Was gestern geschah

 

03.02.2023

Bereits vor Tagen meldete sich ein Herr, dessen Mutter eine Katze von uns aufgenommen hatte, diese sich jedoch krankheitsbedingt nicht mehr um den Kater kümmern könne. Gelegentlich ging eine Nachbarin (selbst über 80 jährig) nach dem Tier sehen und ihn füttern, aber das war keine Dauerlösung. Der ganze Stress verunsicherte den Kater so sehr, dass sich der Mann eine größere Transportbox von uns ausborgte, um den Kater irgendwie "überlisten" zu können. Heute nun war der besagte Tag X, als Toni in der Box saß und in unsere Obhut übergeben werden konnte. Erst als wir das Schriftliche regelten, erinnerten wir uns: Es war vor ca 5 Jahren als wir den damals noch "Salomon" genannten Kater übermittelten. Der rot-weiße Stubentiger kam 2018 zusammen mit drei weiteren Artgenossen aus schlechten Verhältnissen zu uns, sein Frauchen war geistig nicht mehr zurechnungsfähig. Wie sehr muss ihn die jetzige Situation wieder an damals erinnert haben, nicht auszudenken. Bei uns angekommen, steckte er daher sofort sein Gesicht ins Kisssen, als wolle er von der Welt nichts sehen. Das betrübt uns enorm, aber wir hoffen, dass wir seine Lebensgeister wieder wecken können!

 

02.02.2023

Wir freuen uns ungemein über den regen Besuch von Interessenten, so dass wir einige unserer Schützlinge schon bald in ihr eigenes Zuhause verabschieden dürfen. Für Mella, Irina, Elisabeth und sogar Brandy scheint dies ihr Glücksjahr zu werden. Auch für Oreo stehen "die Sterne" günstig. 

Neu im Hofrudel integriert ist Hundeomi Iris, wobei sie sich vor allem über die viele menschliche Nähe freut. Als wir heute von unseren Spendenboxen in Bischofswerda und Großröhrsdorf jede Menge Sammelspenden entgegen nehmen durften, zeigte uns Iris, welches Temperament in ihr steckt. Immerhin wollte sie zu gern mithelfen und rannte neben der Schubkarre her. Ein Leckerli bekam sie wegen ihrer Hautgeschichte leider nicht, aber sie genoß dafür jede extra Streicheleinheit. Das ist schließlich genauso viel wert ;)   

Die Spenden waren wieder überwältigend, so dass wir uns aufs Herzlichste bei allen bedanken möchten. Selbstverständlich gilt unser Dank ebenso den lieben Helfern, die sich um die Leerung und die Übergabe an uns kümmern. Das ist uns stets eine große Hilfe!

 

01.02.2023

Es war wieder Mittwoch, das heißt: Tierarztrunde (alle 14 Tage)

Die erste Patienten waren die Kätzchen Heidi und Peter, die ihre zweite Impfung bekamen. Das ging ruck-zuck. Danach nahm die Tierärztin Hündin Valea in Augenschein. Die Ohrenentzündung ist abgeheilt, das Mäulchen sieht 16 Tage nach der Entfernung von 15 Zähnen sehr gut aus. Als nächstes waren die 5 neuen Hunde zur Aufnahmeuntersuchung angetreten. Bei Samara, Hera und Mella ist alles i.O. Bei Pirat wurde eine beidseitige Otitis festgestellt, er bekommt jetzt Ohrentropfen. Zu dem Nickhautvorfall, der uns von rumänischer Seite bekanntgegeben wurde, fand unsere Tierärztn zum Glück keinerlei Anhaltspunkte. Pirats Augen sind tadellos. Als letztes kam Omi Iris an die Reihe. Oh je. Das sie hinten schlecht läuft, haben wir ja längst bemerkt. Aber es kam viel schlimmer. Iris hat neben einer Ohrenentzündung auch massive Entzündungsherde auf der Haut am ganzen Körper. Dazu einen kleinen Knubbel am rechten Augen und Mammatumore an beiden Milchleisten. Das ist wirklich erschreckend. Nun bekommt die Gute erstmal Ohrentropfen, ein Mittel für die Haut, Antibiotika und Spezialfutter, denn eine Futtermittelallergie könnte hier gut der Auslöser sein. Um die anderen Sachen bei ihr kümmern wir uns später. Zum Glück ist das Blutbild von Iris gut ausgefallen, alle Organe arbeiten im Normalbereich. Na immerhin. Nun hoffen wir für die Omi, dass sie sich bei uns erholt, richtig zu Kräften kommt und all den Krankheiten trotzen kann.

 

31.01.2023

Wieder sind zwei unserer Katzen so gut gediehen, dass wir sie zur Kastration bringen konnten. Wir vermitteln die weiblichen Samtpfoten stets nur unfruchtbar, um einer Vermehrung zu 100% vorzubeugen. Auch bei den Katern versuchen wir, vor der Vermittlung die Kastration durchführen zu lassen, wenn das Tier alt genug dazu ist. Diesmal hießen die Patienten Sternchen und Scotch. Beide haben den Eingriff bestens überstanden. Nun steht einem Umzug in ein richtiges Zuhause nichts mehr im Weg.

Bestens eingelebt haben sich die 5 neuen Hunde aus der Smeura. Oma Iris genießt es, ihre Ruhe zu haben und nicht mehr in einem Paddock mit vielen, vielen Artgenossen zu sein. Und das Jungvolk namens Samara, Mella, Pirat und Hera tobt sich im Gehege so richtig aus. Die haben Freude am Leben :)

 

30.01.2023

Montag = Schontag? Nicht so für unser Kaninchenmännlein Sam. Es wurde nach 5 1/2 Wochen Zeit, ihm wieder die Zähne zu kürzen. Mittlerweile schon routinemäßig ließ sich Sam in die Box heben und zur Tierarztpraxis chauffieren. Nach kurzer Behandlung war alles überstanden und Sam durfte wieder mit zurück zu "seiner" Tabea. Das Gehege hatten wir übrigens erst vor kurzem umgestaltet und vergrößert, so dass die Nager noch artgerechter hoppeln und die Einrichtung samt Streu ganz nach ihren Vorstellungen umherschieben können ;)

 

28./29.01.2023

Rüde Toni, unser Charmeur, ist ausgezogen, um mit seinem sonnigen Gemüt sein neues Rudel zu verzücken. Während der Autofahrt war der Wirbelwind ganz lieb und ruhig, obwohl die Anreise bis zu dem Ortsteil von Bad Liebenwerda über eine Stunde dauerte. Wir wurden schon sehnsüchtig erwartet von der Familie und von Tonis neuer Gefährtin auf vier Pfoten. Die Hündin ist eine "alte Bekannte" von uns, manch einer wird sich bestimmt noch an die schüchterne Schönheit Fenny erinnern. Seit sie ihre bisherige Hundekumpeline aufgrund schwerer Krankheit verlor, erlitt sie ein Trauma und zog sich zurück. Bei den gemeinsamen Spaziergängen bei uns vor Ort war Fenny von Toni schon etwas umgarnt worden, so dass die Hoffnung keimte, er könnte ihr mit seinem fröhlichen Wesen wieder Lebensmut zurückbringen. Mit seiner lockerleichten Art begann sich Toni auch gleich im Haus umzusehen. Alles musste erschnuppert werden. Immer mit dabei sein Lieblingskuscheltier, was wir ihm natürlich als Einzugsgeschenk mitgaben. Mit Elan und ohne Furcht ging Toni die Treppen hinauf. Nur beim Heruntergehen dachte Toni wohl, warum nicht gleich fliegen und sprintete hinab, so dass er stürzte. Toni, der kleine Bruchpilot. Aber nichts weiter passiert. Er schüttelte sich, nahm seinen Teddy und tat so, als wäre nichts gewesen. Nun wird er wohl lernen müssen, dass er am besten Stufe für Stufe hinunter geht. Fenny ließ das alles eher unberührt, sie lag einfach tiefenentspannt in ihrem Körbchen. Zur Hintertür hinaus befindet sich der Garten, der gleich an Feld  und Flur grenzt. Es war an der Zeit, Toni mit einem kleinen Spaziergang abzulenken und wir fuhren inzwischen mit einem schmunzelnden Kopfschütteln über Tonis verrückte Stunt- Einlage wieder zurück ins Tierheim. Das Gefühl, erneut einen Schützling an seinen richtigen Ort vermittelt zu haben, begleitete uns. Es dauerte gar nicht lange, da erhielten wir schon die Rückmeldung, dass Fenny tatsächlich schon Toni zum Spielen aufgefordert hatte. Somit ist mit Toni glücklicherweise in Fennys Leben wieder Sonnenschein eingekehrt.

 

27.01.2023

Bei Katze Heidi durften wir die Kastrationsfäden ziehen. Alles war gut verheilt. Bis auf die letzte Naht verhielt sich Heidi anstandslos kooperativ, dann war sie der Meinung, wir sollten endlich fertig werden. Mit gut Zureden und Streicheln war sie dann aber schnell besänftigt. 

Serafina fühlt sich derweil in unserem Hofrudel unter den meist viel größeren Hunden bestens aufgehoben. Sie genießt es, mittendrin sein zu können. Wenn sie nicht gerade an einem warmen Plätzchen ruht, sucht sie unsere Nähe und freut sich über Streicheleinheiten. 

 

26.01.2023

Punkt 14 Uhr fuhr der große Transporter der Tierhilfe Hoffnung bei uns vors Tor. Wir waren diesmal die letzte Station, alle anderen Boxen waren bereits leer.Rasch hatten wir die Transportboxen ins Quarantänegehege getragen, den Hunden eine Leine ans Halsband gemacht und diese in die „Freiheit" entlassen. Lustig war, dass Samara voller Enthusiasmus in jede leer Box wieder reinkrabbelte, als wolle sie nach Rumänien zurück. Das konnte sie nicht ernst meinen...Alle anderen Vierbeiner beschnupperten sich gegenseitig, untersuchten die neue Umgebung und kamen freudestrahlend auf uns zu. Besonders Pirat wollte sein Glück mit uns teilen, ebenso wie Samara, als dann alle Boxen im Auto verstaut waren. Die Beiden bekommen vom Schmusen gar nicht genug. Mella fand den restlichen Schnee im Gehege am schönsten. Sie wälzte sich mit Inbrunst darin, immer und immer wieder. Dabei gab sie wohlige Laute von sich, als wäre es Wellness pur. Wir haben uns köstlich amüsiert. Hera ist eine bildhübsche Hündin, wie wir feststellten. Sie hält sich noch etwa szurück, posiert aber umso schöner für die Kamera. Und Omi Iris? Sie hatte erstmal Durst und ging dann gemächlichen Schrittes durch das neue Terrain. Die wilde, spielende Bande der jungen Hunde nervte sie zusehens, so dass wir ihr erstmal ein Ruheplätzchen für sich allein gönnten. War wohl alles bisschen viel für die liebe Seniorin. Wir gegen ihr die Zeit, die sie benötigt, um sich einzuleben.

 

25.01.2023

Unser geliebtes und so wichtiges Tierheim-Auto konnte aus der Werkstatt abgeholt werden. Leider hatte es doch paar Wehwehchen, die behoben werden mussten. Hinten brauchte es neue Bremsen, außerdem war ein Austausch der Allwetterreifen nötig. Natürlich wurde auch ein kompletter Service durchgeführt, so dass wir uns ganz entspannt auf die kommenden Fahrten in diesem Jahr begeben können. Die Rechnung wird uns noch zugeschickt :)

 

24.01.2023

Wir nutzten die Chance, dass unsere Hundequarantäne gerade noch unbesetzt ist und unterzogen die Räumlichkeiten einer Grundreinigung. Jede Fliese wurde geschrubbt und gewienert, und anschließend desinfiziert. Dabei konnten wir gleich kleinere Reparaturarbeiten durchführen. Unter anderem hatten die letzten Bewohner wohl großen Spaß daran, die Silikonfuge abzuziehen. Im Handumdrehen konnten wir dies ungeschehen machen. So sind die Zimmer wieder  frisch und startklar für die nächsten vierbeinigen Gäste.

