir erfreut feststellen, dass die Hündin nur noch knapp über 36 kg auf die Waage brachte. Ihre Hüftprobleme können durch das Abnehmen zwar nicht plötzlich geheilt werden, doch sichtlich erleichtert bewegt sich die gute Hundeomi viel aktiver auf dem Hof. Es ist eine wahre Freude, sie so erleben zu dürfen. Noch schöner wäre nur ein baldiges eigenes Zuhause. Das kann doch nicht nur ein Traum bleiben?

 

30./31.07.2022

Nach 13 Jahren hatte unser Tierpfleger Mario Domsch am Sonntag seinen letzten Arbeitstag im Tierheim. Im August 2009 begann er seine Ausbildung hier und war nach deren erfgreichreichem Abschluss weitere 10 Jahre für unsere Schützlinge da.
Vorallem die Hunde waren sein Metier und die Vermittlungsfahrten. Dabei besonders jene, die über weite Strecken führten.
Nun sah sich Mario zu einem radikalen Schritt gezwungen. Die tägliche Anreise aus der Oberlausitz ins Tierheim war aufgrund der hohen Preise für Kraftstoff nicht mehr bezahlbar. Dazu kam die Kürzung seiner Arbeitsstunden wegen der kritischen finanziellen Situation des Tierheimes.
Also sagte Mario "Adieu" und arbeitet künftig in einem anderen Job ganz in der Nähe seiner Wohnung. Dafür haben wir Verständnis, auch wenn es uns schmerzt.
Wir wünschen ihm für seine Zukunft alles Gute.

 

29.07.2022

Dem Katerchen Aaron geht es erfreulicherweise schon viel besser. Die Medizin gegen das hohe Fieber hat geholfen und dem kleinen Mann geht es schon viel, viel besser. Er frisst, spielt und kuschelt wieder. Die nächsten Tage bekommt er seine verordneten Medikamente noch und dann, so hoffen wir, ist er vollends über den Berg. So schnell kann es manchmal gehen: Gerade noch himmelhochjauchzend und am nächsten Tag schon dem Tode näher als dem Leben. Doch zum Glück konnten wir rechtzeitig handeln und Aarons Leben ein zweites mal retten. Er ist so ein lieber und dankbarer kleiner Kerl.

 

28.07.2022

Wer unsere Rubrik aufmerksam verfolgt, dem dürfte inzwischen bekannt sein, wie gerne Tiago im Auto mitfährt. Heute allerdings winselte er unterwegs kurz. Was war los? Merkte er etwa, dass wir von unserer bisherigen vertrauten Route, nämlich die zum Tierarzt, abweichen? Denn heute fuhren wir in entgegengesetzter Richtung, nach Radeberg. Endlich hieß es für den Hundemann: auf ins neue Zuhause. Frauchen hatte extra ein paar Tage Urlaub genommen, um ihm die Eingewöhnung zu erleichtern. Nach knapp 15 Minuten erreichten wir schon den Parkplatz. Frauchen kam uns bereits entgegen und beide Seiten konnten ihre Aufregung schlecht verbergen. Schließlich beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt. Der Mann von der Grünpflege, welcher die Hecke entlang des Weges schnitt, war für Tiago gänzlich uninteressant. Lieber erschnupperte er die Gegend ganz genau und setzte seinen Willkommensgruß für die nächsten Hunde, die da lang laufen werden. Er ließ sich gut an der Leine führen, nur an der metallenen Außentreppe stockte er kurz. Da sich der Rüde von unseren aufmunternden Worten und nicht zuletzt auch von seiner Neugier gelockt fühlte, lief er die Treppen zügig hinauf. Gerade dachten wir noch, dass wir eben lieber den Umweg über den Hausflur nehmen werden und wollten umdrehen. Der sanfte Rumäne überraschte uns auch in der Wohnung, als er beim Erkunden aller Ecken sogar auf ein NEIN hörte, als er seine Vorderpfoten auf die Küchenarbeitsplatte setzte. Er ist eben ein lieber, anpassungsfähiger Hund, der betrebt ist, alles richtig zu machen. Das geräumige Kaninchengehege auf dem großen Balkon weckte sein beonderes Interesse. Am spannendsten war es, als die Mümmelchen weghopsten. Da wird er noch viel Kinospaß erleben. Die Kaninchen kennen jedoch Hunde und sind nicht ängstlich. Außerdem haben sie genug Rückzugsmöglichkeiten. Unseren abschließenden Schriftverkehr nutzte Tiago, um in einem der Bettchen schon einmal Probe zu liegen. Aber dann kam er sofort wieder neben uns und legte sich zwischen Frauchen und Tierpfleger, um gekrault zu werden. Der Abschied fiel ihm nicht schwer: wir nutzten eine kleinen Spaziergang, um heimlich in andere Richtung abzubiegen, was Tiago gar nicht mitbekam. Wir freuen uns sehr über die gelungene Vermittlung und wünschen viele schöne gemeinsame Jahre

 

27.07.2022

Uns erreichte ein Anruf mit der Bitte, drei Kaninchen bei uns unterzubringen. Wir sagten zu, doch die Details dieser Abgabe klingen nicht nur wie ein schlechtes Klischee, nein, sie lassen uns auch kopfschüttelnd zurück. Vor nichtmal einem Jahr hat sich die Familie auf Wunsch der Kinder hin zwei Kaninchen im Zooladen gekauft, samt handelsüblichen Käfig. Damit sie sich gut verstehen, natürlich Männlein und Weiblein - was soll da schon schief gehen. Verstanden haben sie sich wirklich und so kamen drei Monaten später kleine Babykaninchen auf die Welt. "Niedlich" waren die Babys und auch spannend für die Kinder. Ein hübsches Kaninchenbaby wollten sie behalten, die anderen haben sie "anderwaltig untergebracht". Und damit "so ein Unfall" nicht nochmal passiert, wurde der Rammler von den beiden Mädels getrennt, also der Käfig wurde halbiert. Zu fressen gab es ausschließlich Trockenfutter; kastriert oder geimpft wurde keines der Tiere. Leider war den beteiligten Erwachsenen wohl nicht klar, dass Kaninchen bis zu 10 Jahre alt werden können und kein gutes Kinderspielzeug sind, denn nun hatten die Kinder das Interesse verloren. Es bleibt offen, ob die Kinder auf diesem Wege den verantwortungsvollen und empathischen Umgang mit Kaninchen gelernt haben.

 

26.07.2022

Am morgen danach ging es der frisch kastrierten Mii wieder blendend. Als wäre nie etwas gewesen rüttelte sie an der Tür und verlangte mit einem lauten "miiiie" nach ihrem Frühstück. Und das sollte sie auch bekommen. Im Gegensatz dazu gefiel uns der hübsche Aaron gar nicht. Ganz müde lag er in seiner Bude, kam nicht spielen, nicht kuscheln, nicht fressen. Beim hochheben wirkte er ganz schlapp und viel zu warm. Rasch haben wir Fieber gemessen. 41,3°C. Ohje, kein Wunder das er sich wirklich schlecht fühlt. Der nächste erreichbare Tierarzt war schon auf den kurz darauffolgenden Besuch mit Aaron vorbereitet. Der kleine Kater bekam gleich vier Spritzen um das hohe Fieber zu senken. Gottseidank griff der Notfall-Fiebersenker bereits nach 20min. Als wir wieder im Tierheim waren, wollte Aaron gleich sein Näpfchen mit Katzenfutter verspeisen. Hoffen wir, dass das Fieber nicht zurückkehrt. Daumendrücken ist angesagt!

 

25.07.2022

Über Nacht war für die Katzen Mii und Flecki die Quarantäne ihr Schlafplatz, damit sie am heutigen Montag gleich nüchtern zum Tierarzt durchstarten können. Wie vor knapp einem Monat bei "was gestern geschah" vom 22.06. geschrieben, überlegten wir bei Flecki bezüglich einer Spülung des Tränen- Nasen- Kanals. Da die Katze ansonsten jung und gesund war, der Augenausfluss jedoch schon teils vermehrt floss, entschieden wir uns FÜR eine Spülung in Narkose. Bei Katzenmädchen Mii war ein Termin zur Kastration vereinbart. Nach 4 Stunden konnten wir beide wieder abholen. Flecki durfte ohne Umwege zurück ins große Katzenhaus. Die Spülung brachte leider nur zutage, dass eine Störung im Tränen-Nasen-Kanal vorliegt und sie dauerhaft ein sogenanntes Überlaufauge behält. Es beeinträchtigt sie nicht, es ist eher eine "kosmetische" Angelegenheit und die zukünftigen Besitzer bräuchten lediglich von Zeit zu Zeit die Umgebung des Auges sanft abtupfen. Daran sollte es doch nicht scheitern. Sie gibt dafür viel Schmuseeinheiten zurück.

