Max

Rasse: Jack-Russel-Dackel-Mischling
Geschlecht: männlich
Kastriert: ja
Geboren:
22.05.2009
Im Tierheim seit:
27.12.2017 (vorher bereits von 6/2015 bis 10/2016 in unserem Heim)
Schulterhöhe: 35 cm
Gechipt: ja
Gewicht: 9 kg

 


Nun musste Max zurück ins Tierheim, was für eine traurige Angelegenheit.

Obwohl sein Frauchen über seine Verhaltensweisen bestens informiert war, verhielt sie sich nicht entsprechend. Es kam nach ihren Aussagen immer wieder zu Konflikten, die sie nun nicht länger duldete. Max wurde ins Auto geladen und zu uns zurück gebracht. Während der Rückgabevertrag geschrieben wurde, brach die Frau in Tränen aus und nahm Max wieder mit. Sie würde es nicht fertig bringen, meinte sie. Um einen Tag später anzurufen und zu sagen, dass Max erneut unterwegs ist, diesmal mit ihrem Sohn. Vermutlich hatte die Frau Angst, sie können wieder weich werden. Der Sohn bescheinigte, dass Max ein lieber Hund sei und es schien, als hätte er für die Entscheidung kein wirkliches Verständnis. Aber der Entschluss stand fest und so ist Max seit Ende Dezember wieder bei uns. Wir lassen seinen "alten" Text stehen, denn am Verhaltensmuster hat sich nichts geändert. Und wir hoffen mehr als je zuvor, dass es eine Person auf dieser Welt gibt, die sich solch einem kleinen Dickkopf annimmt. Man kann mit ihm wirklich auskommen!

 

Der kecke Max wurde wegen Erkrankung seiner Besitzerin in unserem Heim abgegeben. Das passte dem kleinen Kerl überhaupt nicht und er verhielt sich in den ersten Tagen entsprechend "angewidert". Mittlerweile hat sich Max recht gut eingelebt, akzeptiert die Abläufe und integriert sich im Rudel passabel. Manchmal kommt dennoch der Dickkopf vom Dackel durch und man muss entsprechend gegensteuern. Das ständige Rumgewusel vom Jack-Russel ist bei Max nicht so ausgeprägt, was echt positiv auffällt. Der kleine Kerl sucht sehr die Nähe der Menschen. Oft kommt er und "krabbelt" am Bein hoch, um sich eine Streicheleinheit abzuholen. Auf Rufen erscheint Max sofort, er hofft natürlich, dass vielleicht ein Spaziergang bevorsteht oder eine andere kleine Abwechslung. Er liebt es mit Bällen oder ähnlichen Dingen zu spielen, da lebt er richtig auf und flitzt umher.

Folgendes berichtet sein ehemaliges Frauchen über Max:

Er wurde in der Wohnung gehalten, hatte aber auch einen Garten zur Verfügung. Sein Lieblingsplatz war das Körbchen im Wohnzimmer. Max ist stubenrein (können wir zu 100% bestätigen), läuft Treppen und fährt gern und ruhig im Auto mit. Tragen lässt er sich ungern, ebenso ist baden und bürsten nicht so sein Fall. Auch wir haben die Erfahrung gemacht, dass der kleine Rüde irgendwelche körperlichen Zwänge nicht mag.

Weiterhin ist im Fragebogen zu erfahren, dass Max beim Klingeln sowie bei Gewitter/Feuerwerk bellt.

Max läuft sehr gut an der Leine und kann im freien Gelände, laut Vorbesitzerin, auch abgeleint werden. Er kommt auf Ruf zurück. Überhaupt hat Max viel gelernt, er beherrscht die Kommandos "Sitz!", "Komm!" und "Bleib!". Bei Begegnungen mit anderen Hunden reagiert er gelassen, was bei Katzen eher nicht der Fall ist. Da bellt der Rüde und möchte doch sehr gern hinterher. Die Absichten dabei sind nicht ganz klar. Bei seinem Frauchen blieb Max mühelos bis zu 6 Stunden allein, bei uns im Tierheim ist er da etwas unruhig, dennoch artig. Max hat im Hofrudel mittlerweile schon viele Artgenossen kommen und gehen sehen, er hat sich mit allen vertragen. Manche schliefen auch mit in seinem Raum, es lief alles friedlich. Nur eine Ausnahme gibt es: Miroslav. Den kann Max nicht leiden, was auf Gegenseitigkeit beruht. Naja, ist eben fast wie bei Menschen :-)

Wir sind der Meinung, dass eine gewisse Portion Hundeerfahrung bei der Adoption von Max von großem Vorteil ist. Vor allem sollte man die Zeichen erkennen, die Max deutlich sendet. Und sich als Mensch durchsetzen können, wie es eben bei Dackeln und Jackies gefragt ist. Dann hat man einen agilen, lustigen kleinen Freund, der einem echt die Treue hält.

mit Claudia Switala von Radio PSR

 

Update 12./13.03.2016

Damit unser kleiner Max endlich ein richtiges Zuhause findet, starteten wir einen Versuch: der Hund fuhr mit Mario übers Wochenende zu dessen Eltern. Wir wollten Erfahrungen sammeln, wie sich Max im häuslichen Umfeld bei fremden Menschen verhält. Er begrüßte Marios Eltern sofort freundlich, später forderte er vielmals Streicheleinheiten ein. Max wälzte sich dabei genüsslich auf dem Teppich und schlief sogar mit im Bett. Am ersten Tag fraß Max nichts, er war zu aufgeregt. Aber das legte sich. Max liebte es, im Grundstück rumzustromern, bei den Spaziergängen außerhalb zeigte er sich nach einer Weile lustlos und wollte zurück. Außerdem signalisierte er deutlich, dass er einen Rückzugsort benötigt, mit einem Körbchen, welches Tabuzone ist. Max war tadellos stubenrein und artig, genau so wie im Tierheim. Die ganze Familie hat den kleinen Hund sofort ins Herz geschlossen. Das hoffen wir nun auch von passenden Interessenten. Max hat es echt verdient, seine Tierheimkarriere endlich zu beenden.