 

23.01.2023

Heute bekam ein ganz anderer "Patient" unsere Aufmerksamkeit. Am Vormittag hatte unser tapferes Tierheimauto einen Termin in der Werkstatt. Auf dem Plan stand der notwendige TÜV und alles was eben dazu gehört. Zum Glück liegt die Werkstatt nicht weit entfernt vom Tierheim. So konnten wir uns einen Hund ins Auto setzen und dann gemeinsam zurück zum Tierheim laufen. So verbindet man das Nützliche mit dem Angenehmen optimal.

 

21./22.01.2023

Die verschneiten Aussichten hielten uns keineswegs davon ab, uns mit Penny auf Reise zu begeben. Endstation: eigenes Zuhause. Ganz artig hat Penny während der Fahrt die vielen bunten Lichter auf der Autobahn beobachtet. Ab und zu kam ein beruhigendes Maunzen, wenn wir über so manchen Autofahrer den Kopf schütteln mussten. Am Ziel angekommen, freuten sich nicht nur die neuen Dosenöffner riesig. Ganz dolle aus dem Häuschen waren die beiden Hunde, ein neues "Geschwisterchen" zu bekommen. Rumänisch konnte Katze Penny wohl nicht, weswegen sie erst einmal im Bad geblieben ist. Die Tür war so fixiert, dass nur die Katze, aber nicht die Hunde, rein und raus können. So hatte Penny alle Zeit, sich erst einmal in Ruhe umzusehen und zu schnuppern. Dann siegte die Neugier und Penny wollte sich die neuen vierbeinigen Gesellen mal näher betrachten. Sie setzte sich, ganz schlau, genau in den Türspalt. Die Hündin versuchte sich zu verbiegen, um wenigstens mal am Neuzugang zu schnuppern, aber an Penny war kein Herankommen. Also steckte die Hündin den Kopf in die Transportbox, worüber wir herzhaft lachen mussten. Wir nahmen also die Decke aus der Box und legten sie der Hündin vor die Nase. Damit war sie anscheinend vorläufig zufrieden. Und was tat Penny derweil? Auf ihrem sicheren Posten saß sie bei unserer Abfahrt immer noch, wie ein kleiner Türspion. Die Neugier ihrerseits war ja vorhanden, doch am Mut scheiterte es bis dahin noch. 

Wir freuen uns jedenfalls sehr, dass nun wirklich jedes der Katzenkinder von Nala ein Zuhause gefunden hat.  

 

20.01.2023

Und noch eine ganz tolle Vermittlung gelang uns. Nachdem der Rüde Onix die meiste Zeit seines Lebens, nämlich sage und schreibe 11 Jahre, in der Smeura verbrachte, konnte er nach ungefähr einem Monat Zwischenstopp in unserem Tierheim, heute in sein erstes(!) eigenes Zuhause umziehen. Onix passte vollkommen in das "Beuteschema" des Paares, denn sie waren auf der Suche nach einem ruhigen älteren Hund, welcher nicht so gute Vermittlungschancen hat. Der noch im Tierheim durchgeführte Katzentest sorgte bei allen für Gelächter. Onix hatte im Katzenhaus nämlich andere Pläne. Anstatt sich mit den Samtpfötchen auseinander zusetzen, zuppelte er die Decke vom Sofa und hopste anschließend hoch, um es sich dort gemütlich zu machen. Den Sofatest hat er jedenfalls bestanden. Ankommen in seinem Zuhause war Onix positiv aufgeregt. Als der dort lebenden Kater angeschlendert kam, um zu sehen was die ganze Aufregung soll, wurde er von Onix neugieriger Nase völlig überrumpelt und in windeseile rundherum beschnuppert. Der Kater stand noch immer völlig perplex und verwirrt da, da war Onix schon zwei Zimmer weiter. Ganz niedlich fanden wir, dass Onix fast wie ein Welpe einmal alles in den Mund nehmen musste um es zu erkunden. Er wollte es nicht kaputt machen, nur herausfinden was das ist. Woher sollte er auch wissen, was zum Beispiel Sofakissen sind und ob die nicht auch gut schmecken können. Apropos schmecken: der Kater erhielt als Trösterli für den "Überfall" ein Leckerchen zum knabbern, doch auch da kam Onix vorbei geflogen und inhalierte es dem Katerchen weg. Wir freuen uns wirklich unfassbar doll für Onix!

 

19.01.2023

Es war einer dieser Tage, der in unserem kleinen Tierheim als Feiertag durchgeht. Heute wurde es wahr: Nele und Emmelie durften nach fast einem Jahr Tierheim gemeinsam in ihr neues Zuhause umziehen. Ist das nicht fantastisch!? Natürlich konnten wir das Duo nicht einfach so ziehen lassen. Mit dabei war ein halber Hausstand für die beiden Labbis. Halsband, Leinen, Geschirre, Spielzeug, Futter, Tabletten und so weiter. Den bereits dort lebenden Cocker Spaniel Rüden hatten die Hundedamen bei den vorangeganen besuchen im Tierheim kennen- und mögen gelernt. Wir waren beeindruckt wie sich die neue Familie auf die beiden Hunde und ihre Besonderheiten eingestellt hat. Alle Kanten, Ecken und Flächen die ein Hindernis für die blinde Emmelie darstellen könnten, wurden mit Fenchelsud bestrichen, um ihr das Hindernis über den Geruchssinn sichtbar zu machen. Auf die selbe weiße, nur mit Lavendelduft, wurden Wege zu Futter, Wasser und Hundebett markiert. Cockerrüde Willi tat sein Bestes den Damen die Residenz vorzuführen. Obwohl die Fahrt dorthin nicht einmal 15Minuten dauerte, fand Emmelie ihr neues Körbchen absolut anziehend und legte sich nieder. Derweile kam Neles Schwänzchen gar nicht aus dem Wedeln heraus. Wo auch immer sie hinging fand sie Spielzeug was sie uns erstmal voller überbordender Freude um die Ohren warf. Noch am selben Abend bekamen wir ein Foto, wie Nele und Emmelie ineinander gekringelt im Körbchen direkt neben Cocker Spaniel Willi schliefen. Schöner kann ein Tag wirklich nicht werden.

 

18.01.2023

Die heutige Tierarztvisite war schon eine kleine Herausforderung. Allerdings nicht wegen der Patienten, sondern weil die Anfahrt für unsere Tierärztin bei Schnee und schlecht geräumten Seitenstraßen eher hindernisreich war. Wir schätzen es sehr, dass die Veterinärin trotz dieser Umstände den Weg zu unseren Tieren auf sich nahm. Die heutige To-Do-Liste war dafür übersichtlich: nur 3 Katzen bekamen den 2. Pieks, und zwar Sternchen, Ryan und Rachel. Bei ihnen gab es nichts zu beanstanden und so kamen wir schon zum letzten Punkt der Patientenliste. Da uns bei Hündin Daria auffiel, dass eine Umfangsvermehrung an ihrer Schulter langsam zu wachsen schien, ließen wir diesen "Knubbel" von der Tierärztin untersuchen. Zu unserer Erleichterung stellte sich die Beule lediglich als Zyste heraus, was nichts wäre, worüber wir uns Sorgen machen müssten. Und weil Daria auch in keinster Weise davon beeinträchtigt wird, können wir die Beule einfach so sein lassen, wie sie ist.

 

17.01.2023

Und auch heute rollte das Tierheimauto wieder. Diesmal Richtung Tierarzt mit gleich drei unserer Schützlinge. Einen Termin hatten Onix und Valea zur dringend notwendigen Zahnsanierung und die agile junge Katze Heidi zur Kastration. Valea bekam insgesamt 15 Zähne gezogen. Zudem hatte sie sich eine Ohrenentzündung zugezogen, die nun mit Ohrentropfen behandelt wird. Senior Onix mussten 12 Zähne entfernt werden. Bei dem Eingriff fand die Tierärztin eine kleine Umfangsvermehrung die in Absprache mit uns beprobt wurde. Hoffen wir, dass dabei nichts dramatisches herauskommt. Heidis Kastration lief komplikationslos ab. Und so konnten wir die Rasselband schon nach ein paar Stunden wieder abholen.

 

16.01.2023

Der super knuffige kleine Rüde Sorin hat eine neue Familie gefunden. Auf der Fahrt dort hin war er aber ein wenig unruhig. Doch kaum ging die Box auf trugen ihn seine flinken Pfötchen in de Garten. Da sich Sorin sein neues Revier mit einer eleganten Yorkshire Terrier Dame teilt, war der Zaun bereits vor seiner Ankunft absolut ausbruchssicher. Dennoch überprüfte Sorin das sicherheitshalber nochmal, während der mit seiner Hundefreundin durch den Garten wirbelte. Er hörte sogar sofort, als er bei seinem neuen Namen gerufen wurde und flitzte ins Haus. Als wir den "Papierkram" erledigten, stellten wir mit erstaunen fest, dass Sorin und seine Yorki-Freundin am selben Tag Geburtstag haben. Da können die beiden in Zukunft gemeinsam eine große Fete geben. Im Anschluss durfte Sorin noch die Kaninchen der Familie kennenlernen. Völlig fasziniert von diesem fantastischen Unterhaltungsprogramm merkte Sorin gar nicht, wie wir uns verabschiedeten und den Rückweg antraten.

 

14./15.01.2023  

Unser Tierheimauto rollte nach Bischofswerda, um wieder erfolgreich einen unserer Schützlinge und seinen neuen Besitzer zu vereinen. Heutiger Passagier war Hündin Alla. Vor dem Mehrfamilienhaus, an dem ein kleines Gartengrundstück angrenzt, wurden wir schon sehnsüchtig erwartet. Alla war ebenfalls mega aufgeregt und freudig gespannt. Nur als wir die Treppen steigen mussten, kam sie ins Stocken. Als sie jedoch sah, dass wir alle gefahrlos hochliefen, überzeugte sie das. Drinnen in der Wohnung schaute sich Alla schwanzwedelnd alles an. Die Mutter des neuen Herrchens war ebenfalls anwesend und verteilte Leckerli. Im Gegenzug durfte sie Alla streicheln, was die Hündsin sehr genoss. Als wir das Schriftliche regelten, legte sich Alla auf den Teppich und döste. Zum Abschluss noch das neue Geschirr anprobiert und dann durfte Alla mit Leckerlies abgelenkt werden, damit wir uns heimlich davonstehlen können. In der Verwandschaft gibt es noch einen aktiven Hund und es werden am Wochenende immer viele große Spaziergänge unternommen. Alla wird langsam darauf vorbereitet, damit sie auch bald fit genug ist und die Hundewanderungen mit ihrer fröhlichen aufgeweckten Art ergänzen kann.

Das Quartier wechseln durfte Hündin Valea. Wir holten sie in unser Besucherrudel. Valea war etwas unsicher, wie sie sich verhalten sollte. Nur nicht auffallen, war ihre Devise. Da das Wetter sowieso nicht mitspielte, legte sie sich bald im Haus in ein Körbchen, in die Nähe der anderen. Ab und zu holte sie sich Streicheleinheiten und als ihr der Geruch von Futter in die Nase stieg, vergaß sie sogar für einen Moment ihre Scheu.