Mii war indes weder nach schmusen noch nach spielen zumute. Die Kleine hatte mit dem Narkosekater zu tun und ihr war ein wenig übel. Dankbar nahm sie das Kuschelkörbchen an und sammelte im Schlaf neue Kräfte. 

 

23./24.07.2022

Wieder einmal führte uns unser Weg zum Obstladen nach Rammenau, um Obst und Gemüse abzuholen, was den hohen Ansprüchen der Kunden nicht mehr genügte. Unsere Schafe freuten sich über Äpfel: ihnen ist egal, ob da ein brauner Fleck ist oder ob er nicht ganz rund gewachsen ist. Auch ein Stück Melone, das mittlerweile sehr reif war, wollte keiner mehr kaufen. Umso besser für unsere Hühner, die gerade bei diesen hitzigen Temperaturen diese Erfrischung sichtlich genossen. Danke sehr an den Obstladen für diese Möglichkeit, Ressourcen nicht zu verschwenden und dabei noch Geld zu sparen!  

 

22.07.2022

Nachdem wir bei Laya und Niya die Fäden ziehen konnten und wir den Mädels in ihrem Verhalten überhaupt nicht anmerkten, dass sie erst vor kurzem kastriert wurden, durften sie mit ihrem Bruder Sabu in eines unserer Katzenhäuser umziehen. Auf einmal so viel Raum zum Toben, juhu! Ausgelassen rannten und hopsten die jungen Samtpfötchen umher, dass es eine Freude war, ihnen zuzusehen.

 

21.07.2022

An dieser Stelle möchten wir jenen anonymen Spendern danken, die uns einige Futterspenden per Post sendeten. Nicht immer steht dabei, wer der liebe Gönner ist und so wollen wir den heutigen Anlass nutzen, um ganz herzlich DANKE dafür zu sagen. Sie ermöglichen, dass unsere Schützlinge stets ein volles Näpfchen bekommen können, sich wohlfühlen, Vertrauen aufbauen und aufblühen. Für Oli kam z.B. ein Paket Nierendiätfutter an, von einer Sorte, die wir bisher noch nicht probiert hatten. Und das Schönste war, er fand Gefallen an dem neuen Nassfutter. Auch der Katzengaumen möchte eben etwas verwöhnt werden. Mal sehen, wie lange der Appetit daran anhält bei dem wählerischen Kerlchen.

 

20.07.2022

Bei strahlenedem Sonnenschein begrüßten wir unsere Tierärztin doch gerne zur Visite. Der Großteil unserer heutigen Patienten war auf Samtpfötchen unterwegs. Bereits seit einem Monat dürfen wir dem kleinen Fundkater, den wir Aaron genannt haben, beim wachsen und gedeihen zuschauen. Das er das auch wirklich tut, davon konnte sich die Tierärztin heute selbst überzeugen. Von seinem Flohbefall war nichts mehr zu sehen. Das freut den Kater und uns ebenso. Ebenfalls untersucht und geimpft wurden die kleinen schwarzen "Teufel" Sabu, Laya und Niya. Langsam merkt man das ihr Spiel wilder und schneller wird. Schon mehr als einmal haben sie die lustigen Kügelchen aus dem Trockenfutternapf geschossen und dann energisch gejagt. Auch das Inventar wird unfreiwillig als Parkour-Strecke benutzt. Aber es dauert nicht mehr lang, bis sie endlich auf die Suchen nach einem neuen Zuhause gehen können.

Ebenfalls eine Impfung sollte Katze Oreo bekommen. Die war jedoch gar nicht davon begeistert und nahm lieber Reißaus. Mit vier Leuten könnten wir der flinken Miez endlich Habhaft werden und ihr den notwendigen Pieks zukommen. Zu guter letzt baten wir die Tierärztin noch einen Blick auf die beiden schwarzen Kittenzu werfen, die aus einem Kuhstall stammen. Leider wird die kleiner von beiden immernoch mit Schnupfen geplagt. Die Tierärztin beruhigte uns jedoch, dass es gar nicht so übel aussieht und empfahl die aktuelle Therapie zur Stärkung der Abwehrkräfte weiter zuführen.

 

19.07.2022

20 Minuten vom Tierheim entfernt in Dorflage wohnt ab heute die einstige LPG- Katze "Milka". Die vorige Katze der Familie war ebenso schüchtern und hatte sich anfangs nur versteckt. Ihnen ist also bewusst, auf welchen Typ Katze sie sich einlassen und dass sie nicht gleich allzu viel von der schwarz-weißen Schönheit erwarten dürfen. Sie wollten mit Absicht einer Samtpfote die Chance geben, deren Vermittlungsaussichten geringer sind, weil sie eben nicht gleich jedem um die Beine schmust. In der Transportbox und während der gesamten Fahrt verhielt sich Milka ganz still. Angekommen bot sich uns eine ideale Lage. Das Haus ist nämlich das letzte auf der Anliegerstraße und dahinter ist viel Feld. So kann Milka, wenn sie sich eingelebt hat, nach Herzenslust umherstreifen und Mäuse beobachten. Doch das liegt noch in ferner Zukunft. Die nächsten Tage, wenn nicht gar Wochen, verlaufen erst einmal sehr ruhig. Milka hatte sich nach Ankunft, wie zu erwarten war, zurückgezogen. Als Versteck schien ihr der Kachelofen ganz praktisch zu sein. Nun wird Milka entscheiden, wie schnell sie sich mit ihrer neuen Situation arrangieren kann.

 

18.07.2022

Ungefähr seit Hera ihre Beschreibung auf ihrer Profilseite hat und das Rudel immer kleiner wird, wird sie präsenter und liegt deutlich weniger im Körbchen. Als möchte sie unbedingt auf sich aufmerksam machen. Alle sollen doch sehen, dass sie auch noch da ist und ein Zuhause sucht. Uns sind in diesem Zusammenhang ein paar neue Fotos gelungen und auch ihr Profilbild konnten wir auffrischen. 

Katze Flecki traut sich ebenfalls immer öfter heraus. Nachdem sie sich anfangs unter das Sofa verkroch, stellten wir eigens für sie eine Kuschelhöhle daneben auf, die sie dankbar annahm. In unserem Beisein kommt sie auch heraus, läuft umher, schmust und nimmt ein paar Leckerli. Am Abend, als die Hunde zu Bett gegangen sind, trauten wir unseren Augen kaum: Flecki saß draußen im Auslauf vorm Fenster. Wie schön, unsere Sensibelchen "mausern sich" und werden mutiger. Diese Erfolge wollten wir natürlich gerne mit Ihnen teilen. 

 

16./17.07.2022

Am Wochenende verlief alles eher unspektakulär. Da die Wiesen ums Tierheim herum gemäht wurden und auch unsere Schafweiden kaum noch brauchbares Grün für unsere Nager hergeben, fuhr unser Tierheimauto auf Besorgungsfahrt für Salat und anderes Gemüse. Unsere Meerschweinchen haben außerdem noch Äpfel und eine Auswahl getrockneter Kräuter zur Verfügung. Somit ist für Abwechslung auf dem Speiseplan gesorgt.

 

15.07.2022

Das heutige "Was gestern geschah" verdient diesen Titel eigentlich nicht, denn es geschah innerhalb der letzten Monate. Kater Flauschi, der getigerte, der "Schönling" hat sich mit Oreo eine treue Freundin zugelegt. Dabei ist es eher so, dass sie seine Nähe sucht als umgedreht. Wo er schreitet, tippelt sie hinterher. Wo er sitzt, liegt sie daneben. Immer wieder gibt sie ihm Köpfchen, dass einem schon vom zusehen das Herz schmilzt. Aber mit diesen Frühlingsgefühlen ist Oreo nicht allein. Die dreifarbige Scheunenkatze Ilona scheint im ebenfalls getigerten Friedrich einen coolen Begleiter "zum Pferde stehlen" gefunden zu haben. Schmusen sieht man diese beiden zwar nicht, aber schon öfter wurden sie schon bei gemeinsamen Ausflügen ums Tierheim gesichtet, liefen im Gänsemarsch durch die Traktorspuren auf den angrenzenden Weizenfeldern. Einmal thronten sie zusammen auf dem Kompost - bestimmt auf Mäusejagd. 

Keine dieser Katzen im Tierheim hat sich je ausgesucht hier zu laden. Wenn die Tiere es dennoch schaffen, freundschaftliche Beziehungen aufzubauen, macht uns das unglaublich glücklich und stolz. 