 

13.01.2023

Nach fast einem dreiviertel Jahr im Tierheim, war es für Samtpfote Flecki heute an der Zeit ihre Köfferchen zu packen. Ziemlich verduzt fand sie sich in der Transportbox wieder und miaute leise. Zum Glück dauert die Fahrt nicht allzulang aber der Schreck steckte Flecki noch in den Knochen. Unablässig miauend sah sie sich in ihrem neuen Zuhause um, machte einen ganz unsicher Eindruck ob sie das nun gut oder schlecht finden soll. Bei einer günstigen Gelegenheit begann die Oma der Familie Flecki ganz lieb zu streicheln, setzte sie auf ihre Schoß, was Flecki sehr beruhigte. Während wir den schriftlichen Teil besprachen nahm Flecki entspannt neben uns auf dem Stuhl platz und klappte die Pfötchen ein. Auch der Vorgänger Kater hatte diesen Stuhl als seinen Lieblingsplatz ausgewählt. Dort herrscht offenbar gutes Katzen-Feng-Shui. Wir freuen uns jedenfalls sehr, dass Flecki nun wieder Teil einer Familie sein darf und in der Zukunft ein selbstbestimmtes Leben als Freigängerkatze leben kann.

 

12.01.2023

Ebenso ein neues Zuhause fand die kleine Hündin mit den großen Ohren: Agata. Die Fahrt und die vollkommen fremde Umgebung schüchterten Agata erst einmal so ein, dass sie es bevorzugte das kurze Stück vom Parkplatz bis zum Wohnhaus getragen zu werden. Aufgeregt wurden wir bereits an der Straße begrüßt und von der kleinen Familie abgeholt. Der begrünte Hinterhof verschaffte Agata dann die nötige Ruhe um auch mal zu schnuppern und ein paar Meter zu laufen. Bis in die Wohnung wurde sie dann wieder getragen. Unter unablässigem wedeln erschnupperte sie langsam alle Zimmer. Als wir uns mit der Familie in der Wohnstube versammelten, dauerte es nicht lang bis sich Agata auch dazu gesellte und sich mit vielen Streicheleinheiten verwöhnen ließ. Nach kurzer Zeit wurden die Augen immer kleiner und sie ließ sich auf den Teppich sinken. Und obwohl die nette Familie bereits vorher einen Hund zu ihrer Familie zählte, erschloss sich ihnen mit der Adoption eines Tierschutzhundes eine völlig neue Welt. Die Hundebüchern wurden im Vorfeld alle sorgfältig gelesen und fanden bereits praktisch Anwendung. So steht einem langen, glücklichen und verständnisvollen miteinander nichts mehr im Wege. Mit einem guten Gefühl verabschiedeten wir uns und traten die Reise zurück ins Tierheim an.

 

11.01.2023

In der Sächsischen Schweiz war heute Neueinzug. Die kleine Hündin Suzi darf von nun an unserem ehemaligen Schützling Hündin Fina Gesellschaft leisten. Die Fahrt und Ankunft verliefen ohne großes Aufsehen, Suzi war bestimmt viel zu verschüchtert, um irgendwie überhaupt auffallen zu wollen. In der schönen Ortschaft angekommen, freute sich Fina, Suzi wiederzusehen und startete gleich eine Spieleaufforderung. Suzi war jedoch noch viel zu sehr verunsichert über all das Neue, dass sie wie angewurzelt stehen blieb. Auch für Fina ist es Neuland, ihr Reich nun mit einer kleinen "Schwester" zu teilen, aber Suzi durfte sogar mit aufs Bett. Nur auf Finchens Lieblingsdecke, das erlaubte Fina nicht. Suzi verstand die Ansprache sogleich und respektierte Finas Heiligtum. Es wird bestimmt noch dauern, ehe Suzi aus sich herauskommt und begreift, dass sie sich nun glücklich schätzen kann über ihr neues Zuhause.

 

10.01.2023

Wieder fanden wir uns und unsere Schützlinge in der Tierklinik wieder. Einen Termin zur Kastration hatte Kater Peter, der mittlerweile ziemlich propper geworden ist und Rüde Sorin, dessen alter Milchzahn bombenfest im Oberkiefer verharrte und so seinen anderen Zähnen den Platz im Gebiss nahm. Mit solchen niedlichen Patienten waren wir natürlich bei den anderen Leuten im Wartebereich und bei den Mitarbeitern Mode. Sorin schien sich auch durchaus bewusst zu sein, wie süß seine kurzen Beinchen und seine lustigen Öhrchen wirkten und warf sich in Pose. Am frühen Nachmittag durften wir die beiden Jungspunde wieder abholen. Alles war problemlos verlaufen und es darf keinerlei Nachbehandlung. Super!

 

09.01.2023

Im Nu war die Zeit reif für die zwei jungen Stubentiger Howard und Leonard, ihr zukünftiges eigenes Reich zu erobern. Mitte August 2022 im Tierheim geboren, müssen sie erst noch lernen, was das Leben so alles zu bieten hat. Damit sie nicht ganz so verunsichert sind wegen den vielen plötzlichen Veränderungen, transportierten wir beide zusammen in einer großen Box. Durch einen Stau auf der Autobahn verzögerte sich die Anfahrt leider etwas. Um sich selbst zu beruhigen, schnurrten Howard und Leonard um die Wette. Die große neue Wohnung versetzte den beiden Jungtigern einen weiteren "Kulturschock". Wir schlossen zunächst einen der Räume, damit nicht allzu viel Eindrücke auf einmal auf sie "niederprasseln".  Anfangs liefen sie eher geduckt umher, manchmal erkundeten sie getrennte Ecken, um sich sofort wieder gegenseitig zu rufen. Der Schrank und das Sofa schienen eine besondere Anziehung zu haben. Ebenso der Spiegel im Schlafzimmer. Die Toilette in einem Schrank versteckt, fanden beide richtig klasse. Hoffen wir, dass sie auch die Toilette annehmen und nicht nur das Versteckspiel darin ausüben. Beide wurden von Minute zu Minute forscher und ließen sich auch zu dem ein oder anderen Spiel hinreißen. Wir hätten nicht gedacht, dass die beiden so mutig sein würden. Ein fader Beigeschmack und ein bisschen schlechtes Gewissen blieben dennoch zurück, denn Schwesterchen Penny war nun ganz allein in dem kleinen Katzenhaus. Aber wir hoffen natürlich inständig, dass die junge aufgeweckte Miez auch ganz schnell ihre eigenen vier Wände erobern kann.

 

07./08.01.2023

Am Samstag gaben sich zahlreiche liebe Besucher die Klinke in die Hand. Viele Interessenten waren vor Ort, um unsere Schützlinge kennenlernen und äußerten den Wunsch nach Adoption, was uns riesig freut. Außerdem hatte ein Friseurteam aus Dresden fleißig in Ihrem Salon für unser Tierheim gespendet. Es kamen stolze 100 EUR zusammen, die wir für all die wichtigen anstehenden Dinge nutzen können. Desweiteren hatte das Friseurteam aufmerksam unseren Wunschzettel studiert und verschiedene Spenden mit im Gepäck. Besonders das frische Futter fand bei unseren Nagern großen Anklang. Selbstverständlich freuten sich auch unsere Hofhunde über die zusätzlichen Streicheleinheiten. Alles in allem ein spannendes und erfreuliches Wochenende. Wir möchten allen herzlich Danke sagen!

 

06.01.2023

Heute lagen all unsere Gedanken bei dem alten lieben Rüden Roby. Er war am Mittag in der Tierarztpraxis zur Zahnsanierung bestellt. Die vorangegangene Blutuntersuchung zeigte keine Auffälligkeiten. Während der Fahrt war Roby etwas unruhig, wusste nicht so richtig wie ihm geschieht und jammerte ein bisschen. Dabei war er kaum zu halten beim aussteigen und ging bereitwillig mit uns in die Praxis. Nach nichtmal einer Stunde kam der Anruf, dass Roby alles überstanden hat. Die Tierärztin erläuterte uns, dass Roby alle restlichen noch vorhandenen Zähne eingebüßt hat. Auch da, wo keine Zähne mehr zusehen waren, fand das OP-Team noch Zahnwurzelreste die ausgebaut wurden. Leider war Robys Zahnfleisch so sehr entzündet das er ziemlich stark geblutet hat. Als wir ihn am Nachmittag abholen durften war er schon wieder recht munter. Zur Sicherheit haben wir ihn trotzdem noch ein paar Stunden abseits vom Trubel schlummern lassen. 

 

05.01.2023

Natürlich finden die regelmäßigen Tierarztvisiten auch dieses Jahr wieder statt. So auch heute. Nachdem die beiden Katzen Peter und Heidi so lange an fiesem Schnupfen laboriert haben, konnten sie heute das erste mal geimpft werden. Leider standen beide bei der Verteilung der Krankheiten ganz vorn in der Schlange. Sowohl Peter als auch Heidi werden künftig einige Zähne beim Tierarzt lassen müssen, da sie entzündete Zahnhälse und Wurzeln haben. Heidi verlor vor Schreck bei der Untersuchung gleich zwei Milchzähne, so locker waren sie schon. Abgesehen davon geht es beiden aber blendend. Auch unsere neuen Hündchen wurden gründlich untersucht. Der freche Sorin hat das mit Heidis Milchzähnen wohl mitgehört und gleich gedacht, er macht das andersrum. Bei dem Rüden ist ein Milchzahn nämlich gar nicht ausgefallen, obwohl der neue Zahn schon da ist. Dabei tut das doch so weh im Schnütchen. Da wird der Tierarzt wohl auch noch Hand anlegen müssen. Ebenso war das Urteil zu Valeas Zähnen: da war einiges locker, abgebrochen und entzündet. Bei Serafina stellte die Tierärztin einen Fettnabel fest. Medizinisch macht so ein Fettnabel seltenst Probleme, weswegen keine weitere Therapie notwendig ist. Opa Onix war so unglaublich lieb bei der Untersuchung. Er hat einen Lidrandtumor der aber nicht am Auge reibt und deshalb keine Probleme macht. Jedoch war auch der Blick in sein Mäulchen nicht besonders erbaulich. Als Vorbereitung auf diesen Eingriff musste Onix einige Tropfen Blut abgeben, was er ganz entspannt im Körbchen liegend hinter sich brachte. Dafür gab es weder bei Suzi noch bei Alla Grund zur Klage. 

 

04.01.2023

Während unsere Hunde auf das Schmuddelwetter gar keine Lust hatten und lieber drinnen vor sich hin träumten, hatten wir alle Hände voll zu tun. Die letzten Spenden der Weihnachtsbaumaktion trafen ein, dieses Mal aus dem Fressnapfmarkt in Dresden Gompitz. Sage und schreibe 4 h hatten wir damit zu tun, bis jedes Leckerlie, jedes Spielzeug und jedes Halsband an den richtigen Platz einsortiert wurde. Dass diese Aktion so ein Knaller werden würde, hätten wir uns nicht zu träumen gewagt. Ganz vielen lieben Dank an die vielen herzensguten Menschen, die unseren Tieren all die nützlichen und nötigen Sachen zukommen ließen, Ihr seid einfach der Hammer!!! "Dankeschön" rufen Ihnen auch unsere Schützlinge zu. 

 

03.01.2023

Für die zauberhafte Katzenoma Musja hielt das neue Jahr auch eine Überraschung bereit. Gegen Mittag wurde sie von uns in eine Transportbox geladen und auf die Fahrt nach Dresden mitgenommen. Dort wartete bereits gespannt eine nette Familie auf die Ankunft der Katzendame. Stimmgewaltig wie Musja nunmal ist, unterhielt sie uns die ganze Fahrt über. Wir musste lachen als sie im Treppenhaus einmal kräftig allen Mietpartein mitteilte, dass sie nun da ist. Wie wir erfuhren sind die Nachbar aber völlig entspannt, was Samtpfötchen anbelangt. Musja ist Katze Nummer Neun die in dem schönen Haus ein Zuhause gefunden hat. Kaum ging die Box in der Wohnung auf, blieb die hübsche Musja aber stumm, kuckte sich kurz um und entschloss sich dann ihre Mittagsruhe auf dem Bett der Tochter fortzusetzen. Als der vertragliche Teil erledigt war, lunzten wir vor Vorsichtig was Musja so treibt. Doch sie lag noch immer friedlich eingekringelt im Bett. Wir freuen uns wirklich sehr das Musja nach neun Monaten Wartezeit im Tierheim nun wieder ein liebevolles Zuhause für gefunden hat.