 

14.07.2022

Rüde Tiago unternahm heute weder einen extra Ausflug, auf den er sich wie gewohnt dolle freute. Er wollte schon ins Auto springen, obwohl die Tür der Transportbox noch gar nicht auf war. Da mussten wir ihn ganz schön einbremsen in seinem Eifer. Angekommen in der Tierarztpraxis lief er wie gewohnt links und rechts schnuppernd in den Eingangsbereich. Ein anderer Hund kam gerade mit schlotternden Beinen heraus. Tiago zeigte ihm, dass man auch ohne Angst haben zu müssen zum Tierarzt gehen kann. Mit seiner gewohnt guten Laune zog Tiago wieder alle Blicke auf sich. Als der Tierarzt uns bat, mit Tiago den Hof hin und her zu laufen, damit er sich ein Bild von Tiagos Gangbild machen konnte, entpuppte sich dies als schwieriges Unterfangen. So viel Ablenkung... Tiago wollte doch zu gerne überall schnüffeln, alle anderen Hunde begrüßen, eben alles außer geradeaus laufen wie auf dem Laufsteg. Der Doc konnte dennoch erkennen, dass gar nicht mehr zu sehen ist, auf welcher Seite der Rüde vorher lahmte. Auch Schmerzen waren keine mehr auszumachen. Tiago war entlassen. Nun wird der baldigen Vermittlung hoffentlich nichts mehr im Wege stehen. 

 

13.07.2022

Nach reichlich Sonnenschein und übermäßiger Benutzung, sahen die Terassendielen im Außenbereich unserer Katzenhäusern ziemlich verbraucht aus. Wir haben uns also dazu entschlossen die Dielen heute mit schöner Lasur auf Vordermann zu bringen. Das bedeutet aber auch, dass die Katzen heute "Stubenarrest" hatten und Renovierungsarbeiten nur vom Fenster aus beguachten konnten. Geschadet hat es den Stubentigern nicht, denn Frischluftzufuhr gab es durch das gesicherte Fenster dennoch.

 

12.07.2022

Bei unseren aktuellen Models für das "Foto der Woche" Laya, Niya und Sabu blieb das Näpfchen heute leer, ebenso wie das Bäuchlein. Grund dafür war die bevorstehende Kastration der beiden Katzenmädels. Am späten Vormittag ließen sich beide ohne Probleme in Transportboxen verpacken, ehe die Fahrt losging. Nach und nach "ölten" die beiden wohl ihre zarten Katzenstimmen während der Fahrt, denn kaum in der Praxis angekommen, jammerten sie super laut im Duett darüber, jetzt endlich aus der ollen Box raus zu kommen. Wir scherzten mit dem Praxisteam, dass man sich mit den beiden schwarzen Schwestern absolut nicht anschleichen kann. Die Kastration verlief komplikationslos, beide waren zügig wieder munter und konnten geholt werden. Nur Bruder Sabu, der natürlich derweile nicht weiter darben musste, fremdelte mit seinen Schwestern, die nun völlig anders riechen. Denn bis auf ein wenig mürrisches Geknurre - quasi nur Machogehabe - blieb alles friedlich. Nun dauert es nicht mehr lange, bis die Rasselbande, die bei uns im Tierheim das Licht der Welt erblickten, auf die Suche nach einem neuen Zuhause gehen kann

 

11.07.2022

Während unser Hausmeister den Weg links und rechts unserer Einfahrt fleißig vom hohen Gras befreite, befanden wir, dass auch Kater Josef etwas von seinem vielen Fell befreit werden sollte. Der Senior kann sich nicht mehr so richtig selber putzen und bürsten lässt er sich leider auch fast überhaupt nicht. Auf seinem Rücken fing es daher langsam an, sich zu verfilzen. Wir mussten uns also etwas einfallen lassen, um Josef bei der Schönheitspflege zur Hand zu gehen. Da der Kater mit Leckerlis super bestechlich ist, schütteten wir ganz viele knusprige Katzensnacks vor Josef. Während er schmauste, versuchten wir erst vorsichtig, etwas Filz mit den Fingern auseinander zu zupfen. Josef schaute kurz auf, wir stockten und redeten beruhigend auf ihn ein und gaben noch ein paar mehr Leckerchen. Erfreulicherweise ließ er sich wieder gut ablenken und wir nahmen eine Schere für hartnäckigere Stellen. Lange ließ er sich jedoch nicht derart an der Nase herumführen. Da er auch schnell unfreundlich werden kann, wollten wir nichts provozieren und werden diese heimliche Art der Fellpflege nach und nach fortsetzen.

Am Mittag brachten uns liebe Unterstützer weitere Spenden, dieses Mal aus einem der Fressnapfmärkte. Am meisten entlockte uns das Nierennassfutter für Katzen innerliche Luftsprünge. Oli ist ein Kandidat für diese Spezialdiät, aber das Futter ist ja bekanntlich etwas kostenintensiver. Ihm ist damit wieder eine Weile geholfen. Auch über einige Kuschelkissen für unsere Katzenkinder konnten wir uns sehr freuen und wir sagen Allen herzlich Danke.

 

09./10.07.2022

Am Wochenende fuhren wieder liebe Helfer zu uns mit den gesamelten Spenden vom Edeka in Radeberg. Neben Katzen- und Hundefutter sowie Snacks war auch einiges an Kaninchenfutter dabei. Da wir momentan jedoch keine Langöhrchen beherbergen und so viel auch nicht lagern können, fragten wir bei einer privaten Kaninchenpäpplerin in der Nähe an. Dankbar sagte sie uns zu, dass sie das Futter wirklich dringend gebrauchen könne. Selbstverständlich helfen wir den Kaninchen in Not gerne weiter.  

Die beiden neuen LPG- Katzen (siehe "was gestern geschah" vom 05. und 06.07.22) erhielten erneut Langzeit-Antibiotika. Obwohl sie fauchten und immer noch nicht so gut auf Menschenkontakt zu sprechen waren, ließen sie es "über sich ergehen". Eine der Katzen erleichterte sich sogar vor Schreck. Armes "Angsthäschen", wir wollen dir doch wirklich nichts Böses. Unterstützend bekommen beide noch ein homöopathisches Mittel. Hoffen Sie bitte mit uns, dass die beiden recht bald genesen und unsere Nähe zumindest angstfrei akzeptieren können.

 

08.07.2022

Die kleine agile Fundkatze Mii durfte heute die Quarantäne verlassen. Mitsamt ihrem Lieblingskuscheltier, welches sie seit ihrer Ankunft bei uns hat, bezog sie ihre neue Bleibe. Doch die fremde Umgebung verunsicherte sie und sie traute sich gar nicht aus der Box. Ein zwei Schritt raus und dann schnell wieder zurück. Mit gut zureden drehte sie die erste Runde um die Transportbox, beschaute alles neugierig und verstecke sich dann wieder. So viel Zurückhaltung passt gar nicht zu ihr - wir nahme sie auf den Arm und zeigten ihr alles. Und als wäre der Schalter umgelegt flitzte sie plötzlich los: Sessel hoch, Schwanzschlagen, Sesselrunter, einmal durch den ganzen Raum im Galopp über die Transportbox und den Kratzbaum hoch. Wir mussten herrlich lachen. Nicht ganz so wild ging es bei Flecki zu, die ebenfalls die Quarantäne gegen ein Katzenvermittlungshaus eintauschen konnte. Als die Box aufging tapste sie neugierig hinaus, miaute ein paar mal, hüpfte aufs Sofa ehe sie bemerkte, dass noch andere Katzen da waren. Von da an war Flecki erstmal unter dem Sofa verschwunden und ließ sich nicht erweichen wieder heraus zu kommen. Es wird bestimmt noch ein paar Tage dauern, ehe sich Flecki gut eingelebt hat.

 

07.07.2022

Heute war ein besonderer Tag für Rin. Nicht ganz ein Jahr nach seiner Ankunft in unserem Tierheim durfte Rin in sein eigenes Zuhause umziehen. In aller herrgottsfrühe brach er gemeinsam mit Mario Richtung Berlin auf. Sein Ziel lag jedoch nicht in der belebten Innenstadt, sondern im ruhigen und grünen „Speckgürtel“. Das etwas anders war als sonst hat Rin sofort bemerkt. Selbst Engelszungen konnten den Rüden nicht dazu bringen, sich vor der Fahrt noch einmal zu erleichtern. Mit großen Augen legte er sich letztlich in die Transportbox im Auto und machte keinen Mucks. Nach der Ankunft traf Rin seine neue Freundin Baba, die vor 5 Jahren genau denselben Weg, ebenfalls mit Mario hinter sich gebracht hatte. Beide schnupperten kurz aneinander, nickten sich kurz ab und damit war es beschlossen, dass Rin mit nach drinnen darf. Für Rin der den Großteil seines Lebens in der Smeura verbracht hat, ehe er zu uns kam, war dies eine vollkommen neue Welt. Die nächste Zeit wird sehr aufregend für Rin, doch seine neue Familie geht mit viel Zeit und Geduld an die Sache heran. Wir hoffen, dass Rin mit nunmehr 12 Jahren endlich sein Für-Immer-Zuhause gefunden hat.

 

06.07.2022

Und täglich Grüßt das Murmeltier... ach nein.. der Tierarzt. Diesmal wieder bei der routinemäßigen Visite. Begonnen haben wir mit den zauberhaften Katerchen Oli, der lieber schmusen wollte als sich untersuchen zu lassen. Währenddessen sabotierte sein Zimmergenosse und Kuschelkumpel Ama die Szenerie weiter und stupste immerwieder den Deckel des Tierarztköfferchens zu. Bei Oli gab es letztlich nichts zu beanstanden, nur Amas abgeheiltes Blutohr war ziemlich schmuzig und voller Sekret. Er muss nun Ohrentropfen bekommen. Dem sonst so lustigen Kater Lucky war die Situation mit dem Tierarzt ziemlich unheimlich, aber er war tapfer bei der Untersuchung und anschließenden Impfung. Allerdings hat er auch einen schlimmen Backenzahn, der gezogen werden sollte. Angesteckt von Luckys Unsicherheit wäre Hatari auch am liebsten im Erdboden versunkten, dabei gab es bei ihm gar nichts zu "meckern" und er bekam rasch seine Impfung. Schon die zweite Impfung bekam die kleine aufgedrehte Fundkatze Mii und die hübsche zarte Flecki. Beide können in Kürze die Quarantänestation vorerst verlassen. Unsere beiden verschnupften samtpfötigen Neuzugänge bekamen ein Spot-On und Antibiotika gegen den Schnupfen verordnet. Keine leichte Aufgabe die scheuen Miezen davon zu überzeugen, dass wir es nur gut mit ihnen meinen.

 

05.07.2022

Sicher erinnern Sie sich an das Schicksal von Arla und Milka. Weil ein Kuhstall verkauft wurde, wurden nunmehr auch die dortigen Streunerkatzen nicht mehr geduldet. Bei der Aktion halfen wir auch mit einer Katzenfalle aus, die dort immer noch aktiv ist. Eine weibliche Katze war vermutlich zu scheu (oder bisher zu schlau?) und ließ sich nicht fangen. Jedenfalls waren wieder Katzenjunge gesichtet worden. Der altbekannte Kreislauf eben. Nette Mitarbeiter der LPG konnten nacheinander zwei von ihnen fangen. Wer hätte da nein sagen können? Natürlich fanden sie bei uns ein Plätzel. Die beiden schwarzen Angsthasen quartierten wir in einem extra Käfig in unserem A-Raum ein, da Augen und Nase etwas "schnodderig" erschienen. Dies müssen wir erst einmal genauer "unter die Lupe nehmen", ehe wir sie in die Quarantäne in die Nähe der anderen jungen Katzen setzen können. 

 

04.07.2022

Herzlich verlief Jumas Vermittlung. Wie bereits am 01.07. angekündigt, konnte die Hündin bei einer Familie bzw viel wichtiger, bei dem Rüden der Familie, punkten. Somit durfte Juma endlich einziehen und wir waren fast genauso aufgeregt wie Rüde Balthasar. Vorher gab es noch einmal einen gemeinsamen Spaziergang, der wieder harmonisch verlief und noch einmal bestätigte, wie super die beiden Fellnasen zusammenpassten. Die "Spaß- Tonne" liebt das Wasser genauso wie Balthasar, sie kann aufdrehen, aber genauso gut entspannt sein. Angekommen war der Fahrstuhl für gefühlte 5 Sekunden suspekt, dann ist sie einfach mitgefahren. Schließlich waren ja alle anderen schon drin. Sie ist sehr offen in alle Räume gelaufen, nur das Schlafzimmer ist noch ein bißchen unheimlich. Das wird die Zeit schon richten. Beide Hunde passen gegenseitig auf sich auf und orientieren sich aneinander. Wir haben wieder einmal das richtige Händchen bei der Suche nach einem passenden tierischen Mitbewohner bewiesen und sind darüber völlig glücklich. Herrliche Videos, die wir bereits erhielten, beweisen, dass auch die Familie inklusive der Vierbeiner total happy ist.

 

02./03.07.2022

Als Sonntag früh der Tierarzt anrief, wussten wir schon, dass es sich um schlechte Nachrichten handeln musste. Und wirklich, leider gab es traurige Neuigkeiten von Fundkater Borsti. Nachdem er anfangs noch gut fressen mochte und wir die tiefe Hoffnung hatten, dass er sich irgendwie aufrappeln könnte, wurde sein Zustand von Tag zu Tag, trotz Infusionen, immer schlechter, bis er Samstag Abend das Fressen ganz einstellte. Wir sind tief bestürzt, aber er sollte nicht länger leiden müssen und so durfte er über die Regenbogenbrücke. Wie gern hätten wir Ihnen anderes berichtet, hätten ihm noch ein schönes Zuhause gewünscht. Aber es war leider aufgrund seiner Entkräftung schon absehbar und immerhin war er nicht alleine irgendwo da draußen sich selbst überlassen. An dieser Stelle gilt unser Dank den achtsamen, verantwortungsbewussten Findern, welche sich um Borstis Schicksal gekümmert haben. Wir alle gaben unser bestes. Da wir nicht nur im Leben sondern auch danach den Tieren Achtung und Wertschätzung erweisen, haben wir wie gewohnt das Kleintierkrematorium Rosengarten mit einem würdevollen Abschied beauftragt. Ruhe friedlich und schmerzfrei, lieber Borsti!   

 

01.07.2022

Der neue Monat sollte der wunderbaren Hündin Juma Glück bescheren. Extra für sie war heute eine ganz liebe Familie im Tierheim und führte Juma aus. Nach dem der dreibeinige Figaro, der aus unserem Tierheim stammte, leider für immer über die Regenbogenbrücke gegangen war, war ein Platz inmitten der Familie frei. Balthasar, der ebenfalls den Weg über unser Tierheim in die Familie fand, mochte Juma gleich auf Anhieb und war schon fast aufdringlich. Doch Juma blieb cool und ließ ihn wissen, dass sie es schätzen würde wenn er sich mehr wie ein Gentlemen benehmen könnte. Auch das Kennenlernen mit den Kindern verlief prima, lediglich der Familievater wurde von Juma erst einmal skeptisch beäugt. Nach dem Spaziergang wollte die ganze Familie Juma am liebsten sofort mitnehmen. Wir sind begeistert von so viel positiver Energie. Bestimmt darf Juma ganz bald in ihr neues Zuhause umziehen.

 

30.06.2022

Bereits vergangenen Monat wurden wir vom Veterinäramt um Mithilfe gebeten. Es ging um die Unterbringung von fünf älteren kranken Katzen die ihrem Besitzer weggenommen wurden. Nach langem und zähem hin und her dürfen die Tiere nun in unserer Obhut bleiben bzw. haben wir die Erlaubnis die Katzen an tierliebe Menschen weiter zu vermitteln. Leider war einer der fünf Kater bereits bei seiner Ankunft so schwer erkrankt, dass er trotz intensiver Pflege bei uns und in der Tierklinik letztlich verstarb. Die verbleibenden vier Kater befinden sich jedoch auf dem Weg der Besserung. Die heutige Kontrolle der Blutwerte in der Klinik ergaben zufriedenstellende Ergebnisse. Die beiden Siam-Mixe Oli und Ama hatten erhöhte Nierenwerte, sollten Nierendiät bekommen und Oli zusätzlich noch ein flüssiges Mittel ins Mäulchen um die Niere zu unterstützen. Bei beiden hat sich der Nierenwert gebessert. Die anderen beiden Kater Lucky und Hatari hatten besorgniserregende Leberwerte. Bei beiden ist davon nichts mehr im Blut zu sehen. Hatari soll aufgrund seines immernoch imensen Übergewichts Diät halten und ganz langsam abnehmen. Er lässt sich zum Glück mit der Spielzeugangel zu einem kleinen Spiel verleiten, sodass er auch ein wenig Muskeln aufbaut.