 

02.01.2023

Das neue Jahr kommt und schon muss der ausgesprochen hübsche Kater Ryan Abschied nehmen. Er hatte heute seinen Termin zur Kastration, da er doch langsam geschlechtsreif wurde und das katertypische Odor aufgelegt hatte. Auf der Fahrt war ganz brav und artig. In der Praxis kennt man den Schönling ja schon, da er wegen einer schlimmen Schnupfenerkrankung einige Wochen dort auf der Station war. Zum Glück war der Eingriff rasch vorrüber und wir konnten, ihn wieder abholen. Mit müdem Blick ließ er sich in sein weiches Körbchen heben und entspannte den restlichen Tag.

 

31.12.2022/01.01.2023

Wie zu erwarten, verlief der Jahreswechsel alles andere als friedlich. 

Bereits am Vormittag, als wir ein letztes Mal in diesem Jahr frisches Grün für unsere Nager holten, wurden durch (im Wald gezündete!) Böller eine Gruppe Rehe vor unser -zum Glück rechtzeitig bremsendes - Auto getrieben. Mit Eintreten der Dunkelheit hatten wir eigentlich nur noch damit zu tun, abwechselnd in unseren verschiedenen Hunderudeln die großen und kleinen Vierbeiner zu beruhigen. Hier und da bauten wir Rückzugsmöglichkeiten, stellten Radios auf, versuchten mit Beruhigungsmitteln den Tieren den größten Stress zu nehmen, was allerdings nicht so recht gelingen wollte bei der geballten Ladung an teils extrem lauten Feuerwerksartikeln. Es war einfach der Horror, die meisten unserer Schützlinge in Panik und teils Todesängsten erleben zu müssen! Größte Sorge bereitete uns der Gedanke um die Epilepsie von Nele, doch wir konnten sie mit einem Kuscheltier zum Glück ein wenig ablenken. Am nächsten Tag war sie zu unserer Erleichterung unversehrt und genauso verspielt wie immer. Generell waren am Morgen danach alle noch durch den Wind, doch schon ab 9 Uhr wurden hier und da von gewissenlosen Zweibeinern erneut die Knaller gezündet! Gedenken wir derjenigen Tiere, die nicht das Glück hatten, sich schutzsuchend in ein Häuschen, gekuschelt an Artgenossen, zurückziehen zu können, all die verstörten Wildtiere, Streuner, Zwingerhunde... Hoffen wir, dass alle den überflüssigen, verantwortungslosen, beängstigenden, längst überholten und dieses Mal in besonderer Rohheit ausgelebten "Brauch" unbeschadet überstanden haben.

 

30.12.2022

Hier könnten jetzt Neuigkeiten aus dem Tierheim stehen. Doch leider haben die letzten zwei Jahre ohne Feuerwerk die Menschheit nicht kuriert und so startete schon der morgen vor Silvester mit Raketen, Knallern und Fontänen. Obwohl wir andere Pläne hatten verbrachten wir den halben Tag bei den zitternden, aufgeregten Hunden, um sie wenigstens ein bisschen beruhigen. Und das am Tag vor der eigentlichen Knallerei. Uns graut es jetzt schon vor dem Jahreswechsel. 

 

29.12.2022

Nun da der erste Teil der Fressnapf-Weihnachtsspenden bei uns eingetroffen und sortiert ist konnten wir für den ein oder anderen eine kleine Bescherung machen. Zum Beispiel hat Katze Sternchen eine Kratztonne bekommen, damit sie nach ihrer schweren Operation wieder Muskeln aufbaut. Sowohl die großen als auch die kleinen Katzen bekamen reichlich Spielzeug, Rascheltunnel und Leckerchen. Es war eine wahre Freude den Samtpfötchen beim jagen, knabbern, kratzen, schnurren und flitzen zu zusehen. Nochmals Danke an alle fleißigen Spender! 

 

28.12.2022

Die Weihnachtsbaum- Aktion von Fressnapf war beendet und die Märkte baten um Abholung. Wir fuhren also nach Coswig, um dort alles abzuholen. Während wir noch all die tollen Gaben für die großen und kleinen Tiere ausluden, kam auch schon ein Auto mit großem Anhänger vorgefahren. Liebe Tierfreunde, die uns schon viele Jahre unterstützten, brachten die Spenden aus Dresden- Weixdorf. Wir waren platt und sprachlos vor Freude. So viel hilfsbereite Menschen gab es, die unseren Tierheimtieren und auch den Wildvögeln Weihnachtspräsente beschert hatten. Es ist uns eine wahre Freude und wir danken aufs Herzlichste! Mit vereinten Kräften luden die fleißigen Helfer und wir alles aus und danach sortierten wir die vielen gespendeten Gegenstände, damit auch alles an seinen richtigen Platz kam.

An dieser Stelle also noch einmal unser riesiges DANKESCHÖN an all die Gönner, Einkäufer, Tierfreunde und selbstverständlich auch an die Fressnapfmärkte.

 

27.12.2022

Plötzlich ging alles für Zara ganz schnell. Eine Familie, welche bereits eine größere Hundedame von uns adoptierte, kam zu Besuch, um wieder nach einem Zweithund Ausschau zu halten. Beim Kennenlernen von Zara war es um sie geschehen. Auch die Hunde waren einander nicht abgeneigt. Zuhause traf die Familie alle nötigen Vorbereitungen und innerhalb eines kurzen Zeitrahmens brachten wir die sanfte Hündin Zara zu ihnen. Die vorhandene Hündin, die eigentlich damals, als sie zu uns kam, mit kleinen Hunden überhaupt nichts "am Hut" hatte, freute sich über die kleine neue Hundekumpeline. Zara sah man die anfängliche Überforderung der neuen Situation förmlich an, aber Streicheleinheiten lockten sie schließlich aus der Reserve. Wir sind zuversichtlich, dass alle recht bald ein eingespieltes Team werden.

 

26.12.2022

Unser Weihnachtswunsch für die Katze Arla nach einem liebevollen Zuhause wurde wahr. Obwohl sie  beim mehrstündigen Besuch nur einen kurzen, flüchtigen Blick auf die scheue Arla werfen konnten, entscheid sich eine Familie genau für diese Katze. Bereits in der Vergangenheit machte sich die Familie verdient und hat eine schüchterne Katze von uns adoptiert und in einen Schmusetiger verwandelt. Ob das mit Arla auch klappt? Wir würden es der ehemalige Bauernhofkatze von Herzen gönnen.

 

24./25.12.2022

Das Weihnachtsfest im neuen Zuhause verbringen konnte der kleine Xibit. Selbstverständlich war er kein "Weihnachtsgeschenk", alles war reiflich überlegt und durchdacht. Mehrere Besuche gingen der Vermittlung voran, ehe die Fahrt für Xibit nach Dresden startete. Im Auto war er ganz ruhig, doch kaum war ausgestiegen verließ ihn der Mut. Das ungewohnte städtische Umfeld fand er ziemlich befremdlich. Kurz entschlossen trugen wir ihn einen Straßenzug und legten dann die letzten Meter in bohnenschritten zurück. Doch kaum erblickte er im Hausflur seine neue Hundemama ging das Schwänzchen nach oben. Die bereits dort lebenden Hündin freute sich über den hübschen Burschen, sind die beiden doch auf der selben Augenhöhe. Wir freuen uns ehrlich für Xibit.

Nicht so viel Glück hatte Alla. Die junge Hündin musste an Heiligabend zurück ins Tierheim. Als Abgabegrund wurde uns eine Hundehaarallergie genannt. Wie enttäuscht wir darüber sind, muss man nicht näher ausführen.

 

23.12.2022

Und schon sind die sechs neuen Hunde bei uns angekommen. Das Ausladen ging zügig von der Hand, die Hunde kamen bereitwillig aus den Boxen. Und dann wurde ersteinmal das ganze Gehege erkundet. Der große Onix sprudelte nur so über vor freude. Ist das zufassen? Nach 11 Jahren in der Smeura. So ein lieber Kerl. Von dem Gewusel der kleinen Hunde ließ er sich überhaupt nicht stören. Wir sind froh, die kleinen Hunde noch vor dem Weihnachtsfest bei uns begrüßen zu dürfen und Ihnen hier die Chance auf eine bessere Zukunft zu geben.

 

22.12.2022

Wieder waren 4 Wochen vorrüber und unser Kaninchenmännlein Sam war zur Zahnkorrektur in der Tierklinik geladen. Wir sind immer ein bisschen angespannt wie "das Urteil" des Veterinärs, beim Blick ins Kaninchenmäulchen ausfällt. Zuletzt wurden die Zähne trotz verkürzem Korrektur-Tonus schlechter und Sam nahm ab. Doch offenbar hat der Arzt das letzte mal den richtigen Winkel beim abschleifen gewählt, sodass Sam nach 4 Wochen nur ein paar Zahnspitzen hatte die gekürzt wurden. Und zu unserer großen Freude hat Sam das erste mal seit seiner Ankunft bei uns zugenommen. Gleich 200g mehr bringt er auf die Waage - einfach sensationell. Die vier Mümmelnasen verputzen aber auch allerhand Grünfutter. Alle 2-3 Tage gehen wir für 20€ frische Salate, Möhren, Paprika ect. kaufen. Da sich Sam offenbar gut fühlt und sogar zunimmt, fühlen wir uns absolut belohnt von dem lieben Kerlchen.

 

21.12.2022

Heute war unser Auto wieder einmal unterwegs und Hündin Renee durfte in der Transportbox Platz nehmen. Sie war so eine artige Mitfahrerin, das erleben wir wirklich selten. In Bautzen angekommen, schaute sich die Hündin nur kurz um und wollte auch gleich ins Haus, wo sie bereits erwartet wurde. Sie durfte ihre Leine ablegen und in Ruhe  selbstständig alles erkunden. Sie war im Erdgeschoß beschäftigt, während wir im Obergeschoß noch einige Dinge besprachen und das Schriftliche erledigten. Nach einer Weile gesellte sich Renee zu uns und legte sich artig wartend unter den Tisch. Selbstverständlich in ihrer typischen charmanten Pose mit übereinander geschlagenen Vorderpfötchen. Als wir fertig waren, probierten wir noch das neue Geschirr an. Es passte auf Anhieb. Für Renee wurden nun ein paar Futterbröckchen versteckt, damit wir uns unbemerkt aus dem Haus schleichen konnten.

 

20.12.2022

In Vorbereitung auf die Ankunft unserer neuen Fellnasen haben wir nun auch die beiden "Zwerge" Xibit und Zara im Besucherrudel integriert. Es ging entspannt zu. Unser Hofrudel ist routiniert beim kennenlernen von neuen Rudelmitgliedern. Und so trauten sich die zwei Kleinen auch schon recht viel zu. Lediglich vor den Hunden in den Rudeln wurden sie das eine oder andere mal am Zaun erschreckt. Aber da alle anderen entspannt blieben, merkten sie schnell das es keinen Grund zur Panik gibt.

 

19.12.2022

Dem Schmuddelwetter zum trotz waren wir heute wieder mit dem Tierheimauto unterwegs. Einen Termin hatten die beiden hübschen schwarzen Katzen Penny und Tino. Beide wurde heute erfolgeich kastriert. Nachdem die Stubentiger nach getaner tierärztlicher Arbeit wieder munter waren, durften wir sie am Nachmittag abholen. Trotz der aufregenden Schlidderfahrt kamen zum Glück alle wieder wohlbehalten im Tierheim an.