 

29.06.2022

Wieder war der Tierarzt Thema des Tages. Tiago hatte seine Nachkontrolle beim Chefarzt persönlich. Wir gingen also zunächst ins Wartezimmer, der Rüde setzte sich artig auf die Waage und war dann der Meinung, Pflicht erfüllt, nun können wir wieder fahren. Nicht, dass er was gegen Tierarztbesuche hätte, ganz im Gegenteil. Er war nun schon mehrmals zu "Gast" und ist wirklich vorbildlich. Tiago legt sich ab, ist entspannt, wenn jemand neues hereinkommt und wartet ruhig. Na gut, manchmal möchte er sein Bäuchlein gekrault bekommen, um die Wartezeit zu überbrücken. Zusammenfassend gesagt, Tiago ist einfach absolut freundlich und charmant. Auch sein Gangbild war schon erfreulicher, er lief deutlich besser und war munterer drauf, aber seine linke Vorderpfote zeigte immer noch ein leichtes Humpeln. Die Zehengelenke waren dieses Mal nicht mehr schmerzhaft. Die Suche nach der Ursache ist einfach nicht zufriedenstellend. Tiago gibt dem Tierarzt aber auch ein Rätsel auf. Die einzige Möglichkeit momentan ist, dass wir die Therapie mit Schmerz- und Entzündungshemmer fortsetzen, in der Hoffnung, dass sich das Wehwehchen somit "ausschleicht". Dieses war definitiv noch nicht die letzte Tierarztfahrt für Tiago. Ihn stört es jedenfalls nicht, er freut sich schon aufs nächste Mal ;)

 

28.06.2022

Endlich gab es eine erste Rückmeldung aus der Tierklinik wie es dem ausgemergelten Fundkater (siehe Was-gestern-geschah 24.06.) ergangen war. Damit wir ihn nicht immer Fundkater nennen müssen, haben wir ihn Borsti getauft. Um Borsti steht es leider nicht gut. Er leiden unter akuter Blutarmut, die Ursache dafür ist entweder eine Infektion oder tatsächlich der massive Flohbefall. Selbst die Tierärzte waren negativ beeindruckt wie viele Flohkot sich auf diesem unkastrierten alten Kater befand. Dazu hat Borsti chronischen Katzenschnupfen und leider auch eine Niereninsuffizienz. Da wo früher einst Zähne waren sind bei Borsti nur gammelige Stummel zu finden. Der Tierarzt denkt, wenn Borsti nicht so schlapp wäre, würde er sich mehr gegen die Untersuchungen und Behandlungen wehren. An eine Zahnsanierung bzw. die Kastration ist aktuell nicht zu denken. Dazu geht es ihm einfach zu schlecht. Eine Chance durchzukommen hat Borsti trotzdem verdient, denn er frisst sehr gut. Bitte drücken Sie alle die Daumen, dass Borsti diese Chance warnehmen kann.

 

27.06.2022

Tiba, die Hündin, die nicht vollständig kastriert war und deshalb noch einmal "unters Messer" musste, hatte alles gut überstanden. Die Naht ist inzwischen sauber verheilt und heute konnten die Fäden gezogen werden. Bei Tiba keine leichte Aufgabe, da sie meinte, stillhalten sei was für Langweiler. Viel Ablenkung durch massives Kraulen bewirkte Wunder und schon war sie von allen Fäden befreit. In den nächsten Tagen kann sie endlich wieder mit ihrer alten Truppe zusammen herum rennen, ohne dass sie sich jedem anbiedert.

 

25./26.06.2022

Wie bereits gestern angekündigt, fuhren wir am Vormittag mit der Fundkatze (es ist übrigens ein Kater) in die Tierklinik. Zu allem Übel hatte er auch noch massiven Durchfall und war dadurch noch schwächer geworden und drohte zu dehydrieren. Der Kater wurde gleich stationär aufgenommen und an die Infusion gelegt. Wir wünschen uns ganz dolle, dass der tapfere Kerl schnell wieder auf die Beine, Verzeihung "Pfoten", kommt. 

 

24.06.2022

Vor dem Tor stand ein Ehepaar aus dem Nachbarort mit einer dringenden Bitte: auf ihrem Grundstück fand sich eine total ausgezehrte Katze ein. Beim ersten Einfangversuch machte sich die getigerte Katze aber leider irgendwie plötzlich unsichtbar. Wir boten an, eine Falle auszuborgen. Am frühen Abend erschien die Katze wieder auf dem Grundstück und die Finder konnten sie endlich zu uns bringen. Der Zustand des Tieres war wirklich miserabel. Aufgrund der Tatsache, dass es schon so spät war, beschlossen wir, die Samtpfote über Nacht bei uns zu beherbergen und uns am nächsten Tag um die tierärztliche Versorgung zu kümmern. Für heute bekam die Katze von uns Aufbautonikum und natürlich Futter, was sie gierig verspachtelte. Die Fellnase war sichtlich ausgehungert, doch zuviel Futter auf einmal wäre ebenso ungesund. Wir gaben ein paar kleinere Portionen. Uns fiel auf, dass die Miez völlig mit Flöhen übersät war. Das Tier hatte also scheinbar kein aktuelles Zuhause in der Nähe und musste wohl schon länger ums Überleben kämpfen. Bloß gut, dass es noch aufmerksame und tierliebe Menschen gibt.

 

23.06.2022

Unser Hausmeister hatte sich den ganzen Vormittag auf den Schafweiden betätigt. Eine ist nun komplett abgemäht und die andere angefangen. Die Familie mit dem Balkenmäher hat extra wieder den Weg auf sich genommen, um uns helfend zur Hand zu gehen. Da das gemähte Gras jedoch durch die brütende Hitze schon fast trocken war, verwarfen sie den Plan des Rasenmähens und harkten alles Gemähte zusammen. Wir hätten einfach nicht die Kapazitäten dazu gehabt und es wäre wieder alles einfach liegen geblieben. Traurig aber wahr. Leider hätten wir personell und zeitlich das einfach nicht schaffen können. Doch nun, dank der tatkräftigen fleißigen Bienchen, fanden mehrere Säcke Heu den Weg auf unseren Scheunenboden. So viel gutes Heu und das noch für umsonst, wir sagen wirklich von ganzem Herzen Danke für dieses solidarische Engagement. 

 

22.06.2022

Heute war es wieder an der Zeit: die Tierarztvisite stand auf der Tagesordnung. Wir begannen mit den Katzen in unserer Quarantäne. Die drei schwarzen Kitten von "black mama" wollten endlich ihren ersten Pieks erhalten. Kater Sabu, dessen Hornhaut auf dem Auge verletzt war (siehe "was gestern geschah" vom 09.06.), zeigte deutliche Besserung, so dass eine Weiterbehandlung nicht mehr nötig war. Laya, das "Hieverchen" hatte sich inzwischen gut entwickelt. (Übrigens der ultimative Geheimtipp, damit sie das Fressen von alleine annahm, war einfach Kittennassfutter mit Wasser vermischen. Ganz simpel und doch so entscheidend.) Schwesterchen Niya war rundum gesund und so konnten alle geimpft werden. Einen Käfig weiter brachte die gestrige Fundkatze unsere Tierärztin zum Schmelzen. So aufgeweckt, umgänglich und lieb ließ sie sich in die Öhrchen schauen, Abtasten und fein Abhorchen. Alles bestens. Nur im Fell entdeckte unsere Tierärztin Untermieter, aber dem ist beizeiten abgeholfen. Für eine Entwurmung allerdings muss das kleine Katerchen noch ein bißchen wachsen. Letzte der Runde bei den Katzen war Flecki. Trotz Augentropfen war ihr tränendes Auge nicht besser geworden. Da nichts rot, entzündet oder gar schleimig war, wird es vermutlich seine Ursache in einem gestörten Tränen- Nasen- Kanal haben. Die Veterinärin riet uns zu einer Spülung, die in Narkose stattfinden würde. Aber darüber werden wir uns erst in den nächsten Tagen beraten. Derweil ging unsere Visite bei den Hunden weiter. Merry wurde allgemein untersucht und erhielt daraufhin ihre Auffrischungsimpfung inklusive Tollwut. Ganz nach Merrys Art musste sie natürlich den "bösen" Angriff der Spritze ein bißchen dramatisieren und winselte noch, als die Tierärztin schon längst fertig war. Denn Tiba wartete schon mit der Nachuntersuchung der Kastration. Das Pflaster durfte ab und darunter kam am Nahtende eine leichte Rötung zum Vorschein. Tiba erhielt vorsorglich noch Antibiotika. Bis Anfang nächster Woche zum Fädenziehen sollte dann alles schön verheilt sein. Tiago war das Schlusslicht der Patientenliste. Ihn juckten wieder öfter die Ohren und ehrlich gesagt, sah es drinnen etwas dreckig aus. Zu seinem eh schon vorhandenen (und bisher ungeklärten) Leiden mit dem Humpeln kam also noch eine leichte Ohrenentzündung hinzu. Mensch, Tiago, nun ist aber bald mal genug mit Krankheiten einsammeln. Du sollst doch endlich gesund werden!

 

21.06.2022

Bereits am Morgen erhielten wir einen Anruf, dass ein Mann, der gerade auf dem Weg zur Arbeit war, auf seinem Grundstück eine kleine Katze gefunden hatte. Wie der Ablauf bei jeglichen Fundtieren ist, informierte er das Ordnungsamt. Keiner hatte eine Miez vermisst und er bekam das OK, die Katze in unsere Obhut zu übergeben. Aus Sorge vor dem Jagdhund des Nachbarn handelte er schnell und brachte uns das Würmchen in einer Pappkiste. Das schwarz- weiße Katzenkind wog erst zarte 450 g, war demnach etwa 4,5 Wochen alt. Erst wollte das Kitten gar nichts fressen, wir rührten also Aufzuchtsmilch an und hielten die Nuckelflasche hin. Nein, das Katzenkind katschte nur darauf herum. Das war nicht zielführend. Dann gaben wir Babynassnahrung mit Aufzuchtsmilch vermischt auf einen Löffel und das wurde zum Glück gierig angenommen. Perfekt, wir hatten die Lösung gefunden und waren erleichtert, dass es schon relativ selbständig war und keine Rund-um-Betreuung mehr benötigte. 