 

17./18.12.2022

Heute ist der Glückstag für Alla eingetroffen. Wie bereits am 12.12. vorsichtig angekündigt, konnte unser kürzlicher Neuzugang schon die Herzen einer Familie für sich gewinnen. Auch mit der vorhandenen Hündin stimmte die Chemie und so durften wir heute Alla in die große Kreisstadt Bautzen bringen. Erst als wir auf der Autobahn fuhren, kam die Hündin zur Ruhe. Vor Ort angekommen, wurde Alla gleich freudig bellend von ihrer neuen Hundekumpeline begrüßt. Dann plötzlich stand Alla vor einer ihr noch unheimlich vorkommenden Hürde: die Treppen. Daher wurde Alla hochgetragen, was kein Problem war. Nach und nach wird sie dies üben und bestimmt bald nicht mehr als gruselig empfinden. In der Stube war Alla wieder, wie wir sie vom ersten Moment her kannten: eine neugierige, aufgeweckte Hündin. Sie sprang ohne zu zögern mit auf das Sofa und spielte mit der anderen Hündin. Nach einer Weile kehrte Ruhe ein. Ihre leichte Aufregung versuchte Alla so gut es ging zu verbergen, sie hechelte nur verhalten. Schließlich wollte sie ja im neuen Zuhause einen guten Eindruck hinterlassen. Sie befürchtete wohl, dass sie sonst wieder mit zurück ins Tierheim geschickt werden könnte. Brav legte sich Alla auf die Hundedecke des Sofas und schlummerte neben ihrer neuen Familie. 

 

16.12.2022

Das schenken viel Freude bereitet merken wir vorallem im Dezember sehr. In den vergangenen Tagen kamen ungefähr 20 Pakete und Päckchen hier an. Wir hatten also reichlich zu tun, die guten Postboten von ihrer "Last" zu befreien und die  Spenden bei uns einzulagern. Wir sind leider ziemlich im Rückstau mit auspacken, möchten uns aber trotzdem auf diesem Wege bei allen herzlich bedanken, die an unsere Schützlinge gedacht haben. Wir versuchen uns sobald wie möglich zu melden. 

Die hübsche schwarze Katze Anja hat uns heute ganz unverhofft ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert. Die sonst so stille Katze hat versucht zu miauen als es Futter gab! Sie muss das zwar noch üben, aber wir freuen uns, dass sie ihrem Willen nun auch durch ihre Stimme ausdruck verleihen möchte.

 

15.12.2022

Im vergangenen Januar hatte eine ganz nette Familie zwei schüchterne Kater aus unserem kleinen Tierheim adoptiert. Doch es reifte der Wunsch nach einem weiteren vierbeinigen Kameraden, gerade weil sich die beiden Kater so super entwickelt haben. Die Wahl fiel auf Johnny und heute war der Tag gekommen, da er sein neues Leben beginnen durfte. Im Auto tat Johnny lautstark kund, dass es ihm viel zu kalt war. Erst als das Auto aufgewärmt war, wurder er ruhiger und konnte sich auf den spannenden Ausblick und die "vorbeifliegenden" Bäume konzentrieren. Als die Box dann endlich aufging startete er in der niedrigsten Gangart seine Erkundungstour. Doch schon nach ein paar Minuten konnte er nicht mehr an sich halten und sprintete mit erhobenen Schwänzchen durch das komplette Erdgeschoss. Unsere zwei "Ehemaligen" waren sichtlich irriert aber ebenso neugierig, was der Neue da fabriziert und kamen gar nicht hinterher, so einen Affenzahn hatte Johnny drauf. Nach nichtmal einer halbe Stunde hatte Johnny erfolgreich alle Bälle und Spielsachen unter die Möbelstücke geschossen. Und dann viel sein Blick auf den Weihnachtsbaum. Ohje... na ob der bis Weihnachten stehen bleiben wird? Besonders hatten es Johnny die kleinen Glöckchen angetan, die bequemer Spielhöhe hingen. So läutete Johnny den vierten Advent ein und gab bekannt, dass er sich schon wie zuhause fühlt.

 

14.12.2022

Der Winter zieht über das Land und auch am Tage herrschen nun durchgängig frostige Temperaturen. Höchste Zeit die Wintermäntelchen der Hunde "abzustauben" und die Vierbeiner warm einzukleiden. Die beiden Labbidamen Nele und Emmelie finden den Prozess des Anziehens zwar befremdlich, aber fühlen sich dann doch ganz gut mit dem Beinkleid. Auch unsere drei rumänischen Zwerge wurden ordentlich eingepackt, doch leider entsprachen die Mäntel gar nicht ihrem Modegeschmack. Die neugierigen Nasen hatten großen Spaß sich den Zwirn gegenseitig auszuziehen und jede Naht einzeln aufzudröseln, doch den Zweck hatten die Mäntelchen damit leider verfehlt. Schade, dabei hatten wir es nur gut gemeint.

 

13.12.2022

Nach über sechs Jahren in der Smeura, merkte man Roby und Toni an wie aufgeregt sie waren, dass neue Terrain auf dem Hof des Tierheims zu erkunden. Nach und nach lernten sie jeden Winkel und dann unsere entspannten Hofhunde kennen. Natürlich waren beide Rüden gleich Feuer und Flamme für all die hübschen Damen, die wir ihnen präsentierten. Besonderes Interesse zeigten diese aber nicht an den Neuankömmlingen. Warscheinlich haben sie Roby und Toni absichtlich die "kalte Schulter" gezeigt, um das Interesse der Rüden zu aufrecht zuerhalten. Was für ein geschickter Plan. Es dauert bestimmt nicht mehr lang bis sich Roby und Toni richtig eingelebt haben und dann ein Teil unseres entspannten Seniorenrudels sind. 

 

12.12.2022

Der aufmerksame Leser wird sich sicherlich gewundert haben, warum wir Neuzugang "Alla" noch nicht näher vorgestellt haben. Der Grund ist ganz einfach: die hübsche aufgeweckte Hündin hat bereits Interessenten. Trotz Wintereinbruch mit Schneefall und schlecht beräumten Dorfstraßen fanden sie heute den über 30 km langen Weg zu uns und waren begeistert. Die Sympathie bestand auf beiden Seiten und so wollen sie mit ihrem schon vorhandenen Vierbeiner Hündin Alla noch diese Woche erneut einen Besuch abstatten. Erfahrung, Geduld, Wille und selbstverständlich Tierliebe sind auf jeden Fall gegeben. Wenn alles passt, brauchen Sie Alla also gar nicht mehr auf unserer Vermittlungsseite suchen.

 

10./11.12.2022

Zum dritten Adventswochenende errreichten uns viele (Vor-) Weihnachtsgrüße in Form von rührender Post ehemaliger Schützlinge und allerlei Spenden für unsere Tiere. Wir sind dankbar über so viel lieben Zuspruch besonders in dieser von Teuerungen und Sparmaßnahmen geprägten Zeit. Ob Futter, Streu oder hygienische Utensilien, alles ist äußerst hilfreich und wertvoll. Sogar eine der fünf Schutzhütten für herrenlose Katzen von unserem Wunschzettel wurde bereits in Auftrag gegeben. Das ist fantastisch. Bei dem Winterwetter hoffen wir für die Draußenkatzen auf baldige Lieferung.

 

09.12.2022

Unser kleines persönliches Weihnachtswunder ist wahr geworden! Celetano hat ein Zuhause gefunden. Eine nette Dame, die Anfang des Jahres bereits einen Hund aus unserem Tierheim bei sich aufgenommen hatte, war auf der Suche nach einem Zweithund. Celentano kam, sah und siegte! Nicht nur die Zwei- sondern auch die Vierbeiner waren begeistert und so lag es nahe,  Celentano so schnell wie möglich zu seinem Umzug zu verhelfen. Bleibt nur zu hoffen, dass der große Wuschel seine Chance auch nutzt und nach fünf Jahren in der Smeura und 1,5 Jahren bei uns jetzt endlich sein Für-Immer-Zuhause gefunden hat.

 

08.12.2022

Gegen 14 Uhr trafen die fünf Hunde bei uns ein, welche wir aus der Smeura, dem größten Tierheim der Welt, ausgesucht hatten, damit sie hier die Chance auf eine lebenswerte Zukunft erhalten. Voller Vorfreude öffneten wir die Boxen und es kamen uns neugierige, fröhliche, liebenswerte Hunde entgegen. Die Senioren Roby und Toni, die jeweils schon mehr als 6 (!!!) Jahre im rumänischen Tierheim ausgeharrt haben, genossen sofort die Streicheleinheiten und schmiegten ihre Köpfe in unsere Hand. Hündin Alla ist eine absolute Frohnatur, eine aufgeweckte, kecke kleine Maus, welche gleich alle Artgenossen zum Spielen aufforderte. Zara und der kleine Xibit ließen es etwas ruhiger angehen, schnüffelten überall und setzten sich dann auf die Decke. Uns ging wirklich das Herz auf beim Anblick dieser lieben Vierbeiner. Es wird gewiss nicht lange dauern, bis diese Schätze ein richtiges Zuhause finden. Dann haben wir wieder 5 Hunden geholfen, 5 von unfassbaren 6000, die noch immer in der Smeura warten. Und es sind alles so liebe Seelen. Wie können Menschen noch immer zum Züchter gehen, während in den Tierheimen solche lieben Freunde warten? Es ist uns unbegreiflich und macht uns auch sehr traurig.

 

07.12.2022

Die Zeit für die Tierarztvisite war wieder einmal reif. Mit besten Vorsätzen starteten wir in der Katzenquarantäne. Von außen betrachtet ging es Rachel viel besser, kein Schnupfen, kein Augenausfluss, alles in Ordnung. Aber bei genauerer tierärztlicher Untersuchung zeigte sich, dass auch sie sich das selbe Virus wie ihr Bruder Ryan eingefangen hat. Bisher geht es ihr gut aber geimpft werden kann sie so nicht. Ebenfalls keine Impfung bekam Sternchen. Obwohl es ihr so gut geht, hatte sie am morgen angefangen zu nießen. Nun muss sie das Krankenlager noch einig wenig länger hüten. Da in den vergangen zwei Wochen keine merkliche Besserung bei Heidi und Peters Schnupfen eintrat, startete die Tierärztin eine andere Antibiotika-Therapie, welche sich nun über drei weitere Wochen erstreckt. Wir hoffen auf diesem Wege den beiden etwas Linderung verschaffen zu können. Nächster an der Reihe war Hündin Renee. Bei ihr stand die jährliche Impfung an. Bei der vorangehenden Untersuchung verhielt Renee sich ganz artig und brav, obwohl sie sichtlich irritiert von der Störung beim Mittagsschlaf war. Renee kam durch den tierärztlichen "TÜV" und ist nun ein weiteres Jahr durch die Impfung geschützt.

 

06.12.2022

Pünktlich zum Nikolaustag durften wir den jungen Kater Ryan wieder aus der Klinik abholen. Fröhlich und neugierig miauend wurde uns Ryan gebracht. Ihn so munter zu sehen macht uns wirklich glücklich. Wegen einem Infekt in den Augen benötigt er aktuell noch Medikamente.

Zusammen mit der Augensalbe und dem hübschen Katerchen konnten wir uns auf den Weg ins Tierheim machen.