Bereits in der Vergangenheit hatten wir bemerkt, dass Hündin Ramona eine Art Mutterinstinkt bei kleinen Katzen und jungen Hunden entwickelte. So auch heute. Das Kitten miaute und Ramona war total unruhig und tänzelte umher. Gut, sie durfte ausnahmsweise Tuchfühlung mit dem Katzenkind aufnehmen. Das Kitten war entspannt und zeigte kein Furcht, also durfte Ramona näher heran. Und dann war es einfach nur zuckersüß: Ramona leckte und putzte das Kleine fein sauber. Wie niedlich. Vielleicht lebte Ramona früher einmal auf einem Bauerngehöft und kümmerte sich dort liebevoll um den Nachwuchs? Wer weiß.

20.06.2022

Da sich zu der Fundschildkröte kein Besitzer finden ließ, holten wir am späten Mittag das Tier (eine männliche griechische Landschildkröte) von der Tierarztpraxis ab. Diese hatte ein Provisorium zur Unterbringung in Form eines Drahtkäfigs gefunden, aber wir konnten mit einem z.T. gepflasterten und gut gesicherten Auslauf an unserem Büro dienen, welchen wir sonst für unsere Bürokatzen nutzten. Flugs noch ein paar Blätter Löwenzahn sowie Kleestängel und Spitzwegerich gepflückt, Wasser hingestellt und die Schildi war gut umsorgt. Kaum 3 Stunden später rief ein Herr an, der durch Nachbarn vom Fund der Schildkröte erfuhr. Sein ca. 77-jähriger Schildkrötenmann "Gretel" war seit ca. 3 Wochen flüchtig und er hatte die Hoffnung eigentlich schon aufgegeben. Nun ward sie in etwa 4 Kilometern Entfernung doch noch aufgetaucht. Sichtlich erfreut und erleichtert konnten wir Besitzer und Tierchen wieder zusammenführen.

 

18./19.06.2022

Von unserer Tierärztin wurde eine Fundschildkröte gemeldet. Doch weder telefonisch noch per Mail hatte uns eine Suchmeldung erreicht. Wir schrieben verschiedene Kontakte an, aber keiner konnte etwas zu einer vermissten Schildkröte sagen. Übers Wochenende durfte das kleine Reptil erst einmal bei der Tierärztin bleiben. Gurke und Löwenzahn waren besonders beliebt und standen ganz oben auf dem Speiseplan. Während die Schildi durch die Sonne beflügelt war und richtig Tempo gab, litten die meisten unserer Tiere unter der Hitze. Die Hunde legten sich größtenteils auf die gefliesten Böden unserer Häuser und waren selbst zum Bellen zu k.o. Nur als ein paar liebe Spender Heu und Futter vorbeibrachten, begrüßten sie diese mit einem kurzen Wuff. Tja, selbst Bellen strengte eben an und machte durstig. Logisch, das wir an diesen Tagen mehrmals täglich frisches Wasser nachschenkten. 

 

17.06.2022

Zufällig hatte unsere Tierärztin gleich heute einen Termin frei und so konnten wir mit Tiba die Nach- Kastration wahrnehmen. Es ist super, dass dies so schnell geklappt hatte, denn Tiba litt sowohl unter ihrem Zustand als auch der damit einhergehenden Getrennthaltung. Verständlich, bevor sich die Hunde noch um die "heiße Dame" stritten, ließen wir sie lieber extra laufen. Unsere Veterinärin endeckte in der Tat noch Uterusreste und der verbliebene linke Eierstock war mit Flüssigkeit gefüllt. Viel länger hätten wir die OP wirklich nicht aufschieben dürfen. Die Tierärztin enfernte nun restlos alles und nach 2 Stunden durfte die große Wuschelhündin bereits wieder abgeholt werden. Ein riesen Pflaster bedeckt nun ihren Unterbauch und zur Sicherheit trägt sie einen Halskragen. Viel war mit ihr verständlicherweise heut noch nicht anzufangen, kurz die Blase entleeren und wieder weiter schlafen. Hoffen wir, dass Tiba mit ihrem Halskragen die angekündigten hitzigen Temperaturen am Wochenende gut verkraftet.

 

16.06.2022

Schon seit einigen Tagen fiel uns auf das Tiba merklich aktiver wurde und sich immer wieder in die Spiele der anderen Hund einklinkte. Was normalerweise ein Grund zur Freude wäre, hatte jedoch einen ernsteren Hintergrund. Uns fiel nämlich ebenso auf, dass Tibas Vulva sichtbar angeschwollen war und das sich die Hündin immer wieder angeboten hat. Offenbar wurde bei ihrer Kastration nicht alles entfernt, was nun zu diesem Erscheinungsbild führt. Wir werden uns bemühen zeitnah einen Termin für Tiba zu vereinbaren, um sie vollständig kastrieren zu lassen.

 

15.06.2022

Das Besondere an diesem Tag, was wir erwähnen möchten, hat mit Hundepflege zu tun. Es ist bestimmt einleuchtend, dass wir mit Bürsten gar nicht hinterherkommen. Bei dieser Aktion stolperten wir jedoch über Celentanos heimliche "Mitbewohner": insgesamt 6 Holzböcke sammelten wir von ihm ab. Bei seinem schwarzen Wuschelfell fallen die Biester ja auch überhaupt nicht gleich auf. Unsere beiden Schützlinge mit einer hochgradigen Sehbehinderung, Frau Doktor und Emmelie, erhielten von uns eine Pediküre. Dadurch, dass sie sich die Krallen nicht so dolle ablaufen, mussten wir mit der Krallenschere nachhelfen. Alle beiden Hunde ließen sich die Nagelpflege problemlos gefallen. Die kleine Frau Doktor war am unkompliziertesten. Mario legte sich Frau Doktor einfach auf den Schoß und sie hielt, wie sie bereits beim Tierarzt bewies, (siehe "was gestern geschah" vom 19.5.) tadellos still. 

 

14.06.2022

Kurzfristig konnten wir einen Termin in der Tierarztpraxis wahrnehmen, um Rüde Tiago zur Nachkontrolle vorzustellen. Seine plötzliche Lahmheit (siehe "was gestern geschah" vom 09.06.) war nur gering besser geworden, was vermutlich an den Schmerzmitteln lag. Leider konnte der Tierarzt immer noch nicht eindeutig herausfinden, wo denn nun letztendlich seine Schmerzen herkommen. Scheinbare Ursache beim Abtasten könnte ein Zehengelenk sein, obwohl auf den Röntgenbildern nichts ersichtlich war. Tiago erhält nun noch weitere Tage Entzündungshemmer und die Röntgenbilder werden noch einmal bis ins kleinste Detail ausgewertet. In 2 Wochen ist Nachkontrolle, falls sich bis dahin nichts anderes ergibt. Der Rüde hielt sich tapfer und wollte sogar von ganz allein in die Transportbox springen. Als wir zurück vorm Tierheimtor waren, trafen wir auf Freunde unseres Tierschutzvereins. Diese hatten einen Balkenmäher organisiert und waren extra aus Dresden angereist, um der fleißig wuchernden Graslandschaft auf den Schafweiden Herr zu werden. Doch weit kamen sie leider nicht. Ob es nun an der Wuchshöhe oder den harten Stängeln lag, oder an beidem, der Balkenmäher versagte jedenfalls schnell den Dienst. Sie mussten also abbrechen und die Messer zum Schärfen wieder einladen. Tiago seinerseits war froh über die Menschen, die nun alle Hände frei hatten, um ihn zu begrüßen.Da er so ein Braver war, lobten ihn unsere Helfer und der kuschelige Rüde bekam ganz viele extra Streicheleinheiten von ihnen. So, dachte er sich wohl, kann ein Ausflug gerne enden.