 

05.12.2022

Und endlich war der Tag gekommen: Sheldon durfte das Tierheim gegen ein richtiges Zuhause eintauschen. Das Ergebnis seiner Blutuntersuchung war zufriedenstellend, weshalb der junge Kater nun umziehen durfte. Wie wir es bereits vorher erlebt haben, miaute Sheldon in der Transportbox kläglich aus voller Kehle. Lediglich wenn sich ein Finger zum kraulen in die Box verirrte gab er Ruhe und war beruhigt. Erst als in Dresden die Box aufging war Sheldons Welt wieder in Ordnung. Miauend erkundete er das neue Terrain, wobei seine Tonlage diesmal viel fröhlicher klang als noch kurz zuvor. Die bereits dort ansässige Katze verkrümelte sich derweile unter das Bett. Wie uns Sheldons neue Besitzerin erklärte, hat das aber weniger mit der Ankunft des jungen Katers zu tun, als mit unserer Anwesenheit. "Sie mag keine fremden Menschen". Nagut, damit können wir leben. Sheldon hatte derweil das Katzengras entdeckt und tat sich daran gütlich. Und wenn Sheldon abends die geputzen Stiefelchen rausstellt, bringt der Nikolaus ihm bestimmt noch ein paar Katzenleckerlies - da sind wir uns sicher. Positiv gestimmt verließen wir die Szenerie, damit sich Sheldon und seine neue Kumpeline in Ruhe kennenlernen können.

 

03./04.12.2022

Das zweite Adventswochenende verlief alles andere als ruhig. 

Ein wenig Aufregung entlockte unseren Schafen ein Blöken. Liebe Unterstützer brachten wieder Sammelspenden unserer Edeka- Spendenbox. Wir danken all jenen, die wieder einmal ihr Herz für Tiere bewiesen haben und für jeden unserer Bewohner etwas beisteuerte. Alles wurde in die Scheune verräumt und einsortiert. Die Schafe beobachteten das Gewusel und meinten, wenn sie uns etwas vorsingen, bekommen sie bestimmt auch eine extra Portion. Und so war es dann selbstverständlich auch. Nach getaner Arbeit erhielten sie für ihre musikalische Einlage eine extra Schüssel Frischfutter. 

Am Samstag Nachmittag meinten dann irgendwelche rücksichtslosen Menschen, dass es Zeit wäre, die Böllersaison einzuläuten. Ein Knaller folgte dem nächsten, so dass wir unsere Hunde kaum beruhigen konnten. Die meisten der Vierbeiner verbrachte daher die Zeit in ihren Häusern als Rückzugsort. Wir sind - wie jedes Jahr - einfach nur sprachlos über so viel Respekt- und Herzlosigkeit. 

 

02.12.2022

Bei Katze Anja kehrte leider der Schnupfen wieder. Zur Fütterungszeit kam sie hustend an, aber sie fraß gut und hatte auch kein Fieber. Dennoch wurde uns ihr manchmal röchelnder Atem irgendwie unheimlich und wir wollten die Ursache tierärztlich abklären lassen. Unter Gemaunze platzierten wir die Miez in die Transportbox, wo sie bis zum Eintritt in das Behandlungszimmer ihre Furcht herausposaunte.
Dann war sie schlagartig still und ließ sich ohne zu zucken untersuchen. Im ersten Moment war rein gar nichts zu hören, so als hätte sie im Angesicht des Arztes plötzlich keinerlei Sorgen oder Schmerzen mehr.
Die Tierärztin gab Entwarnung, das Herz war in Ordnung, die Lunge frei. Also saßen die Krankheitserreger zum Glück noch nicht tief. Trotz allem musste der Ursache entgegengewirkt werden und Anja erhielt Vitamine und Antibiotika gespritzt. Dann durfte sie wieder mit zurück ins Tierheim, wo sie sich erst einmal verkroch. Doch schon zur Nachmittagsfütterung war sie wieder zur Stelle und schien erfreulicherweise nicht nachtragend zu sein.

 

01.12.2022

Das erste Türchen des Adventskalenders öffnete sich und für unsere tierischen Bewohner begann ebenfalls der "Countdown". Denn die geniale Weihnachtsbaumaktion von Fressnapf startete wieder. Gleich heute erhielten wir eine erste Rückmeldung per Mail von tierlieben Weihnachswunscherfüllern. Wir danken im Namen unserer Schützlinge schon jetzt den hilfsbereiten Gönnern sowie dem Fressnapf- Team und wünschen eine geruhsame, harmonische Adventszeit.

 

30.11.2022

Den letzten Tag des Monats nutzten wir, um ein wenig "Budenschwung" zu schaffen. Nicht nur in der Scheune wurde sortiert und aufgeräumt, auch in den Katzenhäusern. Die ein oder andere Miez konnten wir mit neuem Spielzeug und Kratzpappen erfreuen. Die Körbchen wurden ausgetauscht, was Tino auf den Plan lockte. Schließlich gab es viel Neues zu erschnuppern. Auch Flecki nutzte die Gelegenheit, um sich Streicheleinheiten abzuholen. Mio war ebenfalls aufgedreht, weil er Leckerlies witterte.

Weniger amüsiert waren Heidi und Peter, die beiden Geschwisterkatzen in der Quarantäne. Die armen "Mäuse" hatten zusätzlich zum Schnupfen nun Durchfall bekommen und erhielten Schälchen mit i/d Spezialfutter. Das mochten sie allerdings so gut wie gar nicht. Nun werden wir uns wohl durch das Sortiment an Gastro- bzw. Magen-Darm- Diät durchtesten müssen. Wenn jemand von Ihnen noch etwas von diesem Spezialfutter übrig hätte, wären wir sehr dankbar, wenn es einen Weg zu uns finden würde. 

 

29.11.2022

Der aufmerksame Homepageleser hat vielleicht schon bemerkt, dass der kleine getigerte Kater Sheldon Interessenten hat. Doch bevor es für ihn auf die Reise gehen kann, stand ein Tierarztbesuch bevor. Sheldons neue Familie hatte in der Vergangenheit leider einen Kater an die Viruserkrankung FIP verloren. Um sich davon zu überzeugen nicht noch einen Schmusetiger an so eine Krankheit zu verlieren, sollte Sheldon ein paar Tröpfchen Blut abgeben. Genau wie seine Mama Nala, war Sheldon so unglaublich neugierig, dass er von ganz allein in die Transportbox ging. Doch im Gegensatz zu Nala, war er mit dem Aufenthalt darin gar nicht einverstanden und miaute sich, in ohrenbetäubender Lautstärke, die Seele aus dem Leib. Hätte man während der Fahrt das Fenster geöffnet, wären die Passanten sicher ungläubig kopfschüttelnd stehen belieben. In der Praxis angekommen war schlagartig Ruhe und es gab den Pieks ins Beinchen. Für Sheldon war dort alles so unglaublich spannend, dass er von den medizinischen Maßnahmen keinerlei Notiz nahm und sich stattdessen genüßlich von der Tierarzthelferin kraulen ließ. Offenbar hatte er durch das positive Erlebnis verstanden, dass er nicht für immer in der Transportkiste eingesperrt ist und so verlief die Rückfahrt wesentlich ruhiger. 

 

28.11.2022

Noch eine tolle Vermittlung gelang uns. Der schüchterne junge Kater hat das Herz einer netten Familie erobert, die bereits vor 10 Jahren eine Katze von uns adoptiert haben. Den Aufenthalt in der Transportbox empfand Gin als Zumutung und tat dies auch mehr als deutlich kund. Zum Glück dauerte die Fahrt nicht einmal 10 Minute, ehe sich die Tür öffnete und Gin sich unsichtbar machte. Noch am selben Abend erhielten wir Nachricht, dass das erste Zusammentreffen der beiden Samtpfötchen friedlich verlief. Wir sind also guter Dinge, dass die Beiden sich auch in Zukunft prima verstehen werden.

 

26./27.11.2022

Heute war für Nala der große Tag gekommen und sie durfte in ihr neues Zuhause umziehen. Wie selbstverständlich tapste die neugierige Katze in die geöffnete Transportbox und schaute sich das Objekt ganz genau an. Etwas verdutzt war sie dann doch, als sich die Tür hinter ihr geschlossen hatte. Ganz lieb und artig nahm sie die Fahrt hin, ehe sie dann in der guten Stube ihrer neuen Familie wieder herausgelassen wurde. Wie wir es erwartet hätten kam Nala gleich ganz selbstbewusst heraus, beschnupperte alles und erkundete auch gleich die Fensterbretter. Nach einem ersten Rundgang traf sie dann mit der bereits dort lebenden Katze zusammen. Diese war ein wenig verstimmt beim Anblick des Neuankömmlings, wovon sich Nala aber gar nicht provozieren ließ. Unbeirrt erkundete sie Zimmer für Zimmer, ehe sie dann in der Schlafstube ihr neues Hobby entdeckte. Dort stand ein großes Aquarium und Nala bekam beim Anblick der Fische große Augen. Die Aquarienbewohner beäugten ebenso neugierig die fremde Katze und sammelten sich auf Nalas Beckenseite. Mit einem guten Gefühl verabschiedeten wir uns und entließen Nala in die Obhut ihrer neuen Familie.

 

25.11.2022

Am Mittag kam der Tankwagen mit Heizöl zu uns und füllte unseren Vorrat wieder komplett auf. Als wir später die Heizungen wieder anschalten durften, blieben die Rohre kalt. Nanu, was war denn da los? Ausgerechnet bei der Kälte und den kränkelnden Quarantänemiezeln, das kann doch nicht wahr sein! Schnell kommunizierten wir mit der Heizungsfirma, welche den Fehler bei der Umwälzpumpe fand. Diese wollte aus irgendeinem Grund nicht anspringen. Die Firma konnte die Ursache zum Glück ohne große Probleme beheben und die Heizung nahm alsbald ihre lebenswichtige Arbeit wieder auf. Mit großer Erleichterung ging auch dieser aufregende Tag zu Ende.

 

24.11.2022

Da es Ryan zunehmend schlechter ging, das Fieber blieb und der Kater nichts mehr zu sich nahm, entschlossen wir uns, ihn doch stationär zu Dr.Dziwok zu geben. Und das war gut so. Wie sich zeigte, hatte Ryan massive Lessionen im Mäulchen, vermutlich Herpes. Er konnte vor Schmerzen nichts fressen, selbst wenn er noch Appetit gehabt hätte. Armes Kerlchen. Aber nun ist er in besten Händen, hängt an der Infusion und erhält alles, was ihm hilft. Wir sind voller Zuversicht, dass der hübsche Ryan wieder ganz gesund wird.

Auf dem Rückweg ins Tierheim durften wir Katze Sternchen mitnehmen. Das hat uns sehr gefreut. Die Fäden sind gezogen, die Pflaster entfernt. Sternchen braucht noch etwas Ruhe, aber sie frisst gut und möchte am liebsten immer kuscheln. Na klar, nach solchen Strapazen, da will man für seine Tapferkeit belohnt werden. Gern kommen wir Sternchens Wunsch nach. Auch an dieser Stelle ein riesengroßes Dankeschön an alle Tierfreunde, die sich mit einer Spende an der Rechnung für Sternchen beteiligt haben. Wir sind ein weiteres mal vollkommen überwältigt von Ihrer Solidarität.

 

23.11.2022

Die dieswöchigen Tierarztvisite stand ganz im Zeichen der Samtpfötchen. Neuankömmling Elisabeth wurde gründlich untersucht. Sie benahm sich ganz vorbildlich, holte sich reichlich Streicheleinheiten von der Tierärztin ab. Der sieben jährigen Katze fehlt zum Glück nichts, was uns sehr glücklich macht. Nicht so gut steht es um Fundkater Ryan. Er hat sich leider einen schlimmen Katzenschnupfen zugezogen und hatte Fieber. Er bekam ein Mittel gegen den Schnupfen, Antibiose und Schmerzmittel verordnet. Auch seine Schwester Rachel nießt leider, aber es geht ihr verhältnismäßig gut. Das Geschwisterpaar Heidi und Peter sind leider auch noch nicht vom Schnupfen kuriert, aber sie fühlen sich bereits viel besser und futtern jedes Näpfchen in handumdrehen leer. Auch hier verfolgen wir den verordneten Medikamentenplan weiter in der Hoffnung, dass sich die beiden bald erholt haben.

 

22.11.2022

Beim Vorbereiten des Winterquartiers für unsere Schäfchen sind unsere Strohvorräte beträchtlich zur Neige gegangen. Deswegen kam heute Mittag der große Laster mit Stroh. Voller Elan luden wir Bündel um Bündel aus. Die Schäfchen beobachteten das Treiben lieber aus sicherer Entfernung. Nach getaner Arbeit fegten wir noch die Scheune und sind nun für die nächsten Monate bestens versorgt.

Außerdem hatte unser Kaninchenmännlein Sam wieder einen Termin in der Tierklinik zum Zahnspitzen kürzen. Diesmal sah es viel besser in seinem Mäulchen aus aber uns ist bewusst, dass das Grundproblem im Kiefer nicht gelöst ist. Zumindest kann er die nächsten Wochen schmerzfrei und würdevoll Leben. Als er wieder zurück im Tierheim war hat die große Tabea "ihren" Sam gleich ganz niedlich begrüßt, sein Köpfchen geputzt und sich dann an ihn gekuschelt. Die beiden scheinen sich wirklich doll zu mögen.

 

21.11.2022

Sicher haben Sie schon wie wir dem Ergebnis der Laboruntersuchung des roten Fundkaters (siehe "was gestern geschah" vom 14.11.) entgegengefiebert. Am Samstag war leider noch kein Befund da. Allerdings verschlechterte sich der Zustand des Katers, der dennoch voll liebesbedürftig war, enorm. Der Anruf des Tierarztes am Morgen verhieß nichts Gutes: Obwohl wir es schon geahnt hatten, waren wir über alle Maßen bestürzt: Der Kater hatte einen bösartigen, schnell wachsenden Tumor unter der Zunge, der wohl zu allem Übel auch noch aufgegangen war. Ihm blieb leider nur noch eine Option: Erlösung. Wie schrecklich, bereits die zweite Fundkatze innerhalb so kurzer Zeit! Wir ließen es uns nicht nehmen, den Kater noch ein letztes Mal zu streicheln und ihn, in Anlehnung an Katze "Sunshine", auf den Namen "Moonlight" zu taufen. Nun sind am anderen Ende der Regenbogenbrücke Sonne und Mond vereint und leben auch in unseren Herzen weiter. 

 

19./20.11.2022

Der Winter hat uns nun doch noch eingeholt. Energiekrise hin oder her, wir mussten über Nacht die Heizungen in den Hundehäusern aktivieren. Bald brauchen wir also auch wieder Nachschub an Heizöl. Eher bestellen bringt nichts, denn solange wir "nur" eine dreistellige Literzahl tanken, zahlen wir wieder drauf. Verrückt, aber wahr. Auch die Hühner und Scheunenkatzen können sich ab sofort wieder unter dem Rotlicht aufwärmen, was sie dankend annehmen.

Am Sonntag konnten wir bei Tomis die OP-Fäden vom 09.11. ziehen. Sie hielt brav still und wir waren im Nu fertig. Die Naht ist echt gut verheilt und Tomis darf nun wieder ohne Trichter im Schnee schnuppern.

 

18.11.2022

Unsere Schafe haben nun wieder ihr geschütztes Quartier in der Scheune bezogen. Etwas widerwillig verließen sie die Weiden, aber dann kannten sie den Weg. Ihre Strohbettchen waren ja schon vorsorglich ("was gestern geschah" vom 26.10.) hergerichtet, falls der plötzliche Wintereinbruch kommt.

Ganz plötzlich kam auch eine Anfrage betreffs Aufnahme einer Katze. Die Besitzern muss umziehen und die 7jährige "Elisabeth" kann leider nicht mit. Die Katze ist immerhin schon kastriert. Sehr fein. Nur bei den Impfungen müssen wir wieder von vorn beginnen, dies wurde mit der Zeit bedauerlicherweise vernachlässigt. Wir sagten der Frau zu, dass sie uns "Elisabeth" heute 

bringen kann. Die braungrau getigerte Schönheit mit weißem Latz und weißen Stiefeln war nicht dolle erfreut, dass sie nun einen Käfig beziehen musste. Die Besitzern meinte, dass sie mit Futter jedoch bestechlich wäre. Das sollte doch kein Problem sein, Futter und Leckerlis servieren wir der Samtpfote doch gerne.

 

17.11.2022

Auf die gestrige Erfolgsmeldung müssen wir Ihnen heut eine niederschmetternde Nachricht mitteilen. Katze Sunshine lag früh fast regungslos in ihrem Körbchen. Gestern Abend war ihr noch nichts Dramatisches anzumerken. Trotz ihres schlechten Allgemeinzustands stand Sunshine da noch an der Käfigtür, maunzte und fraß fein das ihr angebotene Magen-Darm-Futter. Wer weiß schon, welche gesundheitlichen Probleme ihr innerlich zu schaffen machten.
Da sowieso ein Tierarztbesuch auf der Tagesordnung stand, luden wir Sunshine fix ein und fuhren schon eher in die Praxis. Der Tierarzt konnte bedauerlicherweise auch nur noch feststellen, dass Sunshine ihre Körperfunktionen fast gänzlich eingestellt hatte und es blieb ihm keine andere Möglichkeit mehr, als sie zu erlösen.
Der Umstand, dass die dreifarbige Miez eine sogenannte Glückskatze war und den hoffnungsvollen Namen "Sunshine" erhielt, konnte sie leider auch nicht vor dem Schlimmsten bewahren. Wie gern hätten wir ihr noch eine schöne Zeit hier auf Erden gewünscht! Ruhe in Frieden, kleine Miss Sunshine!

Außerdem vorstellig in der Praxis waren die beiden weiblichen Abgabekatzen vom 06. und 07.11. zwecks Kastration. Da jedoch die schwarz-weiße "Heidi" noch schnupfte, wurde ihr Termin verschoben und sie durfte gleich wieder mit zurückfahren. Sie bekam Rotlicht und immunstärkende Mittel verordnet. Nur die grauschwarze "Rachel" wurde wie geplant kastriert und konnte -noch etwas benommen- am späten Nachmittag wieder abgeholt werden. 

 

16.11.2022

Für Hasi brach heute ein neues Leben an. Während die neue Meerschwein"mutti", die bereits in der Vergangenheit einige Tierchen von uns in ihre Familie aufnahm, sich riesig über das weiße Flausch freute, war Hasi von der Transportbox wenig begeistert. Kein Wunder bei ihrer Vorgeschichte. Umso erstaunlicher reagierte sie im neuen Zuhause. Zunächst zögerlich, traute sie sich schließlich in die Nähe der anderen Meerlis und verhielt sich auch tapfer, als die (selbstverständlich kastrierten) Böckchen die Eingangskontrolle vornahmen. Auch die vorhandenen Meerschweindamen waren weder zickig noch aufdringlich und so entstand der Eindruck, als wäre Hasi schon immer ein Teil der bunten Truppe. Nur bei menschlicher Annäherung war Hasi, die nun Lumi heißen darf, noch etwas schreckhaft. Am Folgetag erhielten wir sogar schon herrliche Beweisfotos, dass uns mit dieser Vermittlung wriklich ein Glückstreffer gelungen war. Nun darf das einst vereinsamte Meerschweinchen endlich, in einem großen extra Zimmer nur für die "Plüschpopos", zusammen mit den anderen ihre artgerechte Natur ausleben.

 

15.11.2022

Wir glaubten fast an ein Deja Vu, als erneut ein Ordnungsamt anrief und um Aufnahme einer verletzten Fundkatze bat. Das Tier saß wohl seit Stunden vor einem Haus und rührte sich nicht weg. Wahrscheinlich hat es um Hilfe gefleht und wurde zum Glück erhört. Wir sagten auch in diesem Fall unsere Hilfe sofort zu. Wenig später stand ein Mitarbeiter der Behörde bereits vor unserem Tor. Im Gepäck eine dreifarbige Miez, welche total schmuddelig ausschaut und eine große offene Wunde im Gesicht trägt. Wie im Fall des Katers war diese Katze auch schon einem Tierarzt vorgestellt worden und hatte Antibiotika bekommen. Josi bat den Abgeber gleich darum, für die Miez einen schönen Namen auszusuchen. Er meinte, sie soll Sunshine heißen. Topp! Wie sich rausstellte, hat die Gute wasserartigen Durchfall und sicher noch andere Baustellen. Wir werden sie in den nächsten Tagen mit in die Tierklinik nehmen und alles abklären lassen. Sunshine ist auf alle Fälle sehr lieb und geduldig.

 

14.11.2022

Wir erhielten einen Anruf mit der Frage, ob wir eine Fundkatze aufnehmen könnten, bei der dringend die Zähne behandelt werden müssten. Die Stadtverwaltung des Ortes würde die Kosten übernehmen. Selbstverständlich sagten wir zu, hier war offenbar schnelle Hilfe gefragt. Noch hatten wir keine Ahnung, wie schlimm es wirklich um das Tier stand. Zu uns gebracht wurde ein abgemagerter, schmutziger, roter Kater, an dessen Mäulchen Blut klebte. Das Tier war vorher bereits einem Tierarzt vorgestellt worden, hatte dort Antibiotika und Flohmittel bekommen. Das der Kater gar nicht fressen konnte, war nicht aufgefallen. Nach kurzem Aufenthalt bei uns entschieden wir, doch noch in die Praxis von Dr.Dziwok zu fahren, um den Kater begutachten zu lassen. Und das war gut so. Neben den verfaulten Zähnen wurde festgestellt, dass diese arme Kreatur eine massiv geschwollene Zunge hatte, welche an der Unterseite bereits Spuren von Fäulnis zeigte. Daher auch das schmutzige Fell, der Kater konnte sich seit längerem nicht putzen und auch kaum Nahrung aufnehmen. Was müssen das für Schmerzen sein? Warum musste er so lange leiden? Nun hängt er in der Tierklinik am Tropf. Wenigstens ist er sauber, hat es warm und wird ernährt. Eine Biopsie von der Zunge wird zeigen, ob es sich um einen Tumor handelt oder eine Schwellung aufgrund einer infizierten Wunde. Am Freitag ist spätestens mit dem Ergebnis zu rechnen. Dann wird über das weitere Schicksal entschieden. Wir wünschen dem lieben Kerl so sehr, dass ihm geholfen werden kann und er nochmal glücklich sein darf. Bitte drücken Sie ihm die Daumen.

 

12./13.11.2022

Heute war Akim der Glückspilz, der in ein neues Zuhause umziehen durfte. Wie ein aufgewecktes Kleinkind meisterte er die für ihn ungewohnte Situation. Autofahren war im ersten Moment mega anstrengend, da er meinte, alle anderen Autos jagen und verbellen zu müssen. Nach ein paar beruhigenden Worten verhielt er sich schließlich ruhig. In der Wohnung war er dann neugierig unterwegs, aber auch wie ein Welpi an jedem Dekoartikel interessiert. Die Hündin Jamie, die vor ca 2,5 Jahren von uns übernommen wurde, freute sich über den Neuzugang, obwohl Akim manchmal auch recht aufdringlich werden kann. Immerhin versteht er sehr gut, wenn Jamie ihm zeigt, dass sie genug hat. Auf jeden Fall muss Akim noch lernen, zur Ruhe zu kommen. Damit tut er sich noch etwas schwer. Es ist wie so oft eine Frage der Geduld und Übung. Er hat eben immer noch seinen Welpencharakter beibehalten. Wir hoffen ganz doll, dass Akim seine Chance nutzt und bald mit Hilfe seines neuen Rudels zu einem erwachsenem Hund heranreifen wird. 