 

13.06.2022

In unsere Landeshauptstadt Dresden durfte ein weiterer Bewohner unseres Tierheims ziehen. Rüde Smiley bekam nämlich sein Für- Immer- Körbchen bei einer jungen Familie. In der Neustadt, doch abseits des ganzen Trubels und ohne Straßenbahn in unmittelbarer Nähe, passierten wir eine holprige Pflasterstraße. Smiley blieb davon relativ unbeeindruckt und verhielt sich, wie schon die ganze Fahrt über, tapfer und ruhig. Die Anwohner freut die Straßenbeschaffung, denn durch die "Huckelpiste" wie in tiefsten DDR- Zeiten fahren die Autos wenigstens schön langsam. Bis zur Haustür liefen wir noch ein paar Schritte, die Smiley mit Schnuppern und einem ersten Setzen seiner Markierung nutzte. Vorbeifahrende Autos und entgegenkommende Fußgänger waren ihm hingegen einfach egal. Wir wurden an der Tür schon empfangen und bewältigten gemeinsam die erste kleine Hürde. Denn Treppensteigen fand Smiley irgendwie befremdlich. Die Familie hatte sich jedoch schon Strategien überlegt, wie sie Smiley langsam an die Stufen gewöhnen werden. Nun war der Rüde doch ein wenig aufgeregt. Im großen Wohnzimmer auf der anderen Seite der Glastür beäugte schon die Katze den Eindringling. Nachdem sie sich kurz erschrocken versteckte, kam sie doch wieder neugierig an und beobachtete alles sehr genau. Durch die Glastür hindurch konnten sich Hund und Katze schon einmal Hallo sagen. Dann probierte Smiley erst einmal sein eigenes Bett aus. Er schien es gut anzunehmen, hatte jedoch noch zu viel vor, um sich "auf die faule Haut" zu legen. Während wir alles Weitere mit den neuen Leinenführern klärten, spielte und kuschelte Smiley schon mit einem der Kinder. Wir freuen uns für den sanften Rüden, dass er nicht so lange auf sein Glück warten musste.

 

11./12.06.2022

Kurz nach ihrer Schwester Anna durfte auch Katze Kimba in ihr neues Zuhause einziehen. Die dreifarbige Schönheit zeigte sich bei uns verschmust, doch wie wir aus der Anfangszeit in unserer Quarantäne wussten, benötigt sie erst eine geraume Zeit, um sich den Menschen zu öffnen. Deshalb waren sowohl wir als auch die neuen Dosenöffner auch darauf eingestellt, dass sich Kimba erst einmal verkriechen könnte. Und genauso war es dann. Kaum in Dresden in der Wohnung angekommen, öffnete sich die Tür der Transportbox, und Kimba verkroch sich, ganz nah an den Boden gedrückt, zuerst ins nächstgelegene Zimmer und dann Richtung Arbeitszimmer. Die bereits vorhandene Katze (ebenfalls vor Jahren aus unserer Obhut übernommen) schaute, was hier vor sich ging, und machte eine riesige Flaschenbürste. Im Flur begegneten sich die beiden kurz und nahmen einander Reißaus. Immer wieder schlich die "alteingesessene" Miez um die mittlerweile leere Transportbox und entschied dann, sich erst einmal ins Schlafzimmer zurückzuziehen. Kimba witterte ihre Chance, da wir abgelenkt schienen, und erkundete die restliche geräumige Wohnung. So ganz geheuer war es ihr nicht und als wir hinterher schlichen, fanden wir sie halb hinter dem Kühlschrank wieder. Dort war zum Verstecken allerdings nicht wirklich Platz und so war die Stube der nächste Anlaufpunkt. Unter dem Sofa - wo auch die vorige Katze ihren Rückzugsort hatte - machte es sich Kimba gemütlich. Wir sind sicher, dass sie sich beizeiten eingewöhnt und wir schon bald die ersten Fotos erhalten.

 

10.06.2022

Nachdem die Katze Black Mama bei einer Kastrationsaktion hochträchtig aufgegriffen wurde und bei uns Anfang April drei gesunde Kätzchen zur Welt gebracht und aufgezogen hat, wurde sie vor kurzem erfolgreich kastriert. Heute durfte sie in ihr angestammtes Revier auf einem Bauernhof zurückkehren. Der Grundstückseigentümer war dankenswerterweise auch weiterhin bereit sich um die verwilderten und scheuen Katzen auf seinem Grundstück zu kümmern und sie zu versorgen. Nun, da Black Mama kastriert wurde, kann er sich sicher sein, dass es nicht jedes Jahr mehr werden. Wir unterstützen regelmäßig Menschen, die durch Kastration von verwilderten Katzen aktiv Tierleid verhindern. Die scheue Black Mama kann nun wieder frei entscheiden wieviel Menschennähe für sie okay ist, ohne dabei mehrmals im Jahr Jungtiere aufzuziehen und Hunger leiden zu müssen. Für uns ist das eine tolle Erfolgsgeschichte.

 

09.06.2022

Den meisten unserer Lesern wird nicht ganz entgangen sein, dass es aktuell finanziell nicht so gut um das Tierheim und sein fortbestehen bestellt ist. Nichtsdestotrotz müssen unsere Schützlinge einfach optimal medizinisch versorgt werden. Aus diesem Grund war heute wieder die Tierärztin auf Visite. Genau wie das Wetter strahlte in der Katzenquarantäne die kleine Fundkatze Mii der Tierärztin mit ihrer guten Laune entgegen. Sie erhielt ihre erste Impfung. Ebenfalls geimpft wurde die Abgabekatze Flecki, die gegen ihren Augenausfluss drei mal täglich Tropfen verschrieben bekam. Wir baten die Tierärztin die drei schwarzen Kätzchen von Black Mama anzuschauen. Ebenso wie wir stellt sie fest, dass ein Kitten dünn ist, aber noch nicht im kritischen Maße. Abgesehen davon schien das kleine Mädchen aber tipitopi gesund. Wir werden die Lütte einfach noch ein bisschen weiter aufpäppeln und verhätscheln. Ihr Bruder hatte ein Loch auf der Hornhaut, welches zum erstaunen der Tierärztin, total reaktionslos ist. Das bedeutet, er kneift nicht mit dem Auge und es tränt nicht. Vermutlich haben die Kids zu übermütig gerauft und so kam es zu dem Löchlein. Er bekommt nun auch fünf mal täglich Augensalbe, was er uns zum Glück bisher nicht übel nimmt. Da wir bei den Kätzchen fertig waren, ging es mit den Hunden weiter. Uns waren bei Juma ein paar Knubbel aufgefallen, die sich mehr als seltsam anfühlen. Die Tierärztin empfahl uns die Entfernung. Im Anschluss ging es zu Tomis. Die alte Hündin wartet nun schon fast 2 Jahre im Tierheim und wir wollten wissen, ob bei ihr organisch noch alles in Ordnung ist. Also nahm die Tierärztin ihr Blut ab. Nun warten wir gespannt auf das Ergebnis.

Leider war dies nicht der letzte Kontakt mit einem Tierarzt an diesem Tag. Der sonst so freundliche und liebe Tiago schlich ganz wehleidig durch das Gehege und humpelte. Es half nichts, wir sind mit ihm in die Klinik gefahren. Nach der Lahmheitsuntersuchung wurde ein Röntgenbild und ein CT veranlasst. Auf den ersten Blick konnte keine Ursache gefunden werden. Nun warten wir auf das Urteil des Radiologen, der sich das CT morgen anschauen möchte. 

 

08.06.2022

Vier "Mann", vier Ecken- hieß das heutige Tagesmotto. Ein Auto fuhr vor, mit Anhänger. Was es geladen hatte? Haben wir Sie schon neugierig gemacht? Hier des Rätsels Lösung: eine selbstgebaute Hundehütte. Die Familie, welche Hündin Kim aus unserer Obhut aufnahm, baute für eben diese Hündin ein schönes Hundehäusl. Mit dem Ergebnis, dass sie es leider rein gar nicht annehmen wollte. Bevor es nun also ewig ungenutzt herumsteht und der Witterung ausgesetzt wird, kamen sie auf die Idee, uns zu fragen. Wir scherzten schon, dass Kim extra für ihre ehemaligen Tierheimkumpels darauf verzichtet hatte. Da es von der Breite nicht durch die Türen eines der Gehege passte und die schöne Widmung auf dem Hof sowieso am besten zur Geltung kommt, wurde die Hundehütte nun ganz ansehnlich vor der Scheune in einer Linie mit den anderen Häuschen eingereiht. So etwas ist ja schlecht im Beisein der Hundeschar zu händeln, daher stieg die Spannung, wer wann das neue Objekt begutachtet und wie unser Hofrudel es annehmen würde. Von Nele haben wir einen brauchbaren Schnappschuss erhaschen können, was nun gleich zu unserem Foto der Woche avancierte.   

 

07.06.2022

Besorgt stellten wir bei der morgendlichen Fütterung fest, dass eins der Kinder von "black Mama" zwar mit den anderen an den Napf ging, aber nicht fraß. Was war da los? Die kleine Schwarze ist sowieso schon die kleinste und dünnste von allen. Sie ist es auch, die immer laut rufend an der Gittertür steht und heraus möchte. Vermisste sie nach einer Woche etwa auf einmal ihre Mama so dolle? Hatte sie schlecht geschlafen/ geträumt? Wir konnten es uns nicht erklären. Was wir aber machen konnten, war, sie ausgiebiger als sonst zu huscheln. Das Kleine ließ sich von uns in den Arm nehmen, verhielt sich gewohnt neugierig und zutraulich. Auch beim Kotabsatz stellten wir keine Probleme fest. Schien also erstmal kein körperliches Leiden zu sein. Hatte sie über Nacht einfach vergessen, wie man frißt? Sehr ungewöhnlich. Klar machten wir uns viele -teils auch im Nachhinein unsinnig klingende- Gedanken, aber so ist das nun mal, wenn man ratlos und verzweifelt drein schaut. Wir kraulten die Babymiez und stellten ihr verschiedenes Futter für Katzenkinder vor die Nase. Wir mischten es sogar mit Aufzuchtsmilch. Nichts. Sie schnupperte kurz, aber mehr war nicht drin. Zum Glück hatten wir im Schrank noch Aufbautonikum. Also Spritze raus (ohne Kanüle versteht sich) und sie vorsichtig animiert, daran zu lecken. Viel mussten wir nicht dazu tun, das klappte von ganz alleine. Gierig katschte sie auf der Spritze herum und schlang den Saft hinunter. Lecker. Und immer mehr wollte sie. Das weckte wohl wieder ihren Appetit und sie fraß endlich aus dem Napf das Kittenfutter mit etwas Wasser vermischt. Na, geht doch. Wir werden die Kleine in den nächsten Tagen auf alle Fälle weiterhin besonders beobachten und ihr freilich noch von dem leckeren Päppelsaft geben. Keine Frage, wir berichten garantiert von unseren weiteren Beobachtungen.

 

06.06.2022

Da am heutigen Pfingstmontag alles ruhiger anging und keine Öffnungszeit war, dachten wir, wir nutzen die Gunst der Stunde, um Anna in ihr neues Reich zu chauffieren. Am Feiertag kann sich die kleine Familie schließlich auch etwas mehr Zeit einplanen für das Ankommen der sanften Katze. Die Fahrt dauerte auch gar nicht lange, in nur 6 Minuten erreichten wir schon das Ziel. Nur einmal entfleuchte der Miez ein Maunzer, ansonsten war sie wohl noch etwas von unserem Vorhaben überrumpelt und ihr verschlug es die Sprache. Einzig im Treppenhaus ließ Anna noch einen Laut von sich hören, damit die Familie auch wirklich mitbekommt, dass wir nun da sind. Ansonsten blieb sie still, aber nicht panisch. Katze Anna darf sich zunächst im Schlafzimmer zurückziehen. Unter dem Bett hatte ihre neue Familie extra Kisten mit Decken hergerichtet, die Anna jedoch ignorierte. Sie ging langsam und bedacht, ohne ängstlich zu wirken, wie erwartet unter das Bett und setzte sich neben eine der Kisten. Mit ihren großen Augen schaute sie uns fragend an. Ein wenig gutes Zureden und dann gingen wir anstandshalber nebenan ins Wohnzimmer für die Vertragsangelegenheiten. So konnte sich Anna in Ruhe mit ihren neuen Gegebenheiten vertraut machen. Die Kinder waren sichtlich aufgeregt, schon so lange reifte der Wunsch nach einem Stubentiger. Bis der Plan konkretisiert und bis ins Detail durchdacht war, vergingen unzählige Monate. Nun wurde von ihnen weiterhin Geduld abverlangt, die sie jedoch eindeutig bewiesen. Sie schlichen sogar in der Stube, obwohl sie lieber getobt hätten und lugten vorsichtig durch einen Spalt in das Schlafzimmer. Die Katze saß natürlich noch unter dem Bett. So schnell erwartete selbstredend auch keiner, dass sie die Umstellung verarbeiten würde. Anna bekommt alle Zeit, die sie benötigt und hat dann die gesamte Wohnfläche einschließlich Kinderzimmer als Revier, wenn sie möchte.

 

04./05.06.2022

Für unsere Meerschweinböckchen Hapi und Amun war heute der Tag gekommen, dass wir ihre Kastrationsfäden ziehen durften. Es ist schon erstaunlich, wie groß die beiden doch mittlerweile geworden sind. Vor gar nicht allzu langer Zeit haben sie noch locker in die Hand gepasst, nun brauchen wir schon beide Hände zum Hochheben. Das Fädenziehen ging fix und danach konnten wir sie endlich wieder mit Anubis vergesellschaften. Dieser hatte sich bestimmt schon gewundert, dass plötzlich alle anderen verschwunden waren. Nach der einen Hokuspokus- Nacht alleine hat er endlich wieder jemanden zum unterhalten neben sich.

 

03.06.2022

Eine Familie, deren Herz für Tiere schlägt, adoptierte im Herbst 2020 einen Hund aus unserer Einrichtung. Seit dieser Zeit hielten sie Kontakt mit uns und wir erfuhren, dass sie auch schon viele Fundtiere und Notfallpäppler betreuten. Ihr großer Garten bot genug Platz und so entschlossen sie sich dazu, trotz einiger Schwierigkeiten mit Lieferung, Baumaßnahmen vor dem Haus und Wildtierbesuchen im Garten ihr Grundstück meerli- gerecht umzubauen. Mittlerweile besaßen sie noch ein Meerschweinpaar, für welches sie nun Gesellschaft suchten. Ihr neu hergerichtetes Außengelände gestalteten sie so, dass nun maximal 6 Meerschweinchen dort genug Wuselfläche fanden. Das hieß für unsere Meerschweinpopulation, dass 4 von ihnen in ein schönes Zuhause umziehen durften. Die Auserwählten waren die Schwestern Maggie und Meggie, Nachwuchsmädel Isis sowie Fundböckchen Horus. Als wir sie ins Gehege setzten, flitzten sie erst einmal ins hohe Grün unter eine Hecke. Die beiden "alten" Meerlis durften ebenfalls mit dazu. Es gab ein kurzes Gewusel und Geflitze, als sie merkten, dass da noch andere Artgenossen waren. Aber alles verlief gut: schnuppern, zwischendurch Gras fressen, kaum ein Geräusch war von ihnen zu hören und alles blieb friedlich. Es gibt ja auch genügend Raum, dass sie sich sich, wenn gewollt, aus dem Weg gehen können. Abends geht es zum Schlafen in den Innenbereich. Dazu schrieb uns die Familie schon " Unsere beiden waren zuerst drin, Maggie und Meggie unter großen Protest hinterher, Horus ganz verschüchtert und Isis wollte gar nicht ins Bett. Aber ich denke wenn sie den Weg kennen wirds auch Routine." Genau das denken wir auch. Nun warten noch drei Böckchen bei uns auf ihre Chance.

 

02.06.2022

Heute durften wir uns von der schüchternen Katze Sieglinde verabschieden. Nachdem die Miez bei uns ihre Jungtiere erfolgreich großgezogen hat und diese das Tierheim bereits vor geraumer Zeit verlassen konnten, wartete Sieglinde bei uns auf diesen Tag. Und heute war es soweit. Nicht ganz freiwillig verfrachteten wir Sieglinde in die Transportbox. Ihre neue Familie hatten vorher bereits schon einmal eine scheue Katze von uns übernommen. Witzigerweiße versteckte sich Sieglinde im neuen Revier genau an der selbe Stelle, wie einst die vorherige Katze. Viel mehr als dieses kurze wegflitzen haben wir dann auch nicht mehr von ihr gesehen. Sicher wird es dauern, bis Sieglinde alles erkundet hat und sich dann auch entspannt überall bewegen kann. Und wenn es soweit ist warten draußen reichlich Felder und Wiesen zum auskundschaften. Wir freuen uns wirklich sehr für die zurückhaltende wunderschön getigerte Sieglinde!

 

01.06.2022

Pünktlich am Kindertag lernt der Nachwuchs von "black Mama", gänzlich auf eigenen Füßen zu stehen. Immerhin sind sie schon alt genug, fressen seit einer geraumen Zeit selbstständig und erkunden spielerisch die Welt. Mal kommt ein Ball angerollert, mal erklimmen sie forsch den Kratzbaum oder untersuchen genaustens einen leeren Pappkarton. Mutti suchten sie meist nur zum Trösten auf, wenn sie irgendetwas erschreckt oder verunsichert hatte. Daher beschlossen wir, dass es an der Zeit war, ihre Mutti kastrieren zu lassen. Heute nun war der Termin in der Tierarztpraxis. Über Nacht schlief sie bereits extra und nutzte dazu die bereitgestellte Transportbox. Früh hieß es für uns nur, vorsichtig das Türchen zuzumachen und sie ins Auto zu tragen. Sowohl bei der Hinfahrt als auch bei der Abholung war black Mama mucksmäuschenstill. Kurz vor 18 Uhr kam der Anuf, dass die Katze den Eingriff gut überstanden hatte und wieder abgeholt werden durfte.