 

11.11.2022

Es war der 11.11., Karnevalsbeginn oder Beginn der fünften Jahreszeit, würde manch einer sagen. Ein neues Leben beginnen, durften heute unsere mittlerweile recht groß gewordenen Kater Mimo und Aaron. Gleich am morgen stiegen beide in die Transportboxen und wurden Richtung Königsbrück chauffiert. Während Aaron unter kläglichem Jammern am Gitter der Box rüttelte, klang von Mimo nur am und an ein zartes Muurr durch das Wageninnere. Nach der freundlichen Begrüßung durch die Familie erkundeten beide Katerchen ihr neues Reich. Erst einmal nur einen Bereich, bis sich nach und nach die Türen in alle Richtungen öffnen werden. Aaron zeigte sich ein wenig mehr beeindruckt von dem Tapetenwechsel, als Mimo. Letzterer spielte schon nach 20 Minuten auf dem Teppich mit dem vielen Katzenspielzeug, welches das Kleinkind der Familie unter fröhlichem lachen für ihn umher schmiss. Aaron ließ sich derweile von der Hausherrin in schnurrende Extase streicheln. Wirklich klasse, dass die beiden Katerchen zusammen umziehen konnten und gemeinsam ihr neues Leben starten können. 

 

10.11.2022

Leider mussten wir heute erneut zum Tierarzt. Diesmal mit einer der beiden vor kurzem abgegeben zutraulichen Kätzchen. Der schwarz-weiße Kater hatte leider schlimm Schnupfen, so schlimm das ihm schon Blut aus der Nase kam. Außerdem hatten wir das Gefühl das er auch blutigen Urin absetzt. Es half nichts, er brauchte dringend Hilfe und so machten wir uns auf die Socken. Vier Spritzen gegen den Schnupfen musste der tapfere Kater über sich ergehen lassen. Wenn man den Seelchen nur erklären könnte, dass es nur zu ihrem Besten ist. Unser Verdacht auf ein Blasenproblem bestätigte sich glücklicherweise nicht. Die Tierärztin erklärte uns, dass die Blase klein, leer und nicht schmerzhaft ist, dafür hätte er einen prall gefüllten Wurmbauch. Samt einwöchigem Therapieplan wurden wir wieder Heim geschickt. Der junge Kater war froh wieder bei seiner Schwester zu sein. Zur Belohnung gab es Katzenleberwurst. Denn trotz des schlimmen Schnupfens hat der Kater immernoch ausgesprochen großen Appetit. Daumendrücken, dass er sich rasch erholt und seine Schwester nicht auch noch krank wird.

 

09.11.2022

Und wieder stand Hundeomi Tomis im Fokus. Erneut sind wir mit der Wuschelhündin in die Praxis gefahren für eine Ultraschalluntersuchung des Bauchs. Bei der letzten Untersuchung wurde dort eine Verdickung festgestellt und leider bestätigte sich heute der Befund. Für Tomis bedeutet das eine weitere Narkose, in der das Gewächs entfernt wird. Ein gerissener Milztumor ist potenziell lebensbedrohlich, weswegen wir über diesen Zufallsbefund froh sind. Natürlich hätten wir Tomis die Prozedur gern erspart, aber auf lange Sicht ist die Operation die richtige Entscheidung. Am frühen Nachmittag konnten wir Tomis abholen und wieder mit zurück ins Tierheim nehmen. 

 

08.11.2022

Mit Meerlimännlein Anubis ging es heute auf die Reise. Bereits nach 20 Minuten erreichten wir unser Ziel: Anubis neue Heimat. Der junge Mann soll dort den Haussegen in der Meerschweingruppe wieder etwas gerade rücken. Nachdem eine schüchterne Meerlidame eine Erkrankung überstanden hat, wollte ihre dominante Schwester sie nicht mehr in ihrer Nähe dulden. Anubis durfte zuerst ohne die Damen die neue Umgebung ergründen. Doch wie erwartet, hielt er den Atem an und bewegte sich lieber erstmal gar nicht. Auch frischer Löwenzahn änderte nichts an seiner Meinung. Erst als die Mädels dazu kamen, wurde er mobil, zeigte sich von seiner charmanten Seite und zwinkerte beiden schonmal interessiert zu. Gemeinsam fraß sich der Löwenzahn auch einfach besser, als allein. Doch der frieden währte nicht lang, eh die dominate Meerlidame den neuen erstmal in seine Schranken verwies. Diese Zurückweisung machte bei Anubis erstmal Eindruck und er nahm sich etwas mehr zurück. Nur die Zeit wird zeigen, ob Anubis die Spannungen der beiden Mädels besänftigen kann und die drei zu einer harmonischen Gruppe zusammenwachsen.

 

07.11.2022

Zwei weitere Kätzchen nahmen wir auf. Es handelt sich auch diesmal um Geschwister, halbwüchsig, geboren im Mai diesen Jahres. Ein tierliebes Ehepaar, welches auch unserer Einrichtuing sehr verbunden ist, kümmert sich seit längerer Zeit schon um die Katzen eines alten Mannes in der Nachbarschaft, weil dieser dazu nicht mehr in der Lage ist. In diesem Jahr konnten bereits 8 Tiere von dort mit unserer finanzielen Unterstützung kastriert werden. Somit wurde viel Elend verhindert. Eine Katze war leider schon trächtig und brachte im Mai einen Wurf zu Welt. Zwei dieser Jungtiere sind nun bei uns, eine dritte war heute flüchtig. Sie wird demnächst "nachgeliefert". Da von dem alten Herrn nichts zu erwarten ist, bezahlten die Tierfreunde die Aufnahme der Kätzchen aus eigener Tasche. Die beiden sind wirklich zutraulich und niedlich, gewiss werden sie ein gutes Zuhause finden. Ihre Mutter ist selbstverständlich in der Zwischenzeit unfruchtbar gemacht worden.

 

05./06.11.2022

Im Kamenzer Ortsteil Wiesa fanden aufmerksame Bürger zwei junge Katzen. Es handelt sich um ein Geschwisterpärchen, welches vorsorglich in eine Tierarztpraxis gebracht wurde. Beide grauschwarzen Schönheiten (ein Kater und seine Schwester) sind zum Glück wohlauf. Während sich das Ordnungsamt auf die Suche nach einer Unterbringung für die zwei Katzenkinder begab, wurden diese in der Praxis entfloht und entwurmt. Als das Ordnungsamt schließlich an unserem Telefon läutete, sagten wir natürlich einer Aufnahme der zwei heimatlosen Fundtiere zu. Die Nächte sind schon sehr kalt und wir können schließlich eine geschützte Unterkunft und regelmäßig Futter bieten. Noch sind Beide durch den Umzug etwas gestresst, vor allem das Katzenmädchen, und wären am liebsten wieder geflüchtet. Doch in den nächsten Tagen werden sie sicher begreifen, dass sie nun erst einmal keine Not mehr leiden müssen und uns vertrauen können. 

 

04.11.2022

Unsere Hundeomi Tomis hatte heute einen Termin beim Tierarzt. Auf dem Programm stand eine Zahnsanierung und eine Ultraschalluntersung ihres Bäuchleins. Uns fiel auf, dass Tomis meist morgens von Übelkeit geplagt wird. All unsere Maßnahmen wie Futterumstellung, tägliche Betthupferl ect. brachten keine dauerhafte Besserung. Daher wollten wir mittels Sonografie herausfinden, wo das Problem liegt. Bei der Abholung offenbarte uns die Tierärztin das Tomis 18 Zähne eingebüßt hat und der verbleibende Rest auch nicht besonders erbaulich aussieht. Beunruhigender war jedoch eine Verdickung an der Milz. Zur Kontrolle soll Tomis kommende Woche noch einmal zum Ultraschall. Sollte sich der Verdacht bestätigen, wird das Gewächs auch gleich entfernt. Doch erstmal muss sich Tomis von ihrer Zahn-OP erholen. Noch ganz duselig war sie dankbar, dass wir ihr im Tierheim ein weiches Plätzchen an der Heizung freigehalten haben, wo sie den restlichen regnerischen Tag friedlich verschlief.

 

03.11.2022

Zur heutigen Tierarztvisite gab es wieder reichlich Impfungen zu verteilen. Begonnen haben wir mit Nalas Kids die sich prima entwickelt haben. Alle wurden noch einmal gründlich untersucht, bevor sie ihre notwendige zweite Impfung bekamen. Bei dem kleinen schwarz-weißen Kater Howard hat unsere Tierärztin Kryptorchismus festgestellt. Das bedeutet eine umfangreichere Kastration, da ein Hoden in der Bauchhöhle liegt und nicht abgestiegen ist. Auch der große schwarze Fundkater Mio, sowie der kleine Wirbelwind Johnny erhielten ihren zweite Impfung. Wenn sie alles gut verkraften, können sie auch bald die Quarantänestation verlassen. Schon ging es weiter zu Hündin Lola, die beim Anblick der Tierärztin einen kleinen Freudentanz aufführte. Auch sie erhielt ihre Impfung und ist nun ein Jahr lang immunisiert. Bei Hundeomi Nada entdeckten wir an der Rute einen Knubbel. Dieser stellte sich zum Glück als harmloser Grützbeutel heraus. Unser großer Wuschel Celentano leidet derzeit an einer Leckstelle. Von der Veterinärin bekam er Antibiotika und einen Halskragen verordnet. Zusätzlich waschen wir die Wunde täglich, um den Heilungsprozess zu optimieren.

 

02.11.2022

Heute mussten wir uns von einer ganz lieben Zeitgenossin verabschieden, aber es blieb uns keine Wahl. Katze Evi, mit den herrlichen Kulleraugen und dem lustigen Schlitz im Ohr, hatte einen Tumor im Mäulchen und konnte nicht mehr fressen. Der Zeitpunkt der Erlösung war gekommen. Bereits seit einiger Zeit nahm sie an Gewicht ab, hatte auch kein glänzendes Fell mehr. Aber Evi war immer präsent, ließ sich streicheln, und futterte auch noch. Wir ließen sie in ihrer geliebten Scheune, weil wir wussten, dass jeder Ortswechsel für Evi unbeschreiblichen Stress bedeutete. Einige Vermittlungsversuche waren genau daran gescheitert. Wir beobachteten die Katze täglich und heute stand fest, dass es nicht mehr weiterging ohne Leid. Die Tierärztin sorgte dafür, dass Evi in unserer Scheune friedlich über die Regenbogenbrücke ging. 10 Jahre durfte Evi bei uns ein Leben nach ihrem Wunsch genießen. Wir hätten ihr gern noch mehr Zeit gegönnt, aber es lag nicht in unserer Macht. Ruhe in Frieden, du Süße. Selbstverständlich wird auch Evi würdevoll im Tierkrematorium Rosengarten kremiert.

 

01.11.2022

Heute waren wir zu Gast in der Tierklinik. Einen Termin hatten Brandy, Scotch und Gin. Und auch Kaninchenmännlein Sam war mit dabei. Bei dem Rammler wurden die Zahnspitzen gekürzt. Obwohl wir zuletzt vor vier Wochen mit ihm aus dem selben Grund in der Klinik waren, war der Abstand der Behandlungen zu lang. Seine Zahnwurzeln sind entzündet, zu lang und deformiert. Chirugrisch gibt es keine Möglichkeit die Ursache zu beheben. Das abschleifen der Zahnspitzen ist das einzige, was wir tun können, um dem lieben Kerl Linderung zu verschaffen. Die Samtpfötchen erhielten ihre zweite Impfung und waren trotz großer Angst sehr tapfer. Im Anschluss durften alle wieder mit zurück ins Tierheim fahren und sich von den Strapazen erholen.